Künftige Entwicklungen haben ihre Wurzeln stets in der Geschichte, vor allem die politischen. Schließlich ist Geschichte ein Sich-wieder-Erinnern und somit eine geistige Beschäftigung die dabei helfen kann den gesellschaftlich-politischen Weg in die Zukunft fruchtbar zu gestalten. Die geschichtlichen Fakten sind sind zwar oft ungewiss und bedürfen der Nachforschung, aber sie sind doch realistischer und wirklichkeitsnäher als unsere Einbildungskraft. Daher macht die Beschäftigung mit Geschichte einfach Spaß und hat noch den Vorteil das man in einem ständigen Lernprozess steht.
Das interessante an der Geschichte ist nun die Frage: Gibt es, wie frühere, vor allem philosophische Interpretationen es vertreten haben, einen Gesamtsinn ihres Verlaufs? Um dies herauszufinden muss man die Geschichte konkret befragen.
Die "Geschichte ist ein Alptraum, aus dem ich zu Erwachen versuche" meinte Joyce. oder "dauerndes Leben am Abgrund" wie der Historiker Alfred Weber einmal schrieb. Gibt es etwas sinnhaftes in der Geschichte? Meine persönliche Antwort lautet: Nein! Man muss nur an die Ermordung der Juden im Zweiten Weltkrieg denken, an die Atombombe, an die Ökokatastrophe, um der Geschichte jede Sinnhaftigkeit abzusprechen.
Doch die Welt kann sich wandeln, sie muss sich wandeln, wenn wir Menschen nicht nur eine Episode im großen Spiel des Daseins sein sollen. Erst mit einem sinnhaften menschlichen Dasein im geschichtlichen Dasein beginnt Menschlichkeit, davon sind wir zur Zeit noch weit entfernt. Nach Hegels "Philosophie der Weltgeschichte" ist die Weltgeschichte zu begreifen als die Entwicklung und Selbstverwirklichung des Weltgeistes, der absoluten Vernunft und somit als der "Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit". Dies ist meines Erachtens die einzige Sinnhaftigkeit der Geschichte.
hukwa
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Montag, 11. Mai 2020
Samstag, 8. Dezember 2018
Innere Geschichte
Meine Gedichte stemmen sich gegen die Phantasielosigkeit der Gesellschaft.
H.W.
Es ist der Abglanz eines fernen Ursprungs
der meinen GEIST webt
das Medium der ZEIT
führt mich
zu jenem ewigen vergangenem
mir ist es ein ewig GEGENWÄRTIGES
dieses Erinnern
an lang vergangene Zeiten
ein mythisches Erleben
ein Seelen Erbeben
von vorbewussten Schichten
lebe ich in
INNERER GESCHICHTE.
hukwa
H.W.
Es ist der Abglanz eines fernen Ursprungs
der meinen GEIST webt
das Medium der ZEIT
führt mich
zu jenem ewigen vergangenem
mir ist es ein ewig GEGENWÄRTIGES
dieses Erinnern
an lang vergangene Zeiten
ein mythisches Erleben
ein Seelen Erbeben
von vorbewussten Schichten
lebe ich in
INNERER GESCHICHTE.
hukwa
Donnerstag, 6. Oktober 2016
Die torkelnde Masse
Es schmeichelt nicht die Vergangenheit
ist doch ihre Wahrheit hart wie Granit
die Jahre ziehen ins Land
waches Leben das nach Innen schaut
aufgebaut auf Erinnerung und Vergessen
zieht vielleicht eine neue Morgenröte herauf
Erhaben ist es wenn die Wahrheit sich verkündet
für die Welt
die im Schlamm der Lüge versinkt
jetzt
da
der
Pöbel
den Rufer aus der Wüste übertönt
da die Läufer Weltschach spielen
bleibt doch die Wahrheit das älteste Gut
wenn auch
bedroht
von brauner Glut
sie leugnen den Rauch
wo einst wohnte der bestialische Tod
in ihrer Beschränktheit
bewegt sich stumpfsinnig
die torkelnde Masse
aufgebaut auf falscher Erinnerung und Vergessen
die kein waches Leben kennt
das nach Innen schaut.
