Mittwoch, 31. Dezember 2014

Das Jahr neigt sich seinem Ende zu

Ein Jahresring hat sich geschlossen
ich wünsche euch ALLEN
ein FROHES HARMONISCHES NEUES JAHR
draußen fliegen noch die Krähen und Elstern
Stare und Rotkehlchen sehen wir auch noch
und durch die heimischen Wälder schleicht versteckt
hier und dort noch eine Wildkatze
einmal schaute ich in den Gartenteich da sah ich Kaulquappen
die haben eine Ähnlichkeit mit Walen finde ich
Du glaubst nicht das Kaulquappen eine Ähnlichkeit mit Walen haben
Dann hast du nie genau hingeschaut
Ich sag dir noch was – ich habe gestern eine Forelle gegessen
natürlich selbst gefangen mit meiner Hand
ich habe ein Feuer entfacht und sie in der Glut von Buchenholz geräuchert
allein im Wald mit einem kleinen Feuer und einer Forelle das ist schon was besonderes
Als ich an den Horizont schaute dachte ich jetzt beobachten sie mich vielleicht mit einem
Satelliten
die Forelle hat wunderbar geschmeckt
Ich weiß nicht wann ich mal wieder eine selbst gefangene Forelle essen kann
das ist nichts ALLTÄGLICHES nein es ist eine fast heilige Handlung
ja die Satelliten
Heute sagte mir einer der noch verrückter ist als ich diese Satelliten seien
doch tatsächlich die
Augen des
Techno- – Gottes
ich lächelte über diesen Schwachsinn und dachte an den
Forellenkopf
den habe ich für den Fuchs liegen lassen
Forellen haben harmonische Augen
in ihnen spiegelt sich der Glanz der Waldelfen
natürlich wünsche ich auch den Elfen
ein frohes neues Jahr.

hukwa

Schreiben von phantastischer Literatur

Wenn man phantastische Literatur schreibt muss man unbedingt auch auf das existentielle eingehen, während der Übergänge vom realen zum geheinsvoll irrealen; das hinter der so genannten Wirklichkeit aufscheint. Denn das Allgemeine wie das Individuelle gehören einem Höheren an.
hukwa

Die Gasse mit den dunklen Fenstern - Prosagedicht

Früh am Morgen bin ich mal wieder durch die Gasse mit den dunklen Fenstern gelaufen.
Ich wusste aus den halblinden Scheiben starren sie mich an.
Am Brunnen, am ende der Gasse traf ich einen Fremden.
Wir sahen uns einen Moment an dann ging jeder seiner Wege.
Er war der einzige den ich hier getroffen habe. 
Nur die alte einäugige Katze begrüßte mich.
Unter dem alten Holunderbaum machte ich eine Rast.
Die alte Katze kam und starrte mich an.
Der Fremde ging wieder vorüber schleppte sich schwer an seinen Tränensäcken.
Ich spürte Sehnsucht nach dottergelben Frühlingswiesen.
Doch es ist Winter.
hukwa

Der Moment in dem das Gedicht entsteht

Wenn ich in meinen Gedichten lese, so ist mir immer eines besonders wichtig: Die Erinnerung an jenen Moment, in dem das Gedicht entstand. Der Moment in dem das Gedicht entsteht, ist mir so wichtig wie das Resultat.
hukwa

Dienstag, 30. Dezember 2014

Montag, 29. Dezember 2014

Verkettung

Ist es die Seele
die in der Winternacht
zittert
oder
das Fleisch
niemand der es weiß
denn das Wissen
bedarf des Leids.
hukwa

Sonntag, 28. Dezember 2014

Seelenklage

Die Seele klagt
sucht den verlorenen Traum
so lange schlief sie
in den dunklen Wassern
jetzt im Dezember
entsprang sie in die Weite
sich suchend selbst
erkundet sie die Welt.
hukwa

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Versiegelte Sprache

Entsiegele nicht die Sprache der Poesie
sie ist ihre Seele und Mysterium
in ihr verborgen
deine Ängste
deine Freuden
deine Dämonen
in ihr versiegelt
die Summe deiner Erfahrungen
sie benennt und ordnet
das innere Chaos
und das Kleid der Poesie
ist das Symbol.
hukwa

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Der Turm den ich bewohne

In dem man innere und äussere Welt zusammenzuschauen vermag wird man zum hermetischen Dichter. E.T.A. Hoffmann stellte "die Gestalten des gewöhnlichen Lebens" so dar, wie sie ihm in seinem "inneren, romantischen Geisterreiche erscheinen", so "gewinnen die Figuren etwas fremdartiges Bekanntes". Der Dichter und Schriftsteller dessen Arbeitsfeld die Phantasie ist lebt immer in einem Zwiespalt zwischen Vernunft und fremdartig - phantastischen. Dennoch weiß er seine Heimat ist dort wo Pflanzen, Bäume und Tiere sprechen.
Die Phantasie allein trägt den Dichter aus den Schmutzkanälen dieser Gesellschaft hinauf ins Reich der Märchen, der Wunder, der Geister, Dämonen und Elfen. In diesem Reich hat er seinen Turm den er bewohnt.
hukwa

Montag, 22. Dezember 2014

Über das Haiku

Das Haiku ist schon fertig bevor es niedergeschrieben wird. Es ist immer eine Momentaufnahme. Ein in Worte gefasstes Bild oder Foto. Meine Haikus haben ausschließlich die Natur zum Inhalt. Nur in der Begegnung mit den Wesen und Elementen der Natur, scheint mir das Haiku zu gelingen.
hukwa

