Montag, 15. September 2008

Gedicht: Abend im Trippstadter Schlosspark



Dieses Bild habe ich diesen Sommer bei uns in Trippstadt im Schlosspark gemacht


Abend im Trippstadter Schlosspark

Die Blüte der Felsenbirne
Streift mein Gesicht
Ich sehe die kühle traurige Zerr Eiche
Gemahnt mich an des Raumes
Unendlichkeit
So sehe ich mein Leben
Klein
Dennoch so Groß
Hier
Auf der Parkbank im
Schlosspark
Plötzlich
Werden die Dinge weit
Gräser
Gebüsch und
Bäume
Schäfte Gezweige grüne Kronen
Gezwitscher lässt ahnen
Die Vögel die hier wohnen
Alle verströmen im wahren Ich
Ich höre es Rauschen
Und denke Ich möchte mit niemanden Tauschen

Ein Männlein steht im Walde


Ein Männlein steht im Walde
Der Fliegenpilz als Amulett und Talisman, sowie als Symbol einer verlorengegangenen Beziehung des Menschen zur Natur.
von Hans Wagner

Wenn über dem Pfälzerwald die goldene Herbstsonne steht, ist dies die Hauptzeit
der oft phantastischen und seltsamen Wesen aus dem Reich der Pilze. Einige von ihnen
verstecken sich gerne, andere ziehen durch ihre wundersamen auch oft bizarren Färbungen und Gestaltungen magisch unsere Blicke auf sich. So auch für viele der schönste und geheimnisvollste unter ihnen, Amanita muscaria, zu deutsch der Fliegenpilz. Sein Auftauchen in den Wäldern beschwört auch das langsame Ende des Sommers.
Wie ein letztes, starkes Aufbegehren, hüllt die Sonne im September, die vorherbstliche Natur noch einmal ein, lässt in ihren goldenen Strahlen, Spinnweben und erste Herbstfrüchte uns in einem besonders schönen Licht noch einmal erscheinen. Dies ist die Zeit des
" Altweibersommers " im Pfälzerwald.
Wer jetzt bewusst durch die Wälder wandert begegnet oft dem stillen Männlein, mit rotem Hut und weißen Punkten darauf. Er mag den Fichtenwald, hier finden wir ihn oft, aber seine große Liebe gehört der Birke, nach ihr verzehrt er sich so, dass er eine ganz besondere Verbindung zu diesem Baum aufgebaut hat. Botaniker und Pilzexperten nennen dieses Verhalten zwischen Pilzen und Bäumen – Symbiose ! Der Fliegenpilz bildet mit den Wurzeln der Birke sogenannte – Mykorrhizen, das sind Lebensgemeinschaften. So gilt in der Mythologie besonders die Beziehung von Fliegenpilz und Birke, auch als ein Symbol für eine verlorengegangene Beziehung des Menschen zur Natur.
Man identifiziert hier also den kleinen, knollenfüßigen, roten Waldfürsten mit den Menschen.
Er steht auch für die ständige Erneuerung der Natur.
Die germanische Mythologie erzählt uns, der Fliegenpilz käme jedes Jahr wieder auf die Erde, wenn in einer rauen Winternacht Wotan mit seinem Gefolge durch die Wälder reite. Wenn sie durch die Dunkelheit jagten, hätten die Pferde Schaum vor dem Maul und bluteten, da man sie so hart anfasste. Im nächsten Jahr wüchsen überall da, wo der mit Blut vermischte Schaum die Erde getränkt hätte, die wunderschön aussehenden Fliegenpilze.
Amanita muscaria bekam seinen deutschen Namen während des Mittelalters, wo man ihn als
Fliegenfänger nutzte. Man schnitt ihn dafür ihn Stücke, tauchte ihn in Milch und Brot. Wenn nun die Fliegen, dieses Gemisch zu sich nahmen, fielen sie in eine Bewusstlosigkeit. Neben toxischen Stoffen, die auch in der Homöopathie genutzt werden, enthält der Pilz auch ein leichtes Insektizid.
Vor allem früher, aber auch noch heute diente der kleine Waldfürst den Menschen als
Amulett und Talisman, ja man kann sagen der Fliegenpilz war der Glücksbringer
par Excellenze . In dieser Funktion soll er vor negativen Einflüssen schützen, aber auch zu Wohlstand verhelfen. Er wird dementsprechend häufig in der Lottowerbung genutzt:
Ein Glückpilz ! Dieser Aspekt macht auch seine Materialisation als Spardose verständlich.
Oft ist er auch als Glückssymbol in Zusammenhang mit dem Jahreswechsel zu finden:
Früher sah man dies als eine Zeit des Übergangs und der Gefahr, aber auch der Wandlung.
In den oft krisenhaften Zeiten des Überganges, wie z.B. der Wechsel der Jahreszeiten, glaubten die Menschen besonders anfällig für negative Einflüsse zu sein – Krankheiten, Verletzungen o.ä. Man fühlte sich Verbunden mit den Wesen der Natur, wobei diese Beziehung durch die Handlungen der Menschen geprägt werden konnten.
Heute wissen die Menschen nichts mehr über die traditionelle Verwendung des Fliegenpilzes als Amulett und Talisman, doch scheint es, dass sich vor allem in seinen mythologischen Relikten in unsere Welt einige alte Vorstellungen, vor allem über den symbolischen Tod der Natur und ihre Wiederauferstehung, herüber gerettet haben.

