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Donnerstag, 3. Februar 2022

Licht eines neuen Morgen

 Auf der Suche nach 
dem Morgen der Vergangenheit 
in winterlichen Wäldern 
von Einsamkeit umgeben 
wo die Rufe der Jugend 
als Echo Verhallen 
verlassen vom 
Moder der Gegenwart 
verliebt in den Anblick des Dompfaffs 
der sich versteckt 
im schneeweißen Kleid der Birke 
Jetzt 
da das Licht 
eines neuen Morgen erscheint. 
hukwa

Montag, 24. Januar 2022

Sprung

 Wenn man im Leben seine Ganzheit erreichen will muss man immer wieder das Wagen was Kiergegaard den "existentiellen Sprung" nannte, ein Springen über die rationalistische Ebene hinaus. 
hukwa

Sonntag, 10. Oktober 2021

Das Einfache

In mir existierte immer schon eine Sehnsucht nach einem zurück zu einer einfachen Lebensform. Dieses Einfach-Anders-Leben begleitet mich seit meiner Kindheit- das Einfache ist es Wert es zu leben.   
 
Ich spüre die geheime Stimmung 
verborgen im Ruf der Kraniche 
während ihres Herbstzuges. 
hukwa 

Donnerstag, 19. November 2020

Das Echo des Werdens

Der frühe Morgen zwischen 4. und 6. Uhr ist die Zeit da die Gedichte geschrieben werden. Sie wollen hinaus in die Welt. 
Mit deinen Gedichten hast du 
die Quelle eingefangen 
der Verse Laut 
lagert unterm Schnee von Gestern 
du schaust dein Spiegelbild 
im eisigen See 
der nächste Wind wird sie tragen 
es spricht zu dir  
das Echo des Werdens 
was du noch nicht bist 
das wirst du noch Werden. 
hukwa
 

Freitag, 6. November 2020

Die zwei Welten des Dichters

Als Mensch existiere ich in der Bewusstheit meines Eigenseins, doch in den täglichen Selbsterfahrungen bin ich eingebunden in eine Welt von Beeinflußung, Zwiespalt und Abhängigkeit, wie jeder andere auch. Damit ich kein Opfer dieser rationalen und materialistischen Weltlichkeit werde, benötige ich eine transzendente Grundlage meines Selbst- und Eigenseins. Ich benötige eine zusätzliche, eigene Welt, die ich mit erschaffe. Mythisch gesehen ist dies eine magische Weltauffassung. Ich schaffe mir eine geistige Welt um von den Infamitäten und Hinterhalten der rationalen Welt nicht überrannt zu werden.  
hukwa


Freitag, 25. September 2020

Welt hinter der Welt

Mit den Jahren 
wächst die Bibliothek 
ich bewege mich hinein 
laufe durch ein Labyrinth 
der Sätze und Wörter 
doch sie ist mehr 
Schutzmauer gegen das Profane 
das flackernde Licht 
das durch die Fenster dringt 
die Zweisamkeit mit den Büchern 
eine Welt 
hinter der Welt. 
hukwa 

Mittwoch, 2. September 2020

Während des Schreibens

 Während des intensiven Schreibaktes in meine Tagebücher kommt es manchmal vor dass ich die Zeit um mich herum vergesse und in eine andere Dimension eintauche. Nun las ich heute bei Gregory Bateson folgendes: "Ich überschreite die Linie, die manchmal dazu dienen soll, das menschliche Wesen einzuschließen. Mit anderen Worten, beim Schreiben wurde der Geist für mich zu einer Reflexion großer Teile und vieler Teile der natürlichen Welt außerhalb des Denkens.    
hukwa

Sonntag, 23. Juni 2019

Discounter Leben

In meinem Leben ist mir wichtig die Oberflächen zu durchschauen. Die Gedankenwelt der meisten Mitmenschen haften an dieser Oberfläche, deshalb halte ich mich von ihnen fern. Ein Leben aus "zweiter Hand" ist mir ein zu billiges Dasein.
hukwa

Sonntag, 28. April 2019

Krone der Schöpfung?

Der Mensch war nie die Krone der Schöpfung 
er war und ist immer nur ihr schwächstes Glied. 
So schwach 
dass er aus einem einst blühenden und blauen Planeten 
eine Müllhalde machte. 
hukwa

Mittwoch, 2. Januar 2019

Über das Tun

Die Welt des Dichters ist eine Welt in der Welt - eine Sonderwelt - daher sind Dichter auch meistens Sonderlinge. 
Thoreich Geißenbauer 


Gestern zwei Zeichnungen und eine Collage gemacht. Ein Text oder ein kleines Kunstwerk sollte jeden Tag entstehen.
Das Tagebuch schreiben am Morgen, die Arbeit am Gedicht die auch in die Morgenstunden hinein fällt sind künstlerische Pflichtübungen. Ein Werk soll so groß sein das sich sein Erschaffer dahinter verstecken kann.
hukwa

Dienstag, 1. Januar 2019

Tagebuch - Zeichnung - Gedicht eine Verbindung

Es ist die Zeit des frühen Morgen da ich mich zum Verse schmieden zurückziehe. Ich achte sehr darauf das ich diese Zeit genau einhalte. Das ist wichtig! In dem ich diesen Zeitraum täglich festhalte sprudelt die Quelle des Orpheus fast von selbst. Was da hervorquellt und herausgeholt wird kommt aus tiefster Innerlichkeit. Aus einer "Weltinnerlichkeit", den die Welt ist ja vorhanden in meinen Gedichten wenn auch vorwiegend in der Bekleidung des Symbols. Die Gedichte die dann entstehen sind oft lyrische Antworten auf die niedergeschriebene Prosa meiner Tage- und Arbeitsbücher. Auch auf die Zeichnungen und Malereien. Dichten ist schließlich auch eine Verdichtung der Welt. Es ist das Erahnen der Dichte der Zeit. Der Dichter spürt die Wesensdichte des Seins. Und somit ist meine Dichtung eben auch Seinsdichtung.
hukwa

