Posts mit dem Label Philosophie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Philosophie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. Mai 2023

Das Licht der Kunst in der Natur

Wenn ich mit der Arbeit an einer Skulptur oder Installation beginne, hat zunächst einmal alles Materialcharakter. Vor mir steht oder liegt das Material. Egal ob Natur- oder Kunstmaterial, am Anfang ist alles ein "roher Klotz". Wenn ich nun mit der Arbeit beginne, wenn also das elan vital ins fließen kommt, dann entsteht langsam ein Prozess. Meditativ gehe ich vom Materialcharakter über zum Symbolcharakter. Meistens ist da eine metaphysische Idee, das Material ist Diesseitig doch die Idee ist Geistig, sie ist platonisch. Nun kommt während des Arbeitsprozesses etwas zustande das ich die Verbindung, die Vermengung nenne. Die Idee materialisiert sich, wird zur Skulptur, zur Installation oder zum Bauwerk. Zur Verbindung und letztendlich zum Ergebnis kommt es natürlich nur wenn genügend elan vital vorhanden ist. Ein Taoist würde sagen: Wenn das Chi fließt! Da ist zwar in Gedanken eine Skulptur vorhanden aber das Material hat einen Eigenwillen speziell Naturmaterialien. Bei der Arbeit mit Pflanzen, also an lebendigen Skulpturen, tritt das besonders stark hervor. Das Pflanzenwesen hat seinen eigenen Willen und mit diesem müssen sich nun meine Gedanken verbinden. Mit Pflanzen zu arbeiten ist immer Teamarbeit. Sie haben ja ihren eigenen Wachstumswillen, man kann nicht gegen sie arbeiten man muss mit ihnen zusammen arbeiten. Das ist gut so man kann viel von ihnen lernen. Allem voran Bescheidenheit! Wirkliche Kunst gelingt nur in Bescheidenheit und in Form von einfachen Handlungen. Kunst braucht das Gefühl von Eudämonie. Diese nicht in Form der sinnlichen Glückseligkeit, sondern in der Form der aristotelischen Vernunftbetätigung. Den Kunst fließt hinein in die Existenzialyen. Kunst soll unser Sein berühren, es sanft anschubsen. Durch das "Wunder der Kunst" wird die Vereinigung von unbewusster und bewusster Vernunfttätigkeit als gegenständliche Anschauung zurückgestellt. So hat es Schelling gesehen. Er war Philosoph und kein Künstler, doch das Wesen der Kunst hat er wie kein zweiter seiner Epoche erfasst nämlich den Punkt wo Kunst und Philosophie zusammen fließen, wo Kunstphilosophie entsteht. Er meinte natürlich nicht nur die bildende Kunst, sondern auch und vor allem die Dichtung. Eine unbegreifliche Macht wirkt nach Schelling auf den Künstler ein, sie treibt ihn, zwingt ihn Dinge auszusprechen, Dinge zu Tun, die für ihn selbst nicht immer begreifbar sind, "die er selbst nicht vollständig durchsieht". Schelling spricht von einer " dunklen unbekannten Gewalt", die sich mit der hellen, bewussten Absichtlichkeit des Künstlers in seinem Schaffen vermengt. Zweifelsohne spricht Schelling vom elan vital, der schöpferischen Urkraft, die im Künstler fließt. Das Unbewusste der Natur (das Licht der Natur) fließt mit seiner ganzen Kraft selbst in das Kunstwerk hinein und schenkt ihm somit seine "unergründliche Tiefe", einen "unendlichen Sinn", der einer "unendlichen Auslegung" möglich wird. Schelling denkt hier sehr tief und spricht auch sehr deutlich davon, das Kunst nicht gleich Kunst ist, er zielt auf das wirkliche Kunstwerk. Der Sinn des Werkes eines Künstlers ist nach Schelling eine "bewusstlose Unendlichkeit". Was wohl heißen soll, dass das Kunstwerk in seinem letzten Sinn niemals ganz begreifbar, sondern nur ahnbar ist. Dem wahren Kunstwerk haftet immer die Aura des Rätselhaften an, des Unergründlichen. Kunst die nicht tief genug geht, die nur eine bewusste absichtliche Tätigkeit ist war für Schelling "geheuchelte Kunst". Sie stellt ein Oberflächliches Objekt dar, dem jegliche Tiefe fehlt. Im "System des transzendentalen Idealismus" lesen wir folgenden faszinierenden Abschnitt: ... das die Kunst das einzig wahre und ewige Organon (Werkzeug) zugleich und Document der Philosophie sey, welches immer und fortwährend aufs neue beurkundet, was die Philosophie äußerlich nicht darstellen kann, nämlich das Bewusstlose im Handeln und Producieren und seine ursprüngliche Identität mit dem Bewussten. Die Kunst ist eben deswegen dem Philosophen das Höchste, weil sie ihm das allerheiligste gleichzeitig öffnet, wo in ewiger und ursprünglicher Vereinigung gleichsam einer Flamme brennt, und was im Leben und Handeln, ebenso wie im Denken ewig sich fliehen muss".

Für Schelling ist die Kunst das Gebiet, in dem Welt und Ich, Reales und Ideales, Unbewusstes und Bewusstes Wirken der Natur in vollendeter Harmonie erscheinen. Auf theoretischem Wege kann diese Harmonie nicht erkannt werden.

