Dienstag, 25. Februar 2020

Alchemistische Malerei

Eine Malerei des Seins ist es mit der ich experimentiere. In dem ich Farben fließen lasse versuche ich das Sein der Malerei zu entdecken und zu entziffern. Meine persönliche Philosophie die ich mir in Jahren angeeignet habe, die ich lebe, versuche ich mit der Malerei zu verbinden. Wie der Alchemist mit seinen Stoffen experimentiert, so, tue ich es mit der Malerei. Wie der Alchemist auf den Vorgängen und Erfahrungen seiner Studien aufbaut, baue ich auf dem Gerüst der Malerei meiner persönliche Kunst auf.
hukwa

Freitag, 21. Februar 2020

Moment

Als Künstler kenne ich jene Momente besonders gut, in denen ich intensiver in meinen Gedichten und Malereien existiere als in der sogenannten Realität.
hukwa

Mittwoch, 19. Februar 2020

Pilger

Jeder neue Tag
ein Suchen
Welt
ich in dir
du in mir
ein Pilger
unterwegs zur Unendlichkeit.
hukwa

Dienstag, 18. Februar 2020

Politik der Seele

Zwischen dem Geflecht von Fichtenwurzel Weideröschen und dem grünen Farn
sitze ich
und schaue in den Mond der durch die Baumwkipfel fällt
Verzauberung der Nacht
ich romantisiere meine Tage
der Lockruf des Kauz
das Geräusch der Waldmaus
die Schatten der Fledermäuse
lassen mich das Licht der Sterne in mir fühlen
der alten Erde bin ich nahe
hier in der Einsamkeit des Waldes
lerne ich die Philosophie der Freiheit
eine Politik der Seele
mein Geist entfernt sich mit Lichtgeschwindigkeit
aus den Gewohnheiten
ich verschmelze
mit dem Lichte des Mondes
das so Makellos ist wie der Kosmos.
hukwa

Haiku

Beim Waldbach
schauen mich an
die Weidenblüten.
hukwa

Montag, 17. Februar 2020

Haiku

Im dichten Schilf
ruhte heute Nacht
die Wildgans.
hukwa

Sonntag, 16. Februar 2020

Kunstwandlung

Malerei ist der Ausdruck tiefen Lebens und der Entwurf einer kosmischen Funktion.
Camille Bryen 

Die Geschichte, die eigenen Erinnerungen, die persönliche Philosophie, das Unbewusste sind die Inhalte meiner Malerei.
hukwa

Kunst sollte als Metamorphose betrachtet werden ist die doch eine ständige Wandlung, ihr alchemistisches Prinzip ist die Umwandlung.
hukwa

Donnerstag, 13. Februar 2020

Kunstvernetzung

Die Kunst
Vernetzung des Lebens
schwarz und reglos
das innere Billd
ihm
Leben schenken
durch die Schlingen der Farben
überlege nicht
fang an
denke
an das Gelübde dass du der Kunst gegeben hast.
hukwa

Samstag, 8. Februar 2020

Mondhelles Licht

Mondhelles
Licht der Nacht 
inneres Wachstum
das Gedicht
ein Wolkenschaf
sich lösend aus einem Verbund
das Gedicht
immer unterwegs.
hukwa

Montag, 3. Februar 2020

Auch an diesem Morgen

Das erste geschriebene Wort am frühen Morgen
der erste Strich ins Zeichenbuch
Zeichen so alt wie die Zeit
hinein gesetzt in eine Welt
die sich unbedingt zerstören will
ein Blick in die Zeitung
zeigt Nachrichten über korrupte Politiker
jeden Morgen die gleiche Stagnation
kein Wandel der Welt
nur turpokapitalistische Lethargie
auch an diesem Morgen
male ich mich aus der Welt hinaus.
hukwa

Samstag, 25. Januar 2020

Emotionale Verödung und Geistige Verblödung

Allles was ich schreibe, dichte und zeichne kommt zunächst in die Arbeits- und Notizbücher, es ist also Handarbeit was ich mache. Angesichts einer zunehmend digitalisierten Welt in der Digitalzeichen an die Stelle der einstigen handarbeitlichen Realität treten, angesichts einer nicht mehr fassbaren Bilderflut, die Imagination und Inspiration Verkümmern lässt und zur emotionalen Verödung und geistigen Verblötung führt, angesichts einer Mythenlosen Welt und eines billigen Kunsttourismus bleibe ich in der Behausung der Kreativität.
hukwa

Mittwoch, 22. Januar 2020

Tagesschild

Gleich dem Sperberflug
wie er am frühen Morgen durch die Bäume gleitet
sollen die Gedanken ziehen.
hukwa

Sonntag, 12. Januar 2020

Die Suche im Fluss der Erinnerungen

"Es geschieht in einer besonderen Zeitstufe 
das bestimmte Gedichte entstehen."   

Begleitet vom Schatten der Worte
die Suche im Fluss der Erinnerungen   
in den Steinen verborgen
die frühe Kraft der Jugend
versteckt in der Rinde der alten Eiche
die Erfahrungen von Damals 
Verkünden die mythische Zeit
persönlicher Vergangenheit
wie ein Sturm aus einen neugeborenen Sternbild
das als Fragment am nächtlichen Himmel prangt
werden die Gedanken an diesem Morgen plastisch.
hukwa

 

Donnerstag, 9. Januar 2020

Dichter der Nacht

Uralter Vers
dir dein Geheimnis zu entreißen
geheinis der Seele
der hand und des Hörens
Vielfalt der Gaben der Nächte
wo die Schlange der Finsternis
mit ihren funkelnden roten Augen
ihre schwarzen Giftkugeln versprüht
Dichter der Nacht
der seine Verse dem Tageslicht vermacht
Schwarze Nacht
zu Abstieg sich wendend
verlässt du das Ufer
dort wo der Nachtspecht mit Flügelrausch
die heilige Flamme entzündet.
hukwa

Mittwoch, 8. Januar 2020

Wie Löwendunst

In der Glorie des frühen Morgens
spürst du wieder
die Glut die einst vorantrieb
wo der Geist einst Hausung hatte
ist der Tempel lang zerfallen 
Gras wuchert in den fahlen Hallen
wie Löwendunst war einst der Geist
nun folge
der neuen Flamme.
hukwa

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Zwischenraum

In der Stille des frühen Morgen
wenn der Geist
in der Zeit
zwischen Mythos und Logos weilt
die Seele noch ruht
im Bett der Kindheit
in den Erinnerungen suchend
fern jeder Melancholie
dort im Land
Zwischen Zeit und Ewigkeit
finde ich mich für einen Moment
in der wirklichen Realität.
hukwa

Samstag, 30. November 2019

Braunes Gras

Heute traf ich einen
der das Gras wachsen hört
und doch nicht bemerkt
das es sich immer mehr braun färbt
seine persönliche Geschichtlichkeit
reicht gerade mal bis 1933
und alles was vor dieser Jahreszahl liegt
ist unergründliches Altertum für ihn.
hukwa

Donnerstag, 28. November 2019

Auch an diesem Morgen...

Die letzten Herbstblätter fallen
Regen und Föhn
ein grauer dunkler Tag
ladet ein zum Gedichte schreiben
allein das fliegen der Blätter
im Sturzregen und stürmischen Wind
ist schon ein Gedicht
das Buchenholzfeuer im Ofen knistert
und die Wanduhr tickt
auch an diesem Morgen
bin ich fern
der konsummistischen Moderne.
hukwa

Mittwoch, 27. November 2019

Wiederholung

Es ist wieder einmal an der Zeit
die Vergangenheit zu prüfen
die Eigene
und die
des Landes in dem ich lebe 
in meiner Geschichte erkenne ich
Wandel und Werden
das ist schon mal was
in der meines Landes
entdecke ich viel Wiederholung
der braune Mief ist nicht mehr weg zu denken
wie Nebel hat er sich festgesetzt
ich beachte ihn nicht
und lass ihn wenigstens
für einige Zeit hinter mir.
hukwa

Montag, 18. November 2019

Im Schatten der Wälder

Am morgen das strahlen der Novembersonne
am Mittag Schneezeit
die Zeiten meines Lebens begehe ich
suchend vergessene Stunden
die Schatten der Wälder durchbrechen die eingeschneite Zeit.
hukwa

Sonntag, 17. November 2019

Sich kennen...

