Dienstag, 7. Juli 2009

Atoll des Gaugin


Kommentare:

Thialfi hat gesagt…

Also das Atoll find ich echt stark, es hat für mich irgendwie was aboriginemäßiges, weiss auch nich warum. Aber es wirkt sehr stark auf mich.

Fireden und Grüße von

Thialfi

Hukwa hat gesagt…

ja die ähnlichkeit ist da. es ist wohl der ewige in uns verinnerlichte mythos der in solchen momenten meditativen tuns immer wieder durchbricht. bestimmt ist der eine oder andere von uns einst einmal durch das traumland gewandert und solche zeichen sind die inneren relikte, die wie echos in uns wirken.
hukwa

Thialfi hat gesagt…

Klingt sehr einleuchtend, was Du sagst, Hukwa. Traumland, Traumzeit, das kommt mir nicht ganz unbekannt vor, obwohl ich nicht genau erklären kann, woher mein Wissen darüber stammt.

Liebe Grüße von Thialfi

Hukwa hat gesagt…

nun, da haben wir es doch schon - eben das - ich kenne es, weiß aber nicht woher? die mythen sprechen zu uns weil sie in uns ausdrücken, was wir in unserem inneren bereich als wahr anerkennen. joseph campbell hat über dieses problem eine ganze bibliothek gefüllt. es ist eben so. c.g.jung sagt das selbe und heinrich zimmer auch. meiner erfahrung nach kommt von zeit zu zeit einfach aus unserem innern immer wieder etwas hoch, etwas uns unbekanntes, dennoch bekanntes und es macht mir verdammt viel freude mich damit auseinanderzusetzen.
hukwa

Thialfi hat gesagt…

Das sehe ich absolut genauso. C.G.Jung und seine Archetypen sind mir natürlich ein Begriff.
Auch kann ich nicht behaupten, Angst davor zu haben. Es sind die anderen, unwissenden, die Angst vor sich selbst und ihren unbewussten Erinnerungen haben und um diese zu verdrängen, sich zu Taten hinreissen lassen, die man nur als Wahnsinn bezeichnen kann. Dazu zähle ich u. a. auch die Umweltzerstörung, die Naturzerstörung und vieles andere mehr, die ihren Ursprung in unverstandenen und nie akzeptiereten Urerinnerungen haben!
Liebe Grüße, Thialfi

Hukwa hat gesagt…

richtig thialfi, und mit dieser verdrängten urerinnerung, wären wir bei der vertreibung aus einem alten paradiesischen garten, den man nicht unbedingt nur aus dem blickwinkel des christentums sehen sollte. er ist eine der ersten metaphern für ein zwiespältiges verhältnis zur natur schlechthin.
denn auch dieser garten gehört zur urerinnerung. für mich ist dieses urgeschichte - wir sind Ge - schichtet in unseren tiefen. und in dieser tiefe fließt der mythos. was bei dem einen das "fließende" ist, das ist bei dem anderen, das programmierte, was sich natürlich negativ bemerkbar macht, eben wie du es aussprichst als naturzerstörung unter anderem.
hukwa

Thialfi hat gesagt…

schade, dass die Menschen Angst vor sich selbst haben, vor dem was in ihnen ist, verborgen in den Schichten des Unbewußten und des Unterbewußtseins, das Wissen um frühere Leben, um schon gemachte Erfahrungen, bereits erworbenes Wissen.
Obwohl, bei manchen wird es wohl besser sein, wenn die verborgenen schichten zugedeckt bleiben, denn nicht immer muss etwas positivees herauskommen, wenn offenbar wird, was verborgen ist. Zum Beispiel solche Sachen, wie eben das Christentum, oder auch der Nationalsozialismus...

Frieden wünscht Thialfi

Hukwa hat gesagt…

das verborgene wird immer hervorkommen, fragt sich nur in welcher form. das ist wie mit dem christentum, ich kann es mit dem blickwinkel des religiösen sehen, aber auch mit dem der theologie, dann hat es nicht mehr soviel mit religion zu tun. so ist es auch mit dem mythos, man darf ihn nicht aus rein psychologischen aspekten betrachten. nehemen wir einmal die siegfried sage: als siegfried den drachen tötete, badete er anschließend in drachenblut und verstand plötzlich die sprache der vögel, es war eine "heidnische taufe" die siegfried unternahm. er verbündete sich mit den kräften der natur. siegfrieds ermordung spiegelt bereits die ökonomie wieder. der mythos ist nichts altes, er begegnet uns täglich, wir müssen uns nur die mühe machen ihn zu deuten.
hukwa

Thialfi hat gesagt…

wohl wahr, Hukwa, aber meist fehlt uns im Großstadtgetriebe die Zeit um
den Mythos zu deuten. Da will ich mich nicht ausnehmen. Aber hin und wieder gelingt es mir doch, tief in mich hinein zu hören und was ich dann wahrnehme ist oft unglaublich. Es ermöglicht mir eine direkte Verbindung zu Mutter Erde und gibt mir dann auch die Hoffnung auf die Vernunft und die Einsicht der Menschen zu vertrauen. Denn unser, die wir nicht das geschriebene Wort der Bibel als der Weisheit letzter Schluss betrachten, sondern die Schönheit der Natur und die Kraft des Lebens, werden immer mehr. Das ist beruhigend zu wissen.

Frieden und Freiheit wünscht

Thialfi

Hukwa hat gesagt…

nichts repräsentiert in unserer heutigen zeit das labyrinth deutlicher als eben die großstadt. das labyrinth steht für die eigene inneren tiefen,aber auch für nicht entkommen. irgendwo in diesem irrgarten lauert immer der minotaurus, begegnen wir ihm nicht immer wieder? z.b. in seiner politischen maske. kafka schrieb so gesehen, nur aus dem labyrinth, joyce schrieb einmal: das leben ist ein alptraum, aus dem ich zu erwachen hoffe... der ganze ullyses ist ein einziges labyrinth. auch thomas mann beschreibt in seinen büchern einen modernen helden. die abenteuer des helden werden wie einst ausgeführt, nur in neuer bekleidung.
hukwa