Sonntag, 11. Februar 2018

Riss in der Zeit

Die große Fichte
wie ihren Schatten wie ein Speer
Nebelgesichter spiegeln sich
im tauenden Schnee
der Flug der Krähe
durchzieht die Landschaft
als ginge ein Riss durch die Zeit
sei bereit
es fallen weiße Rosen in das Feuer
das genährt wird von der Leidenschaft der Verlorenen
gehe über den Fluss zu den Gletschern
wo die ewigen Eisblumen blühen
wo kühlend die Höhle der Schneekönigin wartet
die Gefühle verwandelt
in einen Kristall aus Eis
dort wo die Geforene Flamme
sich nährt von der ewigen Sehnsucht
wieder Seele zu sein
bald
sehr bald
hörst du zum erstenmal den Schrei
des Nachtspechts.
hukwa

Dienstag, 6. Februar 2018

Der Menschenautomat

Die Gefahr in die Menschen die mechanisch Denken hineinlaufen können ist die dass sie zu Automaten verwandelt werden können. Der Sinn des Automaten ist einfach zu funktionieren. Der automatische Mensch benötigt zur Ausübung seiner Funktion nur einen äußeren Anstoß, jedoch keine fortwährende Impulse. Der "menschliche Automat" erhält seinen Anstoß über die Gesellschaft und deren Institutionen, was bedeutet - er wird diktiert! Solche Menschen leben ein Leben ohne jegliche Autonomie und Selbstbestimmung.
hukwa

Sonntag, 4. Februar 2018

Von der Herrschaft der Phantasie

Das Spiel von Objektivität und Phantasie beginnt am frühen Morgen. Ich beginne meine Textarbeit recht realistisch. Tagebuch, Essay, Dichtung. Je näher der Mittag heranrückt desto stärker verlangt die Phantasie ihren Tribut. Bis zum Nachmittag hat sie Gewalt über mein Tun bekommen. Hermetische Gedichte oder phantastische Kurzgeschichten wollen geschrieben sein. Vielleicht bin ich nicht der Erschaffer meiner künstlerischen Arbeit sondern einfach ein Spielball der Kunst.
Traum
Strasse durch die Dunkelheit tiefster Nächte
führst du den Träumer
in ein fernes Land...
hukwa

Samstag, 3. Februar 2018

Vom Anfang der Dichtung - Sapppho

Mit Sappho begannn die eigentliche Lyrik in der Dichtkunst. Homer schrieb Epen über Helden und Götter. Hesiod dichtete schon über alltägliches. Für Sappho zählte das Ich. Sie lebte ungefähr 612 v. Chr. auf der griechischen Insel Lesbos.
Für den Dichter der sich mit Sappho beschäftigt wird diese Dichterin interessant weil er in die Anfänge der Lyrik einkehrt, in das noch archaische Denken des alten Griechenlands. Ein neues Bewusstsein keimte in dieser Zeit im Menschen auf. Es war die Gebuirt des Ich in der Kunst und somit auch im Alltag. Von dieser Zeit an ließ man neben den Göttern und Helden auch den Menschen als "Ich" sprechen.
hukwa 

Die einen sagen: eine Truppe von Reitern,
andere wieder; Fussvolk oder eine Flotte von Schiffen
sei auf der dunklen Erde das Schönste - ich aber sage:
das, was ein jeder lieb hat.
Sappho

Mittwoch, 31. Januar 2018

Melmoth der Wanderer

Die fiktive, romanhafte Gestalt von Melmoth dem Wanderer hatte für mich schon immer etwas faszinierendes. Charles Robert Maturin ist mit diesem Roman eine kunstvolle Komposition aus Reflexion und Handlung gelungen. Melmoth dieser auf ewig verdammte Wanderer, in dem der ewige Jude genau so tief steckt wie Mephistopheles und Faust irrt 150 Jahre ruhelos durch Europa. Auf der Suche nach einer Seele die bereit ist sein Schicksal auf sich zu nehmen. Nur dann kann der Bann gebrochen werden der auf ihm lastet, seit er in jungen Jahren einen Pakt mit dem teufel eingegangen ist. Melmoth dieser ewige, junge Greis durchwandert alle Länder, sah alle Verliese und Kerker dieser Welt, trifft Menschen jeglicher Art, sein Blick kann töten doch trotz seiner magischen Kräfte ist er ein unglückliches zerrissenes Wesen. Nur die liebe zu dem Mädchen Immalee kann ihm die erhoffte Erlösung bringen. So mächtig Melmoth gegen den normalen Menschen ist so ist er letztendlich nur der Sklave seiner eigenen Verdammnis. Der ganze Roman ist eine labyrinthafte Allegorie auf das menschliche Dasein. Ein Buch das sehr lesenswert ist, wohl das Hauptwerk der schwarzen Romantik. 
 
hukwa

Dienstag, 30. Januar 2018

Sucht und Flucht des Dylan Thomas

Gestern den Tag über Dylan Thomas gelesen. Ich lese gern diese etwas dunkle Poesie durch die dennoch immer ein frischer Wind zu wehen scheint. Dylans Gedichte sind unrealistisch und wirklichkeitsfremd doch voller Symbolik mit der nötigen Portion Phantasie, wie Gedichte eben sein sollen oder - wie Poesie sein soll- Dylan ist Poet. Seine Verse entspringen ganz der Eigenwelt dieses Dichters. Was hat Dichtung schließlich mit der uns umgebenden Realität zu tun? Gute Poesie ist letztendlich immer eine Flucht vor dieser Realität ist sie doch ein Hinabtauchen in tiefere Gefilde des Seins und genau das hat Dylan Thomas praktiziert. Als Dichter und Mensch war er immer auf der Flucht vor sich selbst und vor dem Whisky, denn er aber überall fand, doch gerade diese Flucht und Sucht waren die Samenkörner seiner Poesie.
hukwa

Montag, 29. Januar 2018

Umschlungen

Es sind Fesseln
die uns fest umschlingen
ein Sehnen
das sie sprengen kann
und wenn die Schleier fallen
wird alles zu Zeichen
dann blühen wir auf
obwohl wir erbleichen.
hukwa

Freitag, 26. Januar 2018

Der Künstler soll nicht der Ton oder die Töpferscheibe seines Werkes sein. er soll Hohlraum des getöpferten Gefäßes sein. In diesem Hohlraum spielt die Existenz des Künstlers sich ab. Während sich sein Werk um ihn herum aufbaut wie der Ton der das Gefäß umgibt.
hukwa

Donnerstag, 25. Januar 2018

Wartet - wenn Kronos erwacht

Mit ihrem geschmeidigen Körper
legt sie sich über die dunkel werdende Erde
Augen rotglühend wie Lava
ihr Stöhnen lässt den Planeten erzittern
versteckt in jungfräulicher Nacht
zittert sie dem Tag entgegen
da Kronos erwacht
ihr unseliger Sohn
so wird sie Zeugin seines
unersättlichen Hungers.
hukwa

Donnerstag, 11. Januar 2018

Auferstanden
aus den Wirren
einer Traum durchtränkten Nacht
will der Morgen uns versöhnen
mit dem Schattenland der Nacht.

In der frühen Morgenstunde
scheinst du uns in roter Pracht
und in diesem verklärten Scheine
eine neue Welt erwacht.
hukwa

Dienstag, 9. Januar 2018

Dornenfeuer

poesie kann bitter sein
wenn sie reist im nachen des wahnsinns
hinein in die spitäler der hoffnungslosigkeiten
bleibt es dem dichter überlassen
ein dornenfeuer an zu zünden.
hukwa

Freitag, 29. Dezember 2017