Denn niemand kennt sich
insofern er nur selbst
und nicht zugleich ein anderer ist.
Novalis

Freitag, 15. November 2019

Der sinnlose Kreislauf um die Konsumgüter





Materielle Güter sind diejenigen, die der materiellen Befriedigung dienen. Statusgüter dienen in erster Linie dem Prestige und Statusdenken, also der Steigerung des gedrückten Selbstgefühls, der Erringung von Pseudo–Ansehen, der Hoffnung auf Bewunderung und Selbstverherrlichung.
Während bei den materiellen Gütern die Produktivität der Wirtschaft bald gesättigt ist, weil diese Waren ja für jeden erreichbar sind und weil man sie eben hat und braucht, werfen die Statusgüter die Produktion erst richtig an. Dies ist der sinnlose Kreislauf um Konsumgüter. Es ist die Herstellung dieser Waren die mit zur größten globalen ökologischen Belastung des Planeten geführt hat. Das schlimmste Beispiel hierfür sind die Plastikwaren. Plastik steckt in fast jedem unserer Konsumgüter.
Das Plastik findet sich inzwischen auch in unserem Essen, ja „es steht sozusagen schon auf unserem Speiseplan“. Vor einigen Monaten veröffentlichte die Universität von Newcastle in Ausstralien eine Übersicht, in die etwa 60 wissenschaftliche Studien einflossen, die sich mit der Aufnahme von Mikroplastik über unser Essen beschäftigt. Aus dieser Aufstellung geht hervor, dass jeder Mensch im globalen Durchschnitt rund 2000 Mikroplastikpartikel pro Woche zu sich nimmt. In Meeresfrüchten wurden rund 180 Partikel nachgewiesen.
Diese Zahlen seien nur erste Anhaltspunkte, gibt die Hauptautorin dieser Studie, Kala Senathirajah, zu bedenken.
Das meiste Plastik landet in den Meeren unseres Planeten. Nach Informationen des Alfred– Wegener– Instituts in Bremerhaven geht man davon aus, dass bereits 150 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen entsorgt wurden.
Plastikmüll im Meer ist eine schwere Belastung für alle Meerestiere. Im Wasser produziert der Kunststoff Treibhausgase wie Methan und Ethylen.
Die Meeresforscherin Sarah-Jeanne Royer von der Ujniversität Hawai schrieb: „Wenn wir an all das Plastik denken, das auf allen Kontinenten in der Sonne steht, wird mir ganz anders – die Mülldeponien, Treibhäuser für unsere Gemüse, die Autos und Handys dürften alle über die Zeit Treibhausgase ausstoßen“.
Auf den illegalen Müllkippen in Asien finden sich immer wieder Plastikverpackungen mit dem „grünen Punkt“.

Die Herstelllung von Plastikwaren nennt die Wirtschaft „industrielle Notwendigkeit“ ohne dabei zu bedenken welchen gigantischen Schaden sie dabei Mensch und Mitwelt antut. Das einzige was anscheinend zählt sind die Ansprüche der Industrie und die technokratische Vernunft der gesellschaftlichen Ja-sager. Der Plastikflut zu entkommen ist für den Einzelnen fast unmöglich, fast so unmöglich wie den leidenschaftlichen Autofahrer davon zu überzeugen, dass wenn er sein Auto öfters stehen lässt, er etwas für den Um- und Mitweltschutz tut. Die ewigen Nörgler und Klimaleugner sind leider noch in der Überzahl und rechnen uns täglich vor, das die Atmosphäre durchaus noch ein paar Grad Erwärmung, die Luft auch noch etwas mehr Verschmutzung, die Erde noch etwas mehr Radioaktivität und Schadstoffe vertragen können. Noch haben wir ja Zeit argumentieren viele. Aber die haben wir nicht.
hukwa


Lit. Hinweise:
Heinrich-Böll Stiftung.
Bund für Umwelt und Naturschutz.
Sciene Advances – Fachmagazin.

Freitag, 8. November 2019

Ein altes philosophisches Fragment und intergenerationelle Gerechtigkeit oder zwischen kollektiver Schuld und Klimagerechtigkeit

Foto©UteKW

„Das Geschehen in der Natur scheint einen
viel höheren Grad von gesetzlicher Gebundenheit
zu zeigen als in der von uns gedachten Kausalität liegt.“
Albert Einstein



Der Klimawandel wird mit anderen ökologischen Problemen, die von der Menschheit geschaffen wurden, für uns alle zur größten Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte und wird somit zur intergenerationellen Gerechtigkeitsfrage.
Dies wirft auch moralische Fragen für den Einzelnen auf: Bin ich als Person moralisch mitverantwortlich für den Klimawandel? Müssen wir alle unseren Beitrag leisten für die Rettung des Planeten oder ist es eine politische Verantwortung? Gibt es eine Kollektivschuld?
Dies sind Fragen die sich jeder selbst stellen muss.



Der wohl erste überlieferte Satz in der Geschichte der Philosophie, lässt sich ökologisch deuten.
Anaximander aus Milet (geb.610 v. Chr.) sagte: „der Ursprung der Dinge ist das Grenzenlose. Woraus sie entstehen, dahin vergehen sie auch mit Notwendigkeit. Denn sie leisten einander Buße und Vergeltung für ihr Unrecht nach der Ordnung der Zeit“.
Anaximander hat hier ein erstes Naturgesetz formuliert. Für ihn herrscht in der Natur eine Art von Gerechtigkeit vor. Jedes Lebewesen das sich aus den Vorräten der Natur bedient, muss diese Entnahme wieder an die Natur zurückgeben. Wasserläufe trocknen aus, während anderswo neue entstehen. Wolken bilden sich, lösen sich auf und hinterlassen Regen für neues Wachstum. Durch Vergehen entsteht immer wieder Neues. Alles was eine Form annimmt, macht nach einer gewissen Zeit einer anderen Form Platz.
Das „Woraus“ die Ursache aller Dinge, hat Anaximander, das apeiron genannt, das Grenzenlose, Unbestimmte und Unerfahrbare aus dem alles Werden in unendlicher Bewegung entsteht durch die Ausscheidung der Gegensätze. Also nicht aus den Elementen geht das Seiende hervor, der Ursprung aller Dinge liegt jenseits im Geistigen. Anaximanders These sagt, dass auch die Naturdinge in einer Rechtsordnung zueinander stehen, soll heißen das sie sich gegenseitig unvermeidlich beeinflussen und voneinander abhängig sind. Dies gilt vor allen Dingen für negative Entwicklungen in unserer Zeit also für die Naturzerstörungen die wir Menschen auf dem Planeten anrichten. Hier finden wir die erste Wurzel des erst zweitausenfünfhundert Jahre später einsetzenden ökologischen Denkens. Auch spricht Anaximander von der Vorstellung einer alles umfassenden Gerechtigkeit in die auch die menschliche Gemeinschaft eingeschlossen ist.
Es ist die in der derzeitigen ökologischen Krise fragwürdig gewordene menschliche Vernunft die Anaximander für uns heute wieder interessant macht. Aus dem Fragment des milesischen Philosophen schimmert uns die Frage nach der Wiederherstellung der uralten Einheit von Natur und Mensch entgegen. Das rationalistische Denken unserer Zeit hat diese Einheit aufs Brutalste zerrissen und wir täten gut daran jetzt noch zu retten was noch zu retten ist.
Unter der Herrschaft eines technisch-mechanischen Denkens und vor allem wissenschaftlichen Forschens (technisches Sein) hat man seit Langem schon den Blick dafür verloren, das in jedem Augenblick das Dasein sich von innen her erneuert.
In diesem Sinne ist es falsch die „Naturdinge“ als Objekte zu sehen, man muss sie als lebenswirkliche Objekte sehen und schauen, als „organisch“. So wurde die Natur auch von Thales, Anaximander und Heraklit gesehen.
Anaximanders These besagt, dass auch die Naturdinge in einer Rechtsordnung zueinander
stehen, das soll heißen dass sie sich gegenseitig unvermeidlich beeinflussen und voneinander abhängig sind.
Wir sind an einem Scheideweg angekommen, in einer Sackgasse wo sich Geschichte und Naturgeschichte treffen und bringen den Planeten bis an den Rand der Instabilität. Was wohl auch heißt das wir Menschen von heute zu einem Sicherheitsrisiko für die noch Ungeborenen geworden sind.
In der Metaphysik die ja philosophisches Geschehen ist gibt es so etwas wie eine „Zeit über der Zeit“, sozusagen eine „zeitlose Zeit“ (Hannah Arendt) in der philosophische Werke entstanden die anscheinend zeitlos gültig sind. Anaximander hat uns ein solches Werk als Fragment hinterlassen.
Nach Hegel war das Mittelalter seiner Substanz nach das „Zeitalter des unglücklichen Bewusstseins“, weil die Menschen sich nach etwas sehnten das in unerreichbarer Ferne lag. Es bleibt zu Hoffen das unsere Epoche das erreicht, was wir jetzt so dringend benötigen: Klimagerechtigkeit!

