LandArt - Schriftstellerei - Malerei - Philosophie - Lyrik und Gedichte
Sonntag, 16. Januar 2011
An meine Freunde
Ich habe Freunde
Die Bäume
Sie verbreiten nie das üble Schwätzen
Denn
Sie gedeihen nach universellen Gesetzen
Sie verbleiben immer an den gleichen Orten
Die Jahreszeiten folgen rings im Land
mit Blumen Kräutermantel oder Schneegewandt
Die Menschen flüchten
doch sie bleiben
als alte Freunde mir bekannt
Mein Herz allein weiß es zu schätzen
was sie uns lehren ohne zu Schwätzen
sie stehen für archaische universelle Gesetze
und für die Menschen
die sie haben zum Freund
und das Erzittern ihrer Äste ist wie des Lethe dunkle Flut
Zeitlos ruhen unter den Kronen der Bäume
unvergängliche Schätze von Träumen.
hukwa
Donnerstag, 13. Januar 2011
Am Fluss des Heraklit
trinke ich meinen Kräutertee
esse selbst gebackenes Brot
neben dem leinernen Rucksack stehen
Axt und Handsäge
einfache Werkzeuge
um ein einfaches Leben zu führen
eine Amsel kommt angeflogen
ich füttere sie mit Brotkrummen
das Eichhörnchen ist aus seiner Winterruhe erwacht
starrt neugierig zu mir her
ich denke nicht
bewege mich im Ozean des Nichtdenkens
die Spaltung zwischen Selbst und Ich
ist für einige Zeit aufgehoben
so schaue ich den Fluss
aus dem alles fließt
in den alles
zurückfließt.
hukwa
Waldeinsamkeit
in den gefrorenen Stamm
weckt den Wald
aus seinem winterlichen Dämmern
das Echo verklingt im Tal
eine Waldtaube fliegt klatschend auf
zwischen Axthieb Echo und Flügelschlag
bin ich Eins
mit der Waldeinsamkeit.
hukwa
Donnerstag, 6. Januar 2011
Denksatz
Es bedeutet zu Empfangen und das Licht in sich aufgehen zu lassen, dass die Philosophia perennis uns schenkt.
hukwa
Samstag, 1. Januar 2011
Leben als Kunstwerk
hukwa
Sonntag, 12. Dezember 2010
Malen und Philosophieren
Auch kann ich während eines abstrakten Malaktes sehr gut Philosophieren. So liegen immer Stift und Notizbuch griffbereit neben Staffelei oder Maltisch um die intuitiven Gedanken die plötzlich auftauchen niederzuschreiben. Malerei und Philosophieren ergänzen sich wunderbar.
hukwa
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Wenn ich male, malt das Unbewusste
hukwa
Sonntag, 28. November 2010
Samstag, 27. November 2010
Das Denken sucht sich immer einen Ort
hukwa
Donnerstag, 18. November 2010
Der Schlüssel zum Universum oder die kosmische Bestimmung des Menschen
Aus Indien wird uns eine uralte Legende überliefert: Vor Anbeginn der Welt war nur Gott. Das war für ihn wohl recht langweilig. Aufgrund seiner Allmacht schuf er deswegen die Welt aus sich selbst heraus, um damit spielen zu können. Die ersten Wesen aber die er dabei geschaffen hatte, kannten ihre Herkunft und fanden die Welt nicht so interessant und wussten den Weg zurück zu Gott immer wieder zu finden. Der war damit bald wieder in der gleichen Situation als zu Anfang. Also berief er eine Konferenz aller Götter ein, die er dazu gezeugt hatte das sie ihm beim regieren der Welt ein wenig zur Hand gingen. Diese schlugen ihm nun hinsichtlich seiner Probleme vor, den Himmel doch einfach abzuschließen und den Schlüssel zu verstecken. Aber wo? Viele Vorschläge wurden gemacht, ohne das man sich hätte einigen können. Die menschlichen Wesen, die nun die Erde bevölkerten, waren sehr intelligent und würden ihn sicher überall suchen, selbst in den Tiefen der Meere und Ozeane, ja selbst im Universum, wenn sie einst die Möglichkeit dazu haben.
Niemals aber werden die Menschen nur einen Schritt in sich selbst hineintun, meinte Gott, daher werde ich denn Schlüssel zum Universum im Menschen selbst verstecken. In der Tiefe des menschlichen Unbewussten also versteckte Gott den geheimnisvollen Schlüssel.
Was könnte der Schlüssel wohl darstellen, denn Gott Tief in uns versteckt hatte? Vielleicht ist der Schlüssel ein Symbol für etwas das mit unserer verbindjung zum Kosmos zu tun haben könnte? Vielleicht ist es dass was die alten Taoisten Chi nannten? Jene Ur-Einheit aus der die universellen Gegensätze von Ying und Yang hervorgehen, die durch ihr Wechselspiel denn Grundstein für die Vielfältigkeit unserer sichtbaren Welt legen. Das gleiche wiederholt sich bei den Hindus in dem Sanskritbegriff Mulaprakriti, einer Urquelle, aus der durch Involution und anschließende Evolution alle Dinge entspringen. Das chinesische Tao hat die gleiche Bedeutung. Die Upanishaden sprechen von der "Mutter aller Dinge", die Brahman ist.
"Brahman dehnt sich aus; aus ihm ist die Materie hervorgegangen, und aus der Materie das Leben, der Geist, die Wahrheit und die Unsterblichkeit...(Mundaka, Upanishaden, Vers8).
