Posts mit dem Label Ökologie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ökologie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. November 2024

Utopischer Wahnsinn

 Elon Musk schmiedet schon Pläne zur Besiedelung des Mars sobald alle Ressourcen unseres Planeten ausgebeutet sind. Wenn dieser Thematik in Zukunft zentrale Bedeutung zukommt, dann nimmt die Politik furchterregende Dimensionen an. Die Gefährlichkeit solcher Wahnsinnsideen besteht darin, dass es sich um den politischen Größenwahn einiger Eliten handelt, die das Dasein der einfachen Menschen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Die globalistische Elite will eine neue Weltordnung einführen. Anstatt unsere Erde zu retten, will man ihr den Gnadenstoß versetzen und zum Mars auswandern.

Dass wir, wenn sich in Sachen Klimaschutz nichts ändert, bald auf einem sterbenden Planeten leben ist vorauszusehen.  Ohne radikale Änderungen in der Politik werden die uns folgenden Generationen Zeugen der letzten Tage unseres Planeten sein.

Viele Jahre und viele Klimagipfel mit wenig Fortschritt verleiten zur Resignation. Die Wahrheit ist: Selbst wenn alle Länder ihre Zusagen einhalten, was unwahrscheinlich ist, dürfte es im Schnitt um 2,7Grad wärmer werden. Welche Katastrophen dies begünstigen kann, haben wir gerade in Spanien erlebt. Es ist eindeutig, dass es ein negatives Zusammenspiel zwischen Klimawandel, Biodiversität und Wirtschaft gibt und der apokalyptische Kipppunkt mit jedem Jahr näher rückt. Das Ökosystem ist rational und es ist unmöglich ohne gewisse Konsequenzen gegen seine Regeln zu verstoßen. Mit diesem Wissen könnte man meinen, dass unser sogenanntes gesundes Denken welches nach immer größerem Wirtschaftswachtum strebt, nichts anderes ist als kollektiver Wahnsinn. Fast täglich hören wir von der Wissenschaft dass es zahlreiche Hinweise gibt, dass der Klimawandel, noch schlimmere katastrophale Ausmaße annehmen wird, als wir es Heute schon gewohnt sind.

Trotz der Evidenz des Klimawandels bleibt das Gros der PolitikerInnen- das schlafwandlerische Krisenmanagement zeigt es- auf kurzatmige und illusionäre Reparaturziele fixiert. 


©hukwa

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Wälder

Die Menschen brauchen die Wälder weltweit, vor allem den Amazonaswald als CO2 Senke, um die Klimaziele zu erreichen. Doch in dieser Funktion werden die Wälder immer schwächer. Neueste Studien zeigen, dass der brasilianische Regenwald in den letzten zehn Jahren mehr Kohlenstoff freigestzt hat, als er hat speichern können. Die Gründe hierfür sind wohlbekannt. Mit dem Zusammenbruch des Ökosystems Wald verbindet sich die akute Gefährdung der gesamten Artenvielfalt und somit der Lebensgrundlage überhaupt. Die Industrienationen die für die Abholzung des Regenwaldes, die Versteppung großer Landteile, vor allem in Afrika, und die Gefährdung der Biosphäre verantwortlich sind haben ethisch, geistig und politisch versagt. Es reicht nicht aus, immer neue Konferenzen einzuberufen, auf denen über das zukünftige Weltklima diskutiert wird und in der Regel nichts als ein sich wiederholendes „außer Spesen nichts gewesen“ herauskommt. Derweil läuft uns die Zeit davon und alle Maßnahmen werden zu spät kommen. Anscheinend will die Politik das Datum des Jüngsten Tages, also wenn es für alles zu spät ist, selbst bestimmen. Die Menschen wollen es nicht einsehen, dass sie inzwischen selbst schon auf der „Liste der bedrohten Arten“ stehen. Die Möglichkeit besteht, dass wir verschwinden werden wie einst die Dinosaurier – mit dem Unterschied allerdings das diese sich nicht selbst ausgerottet haben. Was wir derzeit erleben ist nichts anderes als der Selbstmordkurs einer materialistischen Konsumgesellschaft die mit Turbogeschwindigkeit ihren eigenen Untergang vorantreibt. Was die folgenden Generationen betrifft wäre es falsch zu sagen: als wir die Probleme bemerkt haben, war das „Kind schon längst in den Brunnen gefallen“. Korrekt wäre zu sagen, dass wir unsere Kinder selbst in den Brunnen geworfen haben, denn wir haben gewusst was wir tun. Die Klagen und Kassandrarufe der jüngeren Generationen sind emotional. Hören wir damit auf diese Jugend für inkompetent zu halten. Die Politik muss endlich die richtigen Maßnahmen durchsetzen um die ökologische Tragödie noch stoppen zu können.

