Freitag, 29. November 2013

Sinnend vor einem alten Grabstein stehend

Das Stundenglas der Zeit rinnt weiter
Gras wuchert an den Grabesrändern
Deckt längst vermoderte Gebeine zu
Kaum noch erkennbar die Schrift
Die Steine schweigen in Grabesruh
Dennoch der ganze Platz hier spricht
Einst trug man Stein um Stein hier an
Die unter ihnen liegen
Wer denkt daran
Hier herrscht kein Lärm
Nur tiefes Schweigen
Wer hier verweilt
Erkennt des
Novembermächte.
hukwa

Mittwoch, 27. November 2013

Unsichtbare Landschaften

Die Abende sind erfüllt mit Schweigenden
die Kerze ist gezündet
und in die laublosen Wälder zieht nun die Bitterkeit ein
das sind Novembertage
wo man immer bereit sein muss
einer unsichtbaren Seelenlandschaft zu begegnen.
hukwa

Dienstag, 26. November 2013

Die alte Glut

Zusammen getragen haben wir
die alte Glut
die unser Leben bis heute erwärmt
sie soll uns helfen jene Worte zu finden
die wir bisher noch nicht ausgesprochen haben.
hukwa

Montag, 25. November 2013

An der Quelle hermetischer Dichtung - über Knechtsbeziehungen in der Lyrik

Die hermetische Dichtung die ja eine dunkle Dichtung ist sucht nicht die Verbindung zur Alltagssprache. Sie will befreit sein von den "Knechtsbeziehungen" der rationalen Sprache. Die Quelle solcher Dichtung ist immer das Unbewusste, die Traumwelt und der Mythos. Sie löst sich aus den Verständigungsgewohnheiten einer rationalen, rein auf Logik spezialiserten Welt und sucht die Dichte der Dinge auf.
hukwa

Sonntag, 24. November 2013

Hinter uns allen steht etwas Unbekanntes - Kunst des Unbekannten

Die abstrakte Kunst versucht nicht die Wirklichkeit oder das was wir vordergründig als Wirklichkeit verstehen, wiederzugeben, sie versucht schlicht "die Realität zu verändern".Hinter uns allen steht etwas Unbekanntes, formulierte Ernst Jünger einmal. Jeder Kunstfreund weiß dass Picasso genial realistisch malen konnte, dass er aber das Realitätprinzip bewusst nicht anwendete, um zu zeigen,das hinter der objektiven Wirklichkeit, eine andere, eine symbolische Wirklichkeit steht, ja, eine vollkommen andere Welt. Picassos Bilder kann man mit verschiedenen uralten Höhlenzeichnungen vergleichen. Aber er hat nicht nachgeahmt er konnte nur viel tiefer und intensiver sehen als andere Menschen.
hukwa

Lasst den Dingen ihre Stille

Die Bilder die wir uns erträumen
in dunklen Zimmern
in kupfernen Räumen
besitzen ihre eigene Stille
Sphärenklang und Sternegeklirre
dazwischen das Stöhnen
der Bäume im Sturm
als klinge eine apollinische Leier
von Fern her
in mein Zimmer
und streichelt
die Stille der Dinge.
hukwa

Freitag, 22. November 2013

Auf dem Weg zu mir selbst

Auch an diesem Morgen
begebe ich mich wieder
auf eine Expedition
durchbreche das Labyrinth meiner Bibliothek
befreie mich aus den Monologen der Kreise
suche den Dialog der freien Assoziation
und stoße schreibend auf die Grenzen
meines Ichs
entfessele die unbewussten Ströme
der Gefühle und Symbole
die darauf warten
entziffert zu werden
und wieder
bin ich meiner eigenen Schrift auf der Spur.
hukwa

Donnerstag, 21. November 2013

Es ist als ob eine Ikone zerspringt

Es ist als ob eine Ikone zerspringt
wenn Poesie zu leben beginnt
wenn Narrrationen durch Hirne rasen
Goethe Rilke und Konsorten verblassen
wenn Literatur Lebensfeuer gewinnt
begreife ich das Poesie
zu leben beginnt.
hukwa

Im Verlies der Ilusionen

Im Verlies der Illusionen
wo du dich eingebunkert hast
erreichen dich gnadenlos
die Angriffe
jener Bomber der Einsamkeit
du schreist Alarm
trittst die flucht nach vorne an
hinein in die
Neonwelt der Pseudogeborgenheiten
wo dich immer etwas erwartet
und sei es nur
eine neue Lebenslüge.
hukwa

