Samstag, 25. Januar 2020

Emotionale Verödung und Geistige Verblödung

Allles was ich schreibe, dichte und zeichne kommt zunächst in die Arbeits- und Notizbücher, es ist also Handarbeit was ich mache. Angesichts einer zunehmend digitalisierten Welt in der Digitalzeichen an die Stelle der einstigen handarbeitlichen Realität treten, angesichts einer nicht mehr fassbaren Bilderflut, die Imagination und Inspiration Verkümmern lässt und zur emotionalen Verödung und geistigen Verblötung führt, angesichts einer Mythenlosen Welt und eines billigen Kunsttourismus bleibe ich in der Behausung der Kreativität.
hukwa

Mittwoch, 22. Januar 2020

Tagesschild

Gleich dem Sperberflug
wie er am frühen Morgen durch die Bäume gleitet
sollen die Gedanken ziehen.
hukwa

Sonntag, 12. Januar 2020

Die Suche im Fluss der Erinnerungen

"Es geschieht in einer besonderen Zeitstufe 
das bestimmte Gedichte entstehen."   

Begleitet vom Schatten der Worte
die Suche im Fluss der Erinnerungen   
in den Steinen verborgen
die frühe Kraft der Jugend
versteckt in der Rinde der alten Eiche
die Erfahrungen von Damals 
Verkünden die mythische Zeit
persönlicher Vergangenheit
wie ein Sturm aus einen neugeborenen Sternbild
das als Fragment am nächtlichen Himmel prangt
werden die Gedanken an diesem Morgen plastisch.
hukwa

 

Donnerstag, 9. Januar 2020

Dichter der Nacht

Uralter Vers
dir dein Geheimnis zu entreißen
geheinis der Seele
der hand und des Hörens
Vielfalt der Gaben der Nächte
wo die Schlange der Finsternis
mit ihren funkelnden roten Augen
ihre schwarzen Giftkugeln versprüht
Dichter der Nacht
der seine Verse dem Tageslicht vermacht
Schwarze Nacht
zu Abstieg sich wendend
verlässt du das Ufer
dort wo der Nachtspecht mit Flügelrausch
die heilige Flamme entzündet.
hukwa

Mittwoch, 8. Januar 2020

Wie Löwendunst

In der Glorie des frühen Morgens
spürst du wieder
die Glut die einst vorantrieb
wo der Geist einst Hausung hatte
ist der Tempel lang zerfallen 
Gras wuchert in den fahlen Hallen
wie Löwendunst war einst der Geist
nun folge
der neuen Flamme.
hukwa

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Zwischenraum

In der Stille des frühen Morgen
wenn der Geist
in der Zeit
zwischen Mythos und Logos weilt
die Seele noch ruht
im Bett der Kindheit
in den Erinnerungen suchend
fern jeder Melancholie
dort im Land
Zwischen Zeit und Ewigkeit
finde ich mich für einen Moment
in der wirklichen Realität.
hukwa

Samstag, 30. November 2019

Braunes Gras

Heute traf ich einen
der das Gras wachsen hört
und doch nicht bemerkt
das es sich immer mehr braun färbt
seine persönliche Geschichtlichkeit
reicht gerade mal bis 1933
und alles was vor dieser Jahreszahl liegt
ist unergründliches Altertum für ihn.
hukwa

Donnerstag, 28. November 2019

Auch an diesem Morgen...

Die letzten Herbstblätter fallen
Regen und Föhn
ein grauer dunkler Tag
ladet ein zum Gedichte schreiben
allein das fliegen der Blätter
im Sturzregen und stürmischen Wind
ist schon ein Gedicht
das Buchenholzfeuer im Ofen knistert
und die Wanduhr tickt
auch an diesem Morgen
bin ich fern
der konsummistischen Moderne.
hukwa

Mittwoch, 27. November 2019

Wiederholung

Es ist wieder einmal an der Zeit
die Vergangenheit zu prüfen
die Eigene
und die
des Landes in dem ich lebe 
in meiner Geschichte erkenne ich
Wandel und Werden
das ist schon mal was
in der meines Landes
entdecke ich viel Wiederholung
der braune Mief ist nicht mehr weg zu denken
wie Nebel hat er sich festgesetzt
ich beachte ihn nicht
und lass ihn wenigstens
für einige Zeit hinter mir.
hukwa