hukwa


Literaturhinweise:
Hannah Arendt: Wo sind wir wenn wir denken
Hans Wagner: Naturphilosophie:Zeitschrift Runenstein 2008
Hans Wagner: Philosophis Naturalis –Zeitschrift – Runenstein 2008

Mittwoch, 6. November 2019

Philosophieren mit Kindern

Foto©UteKW

Philosophie ist wenn man trotzdem denkt.
Otto Marquard

Wir schulden den Kindern von heute und morgen Verantwortung und Mitverantwortung. Es ist doch so, dass die Entfaltungskräfte und Kreativität vieler Kinder an der geisttötenden Armut zerbrechen die ihnen täglich von den Medien serviert wird. Kindheit an sich ist abhängig von der jeweiligen Zeit und ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen. In einer Zeit ökologischer Katastrophen vor allem des Klimawandels sieht es so aus, als müssten unsere Kinder und Enkelkinder bald ein Leben führen, das keine Erinnerung mehr an Leben enthält. In nicht mehr allzu ferner Zeit ist es wahrscheinlich, dass Atemluft rationiert werden muss. Die Menschheitsgeschichte ist in ein unwiderrufliches Stadium getreten, wir stehen kurz vor der Nichtumkehrbarkeit. Deshalb ist es wichtig mit Kindern philosophische Gespräche zu führen so das sie früh genug ein Bewusstsein für Ökologie und Umweltschutz bekommen. Damit
Kinder ein autonomes Selbst entwickeln können, brauchen sie uns zum Reden, sie brauchen uns zum Zuhören, zum Vorlesen, zum Spielen, zum Lernen, sie brauchen also unsere ZEIT. Vor allem für den Erwerb grundlegender Fertigkeiten. Diese Fertigkeiten sind die Basis für künftiges Lernen und die Profilierung der Persönlichkeit. Dazu gehören Vertrauen, Eigeninitiative, Anstrengungsbereitschaft, Selbstverantwortung, Ausdauer, Anteilnahme, Teamgeist, Wagemut und Neugier. Diese Fertigkeiten bilden zugleich den Grundstein für die wichtige Selbstachtung des Kindes, sowie die moralischen, ethischen und geistigen Regeln, die uns durch das weitere Leben begleiten.
So trägt praktisches philosophieren mit Kindern natürlich auch zur verstärkten Werteerziehung in Elternhaus, Schule und Gesellschaft bei.
Hier sei nun die Frage gestattet – Was ist Philosophie eigentlich: vom Begriff her heißt Philosophie (griech. philosophia) soviel wie Liebe zur Weisheit oder Freund der Einsicht
(von griech. philia, Liebe oder philos, Freund, und sophia, Tüchtigkeit, Einsicht, Weisheit)
Eine allgemein anerkannte Definition des Wortes Philosophie gibt es nicht.
Hier noch einmal an den eigentlichen Zweck derselben erinnert, nämlich an die Liebe
zur Weisheit: "Nicht im abstrakten Wissen, sondern in der richtigen und tiefen Auffassung der Welt liegt die Quelle wahrer Weisheit... Weisheit ist die vollendete, richtige Erkenntnis der Dinge, im Ganzen und Allgemeinen, die den Menschen so völlig durchdrungen hat, dass sie nun auch in seinem Handeln hervortritt, indem sie sein Tun überall leitet" , so Arthur Schopenhauer. "
In unserer Zeit zunehmender Krisen durch menschliches und politisches Versagen im Umweltschutz, einer allgemeinen Desorientierung und Orientierungslosigkeit und einem immer deutlicherem Verlust an Menschlichkeit erscheint es sinnvoll und notwendig ein Wachstum an mehr Menschlichkeit anzustreben. Hierzu könnte das philosophieren mit Kindern ganz sicher Grundlegendes beitragen. Es könnte dazu beitragen, den durch die Medien unterstützten, gesellschaftlichen Einfluss zur Ablenkung vom Wesentlichen, zur Entfremdung von sich selbst und von der Natur, durch immer mehr Konsum, Mobilität, Action und billiger Unterhaltung zu verringern. Friedrich Schiller sagte sinngemäß:
"Es ist nicht da draußen, da sucht es der Tor. Es ist in dir du bringst es ewig hervor."
Es kann gar nicht zu früh damit begonnen werden, diese Erkenntnis von der Bedeutung innerer Werte und Fähigkeiten in den Kindern entstehen zu lassen. Kinder werden in den verschiedensten Bereichen immer wieder angehalten, sich vorwiegend nach außen zu orientieren und an das Bestehende anzupassen, statt ihre Eigenständigkeit und Kreativität zu fördern.
.
In dem wir Kinder frühzeitig dazu anhalten, selbstständig zu denken, Sachverhalte zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen, können wir durchaus einen wichtigen Beitrag zur Prävention bezüglich materieller und auch geistiger Drogen leisten. Mit einem für Kinder erarbeiteten Zugang zum Philosophieren ergibt sich die große Chance, von der Basis her mehr Echtheit, Identität und innere Stabilität in den heranwachsenden Menschen entstehen zu lassen und dadurch mehr Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft und Verbundenheit zur Natur.
Es war kein anderer als Immanuel Kant, der in seinen Schriften dazu aufforderte, "von seiner Vernunft einen freien und keinen bloß nachahmenden, sozusagen mechanischen Gebrauch, zu machen“....„Dergleichen Menschen können immer nur Kopien von anderen werden, und wären alle von der Art, so würde die Welt ewig auf einer und derselben Stelle bleiben." Und so forderte er – wie heute in unseren Tagen Joostein Garder, der glaubt, Krieg und Gewalt würden sich weniger oft einstellen, wenn die Menschen nur ein wenig besser Denken gelernt hätten – zum Philosophieren auf. Philosophie ist nun hierbei nicht als die Lehre von Denksystemen, als Sophielogie, als Weisheitswissenschaft angesprochen,
sondern es geht um das Philosophieren als Tätigkeit. Also nicht die Lehre ist das Eigentliche, sondern die Lebenspraxis.
Zur praktischen Philosophie stellte Kant drei Bedingungen:
1. Selber Denken.
2. Sich jederzeit in die Stelle eines anderen Denken.
3. Mit sich selbst einstimmig Denken. 
hukwa
Lit.Hinweise:
A. Schopenhauer: Gesamtwerk
I. Kant: Gesamtausgabe
Gabriele Münnix: Philosophie mit Kindern

Samstag, 2. November 2019

Politik aus zweiter Hand



Leben einzeln und frei
wie ein Baum
und brüderlich wie ein Wald
das ist unsere Sehnsucht.
Nazim Hikmet