"Man kann das Geheimnis des Einsseins von Geist und Natur höchstens in "intellektueller Anschauung" ahnend, fühlend (intuitiv) erfassen. Das Kunstwerk aber, eine bewusste Schöpfung des Menschen und doch im letzten ein Produkt des unbewusst schaffenden Grundes der Natur, stellt diese Einheit in vollkommener Form dar – womit es zugleich den Grundgedanken der Identitätsphilosophie bestätigt". (H.J.Störig)

Wenn wir uns die Frage stellen: Was sind die Urgründe des künstlerischen Wirkens, betreten wir den Boden der Identitätsphilosophie. Schon Parmenides sagte: Denken und Sein sind identisch! Spinoza behauptet: "...das die Denkende Substanz und die ausgedehnte Substanz eine und die selbe Substanz sind, die nur bald unter diesem, bald unter jenem Attribut aufgefasst wird". Das wirkliche Kunstwerk ist also eine Ausdehnung eines uns innewohnenden Unbekannten. Schelling schreibt: "Was wir Natur nennen ist ein Gedicht, das in geheimer wunderbarer Schrift verschlossen liegt. Doch könnte das Rätsel sich lösen, würden wir die Odyssee des Geistes darin erkennen, der wunderbar getäuscht, sich selbst suchend, sich ewig flieht. Denn durch die Sinnenwelt blickt nur wie durch Worte der Sinn, nur wie durch halbdurchsichtigen Nebel das Land der Phantasie nach dem wir trachten". Dieses Land der Phantasie, können wir auch als das Land der Kunst bezeichnen. Welche Macht das Unbewusste auf die Kunst hat war ihm bewusst, letztendlich ist das Unbewusste ja der Generator der das künstlerische Schaffen antreibt. vergessen wir hier nicht dass der Ausdruck Unbewusst ausgearbeitet erst mit Freud Einzug in die Geisteswissenschaften hielt. Die Verschwisterung von Philosophie und Kunst hat Schelling angestrebt, er sah darinnen, in ihrem zusammenfließen, etwas Absolutes. So fragt er: "Gibt es überhaupt ein Wissen, so muss es ein Wissen geben, zu dem ich nicht wieder durch ein anderes Wissen gelange, und durch welches allein alles andere Wissen Wissen ist". Es ist nicht leicht diesen Gedanken über das absolute Wissen nachzuvollziehen. Bei Schelling steht er für eine absolute Identität. Im "Wunder der Kunst" tut sich für ihn der Ort auf, das "Land der Phantasie", wo dieses Absolute in Erscheinung tritt und Erfahrbar wird. Dies ist der vordergründige Sinn von Kunst, das Kunstwerk soll uns in eine andere Welt, zu anderen Bewusstseinsebenen führen.

©hukwa




Donnerstag, 6. April 2023

Hegel und der Taoismus oder die Aufhebung des Moments

 

Hegel hat geschickt den geschichtlichen Verlauf der Philosophie bis zu seinem eigenen Lehrgebäude entwickelt. Seine Theorie von den aufgehobenen Momenten, finden sich auch im Buddhismus, denn die Entfaltung höherer geistiger Zustände wird erst durch die Tilgung der niederen möglich.

Hierin findet man die Behauptung das jenes höchste Bewusstsein (Absolute) nur durch Überwindung der anderen Erfahrungs- und Erkenntnisweisen sich gewinnen lässt, und zum anderen, das diese weisen nur für bestimmte Stufen gültig sind.

Es gibt ein unbedingtes, allumfassendes, unaussprechliches Wissen im Buddhismus, Taoismus und auch bei Hegel.

Nach Hegel wird ein „ideenloses Auge niemals die Ideen...finden können“. Man könnte  Hegels Werk als „zirkulares Werk“ bezeichnen, dessen Ende bereits im Anfang enthalten ist. Eine östliche Weisheit lehrt: „Nimm das letzte Ding in deiner Absicht für das erste Ding in deinen Grundsätzen“.

Über diese Verwandtschaft des östlichen und des westlichen Absoluten hat Hegel schon im Jahre 1816 in Heidelberg fachkundig gelesen. Natürlich stammten seine Kenntnisse aus zweiter Hand,  aus den Übersetzungen der Jesuiten, dennoch war er auf dem Gebiet des Taoismus und Buddhismus für seine Zeit bestens informiert. So findet sich in seinen Vorlesungen folgender Abschnitt:

Die Hauptschrift von ihm (Lao Tzu) haben wir noch,und in Wien ist sie übersetzt worden; ich habe sie selbst gesehen. Eine Hauptstelle ist besonders häufig ausgezogen: „Ohne Namen ist Tao das Prinzip des Himmels und der Erde;mit dem Namen ist es die Mutter des Universums (aller Dinge).

...Das Höchste, das Letzte,das Ursprüngliche,das erste, der Ursprung aller Dinge ist das Nichts, das Leere, das ganz unbestimmte (das abstrakte Allgemeine); es wird auch Tao genannt“.

In dieser Vorlesung vergleicht Hegel den chinesischen Taoismus mit dem griechischen Denken:

Wenn die Griechen sagen, das Absolute ist das Eine, - oder die Neueren, es ist das höchste Wesen: so sind auch hier alle Bestimmungen getilgt; und mit dem bloßen abstrakten Wesen hat man nichts, als diese selbe Negation, nur affirmativ ausgesprochen.“

(Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, Berlin 1833, Bd.1, S.144)

© hukwa

Mittwoch, 24. März 2021

Vernunft als reale Erscheinung in Zeiten der Pandemie

In Zeiten einer Pandemie und ökologischen Krise stellt sich die Frage: Gibt es eine reale Vernunft in unserer Gesellschaft?

