TÜREN
- Installation Feature inszenierte Lesung
- Welche Assoziationen geben mir Türen?
- Hinter Schloss und Riegel
- Türen öffnen sich
- Türen sind Symbole
- Hinter Türen versteckt sich etwas, Türen sind Mode gebunden
- Im Leben öffnen sich immer wieder Türen. Was verbirgt sich hinter Türen
- Türen sperren ein, Türen sind Schwellenerlebnisse
- Wie erscheint mir eine Tür die mitten in einer Landschaft steht
- Alte Türen haben etwas geheimnisvolles
- Türen und Kindheit Türen und Psychoanalyse
- Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir hinter verschlossenen Türen
- In unserem Alltag verschließen wir oft Türen
- Die Tür als Sesam öffne dich
- Türen trennen Türen verbergen Türe ordnen Räume auch die inneren Räume
- Hoftüren, Drehtüren,Falltüren, Katzentüren, Taubentüren, Kerkertüren, Gefängnistüren, Zimmertüren, Schranktüren, Tresortüren u.s.w.
- Türen sind Pforten der Wahrnehmung jede Tür klingt anders Türgeräusche
- Türen sind Bewegung, Zimmertüren quietschen, Autotüren schlagen, pressluftgesteuerte Türen am frühen Morgen im Linienbus, in der Eisenbahn
- Jede Tür hat ein anderes Geräusch insgesamt ergeben sie zusammen eine Symphonie
- Das öffnen und schließen in unserer Wohnung sind Teil eines Klangraumes
- Himmelspforte Höllentor
Die Tür hat etwas universelles in der bildenden Kunst in der Literatur auf der Bühne
im Gedicht im Hörspiel im Gemälde im Film u.s.w.
Türtexte von Dichtern z. B. Oskar Pastior Ernst Jandl Franz Kafka Ingeborg Bachmann
Friedrich Rückert Rumi William Blake und viele andere
Türen in der Rockmusik Türen in der Popkultur politische Türen philosophische Türen
Geheimnisvolle alte Türen
DIE TÜR IN DER LANDSCHAFT
Inmitten einer Landschaft, in einem Park, vor einem Gebäude mit Freifläche, sind etwa 15 – 20 Türen aufgebaut. Verschieden Türen sind bemalt, andere mit Texten beschrieben, dann wieder Türen in denen sich kleinere Türen befinden, Türen mit aufgeklebten aufgenagelten Collagen, ganz alte Türen mit sehr alten Schlössern, Toilettentüren, Zimmertüren, Hoftüren, Stahltüren, Türen aus dem 17. Jahrhundert bis heute, Autotüren, Flugzeugtüren, Schifftüren.
Dazwischen bewegen sich Menschen die Texte lesen. Jeder Vorlesende trägt die Kleidung
des Zeitalters, aus dem seine Texte stammen.
Zwischen den Türen befinden sich Lautsprecher aus denen TÜRWELTKLANGKOMPOSITIONEN in die Ohren der Besucher dringen. Dem Hörer soll klar werden das diese "Musik" – im Sinne von Klangmuster, ein natürlicher Prozess ist der ihn fortwährend umgibt. Geräusche werden also aus ihrem gewohnten Standort woanders hin verpflanzt, der Hörer sieht an Plätzen, hört an Plätzen, Bilder, Klanggeräusche die eigentlich an diesen Platz nicht gehören, es sind ihm sehr bekannte Geräusche, eben Türgeräusche. Die ganze Installation trägt in sich die Aura einer Klangskulptur, die inszenierte Lesung erinnert an eine Theateraufführung, Bilder und Collagen erinnern an Ausstellungen, somit erreicht das ganze Kunstwerk, die Atmosphäre des Gesamtkunstwerkes.
Türgeräusche sind konkrete Geräusche, sie basieren auf realen Gegebenheiten und erzählen daher nicht nur Geschichte (Türen von 17.-21.Jahrhundert) sondern auch Geschichten. So lassen sich unter den vielen Türen auch zwei Türen finden auf denen die Lebensgeschichte des ehemaligen Besitzers aufgezeichnet ist. Auf einer Tür die einst in einem herrschaftlichen Schloss stand finden wir einen ganzen Stammbaum bis ins 14. Jahrhundert aufgezeichnet. Die Tür als Überlieferung von Geschichte. Eine Tür ist da durch die berühmte Menschen gingen, eine Tür hinter der man das Böse versteckte. Die Kontortür durch die einst Arbeiter ihren kargen Lohn ausbezahlt bekamen.