Dienstag, 18. Mai 2021

Keine Windräder im Pfälzerwald

Ich bin für Windkraft, aber nicht im Pfälzerwald, da gehören diese aus Gründen der Biodiversität nicht hin. Windkraftanlagen sind Industrieanlagen, vor allem wenn sie in einem Windpark zusammen anzutreffen sind. Wenn diese Anlagen in einem naturnahen Gebiet wie dem Pfälzerwald aufgestellt werden kann man von einer Industrialisierung der Landschaft sprechen. Durch die Abstands - und Umweltkriterien lassen die Anlagen in ihrem Umfeld nur eine begrenzte Nutzung der Landschaft zu. Die Schaffung der notwendigen Infrastruktur zwingt die Betreiber, die Anlagen durch das sogenannte Repowering in ihrer Leistung zu verbessern. Hierbei ist es auf lange Zeit nicht möglich, die Landschaft für Naturschutz und Naherholung zu nutzen. Durch die Errichtung einer einzigen Anlage wäre das landschaftliche Umfeld industriell vorgeprägt. Das bedeutet, dass auch der historischen Gewordenheit der Kulturlandschaft "Pfälzerwald" Schaden zugefügt würde. In Zukunft werden wir vermehrt Windkraft benötigen, doch dürfen dafür keine sensiblen Naturräume geschädigt werden. Windkraftanlagen sollten entlang der Autobahnen, Bahntrassen und in Industriegebieten errichtet werden. Hier muss von der Politik mit Umsicht, Rücksicht und ökologischer Weitsicht geplant werden. Mit der Anlage von Windkrafträdern im Pfälzerwald wird die ohnehin schon gefährdete Natur noch stärker belastet. 

Dienstag, 4. August 2020

Ökologie der Wegböschung (Leserbrief)

Foto©UteKW


Es ist wichtig, dass die Rheinpfalz auf die ökologischen Aufgaben unserer Wegböschungen aufmerksam macht und darauf hinweist, dass diese Biotope wichtige Funktionen im Gesamthaushalt der Natur haben. Sind sie doch zusätzlich auch sogenannte Trittsteinbiotope, also Flächen die eine Verbindung zu größeren Biotopen darstellen. Diese Refugien sind somit lebenswichtig für viele Tierarten wie z.B. Wanderfalter, Lurche und Reptilien. Daneben sind diese Wegränder oft letzte Reservate für seltene und bedrohte Pflanzenarten. Daher sind solche Landstreifen unbedingt zu erhalten. Die Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen sollten von den Gemeinden mit den jeweiligen Naturschutzverbänden und Naturschutzbeauftragten abgesprochen werden. Das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz stellt für die Erhaltung dieser letzten „Naturrelikte“ den Gemeinden Fördermittel zur Verfügung.

Es sollte uns allen ein Anliegen sein die Natur in der Region in der wir leben zu schützen. So hat die Gemeinde Trippstadt in diesem Jahr zum ersten Mal einige Wiesen als Schmetterlings- und Bienenweide ausgewiesen. Eine solche Aktion kommt auch den Vögeln, Lurchen und Reptilien sowie einigen Säugetieren zugute. 80% unserer heimischen Pflanzen werden von Wildbienen bestäubt, dies ist wichtig für die Stabilität des gesamten Ökosystems. Denn wenn irgendwo auch nur eine gefährdete Art einen kleinen „Überschuß“ an Nachkommen aufgrund des Schutzes von Wegrändern und Böschungen zustande bringt, besteht eine realistische Möglichkeit, dass anderswo sich ein neuer Bestand gründet. Das Klagen über den Artenschwund nützt nichts wenn keine Maßnahmen folgen.

hukwa

Samstag, 18. Juli 2020

Waldmikrokosmos

Fotos©UteKW

Die mit Hecken und Altholz besäumte Feld- und Waldwege bereichern nicht nur das Trippstadter Landschaftsbild, sondern sie erüllen auch vielfältige ökologische Aufgaben. Sie beherbergen mehr seltene Tier- und Pflanzenarten als jeder gepflegte Vorgarten.
hukwa

Sonntag, 22. September 2019

3 Leserbriefe zum Klimapaket

Die Sinnlosigkeit des Versuchs, Voraussagen über die Beschaffenheit unserer zukünftigen Welt zu treffen, offenbart sich heute schon in den Wörtern Klimakatastrophe und Alptraum Plastik. Die Ressourcen sind begrenzt, die Müllhalden werden immer gigantischer und die Sommer werden zum glühenden Hexenkessel.
Der Mensch der Zukunft wird zu 80 Prozent aus Synthetik bestehen, wegen des Mikroplastik in seiner Nahrung und die restlichen 20 Prozent seiner Knochen und seines biologischen Gewebes werden wohl radioaktiv verstrahlt sein.
Die Regenwälder werden derzeit unter politischer Aufsicht abgefackelt, die Eisberge verschwinden und die riesigen Tundren Sibiriens trocknen aus. Dies in etwa ist der ökologische Zustand unseres Planeten. Man kann die Liste auch verlängern: Das Sterben unserer Tier- und Pflanzenwelt, das Baumsterben, die Verseuchung landwirtschaftlicher Flächen durch den Einsatz von Pestiziden und so weiter.
Würde man aus diesen Problemen eine Bildcollage machen, würde diese ein Gesamtkunstwerk des langsamen Untergangs unseres Planeten sein und des Siechtums der Menschheit.
Das Filmfinale wäre dann ein Werk zusammmengeschnitten aus Becketts „Endspiel“, Huxleys „Schöne Neue Welt“ und Kubricks „Uhrwerk Orange“.
Die einzige Philosophie die noch gilt findet man in den Ansprüchen der Industrie und dem Hohelied auf die Ellenbogenmentalität des Turbokapitalismus, das auch vom Großteil unserer politischen VolksvertreterInnen im Chor gesungen wird. Es ist die Philosophie einer in den letzten Zügen liegenden turbokapitalistischen Gesellschaft. Über diesen gesellschaftlichen Zusammenbruch versuchen die politisch Verantwortlichen mit arroganter Überheblichkeit hinweg zu täuschen.
Das Finale heißt wohl ein langsam siechendes Armageddon für uns alle!
Der einzige Hoffnungsschimmer ist jener Kinderkreuzzug einer „for Future Bewegung“, der wiederum von großen Teilen der politisch Verantwortlichen verspottet wird. Es ist ein Feldzug der einem anmutet wie der letzte Kampf gegen die „Schatten von Mordor“.
Die Frage ist: Wann merken wir endlich, dass die Geschichte der Menschheit in ein unwiderrufliches Stadium getreten ist, dessen Ziel letztendlich die Vernichtung jeglichen höheren Lebens auf unserem Planeten ist. Diejenigen die nach der ökologischen Wende rufen, werden übertönt durch jene die sich weigern menschliche Vernunft anzunehmen. Ökologisch gesehen wird das Ende unserer Zukunft absehbar.