Montag, 18. November 2019

Im Schatten der Wälder

Am morgen das strahlen der Novembersonne
am Mittag Schneezeit
die Zeiten meines Lebens begehe ich
suchend vergessene Stunden
die Schatten der Wälder durchbrechen die eingeschneite Zeit.
hukwa

Sonntag, 17. November 2019

Sich kennen...

Denn niemand kennt sich
insofern er nur selbst
und nicht zugleich ein anderer ist.
Novalis

Freitag, 15. November 2019

Der sinnlose Kreislauf um die Konsumgüter





Materielle Güter sind diejenigen, die der materiellen Befriedigung dienen. Statusgüter dienen in erster Linie dem Prestige und Statusdenken, also der Steigerung des gedrückten Selbstgefühls, der Erringung von Pseudo–Ansehen, der Hoffnung auf Bewunderung und Selbstverherrlichung.
Während bei den materiellen Gütern die Produktivität der Wirtschaft bald gesättigt ist, weil diese Waren ja für jeden erreichbar sind und weil man sie eben hat und braucht, werfen die Statusgüter die Produktion erst richtig an. Dies ist der sinnlose Kreislauf um Konsumgüter. Es ist die Herstellung dieser Waren die mit zur größten globalen ökologischen Belastung des Planeten geführt hat. Das schlimmste Beispiel hierfür sind die Plastikwaren. Plastik steckt in fast jedem unserer Konsumgüter.
Das Plastik findet sich inzwischen auch in unserem Essen, ja „es steht sozusagen schon auf unserem Speiseplan“. Vor einigen Monaten veröffentlichte die Universität von Newcastle in Ausstralien eine Übersicht, in die etwa 60 wissenschaftliche Studien einflossen, die sich mit der Aufnahme von Mikroplastik über unser Essen beschäftigt. Aus dieser Aufstellung geht hervor, dass jeder Mensch im globalen Durchschnitt rund 2000 Mikroplastikpartikel pro Woche zu sich nimmt. In Meeresfrüchten wurden rund 180 Partikel nachgewiesen.
Diese Zahlen seien nur erste Anhaltspunkte, gibt die Hauptautorin dieser Studie, Kala Senathirajah, zu bedenken.
Das meiste Plastik landet in den Meeren unseres Planeten. Nach Informationen des Alfred– Wegener– Instituts in Bremerhaven geht man davon aus, dass bereits 150 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen entsorgt wurden.
Plastikmüll im Meer ist eine schwere Belastung für alle Meerestiere. Im Wasser produziert der Kunststoff Treibhausgase wie Methan und Ethylen.
Die Meeresforscherin Sarah-Jeanne Royer von der Ujniversität Hawai schrieb: „Wenn wir an all das Plastik denken, das auf allen Kontinenten in der Sonne steht, wird mir ganz anders – die Mülldeponien, Treibhäuser für unsere Gemüse, die Autos und Handys dürften alle über die Zeit Treibhausgase ausstoßen“.
Auf den illegalen Müllkippen in Asien finden sich immer wieder Plastikverpackungen mit dem „grünen Punkt“.

Die Herstelllung von Plastikwaren nennt die Wirtschaft „industrielle Notwendigkeit“ ohne dabei zu bedenken welchen gigantischen Schaden sie dabei Mensch und Mitwelt antut. Das einzige was anscheinend zählt sind die Ansprüche der Industrie und die technokratische Vernunft der gesellschaftlichen Ja-sager. Der Plastikflut zu entkommen ist für den Einzelnen fast unmöglich, fast so unmöglich wie den leidenschaftlichen Autofahrer davon zu überzeugen, dass wenn er sein Auto öfters stehen lässt, er etwas für den Um- und Mitweltschutz tut. Die ewigen Nörgler und Klimaleugner sind leider noch in der Überzahl und rechnen uns täglich vor, das die Atmosphäre durchaus noch ein paar Grad Erwärmung, die Luft auch noch etwas mehr Verschmutzung, die Erde noch etwas mehr Radioaktivität und Schadstoffe vertragen können. Noch haben wir ja Zeit argumentieren viele. Aber die haben wir nicht.
hukwa


Lit. Hinweise:
Heinrich-Böll Stiftung.
Bund für Umwelt und Naturschutz.
Sciene Advances – Fachmagazin.

