Montag, 9. März 2009

Gedicht- Abendstimmung

Abendstimmung

Hier dringt kein Laut des Lebens her
so tief im Wald ist alles Schatten leicht
und bernsteinfarben färbt der Mond
das Wolkenmeer.

Ich bin allein mit meinem Gedankenmeer
höre ein leises dunkles Rauschen
mein inneres Meer
in den Wolkenfetzen
erkenne ich
der Götterheer

Silbernebel stehn im Tal
Sonne leuchtet auf den Höhen
majestätisch schwebt der Reiher
einsam durch das Tal

Am Bachufer die Kätzchen blinken
neigen sich in silbernes Schweigen
wartend auf nächtliche Feen Reigen
in den Jahreskreis mit ein
ein letzter Schrei des Habichts durchs Blaue
eine blasse Wiese darauf eine einsame Birke
Stille im Tal.
Hans Wagner