Was die Bundesregierung in aller Hast als Klimapaket zusammengeschnürt hat ist letztendlich ein Mogelpaket. Es ist der Versuch, dem Bürger Sand in die Augen zu streuen. Vor dem Hintergrund der komplexen, ökologischen Zukunftsfragen und Krisen liest es sich wie Hohn. Die Wenigen die wohl mit diesen Klimastrategien zufrieden sein werden sind die Manager der Industrie und Wirtschaftskonzerne. Während sich diese die Finger reiben, weil die Hauptkosten auf die Bürger abgewälzt werden, klopfen sich die Kanzlerin und ihr Finanzminister voller Stolz und Eigenlob auf die eigene Schulter und die in einer Knechtsschaftsbeziehung stehenden ökologischen Experten der Regierung haben ihre skrupellosen Expertisen wieder einmal durchgesetzt. Man spricht von Vernunft und Versachlichung während die ökologische Zeitbombe weiter tickt und der Klimawandel sich nicht zum besseren wandeln wird.
Vieles spricht dafür, dass die Sorgen der „Fridays for Future“ Bewegung ebenso folgenlos bleiben werden, wie die Proteste der einstigen Ostermarschierer. Die Wünsche dieser Generation,die einmal einen Planeten übernimmt dessen Natur und Landschaft nur noch ein Phantom dieser jetzigen Erde sein wird, werden durch dieses Klimapaket kurzerhand in die ungewisse Zukunft verschoben.





Vielleicht waren unter den Mitwirkenden dieser „Mega-Demo für Klimaschutz“ einige Schüler und Schülerinnen die sich auf einen schulfreien Vormittag freuten, aber wichtig ist doch, dass sie dabei waren. Dass der Stadtrat von Kaiserslautern es abgelehnt hat für Kaiserslautern den Klimanotstand zu beschließen, war abzusehen. Dass bereits in den 1970zigern Jahren entstandene geflügelte Wort- „Denke global, aber handle lokal“- hat wohl bis heute den Lauterer Stadtrat noch nicht erreicht.
Es ist doch einfach so, dass wenn wir wirklich zum Wohle unseres Planeten beitragen wollen, der beste Ausgangspunkt dafür unsere eigene Stadt und Gemeinde ist. Nun, diese Jugendlichen haben unter anderem auch klar zu machen versucht, dass die Weltklimaprobleme in einem anderen Licht erscheinen, wenn sie von der lokalen Situation abhängig gemacht werden. Dies versucht uns diese „Fridays for Future“ Generation zu zeigen. Nach den vorherrschenden ökologischen Fakten hört es sich bescheiden an, wenn sie behaupten, man würde ihnen „die Zukunft klauen“, es ist doch viel schlimmer, man zerstört ihre Zukunft. Es ist anscheinend den meisten Politikern überhaupt noch nicht aufgefallen dass diese Jugendlichen etwas tun, was eine großartige Chance für unsere Demokratie ist: Sich politisch beteiligen! Eines hat sich inzwischen herausgestellt: Diese Bewegung lässt sich die Worte nicht verbieten und ihr friedlicher Widerstand ist etwas aus dem ganz Neues in unserer politischen Landschaft erwachsen kann. Agieren sie doch vollkommen anders als die Politik: Einfach Klartext reden!
Denn ein Wirtschaftssystem das auf den Grundpfeilern von Ehrgeiz, Konkurrenzdenken und Konsum aufbaut ist perspektivlos, weil es unmenschlich ist und weil die Ressourcen begrenzt sind. Wenn wir so weitermachen wird es zum Kollaps kommen und wie der aussieht, zeigen uns jeden Freitag die Demo – Schilder der „Fridays for Future“ Bewegung.


hukwa

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Leserbrief: Weißtanne

Leserbrief: Die Rheinpfalz – Pfälzische Volkszeitung 16.10 2018 – Die Fichte ist die erste Verliererin.

