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Sonntag, 29. März 2009

Donnerstag, 12. März 2009

Beim Bau der Trockenmauer











Vor einiger Zeit, errichtete ich eine große freistehende Trockenmauer im Pfälzerwald.
Dies hier sind Arbeitsfotos davon.
hukwa

Sonntag, 1. Februar 2009

Hörlehrpfad/Klangbildhauerei Konzept von 2002





Trockenmauerschlange mit integriertem " Hörlehrpfad ".


- wurde leider nicht in die Praxis umgesetzt, was aber noch geschehen kann-

Mit dem Konzept " Hörlehrpfad mit integrierter Trockenmauerschlange ", möchte ich ein künstlerisch-ökologisches Projekt angehen – das man auch unter dem Motto – Klänge der
Elemente – bezeichnen könnte.
In Vorträgen, Workshops, Seminaren, Konzerten und Ausstellungen bzw. Installationen möchte ich Besucher in die Welt des Hörens einführen. Mit diesem Expose möchte ich das Projekt kurz beschreiben.
Trockenmauerbau :
Hintergrund des von mir initiierten Trockenmauerbaus ist nicht nur der künstlerische Aspekt, sondern im Vordergrund steht eine Ökologische Philosophie. Trockenmauern sind fester Bestandteil des Landschaftsbildes und Zeugen vergangener Handwerkskunst. Zudem bilden diese Mauern ökologisch wertvolle Lebensräume, für seltene Tieren und Pflanzen. Jahr für Jahr verschwinden zahlreiche Trockenmauern und mit ihnen auch kostbare Biotope.
Als wichtiger Bestandteil der Trockenmauerschlange und somit auch des " Hörlehrpfad ", sehe ich hier die Berücksichtigung, des Beziehungsgefüges eines Ortes, mit allen tieren und Pflanzen innerhalb einer Landschaft sowie im übergeordneten, größeren Zusammenhang für die Planung und Gestaltungsmaßnahmen. Hier nähere ich mich ein wenig dem Permakultur Design.
Bei der Konzeption und Ausarbeitung des Hörlehrpfades, steht an erster Stelle, wiederholte Begehungen des Geländes, sogenannte – Hörspaziergänge – durch eine solche Erfahrung wird nicht nur das Didaktische eines Lehrpfads, sondern auch das Ästhetische eines Kunstwerks zum Ausdruck kommen. So soll bereits im VORFELD ein " begehbares Buch ", das über die akustische Wahrnehmung, über Klänge und Klanglandschaften belehren, aber
auch zu konkreten Übungen auffordern soll. Gleichzeitig soll der Hörlehrpfad, auch als
" Weg der Stille " gegangen werden können und somit zur Kontemplation einladen.
Bei der GESTALTUNG sollte auch der Einbezug geomantischer Überlegungen eine Rolle spielen. So können die Qualitäten einer Landschaft erkannt werden und Raum bekommen,
unabhängig von der oberflächlichen Schönheit ( was immer Mensch auch dafür hält ) und Vielfalt der Arten, die auf der roten Liste stehen. Es geht um den Wert alles lebenden an sich.
Unser Hörgang ist ein Teil, den wir gerne " vernachlässigen ", oft wird uns der Unterschied von Natur, Elementen, Konsum und " Stillegeräuschen " gar nicht mehr bewusst. Ich persönlich sehe dieses Projekt als Ganzheitliches Kunstwerk !
. Die Dimension der Wahrnehmung über den materiellen Anteil hinaus !
. Das Bewusstsein :
. mit allem verbunden zu sein,
. das Leben und Wachsen zyklisch ist,
. dass das, was gegenwärtig ist, auch Ausdruck kosmischer Kraft ist, sich also wandeln wird
. dass Zerstörung und Wandlungsprozesse ihren Platz haben,
. das Wissen um die Unbesiegbarkeit des Lebens, auch wenn es manchmal nicht so
aussieht,
. das Begleiten von jahreszeitlichen Abläufen durch verschiedene Wahrnehmungen akustischer und geistiger Bedeutung.