hukwa
ist doch ihre Wahrheit hart wie Granit
die Jahre ziehen ins Land
waches Leben das nach Innen schaut
aufgebaut auf Erinnerung und Vergessen
zieht vielleicht eine neue Morgenröte herauf
Erhaben ist es wenn die Wahrheit sich verkündet
für die Welt
die im Schlamm der Lüge versinkt
jetzt
da
der
Pöbel
den Rufer aus der Wüste übertönt
da die Läufer Weltschach spielen
bleibt doch die Wahrheit das älteste Gut
wenn auch
bedroht
von brauner Glut
sie leugnen den Rauch
wo einst wohnte der bestialische Tod
in ihrer Beschränktheit
bewegt sich stumpfsinnig
die torkelnde Masse
aufgebaut auf falscher Erinnerung und Vergessen
die kein waches Leben kennt
das nach Innen schaut.
hukwa
Dienstag, 2. Dezember 2014
Zeitreisender
Es ist keine Reise ins Nichts
es ist eine Reise ins Licht
wenn Geschichte beginnt zu leben
wenn in dunkler Nacht
der Tag zu mir spricht
aus vergangenen Zeiten
dann entsteht das wirkliche Licht.
hukwa
es ist eine Reise ins Licht
wenn Geschichte beginnt zu leben
wenn in dunkler Nacht
der Tag zu mir spricht
aus vergangenen Zeiten
dann entsteht das wirkliche Licht.
hukwa
Dienstag, 21. Oktober 2014
Heimat
Versuch einer Annäherung.
„Weltkunde ist immer nur
Heimatkunde.“
Siegfried Lenz – Heimatmuseum.
Für mich war Heimat immer der Ort wo
ich geboren wurde, wo ich aufwuchs, wo ich denn Geschichten der Alten
lauschte.
In einem kleinen Waldort im Pfälzerwald
verbrachte ich meine Kindheit. Früh übte ich mich darinnen der
Stimme der Landschaft zu lauschen, bemerkte alsbald dass es auch eine
„Landschaft der Verkörperungen“ gibt. Ich meine damit eine
Landschaft in der der Geist unserer Ahnen weiterlebt uns etwas
hinterlässt. Eine „Lichtung“
Während meiner Grundschulzeit gab es
noch das Fach Heimatkunde. Die Stunden in denen ich in der Schulbank
oder auf Exkursionen das wichtigste über meine Heimat erfuhr zählen
zu den schönsten meiner Schulzeit.
Letztendlich ist Heimatkunde viel mehr
als nur die „Kunde von der Heimat“. Sie ist eine
Gesamtwissenschaft.
Schließlich berührt die Heimatkunde
durch die Erfassung des Menschen zu seiner Mitwelt, seinem Lebensraum
eine große Anzahl von Einzelwissenschaften:
Geschichte, Volkskunde, Biologie,
Geologie, Geografie, Botanik, Zoologie u.v.m.
Denn das was wir Heimatkunde nennen ist
schließlich ein unteilbares Ganzes.
Schon sehr früh spürte ich dieses
„große Ganze“. Eine innere Verbundenheit mit der Tier- und
Pflanzenwelt, mit der Heimatgeschichte, mit alten Gebäuden und noch
älteren Grenzsteinen und Ruinen die einsam in den Wäldern darauf
warten das jemand ihre Geschichte erforscht und sie weitergibt.
Die alten Dinge haben ihre eigene
Geschichte, wenn nicht sogar ihr eigenes Sein. Durch Entfremdung von
der Heimat kann es schnell passieren das der Mensch in einer
„Seinsverlorenheit“ landet. Ohne Heimatgefühl müsste ich den
Weg der Selbstentfremdung gehen und davor ist mir Angst.
Dieses Gefühl hat sehr viel mit der
„Muttersprache“ zu tun, bei mir eben mit dem „Pfälzischen“.
Denn Heimat ist natürlich auch immer sehr subjektiv. So schrieb Carl
Zuckmayer zu recht über die Pfalz...“Das Land am Rhein war schon
immer eine große Völkermühle, die Kelter Europas“.
