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Donnerstag, 27. Januar 2022

Dämmerung

 Die Natur ist kein globales Gemeingut das wir einfach mal ausbeuten können, die Natur ist das Fundament unserer physischen Existenz. 
hukwa 
Die Weide im Abendrot 
umflog zur Dämmerstunde 
die Fledermaus. 
hukwa

Montag, 28. Dezember 2020

Vergehen und Werden

Die Vergänglichkeit ist jene Kraft der Zeit, die ein bestimmtes Erlebnis zu etwas besonderem macht. Faust flehte den wunderbaren Augenblick an: "Verweile doch du bist so schön."
 ©hukwa

Samstag, 5. Dezember 2020

Neuschnee

Es ist die Magie von Neuschnee 
der mich heute Morgen in die Wälder lockt 
das Klopfen eines einsamen Spechts 
tönt aus dem Gehölz zu mir herüber 
der Schneefall wird stärker 
in der Ferne entschwindet ein Fuchs ins Feldgebüsch 
manchmal das klägliche Piepsen einer Meise 
ansonsten Stille und 
Aufnahme. 
hukwa 

Dienstag, 1. September 2020

Natur

Niemals treffen wir die Natur so an, wie sie an sich ist, sondern immer schon durch unsere Feststellungen geordnet. 
Ernesto Grassi 
 
Der Stein in den Wäldern 
graues Haupt 
Jahrtausend alt 
Frühe des Morgens 
aus dem Gegenwind 
der Schrei 
des Habichts. 
hukwa 

 



 

Mittwoch, 8. Juli 2020

Am Feldrand oder Gedanken über das Ganze

Foto©UteKW
Während einer Wanderung entlang des Feldwegs gibt es viel unscheinbares zu entdecken. Manches entgeht uns wegen zerstreuter Aufmerksamkeit. Vielleicht auch wegen mangelnder Kenntnisse. Doch es geht nicht darum alles was da blüht und wächst, sich bewegt oder umherfliegt zu kennen. Es geht um das bewusste Erleben, dass ist etwas ganz anderes als Spezialkenntnisse in Biologie oder Geologie zu haben. Es geht um das Ganze - weil das Ganze eben mehr ist als die Anzahl seiner Teile. Es geht nicht um Wert und Nutzen sondern um Existenzrechte!
Jedes auch noch so kleine pflanzliche oder tierische Geschöpf ist ein Baustein unserer Erde, der Regenwurm genau so wie das Johanniskraut. Und jedes dieser Geschöpfe verdient unseren Respekt.
Der Philosoph Hegel sagte: "Das Wahre ist das Ganze. Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung sich vollendete Wesen". Hier liegt eine starke Verwandtschaft zur Ökologie vor. Entwicklung ist WERDEN. Ein Werden das über den Objektivitätskult des in unserer Gesellschaft vorherrschenden Rationalismus weit hinaus strebt. In dieser vorherrschenden Ideologie wird Wissenschaft als Prototyp der Rationalität dargestellt und zum einzigen Weg der Wahrheit erklärt. Aber die Grundlage menschlicher Erkenntnis ist die subjektive Wahrnehmung und die persönliche Erfahrung des Menschen - die Erfahrung die ich selbst mit etwas mache ist die wirkliche Erfahrung.
DENN- unsere Erfahrung zeigt uns dass es nicht nur die materielle Dimension der Realität gibt. Wie  sollten wir sonst Freude oder Trauer spüren können? Es gibt also Nicht-Materielle Dimensionen und diese subjektive Dimension in Verbindung mit dem Rationalen sind das GANZE. 
hukwa

Samstag, 4. Juli 2020

Von Tagfaltern und Nachtfaltern

Foto©UteKW
Schmetterlingsschutz ist auch Nachtfalterschutz, beide benötigen oft die gleichen Futterpflanzen. In ihrer Schönheit sind die Nachtfalter den Tagfaltern ebenbürtig. Man sieht sie nur zu wenig, manche Arten überhaupt nicht. Einige fliegen auch in der Morgen- und Abenddämmerung.
Der bereits ausgeweitete Artenschutz muss durch intensiven Biotopschutz erweitert werden. Hierzu dient die Kartierung bedeutsamer Biotope und schließlich deren Unterschutzstellung. Nur so können wir einem Großteil unserer Tages- und Nachtfalter ein Überleben sichern. Dabei ist nicht nur an Naturwaldzellen gedacht (Kaisermantel, Waldbrettspiel, Feuerfalter, Kupferglucke)- sondern auch an Feucht- und Moorbiotope (Dukatenfalter, Kleiner Ampferfeuerfalter), an typische, unbehandelte Ackerraine und Feldgehölze (Segelfalter, Schlehenzipfelfalter, Zimtbär, Kleines Nachtpfauenauge), sowie auch an Weg und Waldränder mit Brennesselbeständen (Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen) und "Blumenwieseninseln" (Schwalbenschwanz, Aurorafalter, Schachbrett).
Das bedeutenste Schmetterlingsparadies können unsere Gärten sein. Mit einer Wildblumeninsel und einigen Brennesselhorsten lassen sich die schönsten Falter anlocken. Der Raumbedarf der Arten ist nicht groß und so können Gärten ein dichtes Netzwerk von Biotopen bilden.
hukwa