In seinem Essay, Kosmos, Geburt und Wiedergeburt einer Vision, schreibt Ervin Laszlo:" Die Vision, die in den neuesten Kosmologientheorien wieder auftaucht, drückt sich vielleicht am deutlichsten im Raja-Yoga aus; "der königliche Weg", wird in Pantanjalis-Yoga – Sutra dargestellt, und östliche Gelehrte halten ihn für die wirkungsvollste Möglichkeit die Einheit zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen zu erlangen. Yogi Swami Vivekananda beschreibt die Kosmologie des Raja – Yoga anhand zweier Grundelemente: Akasha und Prana. Akasha ist die Substanz, die allem, was existiert, zugrunde liegt, während Prana die Urenergie ist, die auf alles einwirkt und alles formt. Am Anfang gab es nur Akasha, und am Ende wird es wieder nur Akasha geben. Akasha wird zur Sonne, zur Erde, zum Mond, zu Sternen und zu Kometen; aus ihm wird der tierische und der menschliche Körper, die Pflanzen, und alles was existiert. Prana hingegen ist die unendliche und allgegenwärtige Kraft, die auf Akasha einwirkt. Prana ist Bewegung, Gravitation und Magnetismus; es ist gegenwärtig in den Handlungen der Menschen, in den Nervenströmen des Körpers und sogar in der Kraft der Gedanken. Am Ende einer kosmischen Phase lösen sich alle Kräfte wieder in Prana auf, so wie alle Dinge in Akasha vergehen. Und Akasha ist nicht passiv: Als legendäre
"Akasha Chronik" bewahrt es die Spuren von allem auf, das im Kosmos stattfindet".
Leider ist der Mensch von heute zu rational eingestellt als dass er in dieser Das Göttliche wohnt im innersten Wesenskern des Menschen und kann nicht ausgelöscht werden. Es ist das innere Licht, der Schlüssel zum Universum, die kosmische Bestimmung des Menschen. Gleiche Ansichten finden wir bei Platon, bei Spinoza und Leibnitz. In Platons Ideenlehre sind die Ideen objektiv und göttlichen Ursprungs, sie gehen auf das Eine zurück. In einem jenseitigen Raum hinter der sichtbaren materiellen Welt sind sie das Ziel allen menschlichen Strebens. Das irdisch-materielle ist nur ein Schatten (Maya?), denn die eigentliche Wirklichkeit beginnt außerhalb des stofflichen Lebens, in einer anderen zeitlichen Dimension. Nach Spinoza gibt es drei Gattungen von Erkenntnis. Die Sinneswahrnehmung, das rationale Denken und die intuitive Erkenntnis: "Die rationale Erkenntnis geht diskursiv vor, während die intuitive Erkenntnis mit einem Blick in die ontologische Tiefe dringt. Sie erfasst die Modi als Ableitungen aus der Substanz, sie sieht in ihnen die Substanz selbst und ihre Notwenigkeiten. In der Wissenschaft, in der rationalen Erkenntnis, verbinden wir einen Modus mit einem anderen Modus in der Kette der Ursachen. In der intuitiven Erkenntnis dagegen verknüpfen wir nicht mehr Modus mit Modus, sondern wir verbinden die Modi mit ihrer kausalen Notwendigkeit mit der ontologischen Notwendigkeit der Substanz". (Jean Hersch). Also, nicht Modus an Modus, sondern Modus an Substanz. Zu dem Begriff Modi schreibt Spinoza:"...unter Modus verstehe ich die Affektionen (vorübergehende Zuständlichkeiten) der Substanz". Modi sind alle endlichen, unselbstständigen Einzeldinge, Einzelheiten, die in den zwei gänzlich getrennten Reichen des Räumlichen und des Denkens als vorübergehende Formen der unterschiedlichen Substanz existieren. Man kann also sagen: Die Substanz ist in jenem jenseitigen platonischen Raum der Ideen zu Hause. Über die Modi erreichen uns sozusagen "Wellen" der Substanz. Der Mystiker würde sagen: Uns erreichen schwache Lichtstrahlen des göttlichen Lichtes. Leibnitz erklärt uns das ähnlich in seiner Mondalogie: Die wahren Substanzen sind selbsttätige, kraftbegabte, seelische Einheiten, Monaden, deren Wesen vorstellen ist. Jede Monade ist ein Spiegel des Universums. Die Monaden bilden eine Stufenfolge von der untersten schlummernden Monade, deren Seelenleben noch unbewusst ist, bis zur göttlichen Monade, der Monade der Monaden.
hukwa
Gnosis
"Nur wirkliche Gefühle besitzen die Macht, sich auf unbelebte Materie zu übertragen", schrieb die französische Philosophin Simone Weil. Sie – die Gehbürtige Jüdin, näherte sich in ihrem Leben immer mehr dem Christentum zu. Aber- sie wollte eine freie, undogmatische Auslegung des christlichen Glaubens. Sie wusste sehr gut dass wenn sie dem Christentum ein Existenzrecht zusprach, so musste sie auch die Existenz der Mythen anerkennen. In ihrer Schrift "Entscheidung zur Distanz", schreibt sie: "Nichts verbietet die Annahme einer Verbindjung zwischen Melchisedek und den antiken Mysterien. Es besteht eine Verwandtschaft zwischen dem Brot und Demeter, dem Wein und Dionysos...Jedenfalls wissen wir nicht, ob es nicht schon vor Jesus Inkarnationen des Logos gegeben hat und ob nicht Osiris in Ägypten, Krisna in Indien dazu zählen... Damit das Christentum sich wahrhaft inkarniere, damit der christliche Geist das ganze Leben durchtränke, bedarf es zuvor der Anerkennung dessen, das geschichtlich gesehen, unsere weltliche Kultur ihren Ausgang von einem religiösen Geist genommen hat, welcher der Zeitrechnung nach zwar vorchristlich, seinem Wesen nach jedoch christlich war..."
Dies nenne ich eine objektive, undogmatische, christlich – mythologische Betrachtungsweise der "Sache Jesu". Sie ist sehr gnostisch, daher kann ich mit dieser Vorstellung sympathisieren.
Um sich ein Gesamtbild des Menschen Jesu zu machen, darf man nicht nur die Evangelien als alleiniges Studium ansehen, man muss auch die gnostischen Texte und die Apokryphen "befragen".