Buchstabenmagier

An diesem herrlich, trüben Novembertag mit erstem Schneefall habe ich ein wenig in den Gedichten von Mallarme gelesen. Dieser schrieb einmal: "Es besteht zwischen den alten Praktiken (Magie) und der in der Poesie wirkenden Zauberei eine geheime Verwandtschaft; Dichten heißt daher: in ausdrücklich gewollenem Dunkel die verschwiegenen Dinge beschwören, mittels abspielender, nie direkter Worte, und der Dichter: Buchstabenmagier.
hukwa

Mittwoch, 20. November 2013

Tagesschild von Joseph Beuys

In jeder Handlung sollten enthalten sein
das Feierliche der Selbstbestimmung
des eigenen Lebens
und die Bescheidenheit unserer Handlungen
in jedem Augenblick.
Joseph Beuys

Dienstag, 19. November 2013

Sonntagmorgen im Karlstal

Wie weiße Schlangen
winden sie sich um die Bäume
die Nebel steigen auf aus dem Tal
in der ferne das Echo
vom Laut des Fuchses
Es ist als sei die Stille hörbar
und die Erde nicht mehr malbar
Lichtloser Horizont
dann ein goldener Strahl
ergießt sich über das Tal
einige sind da
aber
keiner nimmt etwas wahr.
hukwa

Montag, 18. November 2013

Satori und Reinkarnation

Im Sartori Bewusstsein erlebt man immer wieder Momente wo die Innere und Äußere Welt zu einer Einheit verschmelzen. aber nicht nur der Osten weiß von solchen Bewusstseinszuständen zu berichten, auch eine Reihe von westlichen Schriftstellern haben uns darüber berichtet. So Marcel Proust in seiner "Erinnerungsarbeit - die verlorene Zeit" und James Joyce der solche Zustände als Epiphanien - Momente plötzlicher Einsicht und Erleuchtung ansah.
Es sind Momente in denen alltägliches Geschehen und Erinnerung zu einer Einheit verschmelzen. Hierzu zähle ich auch jene Reinkarnationserlebnisse die manche Menschen von Zeit zu Zeit überkommen.
hukwa

Samstag, 16. November 2013

Wanderer in den Wäldern

Im Wald fühl ich mich geborgen
zu jeder Tageszeit
besonders wohl fühl ich mich dort
zu nächtlicher Zeit.

Keiner stört dann des Waldes Schweigen
wenn die Diamantenen Sternen
sich wie Flammen über ihn neigen.

Wanderer bin ich in den Wäldern
Nachtdurchtränkt sind meine Pfade
und in meine Träume dringt
Sternensang und Elfenlieder.
hukwa

Donnerstag, 14. November 2013

Mittwoch, 13. November 2013

Dienstag, 12. November 2013

Katzen Haiku

Das rieseln der Schneeflocken
und die Katzen am Fenster
lehren mich den Zen.
hukwa

