Samstag, 13. September 2014

Geschichtlichkeit und Geschichtsvergessenheit.

Als Menschen können wir die Gegenwart in der wir Leben und den Weg in die Zukunft denn wir gehen müssen nur durch ein kritisches Verständnis der geschichtlichen Vergangenheit erkennen. Als Menschen müssen wir unsere Geschichtlichkeit vor Augen haben um eine eigene Identität zu finden.
Geschichtswissen benötigt man um die Wirklichkeit und Realität in der wir leben zu begreifen. So ist Geschichte auch Orientierung. Geschichtliche Fakten sind zwar oft ungewiss aber dennoch realistischer als jegliche Einbildungskraft. So wird Geschichte für den der sich mit ihr beschäftigt zur inneren Kraftquelle aus der man sich nehmen kann was wir fürs Leben brauchen: gelebte Erfahrung.
Halten wir uns mal ein Lehrstück der Geschichte vor Augen: der Dreißigjährige Krieg war ein solches. Dieser ungeheuerlich, zerstörerische Krieg ist zweifelsohne der Geburtshelfer der modernen europäischen Staatengemeinschaft. Dadurch das zahlreiche europäische Völker sich blutig abschlachteten, konnte sich in Europa das erste mal so etwas wie eine europäische Schicksalsgemeinschaft bilden. Wahrscheinlich kam damals zum ersten mal so etwas wie ein Geschichtsbewusstsein bei den Menschen auf. Am ende dieses Krieges erkannte Europa das erste mal das es so etwas wie eine zusammenhängende Staatengesellschaft gibt. Es ist die alte Weisheit des Heraklit: „der Krieg ist der Vater aller Dinge!“ Aus diesem großen Krieg entstand der Westfälische Frieden. Er konnte zwar nicht jeden Krieg verhindern, sie dennoch aber eingrenzen. Die Ordnung dieses Friedens sollte 150 Jahre lang halten. Bis eine neue Geschichtsvergessenheit eintrat.
hukwa




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