Wildholzbank


















Einige Meiner Holzarbeiten

Der Gott Pan, Midgart und Wurzeltrolle:

Midgart


Wurzeltrolle

Zwei meiner Wurzeltrolle:



Sonntag, 14. September 2008

Gedicht und Selbstgemälde


Künstler

Mit der gesellschaft den hirnlosen idioten soll der künstler nichts haben
Sie stecken glühende nadeln in dein herz schneiden den letzten rest von
Anstand und menschlichkeit aus deiner seele
Dann zertrümmern sie dir den schädel dein blut läuft wie ranziges ketschup
Über die nie veröffentlichte manuskripte die vor dir liegen
Was für mich den menschen gilt ist nicht mehr zu ändern
O torquato tasso jessenin rimbaud wo ist der gott der gibt ein zeichen
Wir tauschen ein das alte gegen das neue jahr was bleibt das ist
Die auszehrende zeit
Was für den menschen gilt bleibt nicht zu ändern
Der dichter ist ein steppenwolf und kunst heißt langsam zu sterben
Berührt mein denken auch schon die grenze des wahnsinns so bleibt dennoch
Die hoffnung auf ein bild ein stück gedicht und trotzdem auf ein
Künstlerisches schaffen.

Bilder und Gedichte von Mir


Der verschollene Garten


Und taucht vor meinem Auge auf
verschollener entzückter alter Garten
mit deinen stillgelegten Springbrunnen
und Sandsteinbalustraden
ich träume in deinen nicht mehr beschnittenen
Laubengängen
von Faunen und Nymphen
die hier in verzückten Spätsommernächten
ihre zeitferne Geheimnisse austauschen
im dunkelgrünen Weiher
brüten sieben schwarze Schwäne
Lavendel und Thymiandüfte
schwängern die lüfte
darinnen Schmetterlinge und Falter erhabene Kreise ziehen.
Mir träumt von vergangenen Sommern
von Nachtigallenmusik die tönte aus Wildrosenbüschen
von galanten Schäferspielen
geheimnißvollen Begegnungen
ich sah wieder den Knaben
in sommerlichen Mondscheinnächten
im Kirschbaum sitzen
wie er mit Nymphen und Faunen
im Morgengrauen
auf feuchter Wiese tanzte.