Mythologie und katholischer Glaube miteinander zu verbinden, zumindest spirituelle Anklänge auszudrücken zu versuchen, gelang Tolkien in seinem großartigen Doppelwerk "das Silmarillon" und "der Herr der Ringe". In einem Brief bezeichnete Tolkien den "Herr der Ringe" wörtlich als "durchaus religiöses und katholisches Werk, zumindest im Rückblick". Zwar sind in der vorchristlich, heidnischen Welt von "Mittelerde" Gott und Religion nicht vertreten, doch werden im Spiegel der Sage metaphysische Fragen aufgeworfen, so auch nach Tod und Unsterblichkeit. Im "Herr der Ringe" finden wir einige christliche Motive vor, vor allem katholische, wie das Elbenbrot aus Lorien uns beweist. Es war aus "Mehl gemacht, dass außen beim Backen leicht braun geworden war, aber innen die Farbe von Sahne hatte". In der Elbensprache nennt man dieses Brot "lembas", was "Wegbrot" oder "Wegzehrung" bedeutet. In der Hochelbensprache heißt das Gebäck "Lebensbrot" (coimas). Dem Katholiken sind beide Namen vertraut als Bezeichnung, für die Kommunion. In seinem Aufsatz "über das Märchen", schreibt Tolkien: "Das Evangelium hat die Legenden nicht abgeschafft, es hat sie geheiligt". In diesem Sinne ist Tolkien ein Gnostiker.
Gnosis bedeutet ja nicht anderes als Erkenntnis, und zwar ist dabei nicht nur ein gedankliches Erfassen im Sinne einer Erkenntnistheorie gemeint, sondern darüber hinaus ein Schauen und ein Einswerden des Erkennenden mit dem Gegenstand der Erkenntnis. Dieser Gegenstand der Erkenntnis ist Gott, und die Erkenntnis Gottes bedeutet zugleich ein Erkennen der von Gott ausgehenden oder mit Gott identischen Zwecke und Gesetze der Welt, der Geschichte und des menschlichen Lebens. Die Gnostiker bedienten sich einst der zusammengebrochenen, sie umgebenden heidnischen Welt, sie fügten den Trümmern des Heidentums, ihre eigene Versionen des Christentums bei.
Die Gnosis als Sammlung verschiedener Schriften ist somit ein theologisch-philosophisch eklektisches System. In der Gnosis verbinden sich Mythologie und christliche Legende. Das Christentum ist nur eine Folgereligion aus weitaus älteren Religionen und Mythologien. Ein
"Gnostischer Christus" ist heute vielen Menschen sympathischer als ein dogmatisch – kirchlicher Christus; denn Jesus steht in einer langen Reihe von Gestalten, in denen sich Gott immer wieder zu erkennen gab, z.B. in Krisna und Apollo.
Zu Beginn des Hebräerbriefes heißt es: "Zu verschiedenen Zeiten und auf mannigfache Weisen hat Gott von altershehr durch die Propheten zu den Vätern gesprochen: am Ende dieser Tage sprach er zu uns durch seinen Sohn." Wenn man also in einer gnostischen Auslegung auch die großen Gestalten des Mythos zu den Propheten zählt, die den Völkern Weisungen gegeben haben, dann drang auch durch sie Gottes Stimme und Herakles war dann nichts anderes als ein Vorgänger Jesus. Nach der Kreuzigung stieg Christus zur Hölle ab. Diese Phase seiner Mission ist prägfiguriert im Leben verschiedener Götter, Halbgötter und Helden der Antike. Osiris, Horus, Isis, Ischtar, Demeter, Herkules, Theseus, Orpheus.
Im Nassenehrpsalm sagt Christus: "Alle Welten werde ich durchwandern, alle Mysterien aufschließen". Im mandäischen "Ginza" sagt der Erlöser: "Ich habe alle Welten und Generationen durchwandert." Der Weise Silvanus spricht in seinen "Lehren" von den vielen Gestalten, die Christus bei seinem Abstieg durch die Sphären jeweils der Situation entsprechend annahm. Den "Pseudo-Klementinen" zufolge, "durcheilt der wahre Bote, in dem er seine Gestalten mit seinem Namen ändert, vom Anbeginn der Welt an die Zeitalter, bis seine Zeit erfüllt ist und er, von Gottes Gnade für seine Taten gesalbt, zur ewigen Ruhe gelangt".
Hätte eine offizielle Vermählung zwischen Christus und der Demeter stattgefunden wäre die religiöse Entwicklung der Menschheit weitaus undogmatischer verlaufen.
hukwa
Sonntag, 7. November 2010
Sat chit ananda über Seinsgewißheit
Man sollte immer das tun was man auch wirklich liebt, was man tun möchte, was dem Leben einen Sinn gibt. Dies nenne ich dann ein authentisches Leben. Ein Leben wider den Anpassungen an Routine und Banalität. Ein Leben das sich nicht erpressen lässt von den Infamitäten und Sachzwängen. Sich seine eigene Bilanz machen um zu erfahren das es ein Bewusstsein gibt in dem das Materielle keine Chance hat sich auszubreiten und die Person zu versklaven. Dies nenne ich ein Leben das nicht auf Pump geführt ist. Sich von allem unwesentlichen zu befreien um die eigene Existenz zu Leben ist ein Leben in Seinsgewißheit.
hukwa
Montag, 1. November 2010
Mein philosophisches Dasein
hukwa
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Soziale Vision - konkrete Utopie
huwa
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Über Karl Jaspers oder der Grenzwächter
"Wirf dich selbst in den widerspruchsvollen Wirbel des Denkprozesses und du wirst mitschwimmen im Strom seines unaufhörlichen Werdens das lebendige Verhältnis finden, das jedem starren Dogmatiker versagt ist und versagt bleiben muss." (K.J.)
Es ist die Freude, die Lust am Denken, die Jaspers uns mitvermittelt. Er kennt die Krisen des menschlichen Lebens, aber, es liegt ihm fern Unheilsverkündigungen auszustoßen. In dem er die Tiefen des Menschen durchforstet, vor allem die Tiefen vergangener Philosophien sucht er nach Existenzerhellung, den er weiß: Was den Menschen, den modernen Menschen ausmacht ist seine Existenzverdunkelung. Sie gilt es zu überwinden vorzustoßen in eine menschliche Existenzstufe wo Licht ist, eben Existenzerhellung.
