hans hukwa wagner gesamtkunstwerk
LandArt - Schriftstellerei - Malerei - Philosophie - Lyrik und Gedichte
Sonntag, 18. März 2012
Vampir aus dem Wald
So nackt
Nach hundertjährigem Schlaf
Gabst du dich preis
Vampirin aus den Wäldern
Warst eingesargt in deinem Haus
Einst da du alles warst für mich
Entrannst du mir so schnell
So sanft so weich warst du
Einem Nachtfalter gleich
Mit leichtem Schritt entgingst du mir
Ich sehnte mich ganz krank und bleich
Nach deinem nächtlichen Reich
Die Gruft die dich barg
Entließ dich nun
Dein Heim das dich verbarg
So eile nicht ich will dich fangen
Nachtfalter in den Wäldern
Einst hatten wir geliebt so heiß
Nun fanden wir uns wieder.
hukwa
Gedanken während der Arbeit an meiner Sonderausstellung
hukwa
Sonntag, 11. März 2012
Meine neue Sonderausstellung
hukwa
Dienstag, 6. März 2012
Waldspaziergang mit Kunstgedanken
Mit Geld Kunst zu machen ist keine Kunst,
ohne Geld Kunst zu machen.
dass ist Kunst.
Das Material für werke finden wir überall.
Montag, 5. März 2012
Aus meiner Holzwerkstatt oder von wilden, zahmen und Erinnerungshölzern
hukwa
Sonntag, 4. März 2012
Die Selbstgewißheit subjektiver Erkenntnis- unio mystica und Satori
Samstag, 3. März 2012
Tagesschild
stellen Bedingungen ans Glück
Doch Glück
kann nur empfinden,
wer keine Bedingungen stellt
Arthur Rubinstein
Freitag, 2. März 2012
Ein Minnesänger der Erde
Ein Wanderer-
So will ich heißen-
Das ist Regen im Herbst.
oder
Ein entlaubter Zweig
Ein Rabe hockt darauf
Das ist Abend im Herbst.
Diesen einfachen Gedichten wohnt ein großes Geheimnis inne. Wo es keine Geheimnisse mehr gibt gedeiht auch keine Poesie. Es liegt ein großes Jenseits in dem einsamen Raben, der auf einem Baumzweig sitzt. Es ist der Geist des Fuga und des Wabi der die Haikus von Basho so Ausdrucksstark macht.
hukwa
Tagesschild
der Mensch Anhaftung an sie.
Aus solcher Anhaftung entwickelt sich Lust
und aus Lust geht Zorn hervor.
Bhagavad Gita
Donnerstag, 1. März 2012
Haiku
noch gefroren
aus dem Weidendickicht
Das Frühlingslied der Amsel.
hukwa
Die Zweckbestimmtheit des Menschen
hukwa
Tagesschild - Augenblick
Goethe am 3. November 1823 zu Eckermann
Mittwoch, 29. Februar 2012
Über meine persönliche Satori Erfahrung
hukwa
Tagesschild- Bestimmt das Bewusstsein das Sein
Ken Wilber
Dienstag, 28. Februar 2012
Nachts
Wenn der Regen
Mir Nachrichten ans Fenster trommelt
Kurz bevor der frühe Morgen seine Wimpern öffnet
Ist es als würde ein Flügelschlag
Mir aus der Kindheit herübergeweht
Wenn dann die Nacht im
Keuchen des Morgens verschwindet
Lauern die Träume
In den tanzenden Kiefern
Wartend bis der Mond wieder über den
Dunklen Wäldern steht.
hukwa
Gedanken im Garten
hukwa
Tagesschild- Einsichten der Weisen
dass es nicht der Beruf des Menschen ist,
Lämmer zu schlachten
und Steine zu zerschlagen
sondern dass er geboren ist,
mit einer Rose in der Hand umherzugehen.
Jean Giraudoux
Montag, 27. Februar 2012
Ein Lebensgesetz
hukwa
Tagesschild
Abneigung und Verblendung.
dessen natürlicher Zustand
des Geistes ist Sammlung.