Bilder und Gedichte von Mir


Todesengel zarter blutwarmer tanzen wir den
Totentanz
Den rasiermesserscharfen blutigen gedärmeblues
Ein orchester aus auschwitz spielt den neuesten
Tango aus paris
Nelken so rot wie hurenblut
Wir speisen auf dem seziertisch kaviar und trinken sekt
Trunken im rausch der sinne tanzen wir den
Totentanz.

Bilder und Gedichte von Mir


Das war eine zeit der inneren reife des sich finden
Etwas das lang schon erinnerung ist eine zeile ein gedicht
Ein lang schon verfaultes gesicht zwei gläser die klirrten mehr nicht
Zwei türen vernageltDahinter zwei leben in einem vermoosten sarg.

Bilder und Gedichte von Mir


Zeit
Du denkst er sei so weise du irrst
Es lebt in jedem greise was ihm begegnen wird
Er liebt novembernächte wo in den parks das laub schon fault
Und auch novemberbäume die kalt und kahl zum himmel sehn
Die letzten blätter fallen und tanzen sacht im windi
Ihm ist als tät er selber fallen und fliegen mit dem wind
Wie nasse nebel schwellen die alten jugendträume wohin sind sie geflogen
Wo hat er sie verloren was stört es ihn das kalter regen fällt
Noch einmal jugend erleben im park eine frau lieben vergessen ist die welt
Er liebt novembertage und wandert durch den park er dreht sich toll im kreiseVielleicht ist er ja weise doch dann ist er auch ein greise

Relief und Gedicht von Mir


Pan im park

Was wohnt in dir noch außer busch und bäumen
Wer deutet mir des vogels flug wenn ich hier träume
Uralt der efeu der sich um die eichen krallt
Die alte mauer belagert von steinbrech und nessel
Erscheint sie wie ein fest gerahmtes bild
Ähnlich einem buch mit ganz vergilbten blättern die alten starken bäume
Entsandt von Göttern damals in tief archaichen zeiten
Der dich aus wildnis hat beschworen bannender spruch er ging verloren
Das hier zerfällt zu namenloser erde
War einst versponnener prunk im glanz vergangener tage
Der duft der zarten rose ist versiegt das heer der nesseln hat gesiegt
Manchmal noch in den Mittagsstunden wenn stille über dir liegt
Ein schatten ein huschen ein fluchen und fauchen
Der pferdefüßige war wieder hier.


Bilder und Gedichte


An eine unbekannte

Nun flieht mein leid dahin
Ich ahne dich du ferne unbekannte
Irgendwo hinter nebel und licht
So wie ein sonnenstrahl sich erbricht
So brech ich die mauern meines ich
Komm meine ferne unbekannte
In den garten meines lebens
Tritt heraus aus meiner stille
Weise mir des lebens fülle
Laß fallen alle hüllen
Für eine nacht des glückes seeligkeit
Komm an das geheimnißvolle tor
Durch das vor jahren einsam ging
Mein unsteter geist

Bilder und Gedichte von Mir


Anrufung der nachtgeister

Und sind die verse heiß wie glut
Und deine worte rot wie blut
Die du als dichter schenken tust
Sind sie erfüllt von der liebe spur
Sie machen niemals mehr das gut
Was du dir selbst zerbrachst
Und wandelst auch die goldnen ufer des akrages lang
Zur schönen stadt agrigent hin
Rufst du im heiligen ritual den empedokles an
So deine worte sind wie blut
Dann hör des platons echo :
Die stimme ist nicht nur ein schlag

Bilder und Gedichte von Mir

Der
Halbe mond am himmel
Holt auf
Die erinnerung
Wie der fischer die fische
Träumer und traum sind eins
Alter weggeselle
Der erinnerungUnsteter zeitloser freund in mir