Jaspers bietet uns keine billigen Rezepte an aber auch keine schlüssigen Lösungen. Für mich war er immer eine Art von "Grenzwächter". Er steht in jenem Bezirk wo nackter Existenzialismus und Metaphysik zusammentreffen. Er ist eben der Philosoph für alle, die auf dem Weg des Denkens um die einzige Wahrheit ringen. Er drängt uns keine Philosophie auf, aber, er lehrt uns das Philosophieren. Vor allem tut er dies in einer mühelos verständlichen Sprache.
hukwa
Dienstag, 19. Oktober 2010
Ahnendes Bewusstsein
hukwa
Sonntag, 17. Oktober 2010
Stuttgart 21 und die Demokratie
Für die Demokratie gefährlich sind nicht die Demonstranten sondern so dogmatische und kompromißlose Leute wie Bahnchef Grube, der für eine Politik der Schlagstöcke eintritt. Gruber versucht ein aggresives Stimmulationsfeld zu schaffen und so etwas kann zu Fehlleitungen politischen Handelns führen, fernab jeglicher sachlicher Entscheidungskriterien. Nun, da beide Seiten bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen, sollte auf jeden Fall eine Zone der objektiven Wahrheit geschaffen werden. Das soll heißen im gemeinsamen Gespräch ist kein Platz für Mißtrauen, Gekränktheitsgefühle oder kleinkarierte Rachesätze, die ja nach solch einem öffentlichen Zusammenstoß sicherlich auf beiden Seiten vorhanden sind. Die "Protestgesellschaft" wie Heiner Geißler sie nennt, lehrt uns auf jeden Fall das es besser ist aufeinander zuzugehen als aufeinander einzuschlagen. Sie lehrt uns das in Deutschland Demokratie vielleicht doch keine Importware ist, den Proteste und Demonstrationen gehören zur Kultur der Demokratie, ja sie sind geradezu deren Freiheitswürze. Letztendlich geht es nicht um 4. oder 5. Milliarden abstrakter Euros, sondern um die Festigung unserer demokratischen Gesellschaft an der seit der Eskalationen in Stuttgart einige zu zweifeln begannen. Die Demokratie sollte zwar in der Politik ihre Heimstatt haben, doch in Deutschland ist sie derzeit in der Gesellschaftlichen Opposition zu Hause. Hier hat sie ihre Wiege und von hier aus muss die Politik täglich neu demokratisiert werden. Die einen sehen in diesem Bahnprojekt ein gigantisches Frankensteinmonster, die anderen haben sich in ihren Luftschlössern vom ewigen Wirtschaftswachstum eingeschlossen. Doch was unser Land jetzt braucht sind demokratische Entscheidungen von beiden Seiten.
hukwa
Sonntag, 10. Oktober 2010
Das Sein des Ostens und des Westens
hukwa
Freitag, 8. Oktober 2010
Über die Innere Kraft der Natur
Ontologische Intuition ist gleichbedeutend mit der inneren Kraft der Natur. Der Mensch der mit ontologischer Intuition begabt ist taucht unmittelbar in das Wesen der Dinge ein und stellt eine innere Beziehung zwischen der Natur und sich selbst her. Ihm enthüllt sich die innere Kraftquelle der Natur und strahlt dann positive Energien auf das Wesen des Suchenden aus. Es ist eine Art geistiger Rhytmus der nun im Menschen erstrahlt aber auch von ihm ausstrahlt.
hukwa
Sonntag, 3. Oktober 2010
S21:Es ist ein Elend für die Bürger wenn Politiker nicht kreativ Denken können
In seinem Essay "über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" schrieb Henry David Thoreau: "Alle Menschen bekennen sich zum Recht auf Revolution; das heißt zu dem Recht, der Regierung die Gefolgschaft zu verweigern und ihr zu widerstehen, wenn ihre Tyrannei oder ihre Untüchtigkeit zu groß und unerträglich wird".
Es ist ein Elend für die Bürger wenn ihre Politiker nicht kreativ Denken können. Wahrscheinlich sind sie gerade deswegen Politiker geworden. Um ein Leben zu führen ohne Visionen und Ideale, ohne Menschlichkeit und Liebe! Denn: Wer auf friedliche Bürger einschlagen lässt, muss Unmenschlich sein. Er ist kein Mensch - er ist ein Unmensch! Er gehört der Gattung der Pfuscher und Roßtäuscher an! Wären sie das nicht würden sie einfach einmal über den empfindungslosen Gigantismus eines Projekts wie Stuttgart 21 nachdenken. Wenn die Mehrheit des Volkes dieses Projekt nicht will, dann muss die Politik eben Umdenken anstatt große Teile der Bevölkerung zu Kriminellen zu erklären.
hukwa
Samstag, 2. Oktober 2010
Wer die Vergangenheit vergißt ist dazu verdammt sie zu wiederholen - Gedanken zu Stuttgart 21
"Wer die Vergangenheit vergißt ist dazu verdammt sie zu wiederholen."
Mit Hilfe zahlreicher gewählter Volksvertreter versucht man mal wieder Bürger, die bisher nur den Dialog suchten, als aggressiv darzustellen. Wenn in einem demokratischen und fortschrittlichen Land, dessen Saatboden der Humanismus sein sollte, auf friedlich demonstrierende Bürger von der Polizei eingedroschen wird, wenn mit Wasserwerfern und Pfefferspray Bürger verletzt werden, stimmt im Land mal wieder einiges nicht mehr. Politiker die eine solche Praxis und Vorgehensweise gegen die Bevölkerung als richtig empfinden sind nicht nur undemokratisch, sie sind extremistisch und kriminell. Zur politischen Demokratie gehört die Diskussion, der Dialog und schließlich der Volksentscheid. Die politischen VolksvertreterInnen die Anordnung gaben auf Menschen, die von ihrem Demonstrationsrecht gebraucht machten, einzuschlagen, haben irgendwann einmal geschworen dieses Land und seine Bürger vor Schaden zu bewahren. Wenn die zuständigen PolitikerInnen wirklich den Dialog suchten, würden sie während der Zeit in der dieser Dialog stattfinden würde einen Baustop für Stuttgart 21 anordnen. Alles andere ist Hohn von Seiten der Politik und der Regierung. Was sich in Stuttgart durchsetzen wird ist mal wieder das Geld, die gekauften Experten und Politiker, die unpolitische Vernunft und Versachlichung. Aber Stuttgart 21 ist jetzt schon zur Zeitbombe geworden, ob diese gezündet wird, dafür ist die Politik verantwortlich. Die weißen Westen und Blusen dieser PolitikerInnen werden nämlich langsam fleckig. Ihre Fehlleitung politischen Handelns wird Konsequenzen nach sich ziehen, bleibt nur zu hoffen das nach einem "heißen Herbst", kein "Deutschland im Herbst" wird.
