Sonntag, 26. Juli 2009

Die alte Sitzbank vorm Wilensteiner Friedhof Gedicht

Wer hier sitzt dem scheint es als seien hundert Jahre nur ein Tag
als sei das gestern noch nicht vergangen
doch die da sitzen
sie haben es noch nicht vernommen
das Rad der Zeit steht hier so Still
die Friedhofslinden flüstern leise im Wind
Eine alte vermorschte Waldbank ladet ein zur Rast
Sie spricht zu dem Wanderer
Setz dich hin und sei mein Gast
jene die hinter dir liegen verweilten auch hier
und
wenn du denkst
das Leben hätte dich vergessen
dem raunen hier Stimmen zu
zum trost für dich
sei nicht vom Leben so besessen
hier in der Stille ahnest du
es gibt ein Sich - Vergessen
tue dich an größerem Messen
hier kehr ein mit deinen Gedanken
Sei überzeugt
an diesem Platz fallen alle Schranken
Hörst du
wie die Friedhofslinden im lauen Wind flüstern
mit einem Male ist dir
als würden die Tote zu dir wispern
deutlich spürst du
ein jedes Leben schreitet einmal seinem Ende zu
die da unten liegen
sie Wissen viel mehr als du.
hukwa

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