Samstag, 21. Januar 2017

Das schwimmende Denken

Philosophie dass ist das Abenteuer sich jeden Tag von neuem sich in das Meer des denkens zu stürzen. Immer tief zu Tauchen, bis man den Boden des denkens erreicht. In der Hoffnung- eine Muschel zu finden die eine besondere Perle enthält. wenn man sie finden will diese Perle muss man wahrlich in tiefe Gewässer Tauchen.
hukwa

Freitag, 20. Januar 2017

Die Seinsverlorenheit in der Moderne

Der Mensch sollte sich zu einem Wesen des Seins aber nicht zu einem des Haben entwickeln. Wir haben allen Anschein nach unser Sein verloren. Jetzt im Winter wo es in den Wäldern einsam wird und bei Spaziergängen die Gedanken spiritueller werden ist die Zeit da sich mit dem Sein und dem Seienden zu beschäftigen. Wenn die Winterwinde die gefallenen Blätter aufwirbeln scheint mir dies ein Gleichnis für das Menschenwesen zu sein. Fühlt sich doch mancher wie ein Blatt im Wind. Der Mensch. Ein ins Leben hinein-geworfener!
Jetzt soll man Ausschau nach einer "Lichtung" halten.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Hinter uns allen steht etwas anderes

"Hinter uns allen steht etwas anderes", schrieb Ernst Jünger einmal. Eigentlich wissen wir das sehr gut, wir wollen es nur nicht wahrhaben. Wir wollen es nicht wahrhaben weil wir unser Denken nicht mit unserem Sein vereinen. Man hat das Sein das ja metaphysisch ist geändert und daraus ein "technisches Sein" gemacht. Ich glaube das dass Negative im Leben vor allem durch den Verlust von Sein entsteht. Die Menschen schaffen es einfach nicht Realität und Sein als Prozess zu erkennen.
hukwa

Freitag, 13. Januar 2017

Der alte Magier ging vorrüber

Der erste Schnee
ist ein Magier
er beschwört
die alte Kinderseele.
Hans Wagner

Heute fiel der erste Schnee. Für einige Stunden tauchte er die Landschaft in ein weißes Tuch. Der erste Schnee ist auch ein Bewusstseinsverwandler.
Hier ist ein Gedicht über Schnee
über eisigen Neuschnee
der unter meinen Füßen knirscht
und in mir ein Gefühl erweckt
das ich tausend Jahre hinter Dornröschen versteckt glaubte
das Tal liegt still
tief in mir ein uraltes Gefühl
das mich bedeckt wie der Schnee
die Erde, den Asphalt, die Bäume am Strtassenrand, der Schnee der die Reifenspur eines Autos plözlich interessant und geheimnisvoll erscheinen lässt, ich schaue dieser Spur nach die sich in der Ferne verliert und bemerke ein seltsames Gefühl in mir stampfe durch die weiße Neuschneedecke
die gleiche Landschaft
das gleiche Bewusstsein
ist plötzlich verändert
wegen diesem Schnee
hier ist ein Gedicht über den Schnee
es könnte auch ein Gedicht sein
über die Kriege in dieser kaputten Welt
über einen Luftballon oder
eine Tüte Pommes
All diese Zustände, Dinge, Stimmungen haben plötzlich etwas mit diesem Neuschnee zu tun.
Ich spüre in mir diesen
Zeitenwechsel
Der Schnee blinkt in der Sonne
und der Wald hält den Atem an
trete ich mit meinen Schuhen
auf dürres Geäst
hört es sich an als brechen gläserne Knochen
Der erste Schnee
ist ein Magier
er beschwört die alte
Kinderseele. 
 
Hukwa.





Dienstag, 10. Januar 2017

Leserbrief Vögel

Man kann noch soviel Vogelmanagement betreiben, wahrscheinlich wird es von Jahr zu Jahr weniger Vögel geben. Seit Beginn ornithologischer Überlieferung sind über sechzig Vogelarten für immer von diesem Planeten verschwunden. Mit Sicherheit alle durch menschliches Verschulden.
Ich finde nicht dass Katzen „Vogelkiller“ sind, sie gehen einem natürlichen Trieb nach wie Rabenvögel auch. Zur Erhaltung unserer Vogelwelt, der Biodiversität überhaupt, muss man vor allem den besonderen und inzwischen sehr begrenzten Lebensraum der Arten schützen. Jeder Verlust einer Art bedeutet den unwiderbringlichen Verlust an genetischer Information und ökologischer Funktion einer jeweiligen Region. Nur wenn die vielfältigen, natürlichen und naturnahen Lebensräume erhalten werden wird es nicht zu einem zu starken Rückgang der Arten kommen. Das biologische Gleichgewicht ist seit langem schon gestört, das ist ein Fakt. Wenn dann noch zur Brutzeit unserer Vögel, fleißig Insektengifte ins Vorgärtchen gespritzt werden, auch mit angeblich „harmlosen Chemikalien“, braucht man sich nicht zu wundern, dass am nächsten Tag die Blaumeisen Jungen tot im Nistkasten liegen. Die Verpackungsaufschriften solcher Mittel wollen uns einsuggerieren, dass bei richtiger Anwendung kein Schaden entsteht. Am gefährlichsten für unsere Vogelwelt sind die Spritzmittel der Landwirte. Schon lange sehen die meisten Landwirte unsere Landschaft nicht mehr als Teil der Natur sondern als reinen Produktionsraum.
Die Gründe für den wahrscheinlichen Rückgang unserer heimischen Vogelwelt sind äusserst tief und komplex. Es ist nicht auszuschließen dass im nächsten Jahr wieder „alle Vögel da sind“, doch man muss die Warnungen ernst nehmen und sich Gedanken machen und mit dem „kleinen Naturschutz“ vor der Haustür beginnen. Es ist begrüssenswert das in letzter Zeit einige kritische Artikel zu dieser Problematik in der Rheinpfalz erschienen sind und soviele Menschen darauf reagierten, sei es in Form von Leserbriefen oder eben die 60 000 Vogelbeobachter, die einem Aufruf des NABU folgten. Dies zeugt davon, dass sich in unserer Gesellschaft langsam ein ökologisches Bewusstsein durchsetzt und dadurch auch Solidarität für die bedrohte Natur. Es besteht also noch Hoffnung!