Freitag, 8. November 2019

Ein altes philosophisches Fragment und intergenerationelle Gerechtigkeit oder zwischen kollektiver Schuld und Klimagerechtigkeit

Foto©UteKW

Das Geschehen in der Natur scheint einen
viel höheren Grad von gesetzlicher Gebundenheit
zu zeigen als in der von uns gedachten Kausalität liegt.“
Albert Einstein



Der Klimawandel wird mit anderen ökologischen Problemen, die von der Menschheit geschaffen wurden, für uns alle zur größten Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte und wird somit zur intergenerationellen Gerechtigkeitsfrage.
Dies wirft auch moralische Fragen für den Einzelnen auf: Bin ich als Person moralisch mitverantwortlich für den Klimawandel? Müssen wir alle unseren Beitrag leisten für die Rettung des Planeten oder ist es eine politische Verantwortung? Gibt es eine Kollektivschuld?
Dies sind Fragen die sich jeder selbst stellen muss.



Der wohl erste überlieferte Satz in der Geschichte der Philosophie, lässt sich ökologisch deuten.
Anaximander aus Milet (geb.610 v. Chr.) sagte: „der Ursprung der Dinge ist das Grenzenlose. Woraus sie entstehen, dahin vergehen sie auch mit Notwendigkeit. Denn sie leisten einander Buße und Vergeltung für ihr Unrecht nach der Ordnung der Zeit“.
Anaximander hat hier ein erstes Naturgesetz formuliert. Für ihn herrscht in der Natur eine Art von Gerechtigkeit vor. Jedes Lebewesen das sich aus den Vorräten der Natur bedient, muss diese Entnahme wieder an die Natur zurückgeben. Wasserläufe trocknen aus, während anderswo neue entstehen. Wolken bilden sich, lösen sich auf und hinterlassen Regen für neues Wachstum. Durch Vergehen entsteht immer wieder Neues. Alles was eine Form annimmt, macht nach einer gewissen Zeit einer anderen Form Platz.
Das „Woraus“ die Ursache aller Dinge, hat Anaximander, das apeiron genannt, das Grenzenlose, Unbestimmte und Unerfahrbare aus dem alles Werden in unendlicher Bewegung entsteht durch die Ausscheidung der Gegensätze. Also nicht aus den Elementen geht das Seiende hervor, der Ursprung aller Dinge liegt jenseits im Geistigen. Anaximanders These sagt, dass auch die Naturdinge in einer Rechtsordnung zueinander stehen, soll heißen das sie sich gegenseitig unvermeidlich beeinflussen und voneinander abhängig sind. Dies gilt vor allen Dingen für negative Entwicklungen in unserer Zeit also für die Naturzerstörungen die wir Menschen auf dem Planeten anrichten. Hier finden wir die erste Wurzel des erst zweitausenfünfhundert Jahre später einsetzenden ökologischen Denkens. Auch spricht Anaximander von der Vorstellung einer alles umfassenden Gerechtigkeit in die auch die menschliche Gemeinschaft eingeschlossen ist.
Es ist die in der derzeitigen ökologischen Krise fragwürdig gewordene menschliche Vernunft die Anaximander für uns heute wieder interessant macht. Aus dem Fragment des milesischen Philosophen schimmert uns die Frage nach der Wiederherstellung der uralten Einheit von Natur und Mensch entgegen. Das rationalistische Denken unserer Zeit hat diese Einheit aufs Brutalste zerrissen und wir täten gut daran jetzt noch zu retten was noch zu retten ist.
Unter der Herrschaft eines technisch-mechanischen Denkens und vor allem wissenschaftlichen Forschens (technisches Sein) hat man seit Langem schon den Blick dafür verloren, das in jedem Augenblick das Dasein sich von innen her erneuert.
In diesem Sinne ist es falsch die „Naturdinge“ als Objekte zu sehen, man muss sie als lebenswirkliche Objekte sehen und schauen, als „organisch“. So wurde die Natur auch von Thales, Anaximander und Heraklit gesehen.
Anaximanders These besagt, dass auch die Naturdinge in einer Rechtsordnung zueinander
stehen, das soll heißen dass sie sich gegenseitig unvermeidlich beeinflussen und voneinander abhängig sind.
Wir sind an einem Scheideweg angekommen, in einer Sackgasse wo sich Geschichte und Naturgeschichte treffen und bringen den Planeten bis an den Rand der Instabilität. Was wohl auch heißt das wir Menschen von heute zu einem Sicherheitsrisiko für die noch Ungeborenen geworden sind.
In der Metaphysik die ja philosophisches Geschehen ist gibt es so etwas wie eine „Zeit über der Zeit“, sozusagen eine „zeitlose Zeit“ (Hannah Arendt) in der philosophische Werke entstanden die anscheinend zeitlos gültig sind. Anaximander hat uns ein solches Werk als Fragment hinterlassen.
Nach Hegel war das Mittelalter seiner Substanz nach das „Zeitalter des unglücklichen Bewusstseins“, weil die Menschen sich nach etwas sehnten das in unerreichbarer Ferne lag. Es bleibt zu Hoffen das unsere Epoche das erreicht, was wir jetzt so dringend benötigen: Klimagerechtigkeit!