Sonntag, 3. März 2019

Sonntag, 29. Oktober 2017

Die Stunde des Dichters

Mein mystischer Pfad in die andere Realität

Vieles habe ich versäumt, manches nur erträumt.

Die Stille des nun aufziehenden Herbstes und seines kalten Bruders des dunklen Winter ist die Zeit der Dichtung. Lyrik und Dichtung erfordert Stille, braucht Geduld und Bereitschaft für den Moment da die Quelle des Orpheus zu sprudeln beginnt.
Dieser Moment ist die Stunde des Dichters.
Wenn die innere Konzentration am tiefsten ist beginnt Orpheus seinen Gesang anzustimmen.
Dichtung ist oft innere Biographie in Metaphern und Symbolen versteckt.
Meine Gedichte beruhen auf Erfahrungen meines Lebens die von aussen nicht erkennbar sind. Sie kamen zu mir in den vielen Stunden mystischer Versenkung, jene Momente wo ich in den Wäldern eins zu sein schien mit der Allnatur. Erlebnisse in denen ich ganz mit der Zeit verschmolz. Es sind Momente eines inneren Sehertums wie Goethe es mich beim lesen seiner Mütter Episode des Faust II ahnen ließ.
Es ist der dunkle geheimnisvolle Glanz magisch – heidnischer Urerinnerung die mein Leben mitprägt.
Dieses Hinabtasten in die dunklen Labyrinthe der Seele sind die wirklichen Erfahrungen die meine Persönlichkeit bilden.
Hier wurzelt auch das geheimnisvolle – Dunkel meiner hermetischen Gedichte. In diesem geheimnisvollen Dämmerschein meines Unbewussten spielt sich mein wahres Leben ab.
Es ist ein inneres Land, das neben unserer gewöhnlichen Realität existiert, in das ich oft versinke.
Fern ab jeder Gewöhnlichkeiten existiert dieses Reich, das mir immer Zuflucht war.
Auch meine niedergeschriebenen „phantastischen und magischen Geschichten“ bringe ich von diesen Reisen mit.
Ich habe sie nicht nur geschrieben, ich habe sie erlebt!
Schon als kleiner Junge hatte ich das Gefühl, dass ich mehr sah als die Anderen. In meinem „Fliegenpilzerlebnis“ das ich als Knabe hatte, habe ich den Eintritt in eine solche Anderswelt beschrieben. Heute weiß ich, dass ich damals einen Blick in meine persönliche Zukunft getan hatte. Damals drang ich das erste Mal ins „Reich der Mütter“ vor.
Gewiß haben viele mehr erlebt als ich, doch wenige haben soviel „gesehen“ wie ich!
Der Bewusstseinsbeton brökelte sehr früh bei mir, dadurch öffnete sich mir ein mystischer Pfad in die andere Realität.
hukwa