Unser ausbeuterisches Wirtschaftssystem, Konkurrenzdenken und Ellenbogenmentalität haben uns in eine Lage gebracht die für unseren Planeten und die gesamte Menschheit schon mehr als gefährlich geworden ist.
Fast alle Tätigkeiten der Menschen beruhen auf der Hetzjagd nach Geld.
Was die Frage aufwirft worauf unsere Existenz als Mensch eigentlich beruht. Auf reiner Ökonomie? Dem ständigen Streben nach Geld, Karriere und Glück?
Die Wirtschaftsspezialisten und Ökonomen sagen uns immer wieder, dass ohne quantitatives Wirtschaftswachstum unser Wohlstand nicht gehalten werden kann, doch ständiges wirtschaftliches Wachstum, wie ihn die derzeitige Wirtschaft benötigt, ist nur auf der Vorraussetzung gesteigerter Energieversorgung zu gewährleisten. Wir wissen die Ressourcen werden weniger und ökologisch gesehen leben wir heute schon auf Pump.
Dazu kommt eine weitere Schizophrenie die in unserem gesellschaftlichen System vorherrscht: Im persönlich-privaten Bereich versucht man eine Moral und Ethik zu leben, im gesellschaftlichen aber gilt das Gesetz des Gewinn- und Machtstrebens. Ein solches Tun und Denken muss destruktiv sein.
Für Jene die aus diesem System austreten wollen gibt es ein Feindbild – den Turbokapitalismus.
Doch wie will man Menschen ändern (von selbst ändern sie sich nicht) die den Profitmaßstab verinnerlicht haben und deren Weltsicht nur von Geldgier und Profitmacherei geprägt ist? Die jeden als Feind ansehen, der auf die Strasse geht und für mehr ökologische Balance demonstriert?
Anscheinend können wir von der Politik auch keine Hilfestellungen erwarten obwohl gerade unsere PolitikerInnen in der Verantwortung stehen. Anscheinend ist die Regierung dazu entschlossen die Gesundheit ihrer Bürger aufs Spiel zu setzen nur wegen des wirtschaftlichen Wachstums. Da muss man von einer Komplizenschaft zwischen Wirtschaft, Konzerninteressen und Politik ausgehen. Nur sofortige radikale Kursänderung kann den Kollaps noch stoppen.
Niemand fordert Produktionseinstellung wie es so oft heißt, was wir brauchen ist eine Produktionsumstellung auf menschenwürdige Energieformen und menschengerechte Zustände. Zustände mit denen auch einmal die „Nachgeborenen“ leben können. Also eine humane Produktion die dem Menschen dient und nicht dem Filz und Kapital.
Die Entwicklung braucht Zeit doch die haben wir nicht. In der existierenden Wirklichkeit spricht vieles dafür, dass die Aktionen und Demonstrationen der verschiedenen ökologischen Bewegungen folgenlos bleiben werden, wenn sich politisch nichts ändert. Wenn dieses Land weiterhin von Politikern und Politikerinnen regiert wird die nur Marionetten von Wirtschaft und Konzernmanagern sind.
Eines dürfte klar sein: es existiert ein gesellschaftliches Problem, das sich zusehends verschlimmert. Die allgemeine Unzufriedenheit wächst, doch die historischen Bedingungen sind günstig für Veränderungen.

hukwa





Freitag, 1. November 2019

Girodano Bruno

Ich glaube das zukünftige philosophische Denken wird ganz stark von Giordano Brunos`s kosmischen Denken inspiriert sein. Ich meine damit ein Denken des kosmischen Seins. Sein Versuch Naturwissenschaft, Kosmologie und Metaphysik zu vereinen spricht auch den heutigen Zeitgeist an. Die philosophische Lehre Bruno`s scheiterte 400 Jahre lang an der christlich - wissenschaftlichen Orthodoxie. Jetzt ist seine Zeit gekommen.
hukwa

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Nirgendwo vom Noch-Nicht- der Möglichkeitsrealität

Wenn die Utopie auf ein ideales Leben weist,
ohne zum Plan...zur leblosen Maschine zu werden...
so wird sie tatsächlich die Verwirklichung des Fortschritts.
Marie Louise Berner

„Das einzige, was wir über die Lage von Nirgendwo wissen ist, dass es nicht da liegt, wo wir sind. Nirgendwo- das ist die Welt der Wünsche, der Träume, der Ideale“. Dies schrieb Wilhelm Liebknecht im Mai 1892 in seinem Vorwort zur deutschen Übersetzung von William Morris Roman „News from Nowhere“, den „Die Neue Zeit“ damals unter dem Titel „Kunde von Nirgendwo“ in Fortsetzungen veröffentlichte. Der Schauplatz dieser Handlung London scheint für Morris mehr von biographischer als von geographischer Bedeutung gewesen zu sein. Also: Nirgendwo kann auch Anderswo – Irgendwo sein.
Die Utopie ist die Welt des Noch – Nicht. Über die der Philosoph Ernst Bloch in seinem Werk „Das Prinzip Hoffnung“ schreibt: Das Alles im identifizierenden Sinne ist das überhaupt dessen, was die Menschen im Grunde wollen. So liegt diese Identität allen Wachträumen, Hoffnungen, Utopien selber im dunklen Grund und ist ebenso der Goldgrund auf dem die konkreten Utopien aufgetragen sind. Jeder solide Tagtraum meint diesen Doppelgrund als Heimat; er ist die noch ungefundene, die erfahrene Noch-Nicht-Erfahrung in jeder bisher gewordenen Erfahrung“.
Seit Plato in seinem „Staat“ den Träumen vom „Goldenen Zeitalter“ zum ersten mal eine literarische Form gab, finden wir in der Literaturgeschichte viele politische „Nirgendwo`s“. Schriftsteller und Dichter wie Plutarch, Aristophanes, Camapannella, Andrea, Bacon, Rabelais, de Foigny, Cabet, Bellamy schrieben ihre Utopien nieder.
Doch von all diesen Utopien finde ich „Die Kunde von Nirgendwo“ die beste. Als einzige basiert sie ausschließlich auf der individuellen Freiheit, was sie im Zusammenhang mit anderen Utopien zu einer deutlichen Ausnahme macht.
Morris hat eine Gesellschaft entworfen, in der die Regierung überflüssig geworden ist, denn diese ist nur die „Maschinerie der Tyrannei“ und wenn die Tyrannei ein Ende hat ist diese Regierung nicht mehr notwendig.
Der Mensch der weiß das er die Verantwortung für sich selbst trägt, braucht keine Politiker mehr die ihn verwalten und regieren. Nirgendwo das kann in uns selbst sein. Ein Ort, ein Land das in den Tiefen unseres Geistes verborgen ist.
Nach der Meinung von William Morris kann eine freie, gerechte und glückliche Welt nur dann entstehen, wenn die Menschen die Freiheit so stark wünschen, dass sie von ihrer Stärke Gebrauch machen und das alte System umwandeln.
In einer Zeit ökologischer Katastrophen, sozialer Ausbeutung und Kriegen, könnte es eine heilsame Übung sein, sich diesen Philosophen und Schriftstellern zuzuwenden, die von positiven Utopien träumten, die alles zurückgewiesen haben was ihrem Ideal von humanen Fortschritt nicht entsprach.
Und heute da es ein großes Potential des Widerstandes gegen die ökologische Ausbeutung gibt können utopische Wunschbilder zumindest Teil eines Möglichkeitsrealismus sein, ganz gleich wo man Nirgendwo sucht, es ist hier in unserer Welt verborgen. Utopien müssen nicht in Weltflucht und Tagträumen enden, sie können eine inspirierende Kraft werden auf dem Weg zu neuen, menschlicheren Gesellschaftssystemen.
William Mooris sagte:“Dies ist die Art von Gesellschaft, in der ich wohl gerne leben würde. Nun sagt mir, welches eure ist“. 