Das Hauptproblem des Klimawandels ist die Energiegewinnung durch Kohle und Erdöl. Wir verbrauchen diese Energiestoffe ja nicht nur, sondern verschmutzen damit die Atmosphäre durch deren Verbrennung und dem Ausstoß von Kohlendioxid. Das tut unserem Planeten überhaupt nicht gut weil dieser ein lebender Organismus ist. Dies ist er vor allem durch unsere Wälder, die die Lunge unserer Erde sind!
Die Douglasie scheint immer wieder gerne als „Ersatzbaumart“ für die Fichte herangezogen zu werden, dabei weiß man inzwischen durch wissenschaftliche Studien und forstwirtschaftliche Praxis wie wichtig der Anbau der Weißtanne für die Stabilität unserer Wälder ist. Was es vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels vor allem braucht, ist eine weitaus stärkere ökologisch orientierte Entschlossenheit die dazu führt, dass Bäume wie die Weißtanne wegen ihrer Klimaverträglichkeit kein Aschenputteldasein im Pfälzerwald mehr führen müssen. Wenn man die Statistiken der Waldschadensforschung verfolgt erkennt man sehr deutlich, dass die Genvielfalt in den Wäldern abnimmt. Waldbäume als ortsfeste und langlebige Organismen brauchen eine große genetische Vielfalt um sich den stark veränderten Umweltbedingungen die der Klimawandel mit sich führt anzupassen. Dazu eignet sich die Weißtanne im Verbund mit anderen klimaharten einheimischen Bäumen besonders gut. In Thüringen betreibt man die Weißtannenverjüngung unter Fichtenaltholzschirmen seit 2014, warum nicht auch im Pfälzerwald?
Wirtschaftlich gesehen hat die Weißtanne auch ihre Vorteile: weiß man doch, dass eine gesunde Tanne die in der forstüblichen Umtriebszeit von 120 Jahren zwar „nur“ etwa 2,5 Festmeter Stammvolumen erbringt, dieses aber bis zum doppelten Alter von 240 Jahren zu verzehnfachen vermag.
Diesen „wunderschönen, heißen, fast nicht zu Ende gehenden Sommer“, sollte man vielleicht auch als Warnung auffassen – was wir in den nächsten Jahren zu erwarten haben – wenn Wirtschaft und Politik nicht zur Vernunft kommen.
hukwa

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Kanalisierung, Lähmung, Zerstörung

Die Ausrottung der freilebenden Tiere im Hambacher Wald ist ein ausbeuterisches Nebenprodukt das der Stromkonzern RWE in die Wege geleitet hat. Wieder einmal wird durch die Zerstörung eines regionalen Waldgebietes der Ozonhaushalt in Unordnung gebracht. Wieder einmal arbeiten Politik und Wirtschaft der BRD Hand in Hand gegen das Wohl der Bürger! An der Abnahme des Sauerstoffes und der Zunahme des Kohlendioxid unserer Atemluft. Dazu kommt dass durch die Vernichtung der Pflanzenwelt des Hambacher Forstes ein Erosionsprozess einsetzt, der dem Boden die Feuchtigkeit entzieht, was zur Versteppung, Wassermangel und Klimaveränderung führt. Was hier dem Bürger vorgeführt wird mit Hilfe der Staatsgewalt ist nichts anderes als Energiefaschismus! Wie sonst soll man so etwas nennen? Was in diesem Wald passiert ist das brutale Wahnsinnsgeschäft der Wahnsinnsvorstellungen einiger Politgangster und Konzernmanager.
Was geschieht jetzt mit den Tieren des Waldes? Jetzt muss auch der Tierschutzbund Klage vor Gericht erheben. Wahrscheinlich wird man dass ganze Gebiet einzäunen, Jäger engagieren um die wenigen noch dort lebenden Tiere zu „entsorgen“.
Die Energiepolitik die hier betrieben wird zielt auf Kanalisierung, Lähmung und Zerstörung unserer Demokratie. 

hukwa

Sonntag, 13. November 2016

Die ihr hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren

Sie werden diesen Planeten solange ausbeuten bis er aussieht wie ein verschimmelter Schweizer Käse. Sie haben vor nichts Respekt und ihre Gier nach Bodenschätzen reicht ins Unermessliche. Sie lassen ihren Kindern keine Chance zum Überleben. Nehmen ihnen in ihrer Gier alles, jede Möglichkeit einer ökologischen Zukunft zerstören sie ihnen. Sie sind nur hier um auszubeuten, zu Zerstören und alles Schöne hässlich zu machen. Sie haben es schon so weit getrieben das man über unsere Erde den Satz von Dante setzen kann:
"Die ihr hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren".
hukwa

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Wir sind Taub geworden für die Stimme der Erde

Die Tag-täglichen Zerstörungen die auf unserer Erde stattfinden, sind brutale Schnitte in das äusserst feinfühlige Netz der Erdenergien. Wir stechen mitten hinein in den alten Körper der Mutter Gaia und verletzen uns somit selbst. Wir stellen uns den Atem ab und vergiften das Wasser das wir täglich trinken. Nur aus den billigen Gründen nach immer mehr materiellem Wohlstand. Das was wir als Gaia, als Mutter Erde bezeichnen, ist ja nichts anderes als der große Mutterorganismus aller Organismen. Wir täten gut daran dieser Urmutter wieder ihren gebührenden Respekt zu zollen, wenn unsere zukünftigen Generationen überleben wollen. Die Stimme der Erde ist letztendlich unsere eigene Stimme. Doch wir hören sie schon lange nicht mehr, denn wir haben uns Taub gemacht für die betörende Stimme unseres blauen Planeten. Wir haben uns Taub für sie gemacht, weil die Sprache der Erde für uns keinen Bezug zur objektiven Realität hat.
hukwa