Foto©UteKnieriemen-Wagner
 

Freitag, 30. Januar 2015

Kindheit und Natur oder eine Kindheit ohne Terminkalender

Wenn ich am frühen Morgen aus dem Fenster schaue, sehe ich Kinder, die in die Schule und den Kindergarten laufen. Viele dieser Kinder werden schon morgens gegen 7.00 Uhr in der Schule oder im Kindergarten abgegeben. Die meisten erst gegen 16.30 am späten Nachmittag abgeholt. Es sind die Kinder einer turbokapitalistischen Leistungsgesellschaft. Eltern die für ihre Kinder keine Zeit mehr haben. Diese Kinder leben meiner Meinung nach eine Kindheit aus zweiter Hand. Was ist da noch viel vorhanden von Kindheit? Gewiss, Zeiten und Begriffe ändern sich, doch die Seele des Kindes, leidet unter solch einem Stress. Nur damit es einem materiell besser geht, muss man nicht die Seele seines Kindes verkaufen. Wer solches seinem Kind antut ist ein Seelenverkäufer!
Alexander Mitscherlich schrieb einmal: „Warum werden unsere städtischen Kinder nicht wie Kinder von Menschen behandelt, sondern wie Puppen oder Miniaturerwachsene, von infantilisierten Erwachsenen umgeben, deren städtische Vorerfahrungen sie dermaßen beschädigt haben, dass sie schon gar nicht mehr wissen, was der Mensch vom 6. bis zum 14. Lebensjahr für eine Umwelt braucht.“
Vor lauter Kindergarten, Schule und Kursen haben Kinder heute fast keine Freiräume mehr um sich seelisch zu entwickeln. Kindheit besteht heute vorwiegend aus Aufgaben und Pflichten. Und ist einmal ein Stückchen „Freiheit“ vorhanden, verbringen sie diese meist vor dem Fernseher oder in einer digitalen Traumwelt fern von jeglicher Authentizität.
Wie wichtig zum Beispiel Natur für Kinder ist, begreifen auch viele Eltern nicht mehr, weil diese selbst in einer geisttötenden Entfernung vom Naturbegriff leben.
Jeder Erwachsene, der in seiner Kindheit ein naturverbundenes Leben führen konnte, wird sich mit Wehmut daran zurückerinnern. In dem Wissen, dass Natur ihn geprägt hat und sein Naturbegriff ist bestimmt positiv.
Wegen des Wettbewerbs in unserer Ellenbogengesellschaft werden Kinder in die Ganztagsreservate von Schule und Kita gesteckt. Und all dies unter dem Deckmantel einer fürsorglichen und einzig richtigen Pädagogik. Setzen wir dieser nicht gerade kinderfreundlichen Pädagogik einige Zeilen aus dem Buch von Janusz Korczak entgegen, „Wie man ein Kind lieben soll“:

„Das Kind, das du geboren hast, wiegt zehn Pfund. Davon sind acht Pfund Wasser und je eine Handvoll Kohlenstoff, Kalk, Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Kalium und Eisen. Du hast acht Pfund Wasser und zwei Pfund Asche zur Welt gebracht. Und jeder Tropfen dieses deines Kindes war einmal Dunst einer Wolke, Ein Schneekristall, Nebel, Tau,ein Bach und das Abwasser eines städtischen Kanals.Jedes Atom Kohlenstoff oder Stickstoff war einmal Bestandteil von Millionen verschiedener Verbindungen. Du hast nur das alles zusammengefügt, was schon vorhanden war. Die Erde schwebend im unendlichen Raum. Ihr naher Gefährte, die Sonne, fünfzig Millionen Meilen entfernt. Der Durchmesser unserer kleinen Erde, das sind nur dreitausend Meilen feurig glühender Masse mit einer dünnen, in einer Mächtigkeit von zehn Meilen erstarrten Schale. Auf dieser dünnen, mit Feuer erfüllten Schale, inmitten von Ozeanen, eine Handvoll festes Land. Auf dem Land, zwischen Bäumen und Sträuchern, Insekten, Vögeln, Tieren wimmelt es von Menschen. Und unter den Millionen von Menschen hast du noch ein – ja was denn? - Hälmchen, ein Stäubchen zur Welt gebracht, ein Nichts. Aber dieses „Nichts“ ist ein leibhaftiger Bruder der Woge im Meer, des Sturmwindes, des Grases, der Eiche, der Palme – des Gelbschnabels im Vogelnest, des Löwenjungen, des Füllen und des kleinen Hundes. In ihm ist etwas, das empfindet, untersucht – duldet, begehrt, sich freut, liebt, vertraut, hasst, - glaubt, zweifelt, an sich zieht und abstößt. Dieses Stäubchen umfasst mit seinen Gedanken alles: Sterne und Ozeane, Berge und Abgründe. Und was ist dieser Inhalt der Seele anders als das All, nur ohne Dimensionen.“

hukwa

Montag, 22. September 2014

Die Kunst in der Natur

Jetzt im Herbst erscheinen mir die Wälder wie ein großes, dunkles Geheimnis. Es ist die Zeit wo ich auf einsamen Spaziergängen dahin zurückkehre wo ich einst begann. Ich folge dem göttlichen Spinnennetz meines Lebens, das ein einziges Labyrinth aus Erinnerungen ist. So verarbeite ich im Geiste was ich auf meinen einsamen Spaziergängen finde. Ich beuge mich zur Erde und greife mit meinen Händen ins welke Laub. Im Frühling und Sommer ist mir der Herbst grüne Daseinsfülle, jetzt vor dem Winter sprechen seine Wesen zu mir vom Vergehen. Im Raureif und im Düster des frühen Morgens erscheint der Wald als ein großes Kunstwerk das in den Worten Dürers zu mir spricht:
"Denn wahrhaft steckt die Kunst in der Natur, und wer sie heraus kann reißen, der hat sie."
hukwa