hukwa
 
Lit. Hinweise:
Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung, Seite 368.
Marie Louise Berner: Reise durch Utopia.
William Morris: Kunde von Nirgendwo.
Brigitte Wombs: Landschaft zwischen Ideal und Illusion.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Orphisches Licht

Sternenverwandt
steigt mein Geist empor
sich wärmend im orphischen Licht
mein Doppelgänger ist jener
der einen Sperberkopf trägt
von sieben Sternen beleuchtet
sucht er nach dem göttlichen Honig
flieht vor den Masken der Medusen
hinein ins Licht von Eleusis.
hukwa

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Erdenlicht

Vor meinem Fenster biegst du dich im Licht
schenkst Leben
dein mächtiger glatter Leib
ein einzigartiges Gedicht
die Kirche unter dir
versteckt sich hinter deiner 
BaumAllMacht
als ob
ein uralter Gott
dich in seinem Atem hält
dein Wunsch ist nach oben zu streben
die unter dir gehen
beachtest du nicht
dein ganzes Wesen
ist Erdenlicht.
hukwa

Dienstag, 1. Oktober 2019

Das Verlangen der Nacht

"Um die Seele eines Dichters zu durchschauen, 
muss man in seinem Werk diejenigen Wörter aufsuchen, 
die am häufigsten vorkommen. 
Das Wort verrät, 
wovon er besessen ist. 
C. Baudelaire  

Wie eine Urne gefüllt mit Glut
die tief in schwarzer Erde ruht
in dunkler Landschaft
mit Flüssen voller Blut
in Schädelgetöse
der Traumwelt der Nacht
wo nur noch der eigene Schatten wacht
wo die Mondfülle der Erinnerung sacht
die blaue Flamme nährt
dort im dämonischen Strahlenglanz
ein Gesicht aus fernen Zeiten glänzt
erhellt das verlangen der Nacht
denn Moment der im Traum wird vollbracht.
hukwa

 

Herbstfeuer

Der rote Himmel am Abend
Feuer
des Herbstes.
hukwa

Sonntag, 29. September 2019

Zwei Welten

Die vielen Gedichte die ich geschrieben habe sind die poetische Summe meiner inneren Entwicklung. In der Poesie die ich als meine erste Heimat bezeichnen möchte spüre ich das ich Bürger zweier Welten bin. Sie gibt mir das wissen das ich neben der realen Welt ein weiteres Zu hause in einem transzendentalen Universum besitze.
hukwa

Dienstag, 24. September 2019

Das Fremde der Heimat

Man lebt hier wie in der Höhle des Löwen
sucht die Innere Heimat und flüchtet vor der äusseren Fremde
im Stundenglas der Eigenzeit
vergehen die Tage wie rieselnder Sand
Hier wo die Depressionen durch die Strassen laufen
wird es sinnlos die Tage zu zählen
sie verelenden in den Lügen der Nächte
wo der Traumgott geweihte Geldscheine verschenkt
wo keine weißen Hostien vom Himmel fallen
sondern es nur graue Asche regnet
wo man am Morgen nach dem Aufwachen
wieder einmal erkennen muss
das in diesem Ort täglich die Zukunft von der Vergangenheit eingeholt wird
hier wo die Sprache
nur das Schmerzgeflüster einer torkelnden Masse ist
die mit ihrem Hau-den-Lukas-Gejohle
und ihrem Stürmergetöse
auf das Wochenende wartet
um Rechte Walzer zu Tanzen
hier
wo Geschichtsverlust
eine Epidemie ist.
hukwa

Sonntag, 22. September 2019

3 Leserbriefe zum Klimapaket

Die Sinnlosigkeit des Versuchs, Voraussagen über die Beschaffenheit unserer zukünftigen Welt zu treffen, offenbart sich heute schon in den Wörtern Klimakatastrophe und Alptraum Plastik. Die Ressourcen sind begrenzt, die Müllhalden werden immer gigantischer und die Sommer werden zum glühenden Hexenkessel.
Der Mensch der Zukunft wird zu 80 Prozent aus Synthetik bestehen, wegen des Mikroplastik in seiner Nahrung und die restlichen 20 Prozent seiner Knochen und seines biologischen Gewebes werden wohl radioaktiv verstrahlt sein.
Die Regenwälder werden derzeit unter politischer Aufsicht abgefackelt, die Eisberge verschwinden und die riesigen Tundren Sibiriens trocknen aus. Dies in etwa ist der ökologische Zustand unseres Planeten. Man kann die Liste auch verlängern: Das Sterben unserer Tier- und Pflanzenwelt, das Baumsterben, die Verseuchung landwirtschaftlicher Flächen durch den Einsatz von Pestiziden und so weiter.
Würde man aus diesen Problemen eine Bildcollage machen, würde diese ein Gesamtkunstwerk des langsamen Untergangs unseres Planeten sein und des Siechtums der Menschheit.
Das Filmfinale wäre dann ein Werk zusammmengeschnitten aus Becketts „Endspiel“, Huxleys „Schöne Neue Welt“ und Kubricks „Uhrwerk Orange“.
Die einzige Philosophie die noch gilt findet man in den Ansprüchen der Industrie und dem Hohelied auf die Ellenbogenmentalität des Turbokapitalismus, das auch vom Großteil unserer politischen VolksvertreterInnen im Chor gesungen wird. Es ist die Philosophie einer in den letzten Zügen liegenden turbokapitalistischen Gesellschaft. Über diesen gesellschaftlichen Zusammenbruch versuchen die politisch Verantwortlichen mit arroganter Überheblichkeit hinweg zu täuschen.
Das Finale heißt wohl ein langsam siechendes Armageddon für uns alle!
Der einzige Hoffnungsschimmer ist jener Kinderkreuzzug einer „for Future Bewegung“, der wiederum von großen Teilen der politisch Verantwortlichen verspottet wird. Es ist ein Feldzug der einem anmutet wie der letzte Kampf gegen die „Schatten von Mordor“.
Die Frage ist: Wann merken wir endlich, dass die Geschichte der Menschheit in ein unwiderrufliches Stadium getreten ist, dessen Ziel letztendlich die Vernichtung jeglichen höheren Lebens auf unserem Planeten ist. Diejenigen die nach der ökologischen Wende rufen, werden übertönt durch jene die sich weigern menschliche Vernunft anzunehmen. Ökologisch gesehen wird das Ende unserer Zukunft absehbar.




Was die Bundesregierung in aller Hast als Klimapaket zusammengeschnürt hat ist letztendlich ein Mogelpaket. Es ist der Versuch, dem Bürger Sand in die Augen zu streuen. Vor dem Hintergrund der komplexen, ökologischen Zukunftsfragen und Krisen liest es sich wie Hohn. Die Wenigen die wohl mit diesen Klimastrategien zufrieden sein werden sind die Manager der Industrie und Wirtschaftskonzerne. Während sich diese die Finger reiben, weil die Hauptkosten auf die Bürger abgewälzt werden, klopfen sich die Kanzlerin und ihr Finanzminister voller Stolz und Eigenlob auf die eigene Schulter und die in einer Knechtsschaftsbeziehung stehenden ökologischen Experten der Regierung haben ihre skrupellosen Expertisen wieder einmal durchgesetzt. Man spricht von Vernunft und Versachlichung während die ökologische Zeitbombe weiter tickt und der Klimawandel sich nicht zum besseren wandeln wird.
Vieles spricht dafür, dass die Sorgen der „Fridays for Future“ Bewegung ebenso folgenlos bleiben werden, wie die Proteste der einstigen Ostermarschierer. Die Wünsche dieser Generation,die einmal einen Planeten übernimmt dessen Natur und Landschaft nur noch ein Phantom dieser jetzigen Erde sein wird, werden durch dieses Klimapaket kurzerhand in die ungewisse Zukunft verschoben.