Derzeit können wir von einem komplexen Weltverhalten bis hin zu irrationalen Denken bei verschiedenen gesellschafttlichen Gruppierungen (Pandemieleugner, sogenannte Querdenker, Esoteriker ect.) ausgehen.

Das Bestreben, die Welt durch Vernunft zu begreifen und der Vernunft gemäß zu gestalten, können wir als rationalistisches Denken bezeichnen. Aber auch metaphysisch ist die Vernunft zu erfassen nämlich im Glauben an eine im Weltgeschehen waltende Vernunft.

Der Begriff der Vernunft taucht historisch erstmals in der griechischen Philosophie auf. Bei Platon als auch in der plotinischen Tradition, stellt die Vernunft (nous, noesis) den Zusammenhang her zwischen der höchsten Idee (dem Prinzip allen Erkenntniswissens (episteme), der Verstandeserkenntnis (dianoia) und den Wahrnehmungen (aisthesis). Die Vernunft vermittelt also zwischen Subjektivität und Objektivität.

Man könnnte sagen „wer Verstand hat, hat auch Vernunft“. Aus philosophischer Sicht sind jedoch beide zu unterscheiden: der Verstand mit seinen Begriffen bezieht sich auf Erfahrung, macht Erfahrung möglich, die Ideen der Vernunft beziehen sich auf keinen Gegenstand, sondern auf den Verstand, insofern sie Einheitsprinzipien für die Verstandeserkenntnis darstellen.Der Gebrauch der Vernunft wird metaphysisch, wenn man das in der Vernunft liegende, Unbedingte, das als Forderung nicht nur berechtigt sondern notwendig ist, nicht auf den regulativen Gebrauch einschränkt, sondern auf das Weltganze richtet.

Die praktische Vernunft ist die den Willen bestimmende Ursache und bezweckt einen an sich selbst guten Willen hervorzubringen. Nach Hegel ist alle Wirklichkeit getragen, von der absoluten Vernunft. Die Vernunft in uns erkennt die Vernunft der Welt. Nach Ansicht Hegels müsste man sagen, das die oben erwahnten gesellschaftlichen Gruppierungen, also die sogennaten Querdenker ect. Nicht in der Realität leben sondern in einer irrealistischen Paralellwelt, schließlich leugnen sie etwas dass tatsächlich vorhanden ist. Ein solches Verhalten ist den Mitbürgern gegenüber verantwortungslos. Vernunft und Verantwortung haben etwas gemeinsames. Deshalb ist die Vernunft zugleich die Einheit der materialen und formalen Bedingungen des Wissens. Sie weiß sich als Wissensgehalt und verwirklicht sich in diesem Wissen als reale Erscheinung.

hukwa


 

Sonntag, 18. Oktober 2020

Aphorismen zur Seinsphilosophie



1. Um den metaphysischen Bereich des Seins zu erkunden, muss die Philosophie auf die Mystik, zu einem gewissen Teil, zugehen. Mit der Vernunft allein kann man nicht in diese Welt, in dieses Sein eindringen. Die hat Plotinus bewiesen.


2. Was manche Menschen als Wunder bezeichnen sind ganz einfach Naturgesetze, die von der menschlichen Erkenntnis noch nicht enthüllt worden sind.


3. Die Heimat des Menschen ist eine metaphysische, der Großteil der Menschheit weiß davon nichts einige sprechen von Glauben, doch kann Glauben schnell zu Stagnation des Geistes führen – ein

sich – nicht – aufmachen, ein Verharren in Bequemlichkeiten, das nenne ich euren Glauben, der Aufbruch selbst hat immer etwas mit Mut zum Anderssein zu tun.


4. Nietzsche sprach vom "Mut der angreift", doch lebte er in einer Welt die mir manchmal realitätsfremd erscheint.

Ich spreche vom Mut des sich – Stellens. Einem Mut der Veränderungen anstrebt.


5. Nur die Weisheit und Wahrheit garantiert uns die Erhaltung der Welt, somit wird Philosophie zu einer

"Lebenserhaltungswissenschaft".


6. Das Existieren ist des Existierenden höchstes Interesse. Was heißt: Was will ich? Wohin gehe ich?

Wer bin ich? Erst wenn ich mir diese drei Fragen "in – etwa" beantwortet habe, kann ich nach dem Sinn des Seins fragen! In – etwa bedeutet, dass es Fragen gibt, die niemals ganz beantwortet werden können.


7. Das in – der – Welt – sein.

Das mit – der – Welt – sein.

Kann mir nicht das Gefühl von Heimat in der Welt geben. Erst das in – den – Welten – sein, das mit – den – Welten – sein, lässt in mir ein Gefühl von Heimatlichkeit aufkommen. Da ich diese und andere Welten, nie als Ganzes sehen kann – denke ich eben in Welten. Ich denke also: diese Welt – andere Welten; dann wären andere Welten – Anderswelten. Das diese Anderswelt die metaphysische Heimat des Menschen ist, sagt mir nicht meine Vernunft, es sagt mir dies mein Gespür.