hukwa
Dienstag, 28. September 2010
Herbstgedicht
ins Land gezogen
Noch einmal tanzen die Wespen
um die reife Birnenfrucht
Einsam am Horizont
kommt der Reiher gezogen
Wie flammende Fackeln
die Lärchen am Bergeshang glühn
Naht nun die stille kühle Zeit
der Wald lebt in Zurückgezogenheit
Hier und Jetzt wie nie im Jahr
dringt der Herbst in mich
so rein und klar.
hukwa
Freitag, 24. September 2010
Schöpferische Unschuld
Der schöpferische Prozess des Universums ist auch der schöpferische Prozess des Künstlers, des Künstlers der sein Ego ins Selbst gewandelt hat und somit zum Bestandteil des universums geworden ist. Die künstlerische Erfahrung in ihrem höchsten Sinn ist unsichtbar, unfaßbar und über den Intellekt niemals ganz nachvollziehbar. Das Be-Greifen solcher Werke die aus kosmischer Weltanschauung entstanden sind funktioniert nicht über den Intellekt, sondern über etwas ganz Tiefes in uns. Solche Werke kommen aus dem Selbst des Künstlers, welche auf das Selbst des Betrachters wirken können auch wenn dieser sich dessen vielleicht noch nicht bewusst ist.
In solchen Momenten des Be-greifens eines schwer begreifbaren Wekes herrscht auch beim Betrachter schöpferische Unschuld vor. Er sieht sozusagen das Werk nicht mehr mit den Augen des Intellekts sondern mit den Augen seines Selbst. Er erkennt den Sinn des Werkes.
hukwa
Mittwoch, 22. September 2010
Dienstag, 21. September 2010
Das schamanistische in meiner Malerei
hukwa
Malerei als Vorstoß ins Unbekannte
Donnerstag, 16. September 2010
Natur und Künstler
hukwa
Malerei ist Urerinnerung
"Formlosen Form" arbeite und ein Werk fertiggestellt habe, spüre ich eine große Zufriedenheit in mir. Vielleicht hängt es damit zusammen dass die letzten Erscheinungen eben Formlos sind und die abstrakte Malerei sozusagen eine Ur-Erinnerung im platonischen Sinne, an die kosmische Heimat der Monade ist. Der Maler Er-Innert sich in dem er sich ganz Ver-Innerlicht.
hukwa
Sonntag, 12. September 2010
Freitag, 10. September 2010
Gezeichnete Erscheinungen
Wenn ich mit einer Zeichnung beginne ahne ich das Ende nicht - alles ist Prozess. Ein Prozess der bereits Tage vor dem Malakt in mir gärt. Irgendwann wollen die Symbole des Unbewussten dann auf die Leinwand, um endlich ihre eigene Existenz zu führen. Die graphischen surreale Inhalte wandeln sich während des Arbeitsvorgangs oft ins metamorphorische.
Die Empfindung ist eine Art Maßstab der gezeichneten Erscheinung. Sie ist nicht Figur - sie ist Spur einer Figur, erste Erscheinung einer verkrusteten Innenwelt, diese Geburten sehnen sich nach Existenzerhellung. Zeichnen ist mir ein Hinabsteigen in den tiefsten Grund.
hukwa
Donnerstag, 9. September 2010
Herbstgott
wenn im Herbst
die ersten Blätter fallen
Wenn Taumelhaft von Bäumen
sie wie alternde Schmetterlinge sinken
Trostvoll von Buchenbäumen
das bunte Herbstlaub schwindet
dann ist mir als könnt ich mit einem Gotte sprechen
der das Antlitz des Waldes färbt
der an sonnigen Herbstnachmittagen
das Sonnenall noch einmal bewegt
der die dunkle Schar der Starren
mit gütigen Augen lenkt
Nur wenige Wirkliche Wissen
um die Schönheit der Herbstzeit
doch die wenigsten haben das Angesicht
des Herbstgottes geschaut.
hukwa
Donnerstag, 26. August 2010
simplex sigillum veri
Die Spirituelle Heimat des Menschen ist das Universum. Sobald ihm dies bewusst ist dann ist er wieder mit dem Kosmos vereint.
Pulchritudo splendor veritatis - Die Schönheit ist der Glanz der Wahrheit. Kosmos ist das Schöne, das Geordnete aus dem alles fließt.
hukwa
Dienstag, 24. August 2010
Auf eine alte Tür
hier ein und aus
Wieviele trug man hier hinaus
Junges Leben zog über
deine Schwelle hier ein
hunderte Sommer brannten dich
der nächtliche Vollmond bleichte dich
Du alte Tür
sahst Krieg und Frieden
ein ewiges kommen und gehn
nun ist auch deine Zeit gekommen
Folgst deinem Meister
der dich vor Jahrhunderten erschuff.
hukwa
Schwur
dein Kind zu bleiben
auf Ewigkeit
auch wenn sich häuft
das böse Gift der Zeit
noch ist dein Geist nicht entschwunden
so schwör ich Dir Mutter erde den Eid
dein Sohn zu bleiben in Ewigkeit.