Vielleicht waren unter den Mitwirkenden dieser „Mega-Demo für Klimaschutz“ einige Schüler und Schülerinnen die sich auf einen schulfreien Vormittag freuten, aber wichtig ist doch, dass sie dabei waren. Dass der Stadtrat von Kaiserslautern es abgelehnt hat für Kaiserslautern den Klimanotstand zu beschließen, war abzusehen. Dass bereits in den 1970zigern Jahren entstandene geflügelte Wort- „Denke global, aber handle lokal“- hat wohl bis heute den Lauterer Stadtrat noch nicht erreicht.
Es ist doch einfach so, dass wenn wir wirklich zum Wohle unseres Planeten beitragen wollen, der beste Ausgangspunkt dafür unsere eigene Stadt und Gemeinde ist. Nun, diese Jugendlichen haben unter anderem auch klar zu machen versucht, dass die Weltklimaprobleme in einem anderen Licht erscheinen, wenn sie von der lokalen Situation abhängig gemacht werden. Dies versucht uns diese „Fridays for Future“ Generation zu zeigen. Nach den vorherrschenden ökologischen Fakten hört es sich bescheiden an, wenn sie behaupten, man würde ihnen „die Zukunft klauen“, es ist doch viel schlimmer, man zerstört ihre Zukunft. Es ist anscheinend den meisten Politikern überhaupt noch nicht aufgefallen dass diese Jugendlichen etwas tun, was eine großartige Chance für unsere Demokratie ist: Sich politisch beteiligen! Eines hat sich inzwischen herausgestellt: Diese Bewegung lässt sich die Worte nicht verbieten und ihr friedlicher Widerstand ist etwas aus dem ganz Neues in unserer politischen Landschaft erwachsen kann. Agieren sie doch vollkommen anders als die Politik: Einfach Klartext reden!
Denn ein Wirtschaftssystem das auf den Grundpfeilern von Ehrgeiz, Konkurrenzdenken und Konsum aufbaut ist perspektivlos, weil es unmenschlich ist und weil die Ressourcen begrenzt sind. Wenn wir so weitermachen wird es zum Kollaps kommen und wie der aussieht, zeigen uns jeden Freitag die Demo – Schilder der „Fridays for Future“ Bewegung.


hukwa

Freitag, 20. September 2019

Im synthetischen Wald

Die Masse schläft den Opiumschlaf
die Wenigen die dass Geheimnis fassen
werden von den Jägern gejagt
nicht kreatürlich ist dieser Schlaf
hypnotisch ist er
je nach Bedarf
im undurchdringlichen synthetischen Wald
der Atmosphäre
wird die Welt
zum ausgetrockneten Herbarium.
hukwa

Mittwoch, 18. September 2019

Medusenhaupt

Aus einer Wolke heraus
der Flug des Graureiher
über das Tal
Regen trinkt die Erde
hier im Tal
fern dem Moloch
laufe ich wie in alter Zeit
ins Fichtengehölz zu den Meisen
lass mich nieder
auf dem zerstückelten Baumstumpf
den Blick nach Westen gerichtet
in der Morgenfrühe
umhüllt mich der Wald
wie ein schützender Mantel
uraltem Stein will ich gleichen
wie ein Medusenhaupt.
hukwa

Montag, 16. September 2019

Haiku zum frühen Morgen

Am frühen Morgen
fiel leise und sanft
das erste Ahornblatt.
hukwa

Sonntag, 15. September 2019

Herbsthaiku

Der Herbst kehrt ein in die Felder
sein Geist ist
der Wind in den Gräsern.
hukwa

Samstag, 14. September 2019

Zeit

"Es gibt nur eine Zeit,
in der es wesentlich ist,
aufzuwachen-
diese zeit ist Jetzt.
Buddha

Freitag, 13. September 2019

Weltenerfahrung

Es gibt Augenblicke im Leben eines Menschen, in denen er das Gefühl der Vollständigkeit erfährt. Solchen Momenten begegnen wir wenn wir die Einheit mit der Natur in uns spüren. Dann wird dass Rauschen eines Baumes zur Musik und windstilles Schweigen zur Antwort. Dann löst sich die lineare Zeit auf und wir fühlen uns aufgehoben in den Zyklen der Jahreszeiten. Es ist dies die sinnliche Erfahrung mit der Natur, die auch immer, die Erfahrung einer beseelten und mystischen Lebenswelt ist, in die wir untrennbar verwoben sind, selbst wenn wir es nicht wahrhaben wollen.
hukwa

Mittwoch, 11. September 2019

Antaeus

Die mich umgebende Natur ist das Kleid des Grünen Gottes. Dieser Gott ist für mich Antaeus der als unbesiegbar galt, solang er Kontakt zu seiner Mutter Gaia, der Erde hatte.
hukwa

Dienstag, 10. September 2019

Erdwanderer

Unterwegs sein heißt Erfahrungen ansammeln. Ganz im Sinne wie es Fr. Nietzsche aussprach:
"Wer nur einigermaßen zur Freiheit der Vernunft gekommen ist, kann sich auf Erden nicht anders fühlen, denn als Wanderer".
hukwa

Sonntag, 1. September 2019

Die große Meute

Der Großteil der Menschen schert sich einen Dreck um die ökologischen Probleme des Planeten. Er macht einfach dass was die Wirtschaft von ihm verlangt: das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, die Augen zu schließen und vor den Problemen davon zu laufen.
hukwa

Samstag, 31. August 2019

Fliehender August

Letzte Augusttage
der Farn wird gelb
Libellentanz und Häherschrei
Holunderbeeren
über Judasohr
fliehende Wolken
Zeisiggespräche
Auguststille
Herbstsonne naht.
hukwa

Freitag, 30. August 2019

Frühherbst Haiku

Die Windenblüte
ende August
weiß um den Herbst.
hukwa  

Frühherbst der Verwandler
Ich lausche
dem Lied der Grille.
hukwa

Sonntag, 25. August 2019

Trost der Philosophie

Die Philosophie führt uns zum Weg der Wahrheit, das ist ihr Sinn. Die Wahrheit ist nur Er - ahnbar. Wir erkennen vielleicht den Schatten der Wahrheit, das Licht aber bleibt uns fern, erkennbar vielleicht als leichtes flimmern. Und dies ist der "Trost der Philosophie".
hukwa

Freitag, 16. August 2019

Metallurgie und Alchemie

Die Wurzel der Alchemie war vor allem die Metallurgie, dass Hüttenwesen, der Bergbau und die Verarbeitung der Metalle. Die Symbolik der philosophischen Alchemie wurde vor allem von Herbert Silberer und C.G. Jung sehr realistisch gedeutet. Mircea Eliade gehört aber der Verdienst die Alchemie in Verbindung mit der Metallurgie als erster ganzheitlich dargestellt zu haben. Er ging vor allem auf die Elemente der Mythologie ein, der "Geburt der Metalle" in der Erde, der uralten Mythologie der Schmiede, der sakralen Eisenbearbeitung und des Feuers.
hukwa

Donnerstag, 15. August 2019

Die Masse

Die Masse existiert in einem seelischen Armenhaus.
hukwa

Mittwoch, 14. August 2019

Über Alchemie

Die profane Alchemie, also die Laborarbeit, ist die praktische Seite der hermetischen Philosophie. Nach Fulcanelli ist die Alchemie eine Geheimwissenschaft. Wenn auch die naturwissenschaftliche Chemie zum Teil aus der Alchemie hervorging so ist sie doch nicht vergleichbar mit ihr. Das Vor- und Urbild der Alchemie ist immer die Natur, der Alchemist arbeitet in innerer Harmonie mit ihr. So ist die Metallurgie näher mit der Alchemie verwandt als die Chemie. Newton beschäftigte sich ein Leben lang mit der Alchemie. Leibnitz, John Locke und Goethe ebenfalls. Newton gilt als Vater der modernen Wissenschaft. Über Alchemie schrieb er genau soviel wie über sein mechanisches Weltbild. Wahrscheinlich gab ihm die Alchemie dass was die Naturwissenschaften ihm nicht bieten konnten.
hukwa

