Täglich entstehen also kleinere und größere schöpferische Geburten. Gestaltungen und Gestalten meines Werkes begleiten mich immer, bei meinen Gängen durch die Wälder, nachts im Traumschlaf. Diese Arbeiten, diese Schöpfungen, leben in einer anderen Dimension ihr eigenständiges Leben, in jener Dimension die ich als die Heimat des Künstlers bezeichnen möchte. So sehe ich die "Immerwiederkehrende am Baum", eben immer nur an Bäumen, die
"Sich beugende im Vollmond", kehrt nur bei Vollmond wieder, manchmal in den Wäldern, manchmal besucht sie mich im Atelier. Ohne Zweifel, diese Reihe der "Immerwiederkehrenden" hat etwas "Golemhaftes" an sich, es sind meine sehr persönliche Zeugungen, ich habe sie Gezeichnet, Gemalt, in Stein gehauen, in Holz geschnitzt, zur Installation Gestaltet. Ein Gesamtwerk wie das meine das ja auf einem Prozess aufbaut, steckt eben auch eine ununterbrochen produzierte Mitteilung. Als Künstler achte ich natürlich darauf in dieser Region, Dimension meiner bildlichen Darstellungen als ein unangefochtener, integrer Herrscher meiner künstlerischen Heimat zu walten. Im Gesamtkunstwerk soll der künstlerische Prozess Botschaft aus dieser Heimatregion sein, Leinwand und Zeichenblatt erhalten somit die gleiche dokumentarische Aura wie das Tagebuch.
hukwa