Während des mehrmaligen Ablaufen einer Landschaft, eines Ort, eines Platz stellen wir fest, das jedes Landschaftsgefüge vom Menschen gemachte Geräusche erzeugt, aber wir stellen auch fest das an jedem Landschaftsgefüge, ein einzelner, eigenster, mit den Ohren kaum wahrnehmbarer Ton existiert, der eben nur zu diesem Ort gehört. Einen solchen Ton markieren wir geben ihm einen Namen. Dies ist eine Stelle der Kontemplation.
An diesen Kontemplationsstellen achten wir nur auf die Geräusche. Da diese Stellen markiert sind zum Beispiel mit zwei Robinienstämmen und einem Findling – auf den Stämmen eine Hinweißtafel – so wird der Besucher immer wieder seinen Platz finden und feststellen können wie sich die verschiedenen Geräuschkulissen dem ALL – TAG anpassen.
Zum Beispiel bemerkt er bald, das Glockengeräusche sogenannte " soziale Geräusche " sind. Sie sagen uns die Uhrzeit, unsere Gedankenkehren tiefer in die Vergangenheit, uns wird bewusst das früher die Glocken den " Feierabend " einläuteten. Es gibt Stellen da Hören wir den " Motor der Stadt ", diesen riesigen Geräuschpegel nur leise, dafür übertönt die Musik der Natur. An verschiedenen Stellen, hören wir regelmäßig das Klopfen des Specht. Hier könnten wir bereits von " Klangbildhauerei der Natur " reden. Je tiefer wir lauschen, um so intensiver vernehmen wir auch den jeweiligen Ton eines Ortes, bis hin zu seinem eigenen, nur ihm spezifischen Erdton – jener Ton der eben nur dieser Platz besitzt.
An verschiedenen stellen – an den Kontemplationsstellen – unseres Hörweges, stellen wir auch NATURINSTRUMENTE auf. Einen Hörstein, eine aus Wildholz gebaute Hörbank, einen
Hörbaum. Hier sind kaum kreative Grenzen gesetzt und man kann aus der vollen schöpferischen Kraft heraus arbeiten. Jeder ort, jeder Platz ist übrigens wie jeder Mensch auch – durch seine eigene Geschichte geprägt. In der Geomantie spricht man hier vom Kraftmuster eines Ortes oder eines Platz. Einen solchen Hörweg möchte ich Persönlich als
Teil einer " sakralen Landschaftsarchitektur " bezeichnen, wie sie Heute in jede Stadtökologische Perspektive hineingehören sollte. Gerade eine Stadt wie Trier die ja voller
Geschichte steckt, sollte neben den erforschten Geschichten ihrer Plätze, die verborgen Geomantische Geschichte aufdecken.
Auch besteht die Möglichkeit eine Höhle oder Hütte aus Naturmaterialien zu bauen und hier
sogenannte Weltstadtklänge aufzuführen.
Um die Besucher zu sensibilisieren wäre es gut eine kleine Broschüre zu diesem Thema herauszugeben, die man ja zum Kauf anbieten könnte. Auch " akustische Workshops" und Vorträge sollten im Gesamtkonzept enthalten sein. So besteht die Möglichkeit den Klangcharakter der Region Trier zu erforschen. Denn : Geräusche und Klänge unserer Zivilisation sind nicht nur ein Unbeeinflusster Klangbrei, aus dem man sich Gegebenenfalls die Rosinen herauspickt, sie sind eine unmittelbare Äußerung unserer Kultur, haben Struktur und Bedeutung und lassen sich als akustisches Abbild einer Landschaft in ihrem Verhältnis untereinander untersuchen. Die akustische Landschaft oder Lautsphäre, ist ein mindestens ebenso wirklicher Teil unserer Wirklichkeit wie ein Waldgebiet, ein Weinberg oder ein Wüstengebiet. Alles in allem ist ein Hauptsinn des HÖRWEGES die Untersuchung von Klanglandschaften und der Versuch " Klangbiotope " zu bezeichnen und zu bewahren, aber auch Vorschläge zu entwickeln wie gerade in einer urbanen, städtischen Umgebung Klänge der Ruhe und Kontemplation entwickelt werden können. Hörspaziergänge können mit Klangtagebuch, sowie mit Zeichenblock ( Hier eignet sich die Tuschezeichnung ) unternommen werden. Ohne Zweifel dürfte hier auch bereits vom schon erwähnten Klangbiotop, als einer ökologischen Tat und nicht nur einem musikalischen Gebot gesprochen werden. Was vielleicht Heute noch wie eine Utopie klingt – kann bald Wirklichkeit werden: Das Behandeln von akustischen Belästigungen in öffentlichen Räumen und Umgebung – hin zu einer bewussten Aufnahme städtischer und ländlicher Klänge. Selbst " Sphärenklänge " haben nichts mit billigem " Esoterikkonsum " zu tun, sondern dienen einer Harmonisierung des menschlichen Sein.
An dieser Stelle möchte ich ein Beispiel aus meinem Klangtagebuch bringen:
Ich stehe auf der Trockenmauerschlange, die ich in mühevoller Arbeit, auf dem Campingplatz Neuhöfertal bei Trippstadt errichtet habe. Die freistehende Trockenmauer hat eine Länge von fast 20 m und eine breite die etwas unterschiedlich ist, zwischen
1,50 m und 3 m. In der Mitte befindet sich eine Ausbuchtung, auf ihr stehe ich und bin GANZ OHR ! Was nehme ich wahr ? Zunächst Gedankengänge vor der Kontemplation :