7. Wenn Spinoza vom "Wesen des Körpers" spricht, kann er nur etwas Seelenhaftes meinen, spricht er von der Ausdehnung, spricht er für mich vom Bewusstsein.


8. Ich liebe jene Philosophen die uns in der Verdunkelung der Existenz nicht alleine lassen.


9. Weil wir von der Ewigkeit wissen, müssen wir auch ewig sein. Dies sagte Spinoza, dies unterschreibe ich und drehe den Satz um: Weil wir ewig sind wissen wir von der Ewigkeit!


10. Was ich von einem christlichen Schöpfer Gott halte?

Gott gleich erhebe dich Mensch

und werde selbst zu einem Gott in deinem Reich.


11. Ich könnte mich von einem Weisen überzeugen lassen, dass unser Leben eine Reise zu unserem Mittelpunkt ist.

Der Mittelpunkt ist "der Kern aller Dinge", unser Selbst. So etwas ist nicht leicht zu finden, die meisten begeben sich noch nicht einmal auf die Suche. Jene aber die dies Ziel vor Augen haben, ruhen vielleicht schwerelos und meditativ in sich und sind der Vergänglichkeit enthoben.


13. Den Geist ständig in Bewegung halten, ihn nicht der Ablenkung des Infamen übergeben, dies nenne ich

philosophisches Tätigsein. Der Weg zur Wahrheit. Philosophisch Tätigsein bedeutet immer- am – Werk – sein.

Immer – am – Werk – sein heißt immer auf der Suche zu sein.


14. Es gibt eine Art philosophischer Erkenntnis die besagt, dass man Gott nicht erkennen kann, dem schließe ich mich an. Allerdings möchte ich hinzufügen, das man Gott erfahren und über diese Erfahrung bis zu einem gewissen Grund berichten kann.


15. Das wirkliche geistige Erwachen ist ein Erwachen aus unserem Ich – Bewusstsein. Dies geschieht schrittweise.

Als erstes müssen wir die "Ummantelung" gesellschaftlicher Zwänge von unserem Ich lösen. Dies ist der erste Schritt in eine freie Art des Denkens. Es ist überhaupt der erste Schritt zum Geiste hin. Es ist das langsame erwachen des Geist-Ichs.


16. Der philosophische Mensch lässt ab von traumatischen Erinnerungen der Vergangenheit und den Beunruhigungen der Zukunft, sobald er mit dem philosophieren beginnt.


17. Philosophie führt uns dahin wo wir Geborgenheit in der ureigensten Existenz finden wollen.


18. Philosophie ist nicht nur sprechen, sondern auch ein Ereignis von Stille. Denn wollen wir unsere Existenz erfahrbar machen, ist Stille unabdinglich.


19. Gelebtes philosophisches Denken ist immer ein gesamtpersonales Ereignis.


20. Dass die modernen Naturwissenschaften die Seele leugnen, ist logisch, sie können sie ja nicht finden. Alles "seelische" versucht man zu verbannen. Freud hat die Seele durch analytisches Denken ersetzt. Aber was ist mit

Denkern wie Sokrates, Platon, Aristoteles, Plotin, Leibnitz, Fichte, Schleiermacher ? Die Liste lässt sich weiterführen. Haben uns die größten Geister der Weltgeschichte belogen?


21. Man kann soviel lesen wie man will, es hilft uns zweifelsohne bei der Suche nach Erkenntnis, doch nur das was wir in uns selbst vorfinden, ist auf dem Erkenntnisweg verwertbar. Denn die Erkenntnis die wir in uns selbst finden, erscheint uns wie ein letzter wirklicher Beweis.


22. Die Neo – Spirituellen, versuchen es den alten Mystikern gleich zu tun. Sie ziehen sich aus der Welt zurück, mit dem lächerlichen Argument des "darüber stehens". Doch wir sind unter anderem auf dieser Welt, weil dies einen Sinn hat. Sich aus der Welt zurück zu ziehen ergibt so wenig Sinn wie an der Welt zu haften. Die Alternative heißt einfach: in – der Welt – Sein. Die Betonung liegt auf Sein.


23. So lange wir mit der Welt denken, sind wir Staub und Statisten ihrer Geschichte. Denken wir uns über die Welt hinaus, wird aus Staub Stein und aus Statist Persönlichkeit.


24. Zum Tao te king: Ich liebe dieses Büchlein sehr! Es gehört zu jenen "Weltbüchern", die man in seinem Leben mehrmals gelesen haben muss, sonst klafft in uns ein tiefes Loch. Menschen mit zu vielen Löchern fehlt die Grundsubstanz um den Weg der Erkenntnis zu gehen. Diese Löcher im Bewusstsein des Menschen warten darauf,

gefüllt zu werden, am besten mit den großen Werken der Weltliteratur.


25. Vielleicht ist jede Krankheit, selbst die einfachste Erkältung, ein Hinweis darauf, dass jederzeit etwas härteres auf uns zu kommen kann, das uns einfach dahinrafft. Deshalb sollten wir unsere Zeit einfach nutzen und uns nicht wie alte Klageweiber einem Schmerz hingeben, der letztendlich irdisch ist, in seiner Sprache aber ein Symbol ist

die aus unserer metaphysischen Heimat zu uns herübertönt.


26. Ziel praktischer Philosophie ist es der Gefahr der Gesellschaftsferne und der Geschichtsferne zu begegnen.

Somit führt praktische Philosophie zu einem intensiveren Wirklichkeitsverständnis.


27. Für den Künstler und Philosophen gibt es eigentlich so gut wie kein Rückzug ins Private. Selbst in der Zurückgezogenheit sind sie ja ihrem Werk verpflichtet und somit der Welt. Das was man gemeinhin unter Privatsphäre versteht, bedeutet für den Menschen der in – der Welt – ist, er hat dieses in der Welt sein freiwillig gewählt – verschließen, verdrängen, darum kann ihn die Welt auch nicht be – drängen.

28. Der Mensch lebt Geschichte, er ist Geschichte, also geformt von der Geschichte, er ist von ihr regelrecht

"Ge – schichtet"; Aber ein anderer Teil seiner Existenz, gibt ihm auch die Möglichkeit, zumindest zeitweilig,

über seine Geschichte hinaus zu gehen. Kraft seines Geistes kann der Mensch mit dem Universum Verbindung aufnehmen und dadurch zu seiner wahren Existenz vordringen.


29. Der Mensch der seinem Selbst treu bleibt wird so nicht geboren. Sich selbst treu sein, also zu sich selbst stehen, erlernen wir nur über die Erfahrung.


30. Die Treue des Menschen zu sich selbst – ist Treue zu seinem Selbst. Dies nenne ich das bei – sich- selbst – sein. Das bedeutet ein zuhause zu haben bei sich selbst.


31. Für sich selbst sein bedeutet nicht Einsiedler sein. Wie eine Schnecke trägt jender, der bei sich selbst ist sein Heim mit sich herum. Dieses Heim ist die Welt. Denn der Gegensatz von bei sich selbst sein, ist mit – der – Welt – sein. Das eine bedingt das andere.


32. Um etwas in seiner Ganzheit erfassen zu können benötige ich die Erfahrung der Erfahrungen. Was ist eine "Erfahrung der Erfahrungen?" Die erste Instanz der Erfahrung ist die, das ich sie mache. Die zweite Instanz der Erfahrung ist die das ich auf die erste zurückgreifen kann, das sie mir sagt wie etwas ist, wie etwas wirkt. Denn diese zweite Instanz von Erfahrung ist die von mir bewusst verarbeitete Erfahrung. Denn erst wenn ich auch die kleinste Erfahrung mit meinem Geist verarbeitet habe ist sie eine ganze Erfahrung, es sollte dem Menschen eigen sein nach dem Ganzen zu streben. Der Mensch zerlegt sich selbst gerne in Einzelteile, doch es sollte ihm ein höchstes sein das zerlegte (Körper, Seele, Geist, Bewusstsein, Vernunft) zu einem einzigen Ganzen zusammenzufügen. Und hat er einmal dieses Ganze Erfahren, weiß er jede Erfahrung bleibt unvollständig so lang er nicht ganz mit ihr fertig ist.


33. Man sollte dem unbeschriebenen Papier gegenüber nicht zu sehr zurückhaltend sein.


34. In meinen ganzen Schriften möchte ich mehr Präsenz sein – als ein grübelnder Autor.


35. Es ist oftmals so, dass man das Gefühl hat, das wesentliche unseres Lebens, bleibt ungesagt. Daher:

Wenn ich es nicht sagen kann, vielleicht kann ich es schreiben.


36. Wenn wir die Freiheit der Anderen wollen und auch für ihre Freiheit einstehen, dann tun wir etwas für unsere persönliche Freiheit.


37. Wer wie ich nie Fernsehen schaut und selbstständiger Denker ist, wird immer am Rand des Existenzialen Leben. Die Gedanken verlassen einem nie – es muss fertig gedacht werden. Ausweichen und Abschalten ist für das philosophische Denken tödlich.


38. Es ist eine Normalität für den Philosophen, das er mit quälenden Gedanken in den Schlaf fällt – wie sonst sollte etwas Neues entstehen?


39. Erkennende Erfahrung: Erkenntnis durch Erfahrung bedeutet Auflösung. Etwas Altes löst sich, etwas Neues kommt – das Werdende.


40. Die Hoffnung das Sein vom Schein zu erkennen und somit zu unterscheiden, konnten mir die Inder besser erklären als die Griechen.


41. Wenn dich die Infamitäten des Lebens jagen, dann ist die beste Arznei ein gut gefülltes Bücherregal.


42. Nicht nur Götter ruhen im Unbewussten auch Dämonen.

43. Die Griechen in ihrer ganzen Großartigkeit des menschlichen Denkens, in ihrem unerschöpflichen Wissensdurst, erscheinen mir manchmal insofern seltsam, als ich denke sie haben den allerletzten Schritt, den Schritt zur Gottheit, nie ganz gewagt. Oder gab es ein Tabu, das ihnen verbot darüber zu schreiben?