hukwa
Verschollener Garten
Verschollener Verzückter alter Garten
mit deinen stillgelegten Springbrunnen und
Sandsteinbalustraden
ich träumte in deinen Laubengängen
von Nymphen und Faunen
die hier in schwülen Spätsommernächten
ihre Zeitferne Geheimnisse austauschten
In deinem dunkelgrünen Weiher
ziehen sieben Schwäne
geheimnisvolle Kreise
Lavendel und Thymiandüfte
schwängern die Lüfte
worinnen Schmetterlinge und Falter
erhabene Kreise ziehen
Mir träumt von vergangenen Sommern
von Nachtigallenmusik
die tönte aus Hollergebüschen
von galanten Schäferspielen
und geheimnisvollen Begegnungen
Ich sah wieder den Knaben
der in sommerlichen Mondscheinnächten
im Kirschbaum saß
Ich sah in wie er mit Elfen
im Morgengrauen
auf Nebelfeuchter Wiese
Elbenflink tanzte
Damals damals
ist vielleicht doch das Heute.
hukwa
Montag, 23. August 2010
Freitag, 20. August 2010
Naturvergessenheit
Heidegger schrieb einmal: Das Bedenkliche in unserer bedenklichen Zeit ist, das wir noch nicht denken.
Heideggers Vorschlag zu Denken anstatt zu Handeln, ist äusserst vernünftig. Im Angesicht der ökologischen Krise ist es eine Antwort auf wichtige Fragen der Zeit.
hukwa
Innere Reife
der inneren Reife
des Erwachens und sich selbst entdeckens
eine Zeit die schon Erinnerung ist
eine Zeile ein Gedicht
auf chinesischem Blütenpapier
ein Hauch von Zen nicht mehr
Zuhaus im Hier und Jetzt
zwei Gläser die klirrten
bis eines davon zerbrach
Zwei Türen vernagelt
dahinter das Leben
in einem vermoorschten Sarg
hukwa
Zurückschaun
in Zeit
ist hartes Brot
Vergehen
Liebe
Freude
Tod
die Hoffnung auf Neues
der Schimmel der Zeit
Geh oder bleib ich
Reife Zeit reif.
hukwa
Sonntag, 15. August 2010
Gedanken bei einem Sandstein am Wegrand
das Zeichen
die geschwungene Linie
der Vers
das Gemälde
der Gott in mir
Bleiben wird das kindliche Schreien
in den Sphären des Unendlichen
das pulsierende Blut
der Laut
das letzte Wort
Orpheus in mir
dieser Stein umwuchert von Farne
darinnen ich fand
das Geäder der Zeit
Nicht bleiben wird
der graue Beton
das verrostete Blech
der Reifen aus Gummi
Es wird sich ändern
das Lied des Vogels
der Gesang der Nachtfalter
das wachsen der Bäume
der Stand der Dinge
im Spiegelbild meines Angesichts
im
Geäder der Zeit.
hukwa
Leben und Kunst ein ständiges Häuten
das klare Sein
fühle mich wie gehauener Stein
schaue tief in mich hinein
denn Weg aus dem Labyrinth gefunden
durch das Mandala meines Lebens gegangen
bin ich gehäutete Schlange
bereit
Neue Pfade zu Erkunden.
hukwa
Sonntag, 1. August 2010
Dienstag, 22. Juni 2010
Nichtalltägliche Wirklichkeit in der Kunst
"Himmel und Erde und Ich leben zusammen, und alle Dinge und ich bilden eine untrennbare Einheit."
In diesem Beziehungsgeflecht von Körper, Seele, Geist und Universum entspringt der Quell wahrer Kunst, hier fließt das elan vital. Nur in dem der Künstler sich dieses Geflechtes Bewusst ist kann er den Zeitensprung tun und aus der alltäglichen Wirklichkeit heraus in die Dimension der nichtalltäglichen Wirklichkeit springen.
hukwa
Sonntag, 20. Juni 2010
Malerei ist gleich Aktion
hukwa
Dienstag, 8. Juni 2010
Das Dianarelief am Pionierweg im Trippstadter Wald
Wer war eigentlich diese Diana, deren Bildnis sich in der Nähe des Pionierwegs befindet? Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um die Göttin Diana handelt.
Die Römer verehrten Diana als Göttin der Jagd, der wilden Natur und des Lichts. Sie wurde auch mit der griechischen Göttin Hekate identifiziert, doch ihr griechisches Gegenstück war eindeutig Artimis, eine jungfräuliche Schwester des Apollon und Tochter des Zeus und der Leto.
Es gab viele Kulte um die Göttin Diana, ihre Anrufung geschah mit magischen Zauberformeln an Kreuzwegen und in Höhlen um Liebe zu entzünden, Kranke zu heilen, Verhasste zu verderben. Diana führte auch den Brauch ein, Heilkräuter bei Nacht zu sammeln.
In seinem zwölfbändigen Monumentalwerk „Der goldene Zweig“ beschreibt der schottische Anthropologe James George Frazer ausführlich den Kult um die Göttin Diana. Frazer berichtet uns ausführlich von einer Königin des Waldes, die an einem See lebt der „in einer grünen Talmulde der Albaner Berge sanft eingebettet liegt“, nahe dem Dörfchen Nemi. Im Altertum war diese Landschaft bekannt als der Hain der Diana von Nemi. Hier stand ihr Tempel, hier wurde ihr Ritus zelebriert.
Aber die wohl bekannteste Geschichte um die Göttin Diana ist die Sage von Actaion, der sie in ihrem Heiligtum nackt erblickte und dafür mit seinem Leben zahlen musste.
Bei Actaion fügte es sich, dass er die Göttin um Mittag erblickte, jenem schicksalsvollen Augenblick, wenn die Sonne in ihrem jugendlichen, kraftvollen Aufstieg erlahmt, innehält und zu ihrem mächtigen Niedertauchen in den Tod übergeht. In der Antike nannte man diese Zeit auch die „Stunde des Pan“.