Und Heinrich von Riehl einer der ersten
pfälzischen Volkskundler machte die Pfalz international:
„...ziehen wir die Summe unserer
pfälzischen Völkertafel, so ist der erste Eindruck ein verwirrendes
Gemisch: Kelten, Vangionen, Nemeter, Burgunder, Römer, Juden – der
verwüstend durchstreifenden Alanen, Hunnen u.s.w. Gar nicht zu
gedenken -, Alemanen, zweierlei Franken, Slawen, Friesen, Franzosen,
Holländer, Zigeuner und so fort“.
All diese Völker die hier durchzogen
hinterließen etwas dass in unsere Muttersprache einfloss.
Und dieser Durchzug der Völker ist ja
lang noch nicht beendet.
„Im Jahr 2013 wurde für mehr als
eine Million Zuwanderer Deutschland zur neuen Heimat. Inzwischen hat
ein Viertel der bundesdeutschen Bevölkerung einen
Migrationshintergrund. Die Zugezogenen arbeiten in Deutschland,
gründen Familien. Viele wurden hier schon geboren. Deutschland ist
ihre Heimat. Doch noch immer werden sie von der deutschen
Mehrheitsbevölkerung nicht als gleichberechtigt akzeptiert...“
(Deutschlandfunk – Sendung – über die Schwierigkeiten ein
Deutscher zu sein, 4.10. 2014)
Gewiss ist der Heimatbegriff eines
Menschen der in der Großstadt lebt etwas anders als der des Menschen
der in der kleinen Dorfgemeinschaft lebt - Heimat aber kennen beide.
Der amerikanische Schriftsteller und
Philosoph Henry David Thoreau der fast nie seine engere Heimat um das
Städtchen Conncord verließ und der sich mit der Landschaft in der
er lebte ganz identifizierte behauptete er betreibe nicht Heimatkunde
sondern Kosmologie. Für ihn waren einfach die unermesslichen Wunder
des gesamten Kosmos in der kleinsten Naturerscheinung präsent.
Heimatgefühl sollte nicht in Romantik
enden – Heimat verpflichtet auch!
Nämlich jenen die ankommen, die aus
ihrem eigenen Land vertrieben und verjagt wurden, eine Tür zu öffnen
und ihnen dabei zu helfen eine neue Heimat, wenn vielleicht auch nur
für eine gewisse Zeit zu finden. Vor allem wir Deutsche mit unseren
blutigen, braunen Flecken in Geschichte und Heimatgeschichte stehen
hier in besonderer Verantwortung.
Heimatgefühl darf also keine Türen
verschließen sondern muss sie öffnen.
Heute erklären wir den Begriff Heimat
gerne mit „regionaler Identität“ oder „Bioregionalismus“.
Ich selbst finde an dem Wort Heimat nichts altmodisches oder
„hanebüchenes“.
Der Historiker Wilhelm Jannsen sagte
einmal: „Heimat definiert sich zu einem guten Teil über ihre
Geschichte“. Und Enzo Bunz schrieb: „Heimatgeschichte ist nicht
nur die Geschichte derer die anscheinend schon immer da waren,
sondern auch jener die neu hinzukommen“.
Heimat das ist immer ein Doppelbild des
Gestern und Heute, ein Dokument aus Gegenwart und Vergangenheit.
Als Menschen können wir die Gegenwart,
die Realität in der wir leben und den oft dunklen Weg in die Zukunft
denn wir gehen müssen nur durch ein kritisches Verständnis unserer
geschichtlichen Vergangenheit erkennen und begreifen. Wir müssen
unsere Geschichtlichkeit, die wir ja alle haben, immer vor Augen
haben, denn nur so erlangen wir eine Identität. Gerade diese
Geschichtlichkeit in die wir eingebunden sind gehört zum notwendigen
Wissen über die Wirklichkeit und Realität in der wir ja täglich
Leben. Die geschichtlichen Fakten sind zwar oft ungewiss, bedürfen
der Nachforschungen aber sie sind doch realistischer als unsere
Einbildungskraft. So wird für den der sich mit Heimatgeschichte
beschäftigt diese zu einem Fundus aus dem er sich nehmen kann was er
fürs Leben benötigt: erlebte Erfahrung!