Freitag, 8. April 2011

Gedanken eines Wildpflanzengärtners

Im Osten geht die Sonne auf. Ich schaue über die Pflanzenbeete, um zu erkennen was sich über Nacht in meinem Garten alles verändert hat. Jeden Morgen schenkt mir der Garten, die Freude und Energie, die ich für mein Tagwerk benötige, so dass ich mich manchmal frage:Besitzt der Garten mich oder besitze ich den Garten? Beides ist wohl der Fall und es ist gut so. Mein Blick streift über die vielen Töpfe, bepflanzt mit hunderten von Wildpflanzen. Aus dem warmen Hügelbeet in dem die ersten Datura und Bilsenkrautsamen keimen, steigt feuchter Nebel hoch. In der Hand halte ich ein altes abgebrochenes Hirschgeweihstück, das ich seit über dreißig Jahren als Pflanzstock nutze. Ich habe viele Gärten in meinem Leben bearbeitet, sie sorgten für meinen Lebensunterhalt. Ich setze mich für einen Moment in den selbst gebauten Weidenwildholzstuhl dieser hat Wurzeln gezogen und grünt nun. Mein Auge streift die Bäume die ich vor Jahren pflanzte, kehrt zum Wasserbecken und bleibt am Kalmus haften, ein alter Freund der mich seit langer Zeit begleitet. Der Grünspecht ruft. Ich entferne die Schnecken von den Pflanzen und beginne mit dem bepflanzen, beobachtet von unseren Katzen. Als sie im Haus verschwinden kommt das Rotkehlchen angeflogen, jeden Gartenmorgen kommt es mich besuchen. Ich wühle in der schwarzen Erde, fühle den Austausch zwischen mir und der alten Mutter Gaia. Die Beschäftigung mit der Erde lässt mich die Verbindung zu meinen Vorfahren spüren. Es ist die alte Graswurzelphilosophie die nun in mir wirkt. Die Stille des Gartens ist ähnlich der Stille tiefer Wälder, sie bringt mir das Eine näher.
Die Treue und Liebe zum Garten ist die Treue und Beständigkeit zum Planeten. Das System des Gartens ist Harmonie, während das System ausserhalb der Gärten immer mehr ausser Kontrolle gerät. Ein Garten könnte der ideale Lernort für die Roßtäuscher der Politik sein.
hukwa

Sonntag, 30. Mai 2010

Eure Kinder werden euch Fragen stellen

Der Tag ist nah
da eure Kinder fragen werden
Was habt ihr mit dem blauen Ozean gemacht
was habt ihr den Walen
den Delphinen und
den Fischen angetan
wohin sind die Störche und Reiher geflogen
Was habt ihr mit den Tieren und Pflanzen in den Sumpfgebieten gemacht
sie werden viele Fragen an euch stellen
sie werden auch fragen
wieso habt ihr nicht Nachgedacht
über euer verwerfliches Tun
sie werden vereint aufbrechen
werden euch fragen
wo ist der Weg der in die grünen Wälder führt
wo ist das Wasser
dass ihr noch nicht Verseucht habt
werdet ihr sagen
wir wissen es nicht
wo das klare Wasser geblieben ist
warum die grünen Wälder verschwunden sind
wir wissen nicht wohin der Delphin und
der Wal geschwommen sind
wahrscheinlich werdet ihr sagen
lasst uns in Ruhe
was gehen uns
Eure Probleme an?
hukwa

Donnerstag, 20. Mai 2010

Als die Werkzeuge Beine bekamen

Vor einiger Zeit entdeckte ich in einer Zeitschrift die Fotografie von einer Wandmalerei aus dem alten Peru. Bei dem Bild handelte es sich um ein Fresko der "Moche Kultur" die einst in Nordperu beheimatet war. Wo Heute Wüste ist war einst das fruchtbare Land der hohen "Moche" Zivilisation. Irgendwann wurde aus dem einst so friedlichen Bauernvolk ein kriegerisches Volk. Bedingt durch Überbevölkerung und Verstädterung, die Nahrungsknappheit nach sich zog wurde aus einem einfachen Bauernvolk ein hochspezialisiertes Kriegervolk. Was Heute von dieser Kultur noch übriggeblieben ist sind einige Ruinen, Gräber und Lehmpyramiden. In einer dieser Lehmpyramiden fand sich eine Wandmalerei, die Vision und Allegorie gleichzeitig darstellt. Das als
"Rebellion der Artefakte" beschriebene Fresko zeigt wie Schilder, Speere, Messer und Handgeräte Arme und Beine wachsen. Und diese Dinge stürzen sich schließlich auf die Menschen. Das Fresko fand sich im sogenannten Mondtempel der Moche Kultur, zu dem nur die Priester zugang hatten. Diese Kultur existierte von 300 bis 700 nach Christus. Ich finde sie haben uns eine schwere Erfahrung und Weisheit mit diesem Fresko hinterlassen, ja eine Warnung! Es scheint als wollten uns die Priester dieser Kultur mitteilen, was mit einer zu hochspezialisierten Zivilisation irgendwann einmal passieren muss. Irgendwann wird jede Kultur einmal zum Sklave der Dinge und der Erfindungen die sie selbst hergestellt haben - unsere Kultur ist es schon lange.
hukwa

Samstag, 13. Juni 2009

Unsichtbare und sichtbare Natur

Der Geist ist die unsichtbare Natur, die Natur ist der sichtbare Geist.
Schelling
Ich werde singen von Gaia, Mutter Erde,
Fest gegründet, Älteste der Gottheiten.
Homer