Nach einem von der Jagd ausgefüllten Morgen hatte der junge Athlet Actaion seine Gefährten zusammen mit seinen blutbefleckten Hunden rasten lassen und war umhergestreift. Er hatte sich von den vertrauten Jagdgründen mit ihren Waldungen und Feldern entfernt und war in die benachbarten Wälder eingedrungen. Dabei entdeckte er einen Talgrund dicht mit Föhren, Eichen und spitzen Zypressen bestanden und neugierig beschwingten Schrittes drang er darin ein. Es war aber im Wald eine Grotte verborgen, durchrieselt von einer kleinen sprudelnden Quelle, deren lauteres Wasser sich durch einen Bach in einen von Kräutern umstandenen Tümpel ergoss. Zu diesem schattigen Plätzchen pflegte Diana sich zurückzuziehen. Und es traf sich, dass sie gerade badete, ganz nackt, als Actaion hinzu kam:
„Untergetreten schon übergibt sie einer der Nymphen-
der, die die Waffen ihr trägt – den Köcher, den Speer, den entspannten
Bogen, es fängt mit dem Arm eine andre das fallende Kleid auf.
Zweie lösen die Riemen am Fuß. Denn das Kind des Ismenus,
Crocale, schlägt ihr, gewandter als jene,
zum Knoten das frei den Hals umspielende Haar....
Während Titanien hier die gewohnten Güsse umspülen,
siehe, gerät der Enkel des Cadums, der ziellosen Schrittes
nutzend der Jagd Unterbrechung, des fernen Waldes Bezirk durchschweifte,
dort in den Hain. Es führte ihn so sein Verhängnis.
Da, sobald er die quelldurchrieselte Grotte betreten,
schlagen die Nymphen beim Anblick des Mannes, nackt wie sie waren,
jäh ihre Brüste, erfüllen mit lauten klagenden Rufen
plötzlich den ganzen Hain. Mit den eigenen Leibern sie deckend
drängen sie rings sich eng um Dianen. Doch höheren Wuchses
ragt über alle hinaus um Haupteslänge die Göttin.“
Der Jüngling sah und konnte sich nicht abwenden. Das Verhängnis blieb nicht aus:
„...und wie sie verlangt einen Pfeil in Händen zu haben,
schöpfte sie, was ihr zur Hand, das Naß, besprengte des Mannes
Antlitz mit ihm, und, sein Haar mit den rächenden Fluten benetzend,
spricht sie die Worte dazu, die das kommende Unheil ihm künden:
„Jetzt erzähle, du habest mich ohne Gewand gesehen,
wenn du noch zu erzählen vermagst!“ Sie drohte nicht weiter,
gab dem besprengten Haupt des lange lebenden Hirsches
Hörner, die Länge dem Hals, macht spitz das Ende der Ohren,
wandelt zu Läufen um seine Hände, die Arme zu schlanken Schenkeln,
umhüllt seinen Leib mit dem fleckentragenden Vliese,
gab auch die Furcht ihm dazu. Es flieht Autonoes tapfrer Sohn
und wundert sich selbst im Laufe der eigenen Schnelle.
Als er aber Gesicht und Geweih in den Wellen erblickte,
wollte er: “Weh mir!“ rufen – es folgt keine Stimme, ein Stöhnen
nur! (Dies ist seine Stimme fortan.).....“
Ein schreckliches Schicksal nahm nun seinen Lauf. Seine eigenen Hunde bekommen Witterung von dem großen Hirsche und kommen bellend durch den Wald.
„und er flieht durch Gelände, in dem er so oft verfolgt hat.
Weh! Seine eigenen Diener flieht er! Er möchte wohl rufen:
„Ich bin Actaeon! Erkennt den eigenen Herrn!“ Doch versagt das
Wort sich dem Sinn. Von Gebell nur widerhallen die Lüfte.
Schwarzhaar brachte zuerst im Rücken ihm bei eine Wunde,
Wildfang die nächste darauf, es hing am Buge ihm Bergwelp.
.....Dieweil ihren Herren sie halten,
kommt die übrige Schar und schlägt in den Leib ihm die Zähne.
Schon fehlt den Wunden der Platz. Er seufzt – ein Klang wie Menschenlaut
Zwar nicht, doch auch nicht so, wie ein Hirsch ihn kann äußern.“
Von den Gefährten umstanden, die den Hunden nachgeeilt waren, wird er zerrissen. Und:
„Erst, als in zahllosen Wunden, so sagt man, geendet sein Leben,
war ersättigt der Zorn der köcherbewehrten Diana.“
Als Naturgöttin blieb Diana auch nach der zwangsweisen Einführung des Christentums in ländlichen Regionen weiterhin den Menschen verhaftet. Bis in das sechste nachchristliche Jahrhundert wurden Dianakulte vollzogen. Um dem Diana Kult den Rang abzulaufen mussten die entsprechenden Festtage zu christlichen Feiertagen umgedeutet werden, so unter anderem Maria Lichtmess und Maria Himmelfahrt. Ab den 17. Jahrhundert erlebte Diana eine gewisse Renaissance, da sie besonders mit der Jagd in Verbindung gebracht wurde.
hukwa
Lit. Hinweise
James George Frazer: Der goldene Zweig
Ovid: Metamorphosen
Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten
Montag, 7. Juni 2010
Die Arbeit an der Assemblage
"An jedem Tag schafft die moderne Industrie Gegenstände, die einen unbestreitbar plastischen Wert besitzen. Der Geist dieser Objekte beherrscht die Zeit."
Der Ethnologe A.P.Elkin schrieb einmal folgendes:
"In den "Galerien" ihrer Schutzhöhlen im Fels malen sie die "Wandjina", träumende Helden. Die Wandjina sind tatsächlich zu "Malereien" geworden, die beständig erneuert werden müssen, um ihre Macht aufrecht zu erhalten. Wie um dem Bedürfnis des Menschen im Detail nachzukommen, malen diejenigen, die in jedem örtlichen Clan Autorität genießen, Muster an die Galerienwände die die Totems des Clans verkörpern- Erzeugnisse der Natur und Gegenstände, deren reichliches Vorkommen erwünscht ist. Diese Galerien sind an geheimen Orten und werden nur von jenen aufgesucht die in die Ritualkunde eingeführt sind."