Ganz Ohr sein – Was heißt das eigentlich ? – Es ist schon schwierig genug, immer ganz Mensch zu sein. Wann sind wir schon ganz bei uns selbst, in unserer Mitte ? Und nun auch noch Ohr sein ? ... Das Ohr ist der Weg... Hier liegt ein Stein. Wir können von ihm lernen. Er ruht in sich selbst. Er hört uns. Er ist weise. Er ist ganz er selbst. dies teilt mir der Stein mit. Er ist im absoluten Gleichgewicht, dies teilt mir der Stein mit. Der Stein teilt mir aber auch mit, das es so etwas wie Stille gibt und das Stille nicht die Abwesenheit von schall ist.
U.S.W.
Dieses nur als kleine Einleitung in ein Klangtagebuch.

HÖREN :
Das Gehör stellt den sensibelsten Teil des Menschen dar. Der Hörapparat – unterschieden in Außen-, Mittel – und Innenohr – übermittelt dem Gehirn noch Luftdruckschwankungen, die den fünfmilliardsten Teil des normalen atmosphärischen Drucks ausmachen. Die Schmerzgrenze ist erst bei Schallimpulsen erreicht, deren Energie das Billionenfache dieses
Wertes beträgt – kein anderes Sinnesorgan verfügt über solch eine Dynamik. Dem vergleichbar ist die Empfindlichkeit für Tonhöhenschwankungen, die aber stark kulturell überformt sein kann. Ein Mitteleuropäer " hört anders ", als etwa ein musikalisch interessierter Tibeter , denn die tibetische Musik die ja sehr sakral ist, kennt feinste Unterscheidungen der Tonhöhen, die UNSEREM Ohr fremd sind. Dennoch können auch wir
das gehör als sensibles Messinstrument gebrauchen : Experimente zeigen, das die Halbierung einer Seite auf dem Monochord durch das Gehör präziser gelingt, als mit dem Augenmaß – indem man den Griff ( oder Steg ) auf die Oktave einstimmt.
Die Bedeutung des Hörens im ALL-TAG wird Heute meistens unterschätzt. Barry Truax, kanadischer Akustikforscher, unterscheidet drei Grundarten des Hörens : Das BEREITSCHAFTSHÖREN bezeichnet die normale Hörhaltung im Alltag, bei der die Aufmerksamkeit auf nichts bestimmtes gerichtet ist, aber einzelne Klänge sofort in den Vordergrund treten wenn sie für die Situation von Bedeutung sind. Einfachstes Beispiel:
Signale im Straßenverkehr. Man kann diese Art des Hörens auch als Überlebenshören bezeichnen.
Beim SUCHENDEN HÖREN richtet sich die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Klang. Dabei leistet das Gehör Erstaunliches indem es unter einer Vielzahl von Klängen und Geräuschen das Gewünschte herausfiltern kann. Dieses Vermögen ist unter dem Stichwort
" Cocktail-Party-Effekt " bekannt – weil man es bei diesen Gelegenheiten oft bis zum Äußersten trainieren muss, wenn man seinen Gesprächpartner noch verstehen will.
Außerdem gibt es noch das HINTERGRUNDHÖREN, bei dem das Tagesbewusstsein an nichts anhaftet und sich rückwirkend dennoch an zuvor Gehörtes erinnern kann , wenn man den entsprechenden Anstoß dafür bekommt. Mit andern Worten das Unterbewusstsein hört immer mit.
Diesem HINTERGRUNDHÖREN gilt die ganze Anstrengung der Produzenten von Kaufhausmusik, die ein positives Kaufverhalten durch Einflussnahme auf die Befindlichkeit zu erzeugen vermag. Denn das Ohr ist der direkteste Weg, zum Emotionalen, es ist das
" Tor zur Seele ". Deshalb kann Musik so tief berühren und uns verzaubern, aber aus gleichen Grund reagieren wir mitunter mit heftiger Abwehr, wenn ein unangenehmer Klang auf unser Ohr trifft. eine auf einer Schiefertafel quietschende Kreide scheint jedem Menschen ein Gräuel zu sein – ein Antagonismus, Erinnerungen an einen Klang, der zu
URZEITEN höchste Gefahr bedeutete ?
Was dem Menschen der Vorzeit das Hören war, kann Heute noch jeder nachvollziehen, der nachts, durch einen dunklen Wald schleicht : Jedes Rascheln, jedes noch so leise und unbedeutende Knacken eines Zweiges gewinnt plötzlich dramatische Bedeutung, versetzt uns in Alarmbereitschaft.

Alfred Tomatis, französischer Arzt und Hörforscher, weist nicht nur auf den elementaren Zusammenhang, zwischen Hören und Sprechen, sondern zwischen Hören und Menschsein überhaupt hin : Die Haarzellen, von denen wir etwa 18.000 im Innenohr besitzen und die
eigentliche Übertragung von physischer Schwingung in Nervenimpulse vollbringen, gehören
entwicklungsgeschichtlich zu den ältesten Zeittypen überhaupt. Sie gleichen dem Einzeller,
dem einfachsten biologischen Organismus, in ihrer Grundfunktion " aufs Haar ". Auch die Nervenzellen des Gehirns, ja das Gehirn selbst, haben sich, so Tomatis, einst aus der Haarzelle, der sogenannten Corti- Zelle, heraus entwickelt. Für die elementare Bedeutung des Ohres für den ganzen Menschen gibt es eine berühmt gewordene Analogie: Das ungeborene Baby nimmt im Mutterleib eine Haltung ein, die der Form des Ohres entspricht. In der Tat ist das Ohr das erste Organ des heranwachsenden Fötus, das zur vollen reife gelangt, und ab dem fünften Schwangerschaftsmonat ist das Baby " ganz Ohr"
Das Herz der Mutter übernimmt ab da die Steuerung seines Pulsschlages, und ihre Stimme wird zum vertrautesten Klang der Außenwelt – das Erlernen der Muttersprache beginnt im Bauch.
Die Sprache ist es später auch, die uns mehr als alle anderen Formen der Kommunikation
zu einem sozialen Wesen macht.


LÄRM : Lärm ist unerwünschter Schall – so lautet die allgemeinste Definition. Demnach muss ein Geräusch nicht unbedingt laut sein um als lärm Karriere zu machen. Als die einstberühmte " Kesselflickerkrankheit " ist Lärm, heute noch in abgeschiedenen Gegenden bekannt.

Sonntag, 14. September 2008


Der Hain des Dschuang Dsi

erbaut 2004

Weidenbühne im Wohnstift Trippstadt


Diese Weidenbühne habe ich im Jahr 2004 aus Steckweiden gebaut.

Sie ist ein lebendes Kunstwerk und wächst immer weiter.

Shakespeare schrieb: "Das Leben ist eine Bühne"

In Trippstatd sagen wir "Die Bühne lebt!"