Montag, 11. August 2014

Gang durch den nächtlichen Wald

Einsamer Mond
in stiller dunkler Nacht
wie Spinnensilberfinger
die Äste der Birke
bewegen sich sacht
in der Waldesnacht
wo unter nassen grünen Stein
die alte Unke wacht
ein einzelner Stern
gesellt sich zu dem Monde
schenkt neue Kraft
der alten Mutter Erde.
hukwa

Mittwoch, 26. März 2014

Die Balance der Wälder

Der wald schenkt uns sinngebung, er hat einen meditativen Einfluss auf uns. Jeder mensch spürt irgendwann in seinem Leben ein Bedürfnis nach Natur und Stille. Er weiß unbewusst, in den Wäldern findet er eine innere Balance, seinen eigenen Mittelpunkt, denn die meisten Menschen verloren haben.
hukwa

Dienstag, 14. Januar 2014

An den Ufern der Zeit - Eine Wanderung entlang der Moosalb

Wer das Tal betritt lässt die Welt hinter sich. Wälder, Wolken und Wind, das leise Rauschen des Wildbachs. An seinen Ufern Pappeln, Weiden und Erlen. Im Vorfrühling und im Spätherbst zittern die Wälder im Sturm und in den Nächten stöhnen die Bäume unter krachenden Gewittern. Das Tal ist nicht so breit, zu beiden Seiten bewaldete Berghänge. Schon Anfang September knistert die rote Fackel des Herbstes im Laub. Der Abend fällt früh und feucht. Silberner Nebel legt sich kurz vor der Dämmerung über das Tal. Blutrot glühen die Ebereschen in dieser Zeit, funkeln wie Blut im braunen Laub. Die Abende dann, jene Zeit zwischen Laubfall und Schnee, sind stiller als das letzte leise Walddämmern im Sommer war, kein Vogellaut ist zu hören. Im November trägt der Wind oftmals schon den Geruch von Schnee mit sich. Und wenn er kommt, der Winter, ist das Tal meist menschenleer. Den Tieren, Pflanzen und Wassern überlassen. Den wahren Besitzern des Tals. Hart ist der Winter im Tal, schneidend und kalt seine Winde und wie Diamanten funkeln dann die Sterne am Himmel.
Zieht der Altweibersommer herauf, werden die Blätter der Pappeln und Weiden unruhig, als wüssten sie, dass sie bald fallen müssen. Millionen von Spinnen werfen ihre silbernen Seile und früh am Morgen fangen sich die Tautropfen in ihren Netzen; in denen sich golden die Sonne spiegelt. Stille, Gelassenheit und Ruhe empfängt den Wanderer um diese Jahreszeit im Tal.
Ein kurzes klatschen, verursacht durch das Auffliegen einer Ringeltaube in den Baumwipfeln, knistern im Dickicht, der Ruf des Schwarzspechts, das sind die frühherbstlichen Geräusche des Tals.
Wer an solchen Tagen ins Tal eindringt um etwas zu suchen der wird es gewiss finden. Es kann passieren das einem an solchen Tagen ein seltsames Gefühl überkommt, dass Gefühl einer geträumten und dennoch konkreten Wirklichkeit, einer Wirklichkeit wie man sie nur hier im Tal findet. Atemberaubend erscheint uns nun die Vielfalt von Pflanzen und Tieren, wenn wir nur ein Auge dafür haben.
Und der Himmel? Wie aus Bernstein gehauen scheint er. Doch erst der Mond, wenn er am Abend aufgeht, fast durchsichtig verzaubert sein Licht, verwandelt das Tal in eine Märchenlandschaft.
Wer jetzt hier wandert denkt manchmal, er befinde sich an den Ufern der Zeit. 
hukwa

Dienstag, 10. Dezember 2013

Die Kunst in der Natur

Jetzt in der Adventszeit erscheinen mir die Wälder wie ein großes, dunkles Geheimnis. Es ist die Zeit wo ich auf einsamen Spaziergängen dahin zurückkehre wo ich einst begann. Ich folge dem göttlichen Spinnennetz meines Lebens das ja ein einziges Labyrinth aus Erinnerungen ist. Es ist die Neugierde die mich in dieses Reich treibt und im Geiste verarbeite ich was ich finde. Ich beuge mich zur Erde und stecke meine Hände in das welke Laub. Der Herbst steht schon klirrend kalt an der Grenze zum Winter. Im Frühling und Sommer ist mir der Wald grüne Daseinsfülle, jetzt, so kurz vor dem Winter sprechen seine Wesen von vergehen in der Natur zu mir. Im Raureif und im Düster des Morgen erscheint der Wald als ein großes Kunstwerk der in den Worten Dürers zu mir spricht:
„Denn wahrhaft steckt die Kunst in der Natur, und wer sie heraus kann reißen, der hat sie“. 
hukwa