44. Wenn der Mensch ein Werdender ist, dann ist der Weltgeist ebenfalls etwas Werdendes.


45. In unserem täglichen Werk erkennen wir ob wir Schwätzer sind oder schöpferische Menschen.

©hukwa

Sonntag, 23. August 2020

Zum philosophischen Gebrauch

 In unseren oberflächlichen Zeiten soll der Philosoph eine lebendige Verkörperung der Gesamtgeschichte der Philosophie sein. Alles ist niedergeschrieben. In diesen Zeiten muss dass philosophische Denken die Entscheidung darüber treffen was aus der vergangenen Philosophiegeschichte lebendig geblieben ist und was unbrauchbar geworden ist. Die Besinnung des Philosophen auf die Geschichte der Philosophie ist eine Besinnung auf den eigenen philosophischen Geist. Eine solche Besinnung ist geschichtliches Selbstbewusstsein. Man kann der Gegenwart nicht bewusst sein wenn man die Vergangenheit nicht kennt. Wenn das Bewusstsein in die Philosophiegeschichte eindringt wird es zur Quelle von Forschungen werden., die wiederum einen Prozess von Assoziationen in Gang setzen, von wo aus sich im geistigen Bereich die Imaginationen ausdehnen können. Dies ist der sicherste Weg in die Philosophie einzudringen. Die alten Griechen halten das für das Wesentliche der Seele. 

hukwa

Montag, 3. August 2020

Das Echo der Philosophie

Die Frage die sich dem philosophierenden Menschen stellt ist die wie ich der Wirklichkeit teilhaftig werde. Philosophie ist das Besinnende, wodurch der Mensch sein Selbst findet. Es ist die Suche nach dem richtigen Umgang mit mir selbst, der immer neue Versuch mich im Denken zu finden. Philosophie ist immer das gegenwärtige Ganze das mich umgibt, dass ich erkennen will. Wenn Menschen an die Philosophie denken fallen ihnen meistens die Großen der Philosophiegeschichte ein: Sokrates, Platon, Kant, Hegel um einige zu nennen. Das Echo dieser Großen der Philosophie wirkt bis Heute in unsere Zeit hinein. Und es wirkt in denen die suchend auf dem Wege sind. Das Auf-dem-Weg-sein ist das Schicksal des Menschen. Die Philosophie trägt Sorge dafür, dass wir immer auf einem Weg bleiben. Sie ist der Ariadnefaden aus dem Labyrinth der zur Lichtung der Philosophie führt.
hukwa

Sonntag, 14. Juni 2020

Die Bedeutung des Schönen

Foto©UteKW


Platon kannte vier Kardinalstugenden- die Weisheit, die Tapferkeit, die Besonnenheit und die Gerechtigkeit. Über ihnen scheint die Sonne des Schönen. Platons Ethik die eine politische Ethik ist, dehnte er auf das gesamte menschlische Sein und Leben aus. Das Ideal ist die Vollkommenheit der Gattung, nicht der Einzelnen.
Im „Phaidros“ spricht Platon vom staunenden Erschrecken, wenn die richtigen Ideen auftauchen in dem sich die Seele an etwas zurückerinnert was sie unbewusst schon immer besessen hat. Er nannte solche Momente Anamnesis – Wiedererinnerung: die menschliche Seele hat im Zustand der Präexistenz in der übersinnlichen Welt die Ideen geschaut und erinnert sich jetzt beim Anblick der einzelnen Erscheinungen an ihre einst geschauten Urbilder, die Ideen. Alles Lernen ist also letztendlich Wiedererinnern. Auch der Gedanke an das Schöne ist eine Wiedererinnerung. Der Neuplatoniker Plotin sagte in diesem Sinne: „Die Schönheit ist das Durchleuchten des ewigen Glanzes des Einen, durch die materiellle Erscheinung.“
Das Denken über das Schöne ist dass Abweisen des Bösen. Denn das Schöne ist eine Kraft die in uns einstrahlt und wieder ausstrahlt. Eine Macht die verdeckt immer in uns vorhanden ist. Diese „Macht des Schönen“ gilt es aus dem Eingesperrtsein unserer subjektiven Enge zu befreien und Scheinen zu lassen.
Das Schöne ist in uns allen als auch außerhalb von uns, als etwas das die empirische Welt überstrahlt und vom Einzelnen erkannt werden will und ist somit eine Transzendenerfahrung. Eine Erfahrung die uns einen Zugang zum Sein eröffnet.
Durch ihre ganze Geschichte hindurch hat die Menschheit immer wieder versucht was sie als „schön“ betrachtet, als eine Kraft zu empfinden.
Das Sonnenvergleichnis in der Politeia Platons vergleicht die Fähigkeit zu erkennen mit der zu sehen. Beide bedürfen des Menschen als Medium: Wie die Sonne dem Sehenden, so hilft die Idee des Guten dem Erkennenden. Nur unter dem Gesichtspunkt des Guten (Schönen) gewinnt die Erkenntnis der Welt für ihn einen Wert. So sagt Platon:
„...Ebenso nun sage auch, dass dem Erkennbaren nicht nur das Erkanntwerden von dem Guten komme, sondern auch das Sein und Wesen habe es von ihm, obwohl das Gute selbst nicht das Sein ist, sondern noch über das Sein an Würde und Kraft hinausragt.“ (Platon-Politeia).
Ein Sonnenuntergang ist in erster Linie kein Augenblick sondern ein Ideal, wenn ich ihn betrachte eröffnet sich mir der Zugang zum Schönen. Somit erhält das Schöne einen existentiellen Charakter, wird Teil einer intelligiblen Weltsicht.
Für Platon ist das Schöne über alles Vergängliche erhaben. Im „Symposion“ wird gesagt: wenn es ein Moment gibt, das dem Leben Wert verleiht, so ist es die Betrachtung des an sich Schönen.
Nicht jeder kann das Schöne erkennen oder will es erkennen. Im „Alcibiades Maior“ muss Alkibiades zugeben, dasss er das Wesen des Schönen nicht kennt. Im „Hippias Minor“ sucht Sokrates dem Sophisten Hippias eine Formulierung des Schönen abzulocken, wobei dieser versagt.
Dass Schöne will eben erkannt sein.