Ich glaube der zeitgenössische Künstler kann viel von der Kunst der Aborigines lernen.
hukwa
Sonntag, 6. Juni 2010
Loslösung
soll auch mein Denken sein
Tagsüber lenkt sie mein Tun
In den Nächten blinken die Sterne in mein Zimmer
der unruhige Mond zieht vorbei
während mein inneres Ohr
dem
Planetensphärenklang lauscht
ich lese in den Werken von
Giordano Bruno und
löse mich von der Schwere der Erde.
hukwa
Sonntag, 30. Mai 2010
Eure Kinder werden euch Fragen stellen
da eure Kinder fragen werden
Was habt ihr mit dem blauen Ozean gemacht
was habt ihr den Walen
den Delphinen und
den Fischen angetan
wohin sind die Störche und Reiher geflogen
Was habt ihr mit den Tieren und Pflanzen in den Sumpfgebieten gemacht
sie werden viele Fragen an euch stellen
sie werden auch fragen
wieso habt ihr nicht Nachgedacht
über euer verwerfliches Tun
sie werden vereint aufbrechen
werden euch fragen
wo ist der Weg der in die grünen Wälder führt
wo ist das Wasser
dass ihr noch nicht Verseucht habt
werdet ihr sagen
wir wissen es nicht
wo das klare Wasser geblieben ist
warum die grünen Wälder verschwunden sind
wir wissen nicht wohin der Delphin und
der Wal geschwommen sind
wahrscheinlich werdet ihr sagen
lasst uns in Ruhe
was gehen uns
Eure Probleme an?
hukwa
Donnerstag, 20. Mai 2010
Als die Werkzeuge Beine bekamen
"Rebellion der Artefakte" beschriebene Fresko zeigt wie Schilder, Speere, Messer und Handgeräte Arme und Beine wachsen. Und diese Dinge stürzen sich schließlich auf die Menschen. Das Fresko fand sich im sogenannten Mondtempel der Moche Kultur, zu dem nur die Priester zugang hatten. Diese Kultur existierte von 300 bis 700 nach Christus. Ich finde sie haben uns eine schwere Erfahrung und Weisheit mit diesem Fresko hinterlassen, ja eine Warnung! Es scheint als wollten uns die Priester dieser Kultur mitteilen, was mit einer zu hochspezialisierten Zivilisation irgendwann einmal passieren muss. Irgendwann wird jede Kultur einmal zum Sklave der Dinge und der Erfindungen die sie selbst hergestellt haben - unsere Kultur ist es schon lange.
hukwa
Donnerstag, 13. Mai 2010
Akelei eine Urerinnerung
hukwa
Samstag, 8. Mai 2010
Kosmisches Sein - Innenwelt als Begegnung
Übereinstimmendes und Verschiedenes
Einklang und Dissonanzen
Und aus Allem
Wird Eines
Und aus Einem Alles.
Heraklit
Der Weg nach Innen ist immer auch Begegnung mit dem Anderen, mit einer anderen bisher unbekannten Welt. Was heißen soll, der Weg nach Innen ist Begegnung mit der Anderswelt. Diese Anderswelt ist in unserer Inneren Natur zu Hause. Deshalb können wir die Natur nur deuten wenn und soweit unser eigenes Wesen von Innen her in lebendigem Bezug zu seinem schöpferischen Urgrund steht, der identisch mit dem kosmischen Urgrund ist. Wirkliche Erkenntnis erfahren wir wenn sich das Äussere mit dem Inneren verbindet wenn es zu Einem verschmilzt. "Wer das All erkennt", lesen wir bei Thomas in den gnostischen Texten aus Nag Hammadi, "sich selbst aber verkennt, der verfehlt das Ganze". Damit ist gemeint das weder die Diesseitigkeit noch die Jenseitigkeit bloß ilusionäres, bloß gespiegeltes Bild ist, sondern beide sind wirklich, sie stehen in gegenseitiger Verwirklichung zueinander. Es ist tatsächlich so wie der Zen-Meister Dögen sagt:
"Da ist keine Kluft,
zwischen dem Spirituellem und dem Weltlichen."
hukwa
Freitag, 7. Mai 2010
Kosmisches Sein - Innenwelt als Erfahrung
hukwa
Montag, 3. Mai 2010
Achtsamkeit gegen Existenzverdunkelung
hukwa
Donnerstag, 22. April 2010
Der Fluss der Weisheit
hukwa
Freitag, 16. April 2010
Der Mensch denkt nicht tief genug
Hannah Arendt
Soll das Warten und Werden des Menschen nicht ein Gemeinsames sein? Ist der Logos nicht die Vernunft, das Höchste das wir besitzen? Heraklit hat zuerst diesen Begriff in das menschliche Denken eingeführt. Das dem Menschen Gemeinsame sollte doch die Vernunft sein? Vernunft als Weltvernunft und Weltgesetz. Die Vernunft sollte die Gestalterin des Lebens sein. Nur denkend nähern wir uns der Vernunft. Denken und Gewissen führt uns zum Weg der zur Vernunft weist. Wenn objektives Denken stattfindet wird ein Nebenprodukt unserer Denkvorgänge aktiviert, nämlich das Gewissen. Sokrates, übrigens auch Hannah Arendt, sah im Denkprozess ein Zwiegespräch zwischen sich und sich selbst. Denken heißt also auch mit sich selbst keine Langeweile empfinden, mit sich selbst im Zwiegespräch sein. Sokrates wusste das wir uns darinnen Üben müssen, das beide Instanzen, Denken und Gewissen, in uns keinen Krieg führen sondern Freundschaft schließen, dazu bedarf es der Vernunft.
hukwa
Donnerstag, 15. April 2010
Über mein Werk
hukwa
Montag, 5. April 2010
Zu meinen Waldbildern oder der Maler als Phänomenologe
Ein Bild widerspiegelt auch immer ein während des Herstellungsprozesses durchlebten Zustand. Das Bild ist immer in einer gewißen Ich-Form gemalt, das heißt- auch das Landschaftsbild ist ein Abbild der Psyche des Malers.
hukwa