hukwa

Montag, 9. Januar 2017

Kohärenz im Werk

Die Ver-Bindungen sind mir in meinem Werk sehr wichtig. Zwischen all den Arbeiten, den unterschiedlichen literarischen und bildnerischen herrscht eine von mir angestrebte Kohärenz. Ein Werk hat für mich nur einen Wert wenn es biographisch gefärbt ist.
hukwa

Sonntag, 8. Januar 2017

Denksatz

So lang ein Mensch versucht
ein Anderer zu sein
als er ist
muss er sich zwangsläufig
minderwertig vorkommen.
hukwa

Das Kreativität - Wollen

Was mich ein Leben lang angetrieben hat war das "Kreativitätswollen". Dies ist ein innerer Kampf des Künstlers das er nicht zum Fossil wird. Tritt das Fossilienhafte in das Leben ein beginnt sofort ein Kampf mit der Kreativität. Ab einem gewissen Zeitpunkt wird für den Künstler Das "Kunst-Machen" zu einem identischen Lebensprozess. Das bedeutet: Weitermachen!
Dies ist des Künstlers Gegenwart, seine reale Ebene. Ab einem gewissen Alter bewährt sich die Phantasie in einem Prozess des "weiter-machens". Es geht nicht mehr um reine künstlerische Ästhetik, es geht nur noch um den Prozess der Kunsterfahrung.
hukwa

Donnerstag, 5. Januar 2017

Schleier der Kälte

Der Januar hat eine Mauer erbaut 
aus eisigem dunklen Frostes
die Seele lässt dunkle Stunden reifen
die Raunächte ziehen langsam vorüber
reiße nicht die alten Wunden auf
und klebe nichts darüber
tue einfach ganz im Tage verweilen
bis sich die Schleier zerteilen.
hukwa

Dienstag, 3. Januar 2017

Schwebendes Lichter Geflimmer

Schwebendes Lichter Geflimmer
Sternenbrand
in kalter Winternacht
knisternder Mantel der Zeit
ringsum die Welt
veraltert
in fremden feuchten Schauern
in dunkler Herzensstille
blinkt auf ein starker Wille.
hukwa

Sonntag, 25. Dezember 2016

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Der Bildummszeitungsleser

Er glaubt tatsächlich das Leben wäre so
wie die billigen Romane die er liest und die
Filme die er sich jede Nacht in den Kopf haut
am Morgen trifft man ihn regelmäßig im Stehcafe
dort liest er seine Bildummszeitung
und die Buchstaben die ihm entgegenspringen
bestätigen seine Philosophie.
hukwa

Montag, 12. Dezember 2016

Wiederkehrende Anamnesis

Gestern Abend habe ich in der Biographie von Gottfried Benn gelesen, dort fand ich folgende schöne Abschrift: "Ich hatte gelesen, von Platon stamme die Idee, der so genannten Anamnesis, nämlich die Idee, das alles in uns Erinnerung sei, das unser Leben nicht dass war, was wir sahen und trieben, sondern das was in uns lag und dem wir bestimmt waren, es in Bildern und Gedanken aufsteigen zu lassen und ihm Ausdruck zu verleihen. Solche Zustände von Anamnesis erlebe ich öfters... ja, ich konnte sie gelegentlich in mir herbeiführen und sie wurden der Beleuchtungeffekt meiner Existenz und ihrer inneren überblicke".
Ich selbst kann sehr gut Nachfühlen was Benn hier meint. kenne ich solche Zustände doch sehr gut.
hukwa

Samstag, 10. Dezember 2016

Erkennen

Erkennst du klar,
das sich alle Dinge verändern,
dann wirst du an nichts festhalten wollen. 

Aus dem Taoismus

Tagesspruch

Erkennst du klar,
das sich alle Dinge verändern,
dann wirst du an nichts festhalten wollen.
aus Japan

Samstag, 19. November 2016

Natur

Die Natur bleibt das große Geheimnis.
Das was wir von ihr sehen, ist allenfalls
ein Widerschein dieses geheimnises.
hukwa