Donnerstag, 20. Mai 2010

Als die Werkzeuge Beine bekamen

Vor einiger Zeit entdeckte ich in einer Zeitschrift die Fotografie von einer Wandmalerei aus dem alten Peru. Bei dem Bild handelte es sich um ein Fresko der "Moche Kultur" die einst in Nordperu beheimatet war. Wo Heute Wüste ist war einst das fruchtbare Land der hohen "Moche" Zivilisation. Irgendwann wurde aus dem einst so friedlichen Bauernvolk ein kriegerisches Volk. Bedingt durch Überbevölkerung und Verstädterung, die Nahrungsknappheit nach sich zog wurde aus einem einfachen Bauernvolk ein hochspezialisiertes Kriegervolk. Was Heute von dieser Kultur noch übriggeblieben ist sind einige Ruinen, Gräber und Lehmpyramiden. In einer dieser Lehmpyramiden fand sich eine Wandmalerei, die Vision und Allegorie gleichzeitig darstellt. Das als
"Rebellion der Artefakte" beschriebene Fresko zeigt wie Schilder, Speere, Messer und Handgeräte Arme und Beine wachsen. Und diese Dinge stürzen sich schließlich auf die Menschen. Das Fresko fand sich im sogenannten Mondtempel der Moche Kultur, zu dem nur die Priester zugang hatten. Diese Kultur existierte von 300 bis 700 nach Christus. Ich finde sie haben uns eine schwere Erfahrung und Weisheit mit diesem Fresko hinterlassen, ja eine Warnung! Es scheint als wollten uns die Priester dieser Kultur mitteilen, was mit einer zu hochspezialisierten Zivilisation irgendwann einmal passieren muss. Irgendwann wird jede Kultur einmal zum Sklave der Dinge und der Erfindungen die sie selbst hergestellt haben - unsere Kultur ist es schon lange.
hukwa

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