hukwa





Montag, 6. April 2020

Auf dem Weg zur Großen Veränderung

Nach dieser Krise bedarf es eines neuen Wirkens - eines WELTWIRKENS. nur durch ein geändertes Bewusstsein wird es uns möglich sein in Zukunft solche Katastrophen wie die Derzeitige zu vermeiden. Dieses "andere, positive Bewusstsein" ist bei vielen Menschen schon latent vorhanden, es "schläft" sozusagen in uns, wir müssen es nur Erwecken. Das heißt im WELTGESCHEHEN sind nicht nur negative sondern auch positive Kräfte präsent. Die heikle Frage ist nur, welches Bewusstsein wird sich durchsetzen. Was sich jetzt anbahnt kann die Chance zur "großen Veränderung" werden. Denn das Chaos im sichtbaren Teil der Welt lässt auf eine Ordnung im derzeit noch nicht sichtbaren Teil der Welt hoffen. Unsere Aufgabe wird es sein auf die Eine-Welt hin zu wirken. Wenn es uns gelingt, diese latente, positiven Weltkräfte zu erkennen und zu verstehen, dann könnte eine Gewähr zustande kommen, für die notwendige "Große Veränderung". Dies wäre der erste Schrittt zur Einen-Welt. oberste Voraussetzung ist allerdings das wir uns bemühen zu wirken, denn anders werden die negativ-chaotischen Kräfte wieder Macht gewinnen. Was bedeutet dass wir ihnen in Zukunft wieder so ausgeliefert sind, wie in der momentanen Gegenwart. Die chaotische Macht des Materialismus lässt sich nur durch ein neues philosophisch-ökologisch und politisches Handeln in Schach halten. Die Konsequenzen einer Rückkehr zu den alten materialistischen Machtverhältnissen, wären katastrophal und grausam - wir erleben sie gerade.
hukwa

Samstag, 21. Januar 2017

Das schwimmende Denken

Philosophie dass ist das Abenteuer sich jeden Tag von neuem sich in das Meer des denkens zu stürzen. Immer tief zu Tauchen, bis man den Boden des denkens erreicht. In der Hoffnung- eine Muschel zu finden die eine besondere Perle enthält. wenn man sie finden will diese Perle muss man wahrlich in tiefe Gewässer Tauchen.
hukwa

Freitag, 20. Januar 2017

Die Seinsverlorenheit in der Moderne

Der Mensch sollte sich zu einem Wesen des Seins aber nicht zu einem des Haben entwickeln. Wir haben allen Anschein nach unser Sein verloren. Jetzt im Winter wo es in den Wäldern einsam wird und bei Spaziergängen die Gedanken spiritueller werden ist die Zeit da sich mit dem Sein und dem Seienden zu beschäftigen. Wenn die Winterwinde die gefallenen Blätter aufwirbeln scheint mir dies ein Gleichnis für das Menschenwesen zu sein. Fühlt sich doch mancher wie ein Blatt im Wind. Der Mensch. Ein ins Leben hinein-geworfener!
Jetzt soll man Ausschau nach einer "Lichtung" halten.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Hinter uns allen steht etwas anderes

"Hinter uns allen steht etwas anderes", schrieb Ernst Jünger einmal. Eigentlich wissen wir das sehr gut, wir wollen es nur nicht wahrhaben. Wir wollen es nicht wahrhaben weil wir unser Denken nicht mit unserem Sein vereinen. Man hat das Sein das ja metaphysisch ist geändert und daraus ein "technisches Sein" gemacht. Ich glaube das dass Negative im Leben vor allem durch den Verlust von Sein entsteht. Die Menschen schaffen es einfach nicht Realität und Sein als Prozess zu erkennen.
hukwa

Samstag, 17. September 2016

Die philosophische Leiter

Das philosophische Denken können wir mit einer Leiter vergleichen. Die Sprossen sind die einzelnen Philosophen deren Philosophie wir begegnen wenn wir die Leiter aufsteigen. Philosophisches Denken ist selber Denken. Es ist aber auch ein An - Eignen anderer Gedanken man nimmt sie auf und klettert eine Stufe höher.
hukwa

Dienstag, 5. April 2016

Kosmische Metaphysik

Die kosmische Entwicklung hat keine Geschichte sie ist ein "Geschehen", ist ohne Anfang ohne Ende. Wenn ich versuche metaphysisch einiges über dieses Geschehen zu ergründen wird mir eines klar: das die irdischen Geschehnisse nicht von derselben Art sind wie die kosmischen, es ist uns kleinen Erdlingen überhaupt nicht gegeben tiefer in die Vielfalt des kosmischen Geschehens einzudringen. Nur über unsere Intuition ist es uns möglich etwas über unsere kosmische Abstammung zu erfahren.
hukwa

Dienstag, 15. März 2016

Der Platz der Philosophie

Das Weltreich der Philosophie sollte keine Apotheke der billigen Rezepte sein: auch kann Philosophie keine schlüssigen Lösungen anbieten. Der Philosophie ist man am nächsten wenn sie den Grenzpunkt zwischen Existenz und Transzendenz besetzt hält.
hukwa

Montag, 13. Januar 2014

Über das Unbewusste, die Seele und das Jenseits.