Montag, 11. November 2013

Grüner Verrat am Pfälzerwald

Mit ihrer hinterwäldlerischen Forstpolitik schaffen sich die rheinland pfälzischen Grünen nicht gerade Freunde im Land. Dass die Grünen die Arche Noah lang schon verlassen haben ist auch kein Geheimnis mehr. In dieser Sache geht es einfach um die alte Frage des Naturschutzes: „nützen oder schützen“?
Frau Höfken will den Bürgern anscheinend Angst vor „Zuwaldung“ einsoufflieren. Dass hier knallharte Wirtschaftsinteressen verfolgt werden, dürfte eindeutig sein.
Wenn die grüne Ministerin sagt: „wir vermindern keinen Wald, sondern reduzieren die Zunahme“, muss sie sich fragen lassen, ob sie vielleicht nicht ihr Parteibuch wechseln sollte.
Zweifelsohne: die erneuerbaren Energien (hier Windkraft) bringen Umweltschützer als auch Politiker zwangsläufig in die Bredouille. Auf der einen Seite hat man endlich eine Chance, aus der unbeherrschbaren Atomtechnologie auszusteigen, auf der andern Seite möchte man nicht Kahlschläge für den Bau von Windkraftanlagen hinnehmen. Den Grünen geht es hier einfach nur um eine Nützlichkeitsideologie und auf keinen Fall um das Ökosystem Wald, geschweige denn um Nachhaltigkeit und Biodiversität. Auch muss man davon ausgehen, dass der nächste Sturm irgendwann kommt, dann haben wir wieder genug Kahlschläge. Wald ist für die Bürger von Rheinland Pfalz nicht nur Biotop sondern auch „Psychotop“, dient er doch der Erholung der Menschen. Vor allem ist das Vorhaben von Frau Höfken ein Anschlag auf die biologische Vielfalt des Waldes. Und Angesichts eines drohenden Klimawandels gegenüber den Bürgern unverantwortbar.
Wald muss daher unabdingbar erhalten werden und vor allem nachhaltig bewirtschaftet werden.
Schon Kinder wissen, dass Bäume die wichtigste Voraussetzung für das Ökosystem Erde sind.
Apropos Kinder, Frau Ministerin: „Ist ihnen eigentlich klar das wir eine Verantwortung für die uns nachfolgenden Generationen haben?“
Wälder sind eben doch mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen. Ohne die ausgleichenden, puffernden und regenerierenden Leistungen des Waldes gäbe es auf Dauer kein höheres Leben der jetzigen Form auf der Erde. Sie Frau Ministerin sind auf dem Weg an diesen lebenswichtigen Grundlagen zu sägen!
Im Zeitalter des ökologischen Denkens sollte man wissen, dass die Bedeutung des Waldes über die eines Wirtschaftsfaktors weit hinausgeht. Wenn Bäume im Licht photosynthetisch aktiv sind, geben sie etwa genau so viel Sauerstoff an die Atmosphäre ab, wie sie Kohlenstoff aus dem Luftraum zur Bindung in organischen Molekülen aufnehmen. Schon eine einzige ausgewachsene Buche von etwa 25 m Höhe setzt am Tag ungefähr 7000 l Sauerstoff frei, das genügt um den Tagesbedarf an Sauerstoff von 50 Menschen sicherzustellen.
Man sollte manchmal auch am Alten und Bewährten festhalten, Frau Ministerin.
Und übrigens:irgend eine Partei hat einmal auf ihr Wahlplakat geschrieben: „wir haben diese Erde nur von unseren Kindern geliehen“, dreimal dürfen sie raten welche! 
hukwa

Stimme des Herbstes - Haiku

Der Wind
raunt in den entlaubten Bäumen
Stimme des Herbstes.
hukwa

Sonntag, 10. November 2013

Das Werk eines Augenblicks

Das Haiku ist das Werk eines Augenblicks der inneren Erleuchtung, die genau so vergänglich ist wie ein Tautropfen. Wenn ein Mensch aller Bedürfnisse und Wünsche ledig ist, entsteht das Haiku. So ist dieses Gedicht eine geistige Schau in das eigene Innere als auch in das Wesen des Kosmos. Beides Geist und Kosmos gehören zusammen. Das Haiku versucht dies auszudrücken.
hukwa

Freitag, 8. November 2013

Herbstdüfte

Wälder Vögel Düfte
Herbst und seine Lüfte
Fallendes Laub im weiten Raum
Farbenpracht der Landschaft
Erdendasein
Vollendetes Geheimnis.
hukwa

Dienstag, 5. November 2013

Spätherbst Haikus

Bedeckt vom Raureif
der alte Zaunpfosten.

Die wilde Hagebutte
im Raureif
kündet den Winter.

Die Schlehe
ummantelt vom Raureif
Geist der Stille.

Das Rot des Abends
leuchtet
im rotbraunen Herbstlaub.

Ein letztes welkes Blatt
entfällt der Buche
Spätherbst.

Im Herbstvollmond
leuchtet das Sein
des alten Zaunpfostens.

Vollmond im Nebel
es schrie in der Nacht
der Dachs.

Der Wind des Herbstes
die Klagestimmer
der Altmutter.

Es scheidet der Herbst
mit einem Blatt
das im Bache schwimmt.

Am Futterhaus
der Dompfaff
kündet den Winter.

Hukwa

Sonntag, 3. November 2013

In der Meditation des Morgens

Ich habe immer das Empfinden dass der Morgen viel zu schnell vergeht. Es ist die Zeit die ich am nötigsten brauche. Ruhe und Meditation dass ist mir der Morgen. An solch einem Morgen wie Heute ist man dem Tao sehr nahe. Es sind Satori Stunden die ich in Abgeschiedenheit verbringe. Je näher es an den Mittag geht, desto stärker spürt man die Abwässer der Gesellschaft. Die Menschen werden lauter und eilen geschäftstüchtig durch die Straßen. Doch ich, liebe den Morgen und seine meditative Ausstrahlung.
hukwa