Sonntag, 21. Dezember 2014

Traumpfad

Geheimnisvoll
der Traum
der dich entführt
in die Dunkelheit der winterlichen Wälder
Traumpfad
beschreite ihn
führt sein Weg doch zur Lichtung
tief im Innern
die gefrorene Flamme
wartet auf Wärme
doch überall
tiefes Schweigen
geh deinen Weg.
hukwa

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Labyrinth - Literatur

An jenem Tag
vor vielen Jahren
da ich das erste mal bewusst
ein Gedicht niederschrieb
als ich ein leises Zittern
in meinen Fingern spürte
als hielt ich keinen Schreibstift
sondern einen magischen Stab
und
ich bemerkte das Wörter
zusammengesetzt
Beschwörungsformeln ergaben
stieg ich ein in das
Labyrinth der Literatur
damals
nichtwissend
das der einzige Weg
wieder heraus zu kommen
jener ist es
schreibend zu tun.
hukwa

Samstag, 13. Dezember 2014

Poetik Zitat

Die Poesie ist die Machtausweitung der Phantasie gegenüber einer bedrückenden und beengten Welt.
hukwa

Die Welt will keine Poesie

Ein Licht kam
über den Berg
ich in der Ebene
Krähenüberschwärmt
der alte Wald
wohin
Wanderer im Regen
der Wind holt auf
im Dickicht
das scheuende Reh
die Zeit
zu Steingeworden
spuckst du aus
die Münze unter der Zunge
am schwarzen Fluss
wartet ein Nachen
aber die Welt
will keine Poesie
den
Krähenüberschwärmt ist sie.
hukwa

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Meine neuen Erzählungen oder die Welt neben der Welt

derzeit schreibe ich an einer Reihe neuer Erzählungen und Novellen. Sie spielen zwischen dem Märchenhaften, dem phantastisch - surrealen, und der Alltagswirklichkeit. Sie begeben sich zur Grenze zwischen Realität und Märchenwelt, dennoch sind sie in unserem Bewusstsein zu finden. Man muss sich nur aufmachen und sie suchen.
Sie sind in Momenten entstanden als das Phantastische in das Alltagsleben eindrang und dürfen daher trotz allem Märchenhaften biographisch genannt werden. Spielen sie doch in einer Welt neben dieser Welt und dennoch in der Alltagswirklichkeit, die für den Dichter eben surreal ist.
hukwa

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Dienstag, 9. Dezember 2014

Sichtbares und Unsichtbares

Menschen die nur das Sichtbare sehen wollen werden auch nur dieses Sichtbare durchleben. Erst wenn ich meinen Geist auch dem Unsichtbaren zuwende, bin ich auf dem Weg zur Ganzheit.
hukwa

Eisvogel Haiku

Beim Wehr am vereisten Bach
ein Edelstein
der eisvogel.
hukwa

Montag, 8. Dezember 2014

Vom wahren Reichtum

Ich bin davon überzeugt dass man erst dann wirklich Reich ist, wenn einem die täglichen wirklichen Freuden, die man ja braucht um im profanen Alltag zu Überleben uns keinen Cent kosten.
hukwa

Sonntag, 7. Dezember 2014

Der existentiellle Sprung

Wenn man im Leben eine Ganzheit erreichen will muss man auch immer wieder das Wagen was Kierkegard den "existentiellen Sprung" nannte. Es ist ein Sprung über die rationalistische Ebene hinaus.
hukwa

Freitag, 5. Dezember 2014

Die Schneegewordene Zeit

Wenn im Winter
dunkel und still
die Fichten in den Wäldern stehen
Fels und Hang
sich weiße Kleider anziehen
sich die Gedanken in die Weite ziehen 
ein Mantel aus Schnee umhüllt die Buche nun
dies ist die Zeit da verschollene Geschichten
aufs Neue entstehen
da die Schneegewordene Zeit
den Kerker der Gefühle entleert
und das Bewusstsein sich zu fernen Gipfeln erhebt
wo man Stundenbücher schreibt
meditativ wie ein Gebet
und in Gedichten die alte Welt wieder auflebt
der Geist von einstmals Großem
sich über das profane legt.
hukwa

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Der Maya Gott lauert

Im Dämmrigen Licht der
Kerzenflamme
Zieht hin das
Alte Jahr
Der Mayagott lauert
Aus einem Strahlenkranz
Der dem sterbenden Urwald entspringt
Ein Kanu schwimmt
Zu den Ufern des ewigen Morgen
Wo das sanfte grüne Gras
Einer unbefleckten Erde entsprießt
Schweigsam breitet sich
Erwartung aus.
hukwa

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Gedichte finden immer ihren Empfänger

Das Gedicht will auf die Reise gehen. Es sucht seinen Empfänger. Den es ist immer für irgend jemanden bestimmt. Selbst wenn der Dichter nicht weiß für wennn er sein Gedicht geschrieben hat, es wird seinen Empfänger finden.
hukwa

Dienstag, 2. Dezember 2014

Sterbender Herbst

Sterbender Herbst
zieht in die Bitternis
Laubloser Wälder ein
trunken von den feuchten grauen Nebeln
die einsame Krähe
in der entblätterten Birke
bereit zum Abflug
in eine unsichtbare Seelenlandschaft
das Schweigen des Himmels
macht das Unverstehbare verständlich.
hukwa

Zeitreisender

Es ist keine Reise ins Nichts
es ist eine Reise ins Licht
wenn Geschichte beginnt zu leben
wenn in dunkler Nacht
der Tag zu mir spricht
aus vergangenen Zeiten
dann entsteht das wirkliche Licht.
hukwa