hukwa


Literaturhinweise:
Hannah Arendt: Wo sind wir wenn wir denken
Hans Wagner: Naturphilosophie:Zeitschrift Runenstein 2008
Hans Wagner: Philosophis Naturalis –Zeitschrift – Runenstein 2008

Mittwoch, 6. November 2019

Philosophieren mit Kindern

Foto©UteKW

Philosophie ist wenn man trotzdem denkt.
Otto Marquard

Wir schulden den Kindern von heute und morgen Verantwortung und Mitverantwortung. Es ist doch so, dass die Entfaltungskräfte und Kreativität vieler Kinder an der geisttötenden Armut zerbrechen die ihnen täglich von den Medien serviert wird. Kindheit an sich ist abhängig von der jeweiligen Zeit und ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen. In einer Zeit ökologischer Katastrophen vor allem des Klimawandels sieht es so aus, als müssten unsere Kinder und Enkelkinder bald ein Leben führen, das keine Erinnerung mehr an Leben enthält. In nicht mehr allzu ferner Zeit ist es wahrscheinlich, dass Atemluft rationiert werden muss. Die Menschheitsgeschichte ist in ein unwiderrufliches Stadium getreten, wir stehen kurz vor der Nichtumkehrbarkeit. Deshalb ist es wichtig mit Kindern philosophische Gespräche zu führen so das sie früh genug ein Bewusstsein für Ökologie und Umweltschutz bekommen. Damit
Kinder ein autonomes Selbst entwickeln können, brauchen sie uns zum Reden, sie brauchen uns zum Zuhören, zum Vorlesen, zum Spielen, zum Lernen, sie brauchen also unsere ZEIT. Vor allem für den Erwerb grundlegender Fertigkeiten. Diese Fertigkeiten sind die Basis für künftiges Lernen und die Profilierung der Persönlichkeit. Dazu gehören Vertrauen, Eigeninitiative, Anstrengungsbereitschaft, Selbstverantwortung, Ausdauer, Anteilnahme, Teamgeist, Wagemut und Neugier. Diese Fertigkeiten bilden zugleich den Grundstein für die wichtige Selbstachtung des Kindes, sowie die moralischen, ethischen und geistigen Regeln, die uns durch das weitere Leben begleiten.
So trägt praktisches philosophieren mit Kindern natürlich auch zur verstärkten Werteerziehung in Elternhaus, Schule und Gesellschaft bei.
Hier sei nun die Frage gestattet – Was ist Philosophie eigentlich: vom Begriff her heißt Philosophie (griech. philosophia) soviel wie Liebe zur Weisheit oder Freund der Einsicht
(von griech. philia, Liebe oder philos, Freund, und sophia, Tüchtigkeit, Einsicht, Weisheit)
Eine allgemein anerkannte Definition des Wortes Philosophie gibt es nicht.
Hier noch einmal an den eigentlichen Zweck derselben erinnert, nämlich an die Liebe
zur Weisheit: "Nicht im abstrakten Wissen, sondern in der richtigen und tiefen Auffassung der Welt liegt die Quelle wahrer Weisheit... Weisheit ist die vollendete, richtige Erkenntnis der Dinge, im Ganzen und Allgemeinen, die den Menschen so völlig durchdrungen hat, dass sie nun auch in seinem Handeln hervortritt, indem sie sein Tun überall leitet" , so Arthur Schopenhauer. "
