Sonntag, 27. September 2020

Freitag, 25. September 2020

Welt hinter der Welt

Mit den Jahren 
wächst die Bibliothek 
ich bewege mich hinein 
laufe durch ein Labyrinth 
der Sätze und Wörter 
doch sie ist mehr 
Schutzmauer gegen das Profane 
das flackernde Licht 
das durch die Fenster dringt 
die Zweisamkeit mit den Büchern 
eine Welt 
hinter der Welt. 
hukwa 

Donnerstag, 24. September 2020

An den Fels gefesselt

Bleib in der Eigenzeit 
letzter erbe der Antike 
übers Meer zogen die Kraniche 
flogen vorbei 
an dem 
der an den Fels gefesselt ist  
Jahrhunderte des Fallens 
doch der Welten Werden 
geht weiter 
Verborgen in der Dunkelheit. 
hukwa

Mittwoch, 23. September 2020

Sonnenuntergang

 Sonnenuntergang 
die Wolken so rot 
als wären sie mit Blut gefüllt 
Menschen in Massen 
wie Seifenblasen 
kurz vor dem Zerplatzen. 
hukwa

Mittwoch, 16. September 2020

Herbstgeist

 Gestern Abend 
erzählte mir der Septembermond 
vom Herbstgeist. 
hukwa

Dienstag, 15. September 2020

Herbstmorgen

 Herbstmorgen in Stille 
nur beim Knöterich 
Summen die Wildbienen. 
hukwa

Sonntag, 13. September 2020

Philosophie und Kunst

Mit jedem einzelnen Kunstwerk wird Kunst aufs Neue geboren. Die Kunst selbst unterliegt den gleichen Gesetzen wie die Geschichte- dem zyklischen Ablauf von Wachstum, Blüte, Verfall und Wiedergeburt. Philosophisch betrachtet ist Kunst die Offenbarung einer höheren Wirklichkeit (Ernesto Grassi). Was den Künstler antreibt ist ein in ihm wirkendes Formgefühl. Wirkliche Kunst schöpft aus unbekannten Tiefen, dennoch hält sie sich an die Gesetzlichkeiten der "ewigen platonischen Ideen". Die Höhlenmalereien von Lascaux und andere prähistorische Kunstwerke finden wir heute in zeitgenössischen Werken. Dies ist künstlerisches Sehen, eine Rückschau in die ewigen Ideen. Hegelianisch betrachtet ist Kunst die Identität von Idee und Erscheinung, Manifestation des objektiven Geistes und für die Entwicklung der Kunstästhetik ein dialektisches Moment. Nach Schopenhauer ist die Kunst die Anschauung der Urbilder. Ernesto Grassi meinte: Die Kunst bildet eine Vorstufe zur mystischen oder philosophischen Schau und damit ein wesentliches Moment zur Verwirklichung der höheren Bestimmung des Menschen...daher ihre Nähe zum Bereich der Philosophie...". 
Somit kommt der Kunst eine viel weitere Bedeutung zu als der "nur" eines ästhetischen Wertes. 
hukwa

Donnerstag, 10. September 2020

Herbstnacht

Noch einmal leuchtet 
das Glühwürmchen im Garten 
Herbstnacht. 
hukwa

Dienstag, 8. September 2020

Eine tägliche Dosis Platon

 Denn Aufbau der platonischen Ideenlehre finden wir in der politeia. Hier stellt Platon die Ausbildung des Philosophen als höchste Form philosophischer Erzeihung dar. Das Leben des Philosophen besteht somit im stetigen Umgang mit der Ideenwelt. Doch Platon weist auf die verpflichtung des Philosophen hin nämlich immmer wieder zur Polis zurückzukehren. Nur durch beides: Idee und Polis ist Erkenntnis möglich. Nehmen wir als Beispiel drei Philosophen: Schopenhauer, Nietzsche und Heidegger. Alle drei gute Philosophen aber - sie haben nie zur Polis gefunden, nur zu ihrem Ich. Philosophie soll nicht Trennen sie soll Vereinen. 

hukwa

Herbstlaub

 Buche im Herbstlaub 
erinnert 
an den nahenden Winter. 
hukwa

Sonntag, 6. September 2020

Tage die zählen

 Zweisamkeit 
in der Feldflur 
die wilde Aster 
und ich 
im Gleichgewicht 
mit der Abenddämmerung 
das sind Tage die zählen. 
hukwa

Samstag, 5. September 2020

Agathon

Zeit 

bewegendes Werden 
in der Ewigkeit des Seins 
denkende Seele 
Stufen des Seienden 
keine Mühe kann zu groß sein 
um zum Agathon zu gelangen. 
hukwa

Freitag, 4. September 2020

MorgenMeditation

 Bevor ich am frühen Morgen mit der Schreibarbeit beginne, brauche ich zwei Stunden Denkarbeit. Dann ist jedesmal metaphsisches Philosophieren angesagt. Dies hilft auch gegen die Infamitäten des Tages. 

huwa

Donnerstag, 3. September 2020

Das bewegte Bild der Ewigkeit

 Jeden Abend unternehme ich einen Spaziergang, durch die Feldflur, wobei meine Gedanken immer sehr platonisch sind. Während der Dämmerung beobachte ich die Wolkenformationen und schaue wie die Saatkrähen nach ihren Schlafbäumen fliegen. Meine Gedanken steigen dann auf ins Reich der Ideen, die als Urbilder über allem Werden stehen. Die Zeit ist das bewegte Bild der Ewigkeit. Alles was mich hier umgibt ist Werden und Vergehen, dazwischen verborgen, das ewige Sein - das Reich der Ideen. 
hukwa