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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Meine neuen Erzählungen oder die Welt neben der Welt

derzeit schreibe ich an einer Reihe neuer Erzählungen und Novellen. Sie spielen zwischen dem Märchenhaften, dem phantastisch - surrealen, und der Alltagswirklichkeit. Sie begeben sich zur Grenze zwischen Realität und Märchenwelt, dennoch sind sie in unserem Bewusstsein zu finden. Man muss sich nur aufmachen und sie suchen.
Sie sind in Momenten entstanden als das Phantastische in das Alltagsleben eindrang und dürfen daher trotz allem Märchenhaften biographisch genannt werden. Spielen sie doch in einer Welt neben dieser Welt und dennoch in der Alltagswirklichkeit, die für den Dichter eben surreal ist.
hukwa

Donnerstag, 20. November 2014

Mein Weg zum Künstler

Auszug aus einem größeren Manuskript

Meine Wanderungen durch das Reich der Mythologie sind ja letztendlich nichts anderes als eine Fahrt durch meine eigene Seelengeschichte. Was da aus dem Unbewussten hervor quillt und durch Farbe und Pinsel Ausdruck bekommt, wenn manchmal auch hinter Hadesnebeln verborgen, sind Symbole und Elemente die der äußeren Welt und dem empirischen nicht mehr entsprechen. Es sind Erscheinungen und Symbole meines Unbewussten, meiner Seele, hervorgeholt durch kreative Imagination. Schon als Kind spürte ich eine große Verbindung zum Unbekannten – das Unbewusste war mir damals als Begriff noch nicht bekannt. Durch diese „Verbindung“ ist wohl auch jene Wurzel in mir gewachsen, die mein Leben als Künstler bis Heute geprägt hat. Es war mir von Anfang an verstellt ein Standbein im bürgerlichen Leben zu fassen, Künstlertum und Bürgertum, das sind eben zwei verschiedene Welten.
Heute bin ich davon überzeugt das ich schon damals, alle Entscheidungen die ich traf in Verbindung mit meinem Unbewussten getroffen habe. Als ich begann in späteren Jahren intensiv die Symbolik
Meines Unbewussten aufzuzeichnen – aufzumalen, waren es die „Immerwiederkehrenden“ die mich hier zu aufforderten. Hätte ich sie nicht gemalt wäre ich ganz in ihren Bann geraten und mein Leben wäre vielleicht außer Kontrolle geraten. In dem ich sie malte oder auch in hermetische Gedichte fasste bannte ich meine Dämonen. Letztendlich habe ich sie ja durch meine Beschäftigung und Verbindung zu meinem Unbewussten selbst gerufen.
Es gibt Tage, so einer wie heute, da renne ich regelrecht zwischen Schreibtisch und Maltisch hin und her. Während des Malaktes ist das unbewusste besonders Energiehaft in mir. Da kommt es vor das ich während des Malens besonders stark fließen, dann wollen sie auch in Schreibworte gefasst sein. So stehen in meinem Atelier das ich selbst als Oratorium bezeichne, Schreibtisch und Maltisch eng nebeneinander. So steht mein ganzes Gesamtkunstwerk auf dem Fundament meines Innenlebens, auch die Bildhauerarbeiten und die Landart Projekte.
Natürlich haben mich auch andere Künstler und Schriftsteller geprägt, dies ist im Leben eines jeden Künstlers so. Für meine Suche waren waren C.G. Jung, Heinrich Zimmer, Joseph Campbell und h.D. Thoreau besonders wichtig. Sie waren mir für einige Zeit geistige Lehrer.
„Der Weg nach Innen“ war schon in meiner Kindheit sehr ausgeprägt und was da aus meinem Innern hervorkam, erschien mir damals als Chiffre. Ich hatte ja noch keinen Schlüssel weder zum Unbewussten noch zur Mythologie. Denn musste ich mir erst selbst schmieden.
Ich war als Kind und Jugendlicher kein Einzelgänger, eher ein Einsamer. Ich konnte ja niemanden meine tiefsten Gedanken verraten, da hätte man mich zum Psychiater geschleppt. Also behielt ich es für mich. Als Jugendlicher entdeckte ich dann dass man in Gedichte alles schreiben kann ohne Misstrauen zu erregen. Also begann ich Gedichte zu schreiben, in diese verpackte ich hermetisch verschlossen meine geheimen Gedanken. Nun hatte ich etwas das nur mir gehörte und dessen Geheimnis nur ich kannte. Ich war wer! Was natürlich für meine manchmal labile jugendliche Persönlichkeit enorm wichtig war.
Ich bin fest davon überzeugt dass Künstler werden – das Werden des Künstlers – schon in der Kindheit des einstigen Künstlers verborgen liegt, denn – wahre Kunst ist immer auch ein Ruf des Unbewussten. Ich möchte hier nur Joyce und Picasso als Beispiele erwähnen. Der größte Schriftsteller und der größte Maler des zwanzigsten Jahrhunderts fanden ihre Worte und Bilder rein aus dem Unbewussten. Ich war immer davon überzeugt wenn ich dem Ruf aus meinem Inneren nicht folge, dann bleibe ich ewig ein Nachahmer. Der Weg zur Kunst begann für mich in meiner Kindheit mit dem Erlebnis dass ich mit einem kleinen wunderschönen Pilz hatte, dieses war sozusagen mein Erweckungserlebnis:

Als Knabe hatte ich einmal ein seltsames Erlebnis mit einem wunderschönen Fliegenpilz. Ich saß unter einer großen, mächtigen Fichte, es war die Zeit des Altweibersommers, der moosige Boden war voller Morgentau und tausende von silbernen Spinnweben durchfunkelten mystisch den morgendlichen Wald. Ich schwänzte mal wieder die Schule und fühlte mich so richtig wohl, bei dem Gedanken an meine pflichtbewussten Mitschüler, sollten die nur einmal lernen. Direkt vor mir wuchs ein herrlicher Fliegenpilz, er gefiel mir so gut, das ich ihn ewig lange anstarrte, plötzlich regten sich in mir Gedanken, wie ich sie nie zuvor gedacht hatte. Ich wollte mit einem Male so sein wie dieser Pilz hier in seiner einzigartigen Schönheit, einfach nur Tag und Nacht an diesem platz verweilen, den Liedern der Vögel lauschen, Rehe und Hasen beobachten, den gleitenden Flug des Bussards und Sperbers erspähen, ja, dies war für mich etwas ganz Großartiges und dieser Gedanke hat mich mein Leben lang nicht mehr losgelassen, und oft habe ich später dieses Gefühl in mir wiedergefunden: Dieses in der großen Gemeinschaft mit Baum, Stein und Tier bin ich nicht alleine.
Nach diesem Erlebnis in meiner Kindheit hatte ich Tage später einen seltsamen Traum. Mir erschien ein Gesicht das Ähnlichkeit mit den Gesichtszügen des Buddha hatte wie man „dessen Gesicht“ eben von Illustrationen her kennt. Die Gesichtszüge lagen in tiefer Versenkung und Meditation. Plötzlich wuchs aus diesem Buddhakopf ein riesiger Fliegenpilz. Viele Jahre später hatte ich den fast gleichen Traum noch einmal, diesmal tauchten noch zwei weitere Gesichter auf, sie hatten Ähnlichkeit mit einem Steinrelief. Von da an nannte ich die Traumgestalt Amanita-Buddha.
hukwa





Donnerstag, 13. November 2014

Malerei meiner persönlichen Traumzeit






hukwa

Mein Traum von der Traumzeit

In letzter Zeit hatte ich zweimal einen ähnlich wiederkehrenden Traum. Ich befand mich in einer Höhle. Die Höhle schien uralt zu sein, war aber "tapeziert" mit Zeitungspapier auf der die neuesten Nachrichten standen. Auf dem Zeitungspapier waren teilweise archaische Schriftzeichen und Malereien aufgemalt. Also moderne Nachrichten und archaische Schriftzeichen. Ich hielt mich lange in der Höhle auf und sah mir alles genau an. Als ich am Morgen erwachte fiel mir der Traum sofort ein und ich erinnerte mich so klar an Details das ich begann einige aufzuzeichnen. Während des Malaktes "fiel" ich immer wieder in diