Samstag, 11. Juli 2009

Die Schlangenkönigin vom Vogelwoog ein Gedicht

An der verschwiegenen stelle
von farn so grün umlaubt
am alten steinbruch bei der quelle
wohnt ein gekröntes haupt.

Eine natter mit seltsamen zeichen
die schön den kopf ihr schmückt
als kind durft ich milch ihr reichen
mich hat sie angeblickt.

Will sie ein anderer suchen
er wird sie niemals finden
im wurzelgrund einer alten eiche
hält sie sich ungesehen.

Man sagt sie sei verwunschen
aus einer menschenfrau
ein mann wird sie loswünschen
sie weiß den tag genau

In unserer zeiten schande
die erde lautlos weint
und im verseuchten lande
die not der bäume zum himmel schreit

Dann soll der wieder kommen
der einst die milch ihr reichte
dann streichelt der auserkorene
die natter mit dem ring.

So wird der bann vernichtet
die natternhaut zerfällt
vor ihm steht aufgerichtet
die verheißungsvolle gestalt.

Sie schenkt sich ihm zum lohne
für eine lange nacht
sobald der morgen graut
ist die begattung vollbracht.

Die schöne frau sagt leise
du bist der junge von damals
der mir die milch gebracht
dafür habe ich dir heute
meinen leib zum geschenk gemacht.
hukwa

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