In unserer Zeit zunehmender Krisen durch menschliches und politisches Versagen im Umweltschutz, einer allgemeinen Desorientierung und Orientierungslosigkeit und einem immer deutlicherem Verlust an Menschlichkeit erscheint es sinnvoll und notwendig ein Wachstum an mehr Menschlichkeit anzustreben. Hierzu könnte das philosophieren mit Kindern ganz sicher Grundlegendes beitragen. Es könnte dazu beitragen, den durch die Medien unterstützten, gesellschaftlichen Einfluss zur Ablenkung vom Wesentlichen, zur Entfremdung von sich selbst und von der Natur, durch immer mehr Konsum, Mobilität, Action und billiger Unterhaltung zu verringern. Friedrich Schiller sagte sinngemäß:
"Es ist nicht da draußen, da sucht es der Tor. Es ist in dir du bringst es ewig hervor."
Es kann gar nicht zu früh damit begonnen werden, diese Erkenntnis von der Bedeutung innerer Werte und Fähigkeiten in den Kindern entstehen zu lassen. Kinder werden in den verschiedensten Bereichen immer wieder angehalten, sich vorwiegend nach außen zu orientieren und an das Bestehende anzupassen, statt ihre Eigenständigkeit und Kreativität zu fördern.
.
In dem wir Kinder frühzeitig dazu anhalten, selbstständig zu denken, Sachverhalte zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen, können wir durchaus einen wichtigen Beitrag zur Prävention bezüglich materieller und auch geistiger Drogen leisten. Mit einem für Kinder erarbeiteten Zugang zum Philosophieren ergibt sich die große Chance, von der Basis her mehr Echtheit, Identität und innere Stabilität in den heranwachsenden Menschen entstehen zu lassen und dadurch mehr Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft und Verbundenheit zur Natur.
Es war kein anderer als Immanuel Kant, der in seinen Schriften dazu aufforderte, "von seiner Vernunft einen freien und keinen bloß nachahmenden, sozusagen mechanischen Gebrauch, zu machen“....„Dergleichen Menschen können immer nur Kopien von anderen werden, und wären alle von der Art, so würde die Welt ewig auf einer und derselben Stelle bleiben." Und so forderte er – wie heute in unseren Tagen Joostein Garder, der glaubt, Krieg und Gewalt würden sich weniger oft einstellen, wenn die Menschen nur ein wenig besser Denken gelernt hätten – zum Philosophieren auf. Philosophie ist nun hierbei nicht als die Lehre von Denksystemen, als Sophielogie, als Weisheitswissenschaft angesprochen,
sondern es geht um das Philosophieren als Tätigkeit. Also nicht die Lehre ist das Eigentliche, sondern die Lebenspraxis.
Zur praktischen Philosophie stellte Kant drei Bedingungen:
1. Selber Denken.
2. Sich jederzeit in die Stelle eines anderen Denken.
3. Mit sich selbst einstimmig Denken. 
hukwa
Lit.Hinweise:
A. Schopenhauer: Gesamtwerk
I. Kant: Gesamtausgabe
Gabriele Münnix: Philosophie mit Kindern