Dienstag, 13. August 2019

Dorneus

Dorneus (1530-1584) war der erste Alchemist der in deutlicher Sprache über die philosophische Alchemie schrieb. Er ist ganz Hermetiker und einer der wenigen Alchemisten die im Besitz des "philosophischen Stein der Weisen" waren. Er schreibt: "Transmutemini in vivos lapides philosophicos = euch selbst verwandelt in lebendige Steine". Dies bedeutet- findet in euch den Stein der Weisen. Er meint damit bereitet ihn durch die Verwandlung des eigenen Wesens. Die alchemistische Arbeit an der "prima materia", also mit der noch angewandten Ausgangssubstanz. Dies bezieht sich somit auf die Persönlichkeit des Alchemisten.
hukwa

Sonntag, 11. August 2019

Unendlichkeit

Könnten wir die Zusammenhänge in der Natur ganz erfassen würden wir einen Blick in die Unendlichkeit tun.
hukwa

Donnerstag, 8. August 2019

Welt

Bis jetzt hat die Politik sich damit zufrieden gegeben die Welt zu verändern. Jetzt kommt es darauf an sie zu erhalten.
hukwa

Sonntag, 21. Juli 2019

Götzendienst

"Wir verehren heute das, was vom Menschen gemacht ist. Das ist der eigentliche Götzendienst.
Theodor Roszak

Donnerstag, 11. Juli 2019

Im grünen Fleisch der Wälder

Ich laufe hinein in das grüne Fleisch des Waldes
lausche dem pochenden Herz der Bäume
tief drinnen im Schattenbraun der Sommerbäume
wo der Kelchige Schierling seine Dolden entfaltet
suche ich
nach den Geheimnissen des Waldes.
hukwa

Mittwoch, 10. Juli 2019

Sommer Haiku

Im sommerlichen Wildbach
steht einsam am Morgen
der Graureiher.
hukwa

Sonntag, 7. Juli 2019

Juli Haiku

Die Samen der Akelei
vorm Aufspringen
Vergänglichkeit des Sommers.
hukwa   

Im sanften Windhauch
die Distelsamen fliegen
zum nächsten Sommer.
hukwa

Donnerstag, 4. Juli 2019

Himmel im Juli

Foto©UteKnieriemen-Wagner
hukwa

Sommer Geleit

Bemooste Schädeldecke
vom Wiesel im Gebüsch
weißes Spinnenhaar
im Weideröschendickicht
Julisonne brennt
im frisch gemähten Feld
das Rehkitz rennt
Sommerfackel brennt
des Dompfaff rotes Kleid
Blaumeise singt ihr Leid
Habicht zieht seinen Kreis
Sommerliches Geleit.
hukwa

Dienstag, 2. Juli 2019

Erfolgreiche Viruspolitik

Alle paar Jahre wieder bricht in dem Dorf in dem ich lebe der Virus der Bauwut aus. Man weißt dann Sogenannte "Kahlflächen" zu Baugebieten aus. Am stärksten von diesem Virus betroffen sind Bürgermeister und Gemeinderat. Sie fiebern dem Tag entgegen an dem endlich die Bagger anrollen und die Erde um wühlen. Das Motorengeräusch von Planierwalze, Motorsäge und LKW ist Musik in den Ohren dieser Kommunalpolitiker. Wenn dann einige Wochen später Asphalt und Beton angeliefert werden zum versiegeln des Bodens würden sie am liebsten Freudeschreie ausstoßen und um die Baustelle tanzen. Der Virus hat nun seinen Höhepunkt erreicht. Die Kirchturmpolitik war erfolgreich.
hukwa

Sonntag, 23. Juni 2019

Discounter Leben

In meinem Leben ist mir wichtig die Oberflächen zu durchschauen. Die Gedankenwelt der meisten Mitmenschen haften an dieser Oberfläche, deshalb halte ich mich von ihnen fern. Ein Leben aus "zweiter Hand" ist mir ein zu billiges Dasein.
hukwa

Donnerstag, 20. Juni 2019

Philosophischer Tagesspruch

Eine Philosophie die etwas taugen soll
muss sich im Leben bewähren.
hukwa

Sonntag, 9. Juni 2019

Existierendes Sein

Viele Omen begegnen uns im täglichen Dasein
wir erkennen sie nicht
oder wollen sie nicht Erkennen
man sollte aus dem alltäglichen Dasein
kein
hermetisches Gefängnis machen
man sollte aber auch nicht
aus dem Alltag
alltägliches machen
sondern im Versuch leben 
ins existierende Sein
vorzudringen.
hukwa

Donnerstag, 6. Juni 2019

Durchdringung

Lass dich von jedem Tag durchdringen
dann wird dein Leben nie B anal.
hukwa

Dienstag, 4. Juni 2019

Gesellschaft - Tagesspruch

"Ich hätte gegen die Geselllschaft Amok laufen können, doch ich zog es vor die Geselschaft gegen mich Amok laufen zu lassen, weil sie von uns beiden der Hoffnungslosere war".
H.D.Thoreau

Dienstag, 28. Mai 2019

Zuflucht

Um die Erfahrung der realen Wirklichkeit zu machen muss ich mich täglich mehrere Stunden in der Natur aufhalten. Der Aufenthalt unter Bäumen, bei Pflanzen und Tieren gibt mir die Gewissheit ein Teil der Gegenwart zu sein und nicht in Illusionen zu verweilen. Die Natur ist mir keine Fluchtburg sondern eine Zuflucht vor der Dumpfheit meiner Zeitgenossen.
hukwa

Dienstag, 21. Mai 2019

Werden

Früher Morgen
im Garten begrüßt mich das berstende Grün
die Blüte der Akelei
das betörende Lied der Amsel
läßt in mir ein erhabenes Gefühl aufkommen 
ich spüre das Einswerden
mit Vogel Baum und Stein
fern dem Stumpfsinn der Tage
erlebe ich das Werden
das aus den Strophen des Amselliedes dringt.
hukwa

Sonntag, 12. Mai 2019

Spirituelle Alchemie und Surrealismus

Die spirituelle Alchemie, als auch der Surrealismus fordern zur Überwindung des rationalistischen Denkens auf, denn nur dies kann die Menschen davor retten, zu Maschinen zu werden.
hukwa

Freitag, 10. Mai 2019

Demeters Schweigen

Bäume
gewachsene Pilger im unendlichen Kreislauf
unter Schnee
unter Regen
schwitzend in der Hitze
im Wellenschaum die Nebel ziehen
die schwirrende Nacht
sichtbare Geschöpfe
fern die Welt
gefangen im kleinen Licht
ummantelt von Zeit und Efeugerank
Welt
Wahnsinnsinsel in der Zeit
Motorenecho im braunen dreckigen Smog
Widerschein der Daseienden Zeit
im Erdenschoß
Demeters Schweigen.
hukwa

Donnerstag, 9. Mai 2019

An der Quelle

Irrendes zwischen 
Morgen und  Flut 
spüre ich die nahende 
sommerliche Glut 
lausche dem Rauschen 
von Strauch und Baum 
lebe an der Quelle 
beim alten Eichbaum. 
hukwa

Dienstag, 7. Mai 2019

Götzendienst

"Wir verehren heute das, was vom Menschen gemacht ist. Das ist der eigentliche Götzendienst".
Theodore Roszak

Signatur

Ich erkenne in den unergründlichen Offenbarungen der Natur eine Signatur der grünen Göttin. Wir sollten die äußere Natur so aufnehmen dass sie uns dabei behilflich ist unsere innere Natur wieder zu entdecken.
hukwa

Sonntag, 28. April 2019

Krone der Schöpfung?

Der Mensch war nie die Krone der Schöpfung 
er war und ist immer nur ihr schwächstes Glied. 
So schwach 
dass er aus einem einst blühenden und blauen Planeten 
eine Müllhalde machte. 
hukwa

Samstag, 27. April 2019

Sonntag, 14. April 2019

Was sehen die eigentlich?