Dienstag, 4. Dezember 2018

Ich folge meiner eigenen Stimme

Ich zähle mich zu jenen Schreibern von Poesie und Literatur die sich keinem Herdentrieb unterwerfen, dies ist ein Lebensmotto von mir. Es ist die eigene innere Stimme der ich ein Leben lang gefolgt bin. Ich sehe mich als eine Existenz die fernab vom Tagesgeschehen in einer Realität lebt die für meine Mitbürger unsichtbar ist. So wurde ich zum Wanderer einer Welt zu der nur wenige einen Zutritt haben. Das beschränkte Dasein der mich umgebenden Roboter bringt es mit sich das ich oftmals mit Neid und Hass verfolgt werde das sich in Lügenhafter Nachrede übt. Dadurch das ich den Zeitgeist nicht respektiere, seine Ziele nicht teile, bin ich eben nicht "jedermann" und das ruft Gehässigkeiten hervor. Ich habe meine Texte nie zu einer Dienstmagd des Spießertums verkommen lassen. Ich bin eben immer meiner Stimme gefolgt.
hukwa

Samstag, 22. September 2018

Was liegt dazwischen

Ich stehe am Fenster und
beobachte die Bewegungen auf der Strasse
neben mir auf dem Schreibtisch
der Arbeitblock
Zeichen und Malstifte
Tagebuch und Arbeitsbuch
so bin ich bereit
den Augenblick niederzuschreiben
für die Menschen da draußen
beginnt
auch dieser Sonntag
mit dem gewohnten Gang in die Kirche
man hat sich herausgeputzt
das aneinander schlagen der Kirchenglocken
klingt wie ein akustischer Beweis
Gott lebt fern jeglicher Realität
zu Scharen strömen sie in die Kirche
in Erwartung der giftigen Tröstungen
des Predigers
die ewige Hoffnung lässt sie kriechen
wie Insekten
auf dem Zahnfleisch gehend
mit betrübten Blick
in die Gegenwart
schleichen sie durch die Tür
in der Hoffnung
Eden zu finden
der Tod ist absolut
und das Leben hat eine Realität
ABER WAS LIEGT DAZWISCHEN
Stagnation Stillstand
ich schreibe eine Notiz nieder
dadurch wird mir der Tag transparent
dennoch es ist eine Gewissheit
wir haben den Zugang zur Realität vermauert
wie in einem Spinnennetz sitzen wir fest
festklebend am suggerierten Speichel unserer Bewacher
an diesem SONNTAGMORGEN
gelingt es mir für eine Weile
den mir aufgezwungenen Kokon zu verlassen
für eine kurze ZEIT erkenne ich die WIRKLICHKEIT
und für den Bruchteil eines Momentes gelingt es mir
den Rahmen jenes Gemahldes zu SPRENGEN
das mich GEFANGEN hält.
hukwa
Gedicht aus dem Jahr 1999

Dienstag, 21. August 2018

Pionier meiner Selbst

Ich versuche immer in dem Bewusstsein zu leben
ein Pionier meiner Selbst zu sein.
hukwa

Mittwoch, 21. Februar 2018

Das Werk spricht

"Bilde Künstler, schwätze nicht", diesen Spruch habe ich früh schon in mein künstlerisches Schaffen integriert. Ich bin täglich am Werk: Text, Gedicht, Zeichnung, Malerei und Skulptur. Ein Werk muss am Abend vollendet sein. Ich arbeite nur alleine und zurückgezogen. Auch stehe ich nicht im Austausch mit anderen Künstlern, dies würde mich nur Ablenken. Ich habe früh gemerkt das bei den meisten Kunstschaffenden das sprechen über das Werk eine große Rolle spielt.
Bei mir ist es umgekehrt: Mein Werk spricht!
hukwa

Sonntag, 4. Februar 2018

Von der Herrschaft der Phantasie

Das Spiel von Objektivität und Phantasie beginnt am frühen Morgen. Ich beginne meine Textarbeit recht realistisch. Tagebuch, Essay, Dichtung. Je näher der Mittag heranrückt desto stärker verlangt die Phantasie ihren Tribut. Bis zum Nachmittag hat sie Gewalt über mein Tun bekommen. Hermetische Gedichte oder phantastische Kurzgeschichten wollen geschrieben sein. Vielleicht bin ich nicht der Erschaffer meiner künstlerischen Arbeit sondern einfach ein Spielball der Kunst.
Traum
Strasse durch die Dunkelheit tiefster Nächte
führst du den Träumer
in ein fernes Land...
hukwa

Freitag, 26. Januar 2018

Der Künstler soll nicht der Ton oder die Töpferscheibe seines Werkes sein. er soll Hohlraum des getöpferten Gefäßes sein. In diesem Hohlraum spielt die Existenz des Künstlers sich ab. Während sich sein Werk um ihn herum aufbaut wie der Ton der das Gefäß umgibt.
hukwa

Mittwoch, 29. November 2017

Keine Kluft

"Da ist keine Kluft,
zwischen dem Spirituellen und dem Weltlichen".
Meister Dögen

Freitag, 6. Oktober 2017

Selbstverwirklichung

Über Selbstverwirklichung soll man nicht reden sonder immer im Versuch der Umsetzung leben.
hukwa

Dienstag, 26. September 2017

An jedem Tag...

"An jedem Tag schafft die moderne Industrie Gegenstände, die einen unbestreitbar plastischen Wert haben...Der Geist dieser Objekte beherrscht die Zeit..."
F. Leger