So lesen wir bei Homer. Ihm war schon der Begriff des Verbundenen, des Zusammenziehenden, des Alles in einander gehenden, wohl bekannt. Eine Sichtweise der vorsokratischen Weisen. Auf dieser Ebene des Denkens, ist die fundamentale, ökologische Erkenntnis jene, das alle Dinge in der Natur aufs engste miteinander verbunden sind. Stellen wir uns die Erde, als ein einziges, evolvierendes System des Lebens vor, dann ist sie der große Mutterorganismus aller Organismen. Dieser Gedanke der großen Mutter war Jahrtausende lang eine Universalphilosophie. Die alte Mutter, ein göttliches Lebewesen mit eigenen Stimmungen und Gefühlen. Kein subjektiv erdachtes Wesen, sondern ein Wesen das objektiv vorhanden ist. Wenn auch im Sinne Heraklits unsichtbar.
Schelling, unser wohl bekanntester deutscher Naturphilosoph, glaubt jede menschliche Handlung ziele bewusst oder unbewusst auf die Realisierung der Gottheit. Ein Widerspruch zwischen dem göttlichen Prinzip und den Menschen beruhe auf Imagination. Das minder Vollkommene sei nur da, weil alle Grade der Perfektion von den allerniedersten bis zu den höchsten im Universum vorhanden sein müssten; das Ziel der Geschichte ist gewiss; die Geschichte selbst ist der Beweis der Göttlichkeit oder eben des göttlichen Prinzips, nämlich Gottes. Dieser Beweis wird sich wahrscheinlich erst am Ende der Geschichte herausstellen doch dieser Gang sei sichergestellt und vorgezeichnet in dem Geist, den höchstes Wissen jetzt schon als den ewigen, allgegenwärtigen kenne.
Was ja bedeuten soll, wir sind vom Göttlichen umgeben und wenn wir die Natur als etwas Göttliches schauen, so ist das Göttliche in uns und wir sind im Göttlichen. Schellings Botschaft lautet folgt: Der Geist ist die Unsichtbare Natur, die Natur ist der sichtbare Geist.
Aber dieses Göttliche bedarf der Pflege, denn es ist uns anvertraut, was heißt das wir bei ihm einkehren müssen, sonst vergessen wir nämlich das wir dieses in uns tragen und werden schnell zu einem Frankensteinmonster, das von sich selbst so eingenommen ist das es glaubt selbst Gott spielen zu können. Genau an diesem Punkt des "Gott spielen" sind wir seit langem schon angekommen. Wenn nun das Ziel der Geschichte der Beweis des Daseins Gottes sein soll, so ist dieser Gedanke von Schelling überhaupt nicht verkehrt. Schelling hat dies in einem positiven Sinn gesehen, sein Zeitgeist war schließlich der Idealismus und die Romantik die in voller Blüte stand. Doch wenn die Entwicklung der Geschichte eben anders verläuft, nämlich in einem negativen Sinn, so kann sie immer noch den Beweis des Daseins von etwas Göttlichem sein, allerdings für den Menschen in einem Sinn der ihm gar nicht behagen wird.
Was heißen soll: Die Entwicklung der menschlichen Rasse ist eine Entwicklung zur Selbstvernichtung hin. Unsere Ökonomie ist außer Kontrolle geraten, dadurch ist das ökologische Gleichgewicht gestört. Da die Menschheit nicht einhält, sondern in ihrem sinnlosen Tun fortfährt, muss es irgendwann zum absoluten Kollaps kommen. Das ist Fakt.
In den nächsten Jahren müssen wir um zu Überleben unsere technologischen und umweltfeindliche Exzesse abbauen und ein symbolisches Leben auf dem Pflanzstock beginnen, um zu retten was noch zu retten ist. Was heißt: Wenn ich nehme muss ich auch geben! Von der Mehrheit wurden Lovelock und Epton überhaupt nicht ernst genommen als sie sagten: "Wir sind sicher, dass der Mensch Gaia braucht, aber könnte Gaia ohne den Menschen auskommen? Im Menschen hat Gaia das Äquivalent eines Zentralnervensystems und ein Bewusstsein von sich selbst und dem Rest des Universums. Durch den Menschen hat sie die rudimentäre, aber entwicklungsfähige Kraft, Bedrohungen ihrer Existenz vorauszusehen und abzuwehren... könnte es also sein, dass der Mensch im Laufe seiner Evolution im Schoße Gaias das Wissen und die Fertigkeit erworben hat, ihr Überleben zu sichern?"
Jedem Mensch der über eine gewisse Bildung verfügt ist klar, das diese Erde, unsere Mutter Erde, ein einziges organisches Geflecht ist, ein universales Lebensmuster. Dies war vielen vor zwanzig Jahren noch nicht bewusst, so wie vielen dies heute nun bewusst ist, sollten wir die Hoffnung haben, das in weiteren zwanzig Jahren den Politikern und "Führern" der Menschheit, endlich bewusst wird, das die Erde, die von den alten Griechen Gaia genannt wurde, ein selbst – bewusstes Wesen ist. Sie hat Geist, sie hat Intelligenz!
In seiner unermesslichen Gier wühlt der Mensch die Erde nach ihren Rohstoffen durch. Beraubt sie ihrer in Jahrmillionen angesammelten Schatztruhen. Bald wird es kein Erdöl mehr geben, weil die Menschen nicht haushalten können. Und so wird es mit vielem sein.
Gaia ist in ihren Strukturen zyklisch, dieses Prinzip hat uns vor über 2500 Jahren Heraklit deutlich erklärt: "Gemeinsam ist Anfang und Ende beim Kreisumfang". Als panta rhei – alles fließt – wurde dieses Prinzip auf seine Formel gebracht. Dem Pöbel, den "Vielen", wie Heraklit sie nennt, bleibt das allerdings verborgen.
