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Sonntag, 7. Juni 2020

Leben wie ein Baum...


"Leben wie ein Baum 
einzeln und frei 
doch brüderlich wie ein Wald 
das ist unsere Sehnsucht." 
Nazim Hikmet 
hukwa

Sonntag, 6. Januar 2019

Philosophiegeschichte

Foto©UteKW

Was Philosophie ist und soll ist eines der ewigen Themen der Philosophie. Deswegen ist die Philosophie immer auf die eigene Betrachtung ihrer Geschichte angewiesen. Da nun der Philosoph aus seiner eigenen Zeit nicht heraustreten kann um sie historisch kritisch zu betrachten, sondern nur kritisch über sie Philosophieren kann so kann er doch mit den Gedankenwelten der Philosophiegeschichte in Verbindung treten und im "Philosophieren im Jetzt" die humanistischen Saatkörner der Vergangenheit zu neuem Erblühen bringen.
hukwa

Dienstag, 19. November 2013

Sonntagmorgen im Karlstal

Wie weiße Schlangen
winden sie sich um die Bäume
die Nebel steigen auf aus dem Tal
in der ferne das Echo
vom Laut des Fuchses
Es ist als sei die Stille hörbar
und die Erde nicht mehr malbar
Lichtloser Horizont
dann ein goldener Strahl
ergießt sich über das Tal
einige sind da
aber
keiner nimmt etwas wahr.
hukwa

Sonntag, 26. Mai 2013

Der Baum in der Trippstadter Landschaft

Einer der schönsten An- und Ausblicke in der Landschaft sind zweifelsohne ältere und allein stehende Bäume. Sie haben eine starke Wirkung auf das Landschaftsbild und geben dem Landschaftsraum eine Struktur und ein unverwechselbares Gesicht.








Als Einzelobjekte prägen solch ältere Bäume mit ihren mächtigen Kronen und starken Stammumfang auch die Trippstadter Landschaft. Solche Baum-persönlichkeiten sind ein besonders zu wahrendes Kulturgut.
Von jeher sind Bäume dem Menschen Symbole des Lebens, der Geborgenheit und des Schutzes gewesen. In einer Zeit der bedrohten Mit und Umwelt sind sie auch Ausdruck des Beharrens, der Hoffnung und vor allem der Freude am Wachsen und Gedeihen. Auch aus unserer Sprache sind solche Bäume nicht mehr weg zu denken. So kennen wir den Lebensbaum, den Maibaum, den Tanzbaum, die alte Dorflinde, den Stammbaum und den Christbaum.

Unsere Gemeinde kann mit Recht stolz auf ihren Altbaumbestand sein. Die altehrwürdigen Zerreichen im Trippstadter Schlosspark, die mächtige Kastanie und ihr direkter Nachbar die alte Roteiche vor dem Trippstadter Schloss und die wunderschöne alte Buche vor der katholischen Kirche prägen das harmonische Dorfbild von Trippstadt.
Entlang der Trippstadter Feldwege finden sich einige ältere Birn- und Apfelbäume die unsere Kulturlandschaft hier aufs besondere prägen und ihr ein landschaftstypisches Gesicht geben. Bäume helfen uns dabei, eine Landschaft erst richtig zu erkennen und lieb zu gewinnen weil sie etwas authentisches darstellen und die natürliche Schönheit einer Landschaft besonders hervorheben. Sie sind ein wichtiger Aspekt des touristischen Landschaftserlebnisses und dienen einer harmonischen Erholung in einem Fremdenverkehrsort.

Das „besondere“ an solch alten Bäumen erkannten die alten Griechen schon sehr früh! Sie pflanzten an besonderen Orten Bäume die sie als „genius loci“ bezeichneten, also als „Geist dieses Ortes“. In unsere heutige Sprache übersetzt bedeutet dies nichts anderes, als ein besonderer harmonischer Platz in der Landschaft. Sind sie doch Gewähr für das viel zitierte Naturerlebnis das die Menschen heute so dringend benötigen.


Es sind viele Gründe die dafür sprechen die alten Bäume der jeweiligen Landschaft zu erhalten. Neben dem landschaftsästhetischen und den kulturellen Gründen sind es vor allem psychologische und gesundheitliche, die durch tiefenökologische und nachhaltigkeitsstrategische Argumente ergänzt werden.
Vor allem in unserer Zeit die sich ja nicht nur in der Verschandelung der sichtbaren Natur widerspiegelt sondern vor allem der „unsichtbaren“ Umweltkatastrophen, nämlich der Ozonlöcher und Klimaerwärmung. Hier tragen Bäume eine besondere Schutzaufgabe für das Leben auf unserem Planeten. So wissen wir schon lange, dass ein Baum die Strahlungsintensität der Sonne reduziert und uns dadurch vor Hautschäden schützt. Bäume sind Staub- und Schadstofffilter. So ist zum Beispiel das Staubfangvermögen unserer Trippstadter Dorflinden pro Quadratmeter Blattfläche rund fünf mal höher als das von mächtigen Stadtplatanen. Auch die große Buche vor der katholischen Kirche in Trippstadt sorgt bestens für uns. Wenn dieser Baum im Lichte photosynthetisch aktiv ist, gibt er etwa genau soviel Sauerstoff an die Atmosphäre ab wie er an Kohlendioxid aus dem Luftraum zur Bindung in organischen Molekülen aufnimmt. Diese große Buche setzt am Tag ungefähr 7000 Liter Sauerstoff frei. Das ergibt etwa 35 Kubikmeter sauerstoffreiche Atemluft- genug um den Tagesbedarf von über 50 Menschen sicherzustellen.
Ohne diese ausgleichende und regenerierenden Leistungen der Bäume gäbe es auf Dauer kein höheres Leben in der jetzigen Form auf unserem Planeten. Doch solche Laubbäume dämpfen auch den Verkehrslärm und im Sommer produzieren sie besonders viel Sauerstoff und sorgen somit für angenehme Luftfeuchte und Kühle in unserer Gemeinde.

So sind Bäume Symbole für viele Dinge und der türkische Dichter Nazim Hikmet schrieb zu Recht:
Leben
Einzeln und frei wie ein Baum
Und brüderlich wie ein Wald
Das ist unsere Sehnsucht.

In diesem Sinne sind uns Bäume auch Lehrmeister für unser tägliches Sein in der Gesellschaft. Jeder einzelne Baum ist ein Ökosystem und wenn wir die „Sprache der Bäume“ verstehen, können wir von diesem Ökosystem mit seinen vielfältigen Verflechtungen nur lernen und vor allem profitieren in einem ganzheitlichen Sinne.
hukwa

Mittwoch, 27. Februar 2013

Es naht der Lenzing

Heute sind die Kraniche auf ihrem Frühjahrszug vorüber geflogen. Jedes Jahr ziehen sie regelmäßig fast auf den Tag genau über das Dorf. Mir sind sie immer ein Gruß des Frühlings, wie der Märzenbecher, der Huflattich und das Lungenkraut, im Volksmund Brüderschen und Schwesterschen genannt, die bald mit ihrer Blüte beginnen. Die Frühjahrsfeen Demeter und Ostara erwachen langsam. Bald ertönen wieder die ersten Vogelkonzerte und neues Leben zieht in die Wälder ein. Das Jubellied des Lenz kann beginnen.

Montag, 25. Februar 2013

Zwiesprache mit der alten Buche

Jeden Morgen wenn ich aus dem Fenster schaue begrüßt mich die wunderschöne, mächtige Blutbuche, die auf dem Kirchplatz steht. Im Laufe der Jahre hat sich zwischen uns eine tiefe Freundschaft angebahnt. Der mächtige Baum überragt den Kirchturm um ein Großes, ja, dieser wirkt klein gegen die alte Buche. Es ist ein alter, weiser Baum in vollendeter Schönheit und oft wenn ich ihn am Morgen begrüße geht mir ein Gedicht von Robert Faesi durch den Geist.

Zu euch, im Rauschen stummberedte Bäume,
Horch ich hinauf, und meinem Blick gewährt
Ihr stilllen Flug in eure Dämmerräume.
Ihr kühlt mir sommerlang den Atemzug,
Behütet mir die Seele unversehrt,
Und eure Düfte nähren meine Träume.

Genau so empfinde ich am Morgen beim Anblick der uralten Buche.
hukwa