In den Worten Goethes ausgedrückt: „Es
gibt kein Vergangenes, das man zurücksehnen dürfte, es gibt nur ein
ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen des Vergangenen
gestaltet...“
Heimat dass ist auch eine „innere
Landschaft“.
Das Wissen von der Heimatgeschichte
macht den Begriff Heimat zu etwas Ganzheitlichem, in der sich die
Welt von Gestern in eine „innere Landschaft“ verwandelt. Und jene
die Heimat haben kennen auch diese „inneren Bilder“. Es ist ein
Reichtum an Gefühlen, Gedanken und Empfindungen die diese „Bilder“
in uns hervorrufen. Daher darf Heimat nie zur Nebensache werden, denn
für jene die sich aufmachen müssen eine neue Heimat zu suchen, ist
sie Hauptsache.
Heimat wird von vielen Menschen in
ihren Tagträumen gesucht und diese Suche darf keine Vision bleiben.
Daher muss es eine Solidarität geben zwischen dem Heimatbesitzenden
und dem Heimatsuchenden.
Vergessen wir also jene nicht die hier
schon lange angekommen sind, denen wir es aber schwer machen hier
Wurzeln zu schlagen.
Heimat dass soll auch Hoffnung heißen
– Hoffnung auf mehr Menschlichkeit. Ganz im Sinne des „Prinzips
Hoffnung“ von Ernst Bloch, der am Schluss seines 1600 seitigen
Hauptwerkes schrieb:
„Die Wurzel der Geschichte aber ist
der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und
überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne
Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so
entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und
worinnen noch niemand war: Heimat.“
hukwa
Lit. Hinweise:
Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung.
H.D.Thoreau: Walden oder Leben in den
Wäldern.
J.W.Goethe: Gespräche mit Eckermann.
Martin Heidegger: Sein und Zeit.
Heinrich von Riehl: Die Pfälzer, 1857.
Carl Zuckmayer: Gesammelte Werke.
Deutschlandfunk: Über die
Schwierigkeiten ein Deutscher zu sein.
Rainer Schlundt: Sagen aus Rheinland -
Pfalz
Samstag, 13. September 2014
Geschichtlichkeit und Geschichtsvergessenheit.
Als
Menschen können wir die Gegenwart in der wir Leben und den Weg in
die Zukunft denn wir gehen müssen nur durch ein kritisches
Verständnis der geschichtlichen Vergangenheit erkennen. Als Menschen
müssen wir unsere Geschichtlichkeit
vor Augen haben um eine eigene Identität zu finden.
Geschichtswissen
benötigt man um die Wirklichkeit und Realität in der wir leben zu
begreifen. So ist Geschichte auch Orientierung. Geschichtliche Fakten
sind zwar oft ungewiss aber dennoch realistischer als jegliche
Einbildungskraft. So wird Geschichte für den der sich mit ihr
beschäftigt zur inneren Kraftquelle aus der man sich nehmen kann was
wir fürs Leben brauchen: gelebte Erfahrung.
Halten
wir uns mal ein Lehrstück der Geschichte
vor Augen: der Dreißigjährige Krieg war ein solches. Dieser
ungeheuerlich, zerstörerische Krieg ist zweifelsohne der
Geburtshelfer der modernen europäischen Staatengemeinschaft. Dadurch
das zahlreiche europäische Völker sich blutig abschlachteten,
konnte sich in Europa das erste mal so etwas wie eine europäische
Schicksalsgemeinschaft bilden. Wahrscheinlich kam damals zum ersten
mal so etwas wie ein Geschichtsbewusstsein
bei den Menschen auf. Am ende dieses Krieges erkannte Europa das
erste mal das es so etwas wie eine zusammenhängende
Staatengesellschaft gibt. Es ist die alte Weisheit des Heraklit: „der
Krieg ist der Vater aller Dinge!“ Aus diesem großen Krieg entstand
der Westfälische Frieden. Er konnte zwar nicht jeden Krieg
verhindern, sie dennoch aber eingrenzen. Die Ordnung dieses Friedens
sollte 150 Jahre lang halten. Bis eine neue Geschichtsvergessenheit
eintrat.