Samadhir raja sutra
Sonntag, 26. Februar 2012
Märzwinde
Da die lauen Frühlingswinde dein Gesicht streicheln
Sprich mit dem Märzwind
Klage nicht wie eine Chimäre und
Meide die geschwätzigen Elstern
Die Schlüsselblume öffnet dir das
Geheimnis des nahen Frühlings
Die Nymphen sind schon lange geflohen
In den Höhlen unter den dunklen Bergen
Bleibt die Büchse der Pandora für dich verborgen
Einst wird sie nicht viel mehr sein als eine
Handvoll Staub
Glaube an das Geheimnis das dir die Märzwinde künden werden.
hukwa
März der Wandler
Jene Menschen die noch einen Bezug zur Natur besitzen, die in ihren Mysterien und in ihrem großartigen Schöpfungsalphabet zu lesen wissen, erscheint der Vorfrühling wie ein magisches Zeitalter. In den Wäldern herrscht nun eine Kraft vor, von der alle Dinge des Waldes erfüllt sind. Der naturbewusste Mensch weiß dass er auch nur eine Form dieser Kraft ist, eine: geprägte Form, die lebend sich verwandelt, um mit Goethe zu sprechen.
hukwa
Tagesschild
Dass sich die heilsamen Dinge mehren
und die unheilsamen Dinge schwinden.
Buddhistische Weisheit
Samstag, 25. Februar 2012
Wald - Wir alle lieben dich - Das Karlstal im Herbst
Wir alle lieben dich
Das Karlstal - ein Ort der Besinnung
Manchmal erscheint es dem Wanderer als ob die „Zeit“ ein leerer Begriff sei in diesem Tal, sie rinnt so leise plätschernd dahin wie die Moosalb in seiner Mitte.
Wenn im September die Landschaft von der Magie des „Altweibersommers“ verzaubert wird, wo an jedem Busch und Baum hunderte von Spinnweben in der goldenen Morgensonne blinken, wo die alten Weiden und Erlen wie Wesen aus dem Feenreich am Bachlauf der Moosalb erscheinen, liegt ein besonders romantischer Zauber über dem Karlstal.
In einer solch naturhaften Landschaft wie dem Karlstal, spürt der Wanderer das Herz von Mutter Natur pochen. Die größte Freude, die der Wald uns bereitet, ist die Andeutung einer dunklen Beziehung zwischen Mensch und Pflanzenwelt.
„Ich bin nicht alleine und unerkannt“, schrieb der amerikanische Philosoph Emerson einmal, „die Pflanzen nicken mir zu, das Schwanken der Zweige im Wind ist mir vertraut und unvertraut zugleich“.
Hier im Karlstal kann es einem erscheinen, als schenke der Wald uns ein uraltes Gleichgewicht, das wir seit langem vermissen, wieder zurück. Eine Essenz die wir lange Zeit entbehrt haben.
Am Himmel schwebt einsam der Bussard, vom Waldhang tönt der Ruf des Schwarzspechts herunter ins Tal und bei den Flockenblumen steht das Taubenschwänzchen wie ein Kolibri flatternd vor den dunkelroten Blüten der Pflanze.
Die eigentliche Heimat dieses schönen Fliegers liegt in Südeuropa. Alljährlich fliegt das Taubenschwänzchen von dort über die Alpen nach Mitteleuropa, und auch im Karlstal können wir ihn dann beobachten. Dieser besondere Schmetterling aus der Familie der Schwärmer ist regelmäßig Sommergast im Tal. Im Schwirrflug steht er vor den Pflanzen um den begehrten Nektar zu naschen. Durch seinen besonders langen Rüssel erreicht er Blüten, die für andere Insekten unerreichbar sind.
Eine recht hohe biologische Vielfalt kann der Wanderer in dieser Landschaft noch vorfinden, vielleicht wird dem einen oder anderen dieses Wort hier erst richtig bewusst.