Nun: es ist ein Unterschied ob ein Dichter oder Denker solches verkündet. Der Dichter spricht es aus als eine Offenbarung des Augenblicks, als Prophetie. Der Denker erhebt den Anspruch etwas schlechthin Gültiges auszusagen. Daher steht der Denker immer im Mittelpunkt der Kritik. Der Dichter holt seine Erkenntnis aus seinen eigenen Tiefen, aber auch aus dem direkten Erleben und Empfinden seiner Umgebung. Aus einer universalen Sphäre die dem Wissenschaftler anscheinend nicht zugänglich ist. Wenn wir die Gedichte von Wordswort lesen müssen wir gerade zu von einem telepathischen Einfluss Gaias auf den Menschen ausgehen:
"Jeder natürlichen Form, Fels, Frucht oder Blume,
Sogar den losen Steinen auf der Landstrasse
Gab ich geistiges Leben: ich sah, dass sie fühlten,
... und alles,
Was ich sah, atmete inneres leben".
In seinem Buch, "Geliebte Erde, Naturfrömmigkeit und Naturhass im indianischen und europäischen Nordamerika", schrieb Werner Müller: "Ein Gemeinplatz unserer Kulturkritik bezeichnet den Menschen als Störung des Lebens, den Menschen schlechthin. Mit Verlaub: dieses störende Element, ist genau einzuengen. Es ist der europäische Mensch, der seit seinem Ausbruch aus dem – die übrige Welt schützenden – Gatter die anderen Kontinente mit einem ätzenden Schleim überzieht. Der Europäer, mag er nun körperlich auftreten wie in Amerika oder geistig wie in Asien, wirkt wie eine ansteckende Krankheit. Unter seinem Giftatem sterben die in Jahrzehntausenden gewachsenen Gemeinschaften dahin: Pflanzen, Tiere, Naturvölker".
Es scheint das nur die alte heidnische Menschheit zu diesem wunderschönen Planeten passt.
Die Erde war immer ein Platz für Heidentum und Naturglaube; sie wurde von Menschen bewohnt, die den Felsen, Bäumen und Tieren näher verwandt waren als der heutige Mensch.
Manchmal doch ganz selten taucht hier und dort wie aus alter grauer Vorzeit ein solches Relikt von Mensch wieder auf, ein Wordswort, ein Thoreau oder ein Walt Whitman der dann ruft wie eben Whitman in seinen "Grashalmen": "Gib mir Einsamkeit, gib mir Natur, gib mir wieder, o Natur, deine Erstlingsfrische"! Doch selbst Thoreau dessen Blockhütte noch
"an einer entlegenen, ewig jungen, jungfräulichen Stätte des Universums lag", war überzeugt davon, das die Natur keinen Einwohner habe, der sie zu würdigen wisse. Vielleicht ist es mal einen Artikel wert, darüber zu schreiben, warum die wirklichen "Regenbogenkrieger" immer einzeln in der Geschichte auftreten und nicht im Gefolge? Vielleicht hat es Rarihokwats, der langjährige Herausgeber der "Akwesasne Notes treffend formuliert: " Viele verstehen nicht, dass die natürliche Welt keine freie Welt ist. Die natürliche Welt handelt nach dem Gesetz der Natur, doch gibt es viele Zyklen der natürlichen Welt, mit denen man in Harmonie sein muss. Was gesucht werden muss, ist die Freiheit innerhalb dieser Kreisläufe und innerhalb dieses Gesetzes. Darin liegt eine unglaubliche Freiheit, die viel größer ist als diejenige, die von den meisten Menschen erfahren wird. Es ist nicht einfach die Freiheit aufzustehen, wann man will und ins bett zu gehen, wann man will. Leute, die auf der Suche nach dieser oberflächlichen Freiheit sind, verstehen nicht, dass die natürliche Welt sehr diszipliniert und sehr hart ist. Das natürliche Leben ist ein sehr hartes und ein sehr gutes Leben". (Akwesasne Notes: 12; Spätherbst 1974; Mohawak Nations; USA.).
Wir brauchen viel mehr Menschen die für eine Kurskorrektur eintreten, ja vielleicht werden wir mehr, doch eins dürfen wir dabei auf keinen Fall vergessen: Die anderen werden auch mehr. Die Entfernung von der Natur ist die Entfernung vom Leben selbst. Am 12. November 1817 richtet Wilhelm von Humboldt, einen Brief an seine Frau, in dem er die Gelehrsamkeit seines Bruders Alexander charakterisiert, in diesem Brief kritisiert er aber weit mehr, nämlich
den "Kulturmenschen" schlechthin: "Er (Alexander) versteht nicht die Menschen, obgleich er immer mit ihnen lebt und sich sogar vorzugsweise mit ihrem Empfinden beschäftigt; nicht die Kunst, obgleich er alles Technische daran recht fertig versteht und ganz leidlich selbst macht;
Nicht- so kühn und schrecklich das zu sagen ist- die Natur, in der er täglich seine Entdeckungen macht."
Walt Whitman drückte sich über das gleiche Problem vielleicht etwas verhaltener, dafür um so vernichtender aus:
Als ich den gelehrten Astronom hörte,
Als die Beweise, die Ziffern, untereinander geschrieben, aufgereiht
waren vor mir,
Als er die Karten, die Diagramme mir zeigte, sie zu addieren, dividieren, sie zu vermessen,
Als ich auf meiner Bank den Astronom hörte, wie er unter stärkstem Applaus
seine Vorlesung hielt,
Wie bald, ich weiß nicht warum, wurde ich müde und krank.
Und blieb`s, bis ich aufstand, hinausschlich und davon ging mir selbst überlassen,
In die mystische, feuchte Nachtluft, und dann und wann
Aufschaute in tiefem Schweigen bis zu den Sternen.
hukwa