hukwa
Mittwoch, 26. Februar 2014
Nachdenken über Geschichte
Geschichte als Erfahrungswissenschaft
Sinnfindung in der Geschichte
Geschichte ist immer auch ein
„Geschehen“. Wenn wir Nachforschungen über die Geschichte
betreiben müssen wir diese konkret befragen. Geschichte existiert
dort wo wir sie auch verstehen. Man könnte sagen Geschichte beginnt
dann, wenn ein versteh barer innerlich fortlaufender
Geschehensprozess und gleichzeitig das Bewusstsein vorliegt, dass man
in einem solchen steht. Sinn konkreter Geschichtsforschung ist ein
Nachdenken über Geschichte auf keinen Fall aber ein Ge – Denken
von Geschichte. Nur über das Nachdenken der Geschichte und das
konkrete befragen dieser wird sie zu einer Erfahrungswissenschaft.
Nur über die Befragung wird sie zu einem Lernprozess als dessen Ziel
wir die Freiheit des Einzelnen ahnen aber auch die demokratisierung
der Gesellschaft vorantreiben.
Wenn wir über Geschichte nachdenken
hat es den Anschein als werfe der ganze Prozess der Geschichte nur
Fragen auf.
Der dreißigjährige Krieg war einer
der grausamsten Kriege in Europa. Er endete mit dem Westfälischen
Frieden, dem ersten Friedensabschluss der ganz durch die Diplomatie
zustande kam und dadurch politisch ein neues Denken in die Welt
setzte.
Seit dem 18. Jahrhundert existiert so
etwas wie ein allgemeines Geschichtsbewusstsein. Das will heißen wir
denken über Geschichte nach, versuchen sie als Erfahrung zu
begreifen.
Dem dreißigjährigen Krieg folgten
noch weitere grausamere Kriege.
Dennoch: Dass wir heute in einem
friedlichen Europa leben müssen wir auf die Erfahrung der Geschichte
zurückführen. Denn nur über die Geschichte können wir uns der
Opfer dieser grausamen Kriege erinnern und darüber Nachdenken.
hukwa
Sonntag, 18. August 2013
Über den Begriff Heimat
...und so entsteht in der Welt etwas,
dass allen in die Kindheit scheint
und worin noch niemand war: Heimat.
Ernst Bloch
In unserer modernen von Technokratie gesteuerten Welt wird es immer schwieriger mit dem Begriff Heimat umzugehen. Der herrschende Zeitgeist ist Heimatlos; weil eben Heimat mehr ist als nur ein Begriff.
Heimat ist auch Dasein, ein Dasein im Hier und Jetzt und ein Dasein in der Geschichte und der Geschichte an sich.
hukwa
dass allen in die Kindheit scheint
und worin noch niemand war: Heimat.
Ernst Bloch
In unserer modernen von Technokratie gesteuerten Welt wird es immer schwieriger mit dem Begriff Heimat umzugehen. Der herrschende Zeitgeist ist Heimatlos; weil eben Heimat mehr ist als nur ein Begriff.
Heimat ist auch Dasein, ein Dasein im Hier und Jetzt und ein Dasein in der Geschichte und der Geschichte an sich.
hukwa
Montag, 1. April 2013
Geschichtsbewusstsein
Geschichtsbewusstsein heißt nicht Rückgewandtheit oder Sehnsucht nach der Vergangenheit, sondern Bemühen um Erkenntnis dessen, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Ohne dieses ständig zu erneuernde Selbstverständnis ist die Bewältigung des Lebens in der Welt, in der Gesellschaft und in uns selbst nicht möglich.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 14. Februar 2013
Geschichte als Teil der gesellschaftlichen Realität
Die Welt die mich umgibt, die mich jeden Tag wieder aufs Neue empfängt mit ihren Sorgen, Nöten und Freuden diese Welt ist auch Teil des Geschichtsbewusstsein des Einzelnen. Vorausgesetzt dass er ein Geschichtsbewusstsein besitzt.