Gestern Abend habe ich mal wieder in Kants Seelenlehre gelesen. Hier schreibt er...“Der Anfang des Lebens ist die Geburt: dieses ist aber nicht der Anfang des Lebens der Seele, sondern des Menschen. Geburt, Leben und Tod sind also nur Zustände der Seele...“
„Mithin bleibt Substanz, wenngleich der Körper vergeht, und also muss auch die Substanz dagewesen sein, als der Körper entstand...“
Wenn man Kants Seelenlehre studiert erkennt man schnell, dass für ihn die Seele im Unbewussten liegt. Auch lehrt er Präexistenz und Unsterblichkeit. Das sogenannte Geist – Körper Problem ist wissenschaftlich vollkommen ungelöst. Manche nehmen an, dass das Bewusstsein auf eine geheimnisvolle Weise aus den Nerven hervorgeht. Andere wieder meinen, dass das Bewusstsein außerhalb unseres physischen Bereiches liegt. Dieses Problem wird auch die Wissenschaft nie lösen. Wichtig ist doch vor allem, dass wir überzeugt sind, dass es eine Seele gibt, vor allem in ethischer und moralischer Hinsicht. Ich bin der Meinung Kants, dass die Seele im Unbewussten zu suchen ist. Und da es die Seele gibt braucht sie auch eine Heimat und das kann nur das Jenseits sein.
hukwa

Samstag, 11. Januar 2014

Der Weltgeist handelt...

Nach Hegel ist es der Weltgeist der handelt und nicht der Einzelne. Der Einzelne ist nur das Werkzeug des Weltgeistes. Hegel fehlte vollkommen der intuitive Bezug zur Natur, dafür war er mit einem starken geschichtlichen Sinn begabt. Nach seiner Philosophie ist die Weltgeschichte zu begreifen als die Entwicklung und Selbstverwirklichung des Weltgeistes was für ihn die absolute Vernunft darstellt, der Weltgeist führt uns nach Hegel zum Bewusstsein der Freiheit.
hukwa

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Ich bin ein einsamer Denker - oder - die drei Arten des Denkens

Nach sechs Wochen die ich fast Tag und Nacht am Meiler verbrachte bin ich endlich wieder beim einsamen Denken gelandet. Hier ist meine geistige Heimat!
Meiner Meinung nach gibt es drei Arten des Denkens: Das angepasste Denken, das freie Denken und das tiefe denken.
Das angepasste Denken ist jenes Denken dem wir täglich begegnen, es ist ein Denken dem Grenzen gezogen sind um das Mauern errichtet sind.
Das freie Denken ist ein kritisches Denken das schon nicht mehr Sklavenhaft ist.
das tiefe Denken ist das philosophische Denken, es will die Tiefen des menschlichen Seins ergründen.
Das tiefe Denken ist ein einsames Denken. Einsam in dem Sinne, dass der "einsame Denker" selten die Möglichkeit hat sich auszutauschen. Einsames Denken hat etwas handwerkliches an sich, die Gedanken werden regelrecht "gestrickt". Sokrates hatte die Technik des einsamen Denkens wie kein zweiter beherrscht. Es passierte das er plötzlich in eine Art Starre verfiel aus der er erst wieder "erwachte" wenn er seine Gedanken fertig gedacht hatte.
Die Buddhisten haben für den einsamen Denker den Ausdruck "einsamer Verwirklicher" geprägt.
hukwa

Sonntag, 18. August 2013

Über den Begriff Heimat

...und so entsteht in der Welt etwas,
dass allen in die Kindheit scheint
und worin noch niemand war: Heimat.
                            Ernst Bloch


In unserer modernen von Technokratie gesteuerten Welt wird es immer schwieriger mit dem Begriff Heimat umzugehen. Der herrschende Zeitgeist ist Heimatlos; weil eben Heimat mehr ist als nur ein Begriff.
Heimat ist auch Dasein, ein Dasein im Hier und Jetzt und ein Dasein in der Geschichte und der Geschichte an sich.
hukwa

Donnerstag, 2. Mai 2013

Erkenntnis und Satori

Philosophische Erkenntnis ist ein Weg von Wissen, Staunen und Übung. Satori hingegen ist ein Bewusstseinszustand, der über Erkenntnis hinaus geht. Wissen, Staunen und Übung sind auch Satori inhärent, aber Satori ist auch eine Totalität. ein erkennen das über das Denken hinaus geht. Es ist die Verbindung von Geist und Seele unter Berücksichtigung des "Werkzeugs" Denken. Es ist der "Einblick in die eigene Natur". Also die Schau in das innerste Wesen von uns selbst. satori ist eine göttliche Erfahrung, genau so wie Suzuki sie beschrieb: "In Satori ist Gott Subjekt und nicht Objekt. In Satori wird Gott sich seiner selbst bewusst".
hukwa

Montag, 1. April 2013

Geschichtsbewusstsein

Geschichtsbewusstsein heißt nicht Rückgewandtheit oder Sehnsucht nach der Vergangenheit, sondern Bemühen um Erkenntnis dessen, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Ohne dieses ständig zu erneuernde Selbstverständnis ist die Bewältigung des Lebens in der Welt, in der Gesellschaft und in uns selbst nicht möglich.
hukwa