Unter biologischer Vielfalt ist die Vielfalt an Lebensräumen und die Vielfalt der Lebewesen einer Art untereinander zu verstehen. Biologische Vielfalt ist damit mehr als die reine Artenvielfalt. Es beinhaltet Landschaft und den Menschen der in dieser Landschaft lebt.
Buntsandstein und dichte Wälder umgeben das Tal, durchbrochen von sumpfigen Wiesen, in denen einige bedrohte Pflanzenarten ein letztes Refugium gefunden haben.
Das Karlstal liegt im Biosphärenreservat Pfälzerwald. Dieser Begriff hat aber eine weitergehende Bedeutung, weil er eben nicht nur die biologischen Phänomene anspricht. Innerhalb eines Biosphärenreservates geht es vor allem um die nachhaltige Entwicklung der jeweiligen Region, also um das Arbeiten, Wirtschaften und das gesellschaftliche Zusammenleben des Menschen mit der ihn umgebenden Natur.
Auch den Graureiher kann man hier oft regungslos stehen sehen, die einstmals scheuen Gesellen sind ständige Bewohner des Tals. Sie mögen Fisch, aber vertilgen vor allem Mäuse, die sie in den Wiesen fangen.
Vor allem für die Familie der Libellen ist das Karlstal ein wichtiger Lebensraum, sodass sich hier einige Libellenarten von europäischer Bedeutung angesiedelt haben.
Die Natur, der Wald schenkt dem, der ihn aufsucht Ruhe, Harmonie und Gesundheit und wir, die wir die Natur aufsuchen, sollten sie respektieren und schützen, sollten den Wald lieben.
Nachricht von sich selbst
hukwa
Tagesschild
wenn in den Wechselfällen des Lebens
das Herz unbewegt bleibt:
gelassen, lauter und im Frieden.
Buddhistische Weisheit.
Freitag, 24. Februar 2012
Identität
Waldparkplatz
Ich laufe tiefer in den Wald hinein
Der Häher warnt zweimal
In den noch blattlosen Eichen
Summt der Wind wie Geisterschar
Rief da eben nicht Jorinde
Das sie der Geliebte finde
Ewig ist der Augenblick
In Gedicht und Sagenzeit
Hier im Wald
Im Wurzelstock
sehe ich Kentaurengestalt
Eure Welt ist nicht die meine
Dort am Stamm der borstigen Eiche
Tanzt ein schwarzer Götterbote
Schwarzspecht Krähengroß er ruft
Dodonna ist hier im Walde
Zeus tut hier verwalten .
hukwa
Vom Mythos der Bäume
hukwa
Waldgang
Großzügig zu sein
Gehn wir hinein und lassen den Krämergeist daheim
Gehoben wie die Baumeswipfel
Schlägt in uns ein Klang
Ein kräftiger Gesang
Weit und frei durch den Wald zu gehn
Mitten durch die Baumespracht
Sind wir dem Wesen der Ewigkeit so nah.
hukwa
Tagesschild
Sutta nitpata
Donnerstag, 23. Februar 2012
Poesie der Nacht
Sind ein teil der Ewigkeit
Und viele Zeilen die ich schrieb
Sind Verse die Nachts meine Seele durchglühn
Ich warte auf den einen Brief
Mit goldener Schrift und Silberrand
Doch ob er kommt
Ich weiß es nicht
Ich warte warte schon zu lang
Nur in der tiefsten dunklen Nacht
Fühl ich mich noch daheim
Ein Blatt Papier so rot wie Blut
Eine Rose die nie welken tut
Nur das kann Dichtung sein.
hukwa
Der robotische Mensch bei Thoreau
Man darf Thoreau nicht falsch verstehen, nicht zu wörtlich nehmen, sondern seine Worte als Metapher verstehen. Als "Stümper" sah er jene an die an ihrem Job klebten und darüber hinaus den wahren Sinn des Lebens vergaßen, also den robotischen Menschen.
hukwa