Geschichtsbewusstsein ist das Bewusstsein dass ich über die Geschichte weiß und vor allem dass ich als Mensch mit dieser Geschichte in einer Verbindung stehe. Geschichte ist ein Prozess der letztendlich zur Demokratisierung des Menschen führt. Im Sinne Hegels: Das Ziel der Geschichte ist die Freiheit.
Indem ich Geschichtswissenschaft betreibe, begebe ich mich in einen Lernprozess, Geschichte ist somit auch Erfahrungsprozess. Unterwegs sein in der Geschichte bedeutet sich mit der gesellschaftlichen Realität auseinanderzusetzen. Man kann Geschichtsforschung Kritisch betreiben, dies ist der richtige Weg. Der verkehrte Weg ist es wenn ich Geschichte mit den Augen des Patrioten sehe.
hukwa
Geschichtsbewusstsein ist das Bewusstsein dass ich über die Geschichte weiß und vor allem dass ich als Mensch mit dieser Geschichte in einer Verbindung stehe. Geschichte ist ein Prozess der letztendlich zur Demokratisierung des Menschen führt. Im Sinne Hegels: Das Ziel der Geschichte ist die Freiheit.
Indem ich Geschichtswissenschaft betreibe, begebe ich mich in einen Lernprozess, Geschichte ist somit auch Erfahrungsprozess. Unterwegs sein in der Geschichte bedeutet sich mit der gesellschaftlichen Realität auseinanderzusetzen. Man kann Geschichtsforschung Kritisch betreiben, dies ist der richtige Weg. Der verkehrte Weg ist es wenn ich Geschichte mit den Augen des Patrioten sehe.
hukwa
Dienstag, 12. Februar 2013
Hermeneutik und Heimatforschung Ein Versuch über objektives Geschichtsbewusstsein
Zur Geschichte historischer
Persönlichkeiten gehört nicht nur das Tatsächliche, das dass Leben
einer Person heimgesucht hat, sondern auch jene Teile der Biographie,
die vom Gedächtnis der Nachwelt geformt wurden.
Legende und Sage bilden somit eine Form
eine Form die sich im Laufe der Jahrhunderte von der „Urform“
loslöst um dann in der Geschichte jene Gestalt erscheinen lässt die
mit der historischen Persönlichkeit nur noch wenig gemein hat.
Zweifelsohne gehört auch dieses zur
Geschichtsforschung, allerdings in den Bereich der
Volksüberlieferung, der Legende, der Sage und des Märchens. Der
Heimatforscher, der seriöse Heimatgeschichte betreibt, wird immer
von den Fakten und dem was tatsächlich überliefert ist, was real
und greifbar für ihn ist, ausgehen. Also Urkunden, Briefe, Bücher,
Schriften und Dokumenten.
Dennoch geschieht es immer wieder dass
jenes Licht der Phantasie auf dämmert und geschichtliche
Persönlichkeit, Ereignis und Geschehnis in den Bereich der legende
und Dichtung entrücken. Es ist der Moment wo die objektive Forschung
schweigt und die Sage und der Mythos zu reden beginnt.
Es ist auch der Moment wo die
Hermeneutik in die Geschichtsforschung eintritt.
Mit der Hermeneutik tritt der Prozess
der Integration von Gegenwart und Vergangenheit ein. Es kommt zu
einer „Horizontverschmelzung“. Diese ereignet sich durch den
wirkungsgeschichtlichen vermittelnden Tradition Zusammenhang im
Dialog zwischen Text und Interpret. Das bedeutet „Geschichte
beginnt auf den Forscher einzuwirken“.
Am Überlieferungsgeschehen (an der
geschichtlichen Überlieferung in Verbindung mit dem -forschen,
Vergangenheit – Gegenwart) teilhabend, wird er, dieses bestimmend,
von ihm bestimmt, denn: Der Lebenszusammenhang, die prinzipielle
Identität zwischen dem geschichtlichen Wesen, das Geschichte gemacht
hat, und den auf Grund dieser Identität nach erlebenden
Geschichtsforschers, also Interpreten, ermöglicht erst
geschichtliches Verstehen. Es treffen zwei Horizonte aufeinander und
es kommt zur „Horizontverschmelzung“.
hukwa
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