Ein neues erblühen beginnt in der Natur. Ein Winter des sich Sehnens und Wartens ist vorüber. Im Garten genieße ich das neue Erwachen. Insekten umschwärmen mich und die Vögel singen mir ihre Lieder vor. Ein fast perfekter Tag, wären da nicht die Durchschnittsbürger mit ihrem ständigen Lärm.
Ich frage mich: Was sehen die eigentlich?
hukwa

Samstag, 30. März 2019

Meine Sphärenmusik

Meine Lebensführung beinhaltet auch immer die Nähe eines Gefühls mit einer höheren Dimension in Verbindung zu stehen. In dem ich tief in mich hinein höre ist es mir oftmals zumute als erklinge in mir das Echo dieser höheren Dimension. Eine Art Sphärenmusik, die man nicht mit dem Ohr sondern mit dem Gefühl wahrnimmt. In solchen Momenten kommuniziert mein Selbst mit dem Makrokosmos. Es ist das schöpferische Vermögen der Imagination, dass dem Menschen inhärent ist.
hukwa

Mittwoch, 27. März 2019

Frühlingsmond

Der Mond spiegelt sich im alten Waldweiher
ein leichter Wind bringt das Wasser in Bewegung
langsam fallen ein paar Tropfen
Landregen
es ist richtig
die Dämmerung ist ein Spalt in den Welten
Wolken schieben sich vor den Mond
der Wechsel von Mondlicht und Dämmerung verzaubert die Nacht
ein leichter Nebel steigt auf
hier spürt man das es so etwas gibt
wie eine Einheit im Leben.
hukwa

Montag, 25. März 2019

MenschRoboter

Wer den ganzen Tag an den Konsum den die Gesellschaft uns bietet denkt, ist nicht er selbst. Jeder Mensch hat einen vorgeschriebenen Weg. Jene, die aus gesellschaftlichen Gründen diesen Weg verlassen und dieser Gesellschaft ihren Eigensinn opfern sind nichts anderes als Roboter.
hukwa

Montag, 18. März 2019

Versäumnisse

Jeder der sein Leben dem Anhäufen von Geld und Besitz gewidmet hat ist meiner Meinung nach gescheitert und hat Versäumnisse anzumelden.
hukwa

Sonntag, 17. März 2019

Entweihung

"Ich glaube dass der Geist entweiht werden kann durch die Angewohnheit, sich belanglosen Dingen hinzugeben, so dass alle unsere Gedanken, einen Anflug von Belanglosigkeit bekommen. Sie werden so staubig wie die Steine auf der Strasse."
Thoreau

Sonntag, 3. März 2019

Samstag, 23. Februar 2019

Es gibt immer den Ort...

Es gibt immer den Ort wo alles anfing, wo alles begann- den Ort der Kindheit. Dieser Ort, diese innere Landschaft begleitet uns ein Leben lang. Die Reise in die Kindheit wird mit den Jahren zu einer imaginären Wanderung. Es ist verwunderlich wie man den Empfindungen und Ahnungen der Kinderzeit auf Jahrzehnte verbunden bleibt. In die Kindheit zurück Schauen ist der Blick in einen Zauberspiegel in dem sich das Gestern und Heute spiegelt und was man schaut ist der persönliche Mythos.
hukwa

Freitag, 22. Februar 2019

Die Fragmente der vergessenen Dichter

Es gibt den Ort wo Urbeginn und Zeit 
sich verknüpfen 
und der jenseits von dem ist 
was wir unter Realität verstehen. 
H.W.   

Es ist der Buchstabe der fehlt
der Satz der verloren gegangen ist
in den tiefen der Jahre
Cherubinnen der Nacht
behüten die Traumgärten
wo weiße Nebel
die wärmenden Labyrinthe verbergen
Illusionen die sich spiegeln
in den klaren Augen des Fuchs
der am Weißdornbusch wacht
das Leben ein Chiffre
Geheimschrift ist die Spur des Marders im Schnee
doch offenbart dies alles das Urbild des Seins
wie das Gedächtnis die Erinnerungen
die Müdigkeit des Wanderers
sein giftiges Evangelium
das er verstreut während seiner Pilgerschaft
ist eine unleugbare Realität
die unser Dasein umhüllt
das Gleichnis findet seinen Sinn
in den Fragmenten der vergessenen Dichter.
hukwa

Dienstag, 19. Februar 2019

Zeitlose Substanz

Die zeitlose Substanz der Urerinnerung, die Erinnerung an das vor-mythische, dies sind die Erinnerungen mit denen der Dichter arbeitet.
hukwa

Freitag, 15. Februar 2019

Am Wegrand

Am Wegrand
sprach heute das Hirtentäschel zu mir
vom Frühling.
hukwa

Samstag, 9. Februar 2019

Durchsichtiger Traum

In der Durchsichtigkeit eines gläsernernen Traumes
verbergt sich das Spiegelbild
eines geheimen Universums
Selbstvergessen
das Lachen eines Fauns am Waldweiher
geht es unter
im Gedröhne
eines Düsenjägers
der Krieg spielt
Februarwetter mit Schneeschmelze
Lederstrumpfwetter vergangener Kindheiten 
in jenen Gefilden
wo sich die Schatten der Vergangenheit bewegen 
wo alles aufgezeichnet ist
in einem gläsernen Traum der Durchsichtigkeit
weilst du für einen Moment
im Hier und Jetzt
bald fliegt dein Geist
wie das welke Blatt einer Buche im Herbst
und versucht zu ergründen
die Traumata dieses Durchsichtigen Durchsichtiger Traum
hukwa

Mittwoch, 6. Februar 2019

Als der Himmel voller brauner Demonstranten hing

Ein leichter Regen ging nieder
am frühen Morgen
und der Himmel hing voller brauner Demonstranten
die ihre giftige Galle in die Atmosphäre spuckten
ihr primitives Kauderwelsch
drang zu mir herüber
ich hatte keine Lust mit diesen Leuten in Sprachberührung zu kommen
die Wahrnehmung aus dem Abstand
ist schon das Äußerste
man kann nicht mit Menschen kommunizieren
deren Kopf ein Schlachthof ist
und die die Dreistigkeit besitzen
faschistische Methoden
wieder Hoffähig zu machen
die ihr braunes Süppchen kochen
das 15 Prozent der deutschen Wahlberechtigten
genüsslich auslöffeln
ich Verlasse diesen Ort
in der Hoffnung
das dieses Land bald ein schlechtes Gewissen bekommt.
hukwa

Samstag, 2. Februar 2019

Gestern abend sang hier noch die Amsel

Sie kamen früh am Morgen
plötzlich waren sie da
mit Lärm und Getöse
die Motorsägen heulten auf
die alten Bäume fielen
den Baggern folgten die Lastwagen
die Frösche Eidechsen und Vögel flüchteten
die Schnecken blieben auf der Strecke
wahrscheinlich hat es auch der Igel geschafft der hier lebte
die Grauammer und der Stieglitz werden hier nicht mehr nisten
den Sperlingen hat man ihre Wohnung zerstört
der Fuchs wird dem Hasen hier nicht mehr Gute Nacht sagen
jetzt klafft hier ein riesiges rotes Loch 
die gelben Adern der Tonerde im roten Sand
lassen das ganze wie eine eiternde Wunde der Erde erscheinen
am Abend zogen die stählernen Echsen wieder ab
die alten Bäume hat man in Meterstücke aufgeschichtet
voller Freude betrachtet der Gemeinderat sein Werk
lobende Worte werden dem Bürgermeister zugesprochen
Morgen soll schon der Asphalt kommen
gestern Abend sang hier noch die Amsel.
hukwa

Mittwoch, 30. Januar 2019

Wandel und Werden

Der Mensch der nicht alles kritiklos hinnimmt wird sein Leben lang von dem Konflikt der Annahme des Lebens wie es ist und dem Drang es zu verändern begleitet werden. Nur dadurch das wir um den Wandel wissen wird uns bewusst das dass Leben Wandel ist.
hukwa