Bilder und Gedichte von Mir

Nur dir zuliebe gebar ich viele meiner lieder
Du unbekannte ganz von mir geformte meiner lyra ewiger ton
Meine verse versenkte ich in deine seelentiefe wo ist mein lohn
Du ferne unbekannte dir schmied ich verse wenn ich deinen namen nur ahnte
Lang vorbei ist unsere jugend
Und im garten unseres lebens kehrt der herbst ein ruhig und rein
Keine rosen keine nelken astern sinds die da welken
Damals floß der wein in fülle und der nebelschleier schwand
Vor mir stand die unbekannte doch mein rufen war vergebens
Nannt ich einen namen wie durch zauberhand du verschwandest
All mein sehnen all mein suchen all mein ganzes verse schmieden
Sag wo ist mein lohn

Bilder und Gedichte von Mir


Gedicht eines unzeitgemäßen

Wenn ich durch die wälder laufe nachdenklich schritt für schritt
Da spür ich es ganz deutlich es geht an meiner seite
Ein fremder schatten mit ein alter weggeselle aus lang vergangener zeit
Der durch so viele jahrhunderte in dunkelheit und mondscheinhelle
Mit mir durch park und wälder ging so wie in einem märchen
Wie in des schweigens land
O welt hinweg mit deinem falschen schein ich möchte ein einsamer sein
Die stumme nacht nur soll mich sehen am tage muß ich maske sein.

Bilder und Gedichte von Mir


Ein bild
Aus vergangener zeit
Fand ich
Es war das gefühl
Wohl wie das mit an sehen
Wenn ein totengräber
Einen alten verfaulten sarg öffnet
Und schaut die knochen
Die haare
Der auszehrenden zeit.

Bilder und Gedichte von Mir


Zeitgenosse
Behalte das Herz des Wanderer
Bleib Zugvogel in sinnverlorener Zeit
Ummantele deine Sehnsucht vor den Häschern.

Lass selbst Kunst und Schönheit
Wenn sie fest hält Dich
Wirst du fallen
Pass auf Zeitgenosse sei Kind deiner Zeit

Schlaf nicht in gesicherten Wänden
Trau nie deiner Zeit
Hab Haus und Gut wie Zelt, Nomade der Zeit
Behalt das Herz des Wanderers
Unsteter Zielloser
Kehr nur ein als Zugvogel
Behalt dein Schwalbenkleid
Gefieder das sich sehnt
Nach einem neuen Land.

Bilder und Gedichte von Mir


Das war’s
Das war eine Zeit der inneren Reife
Des Erwachens und sich selbst entdecken
Eine Zeit die schon Erinnerung ist
Eine Zeile, ein Gedicht
Auf chinesischem Blütenpapier
Ein Hauch von Zen, nicht mehr
Zuhause im Hier und Jetzt
Zwei Gläser die klirrten,
bis eines davon zerbrach.
Zwei Türen vernagelt,
dahinter das Leben,
in einem morschen Sarg.
Zurückschauen,
in die Zeit
ist hartes Brot.
Vergehen
Liebe und Tod
Die Hoffnung auf Neues,
der Schimmel der Zeit
Geh oder bleib ich
Reife Zeit reif.
Peyote Reise:

Teufelstisch bei Dahn:

Amanita und Ihre Kinder:

Einige von sehr vielen Malereien von mir:

"Der Schamane"


Der Hain des Dschuang Dsi

erbaut 2004

Weidenbühne im Wohnstift Trippstadt


Diese Weidenbühne habe ich im Jahr 2004 aus Steckweiden gebaut.

Sie ist ein lebendes Kunstwerk und wächst immer weiter.

Shakespeare schrieb: "Das Leben ist eine Bühne"

In Trippstatd sagen wir "Die Bühne lebt!"




Gesamtwerk Hans Hukwa Wagner

Das schriftstellerische Werk:
  • Das Lyrische Werk
  • Das Erzählerische Werk
  • Das Dramatische Werk
  • Das Philosophische Werk

Autobiografische Skizzen:

  • Tagebuchauszüge
  • Zeitungsartikel
  • Aphorismen
  • Fragmente

Das Bildnerische Werk:

  • Malerei
  • Zeichnung
  • Skulptur
  • Projekte