Donnerstag, 11. Juni 2009

Erdauge

hier sitze ich
an diesem wundervollen abgelegenen waldweiher
ein auge von mutter erde ist er
eine ameise schleppt mühselig einen schmetterlingsflügel über das alte laub
der wind treibt sanft wellen über die oberfläche des wassers
es ist als atme die alte mutter
das sonnenlicht durchbricht die zarten nebeln
die über dem wasser schweben wie ein geist der altmutter
ich fühle wie die ente und das teichhuhn dort üben im schilf
hier am ufer des weihers
unter den mächtigen kronen der buchen
wo eben der eichelhäher eine feder verliert
die sanft auf die weiche oberfläche des wassers fällt
ist mein bewusstseins eins mit dem wald
und dem geist der alten mutter
der hier sich bergenden pflanzen und tierwelt
das alles
unendlich tiefer, wirklicher älter und wundervoller ist
als alles von menschenhand geschaffene
das noch dauern wird
wenn die toten maschinen und betonwelt
verschwunden verrostet verfallen ist
hier
im keimen wachsen blühen früchtetragen sterben neuaufblühen
der pflanzen
offenbart sich die gleiche geheimnisvolle
unerschöpflich ewige lebenskraft
die auch uns hervorgebracht hat
uns wieder in ihren schoß zurücknimmt
in den schoß unserer alten mutter
vereint mit allem lebendigen
vereint mit gaias geist
mit der ameise dem teichhuhn dem see dem schilf
ist mein bewusstsein eins
mit dem uralten geist der erde.
hukwa

Freitag, 29. Mai 2009

Abholzen, Ausbeuten, Abschlachten...

Es war einmal eine Mistel, Trilepidea adamsi, im neuseeländischen Busch, mit tulpenförmigen Blüten und feuerroten Früchten. Vielleicht steckte in ihr ein Heilmittel, wir werden es nie erfahren, 1954 verblühte die letzte ihrer Art.
Es gab einmal einen Kaiserspecht in Mexiko, es ist noch gar nicht so lange her, als der letzte seiner Art, von einem mexikanischen Lkw – Fahrer an einem Feuer gebraten wurde.
Es gab einmal das Quagga – Steppenzebra im südlichen Afrika, es gab das Dodo auf Mauritius, es gab wunderschöne Baumschnecken auf Tahiti; die Listen der Tier- und Pflanzenarten die in den letzten 50 Jahren verschwunden sind ist enorm groß. Es ist das Vorspiel einer Welttragödie, deren Schlussakt noch nicht in sicht ist, wahrscheinlich liegt sie aber nicht in weiter ferne. Der ökonomisch nach gier, Geld und Materialismus geifernde Großteil der Menschheit, bereitet sich auf den Schlussakt dieser Welttragödie vor. Die Roten Listen sind noch nicht perfekt genug außerdem gibt es immer noch genügend Arten die NOCH nicht vom Aussterben bedroht sind. Die Rinder loslassen und die Savannen zertrampeln lassen, die Bulldozer den Wald abholzen lassen, geht es nicht schnell genug wird er einfach abgebrannt. Dies ist der moderne Mensch ein ruchloses Wesen! Ein Wesen das im Auftrag einer ausbeuterischen Ideologie erzogen wurde, deren Motto heißt "Machet euch die Erde untertan."
Abholzen, Ausbeuten, Abschlachten, Vernichten bis auch die letzten ihrer Art ausgelöscht sind. Anstatt sich zur Existenz des lichten und positiven zu bekennen, feiert die Menschheit lieber mit dem dunklem und negativen, ihre teuflische Hochzeit. Anstatt nach Existenzerhellung zu streben, sucht sie nach Verdunkelung der Existenz.
Vor wenigen hundert Jahren schrieb Leonardo- da Vinci folgende Worte: " Die werden immer untereinander kämpfen und sich größten Schaden zufügen, und viele werden sterben auf beiden Seiten. Es wird keine Grenzen geben für ihre Bosheit und mit ihrer Wildheit werden sie die großen Bäume der Wälder des Universums zu Boden reißen. Dann, wenn sie satt sind, wird ihr Wunsch davon genährt sein, Tod zu geben, Leiden, Ungemach, Kriege und Wut, ganz gleich auf wenn und was da lebt. Und in ihrem unersättlichen Hochmut werden sie sich zum Himmel hinaufheben wollen... Nichts auf Erden, unter der Erde oder im Wasser wird es geben, das nicht verfolgt, aufgestöbert verdorben wird und von dem einen Land ins andere versetzt... O Welt! Warum öffnest du nicht die Tiefen Spalten deiner höhlen und Abgründe und schleuderst sie da hinab, damit der Himmel nicht mehr den Anblick dieser grausamen und ruchlosen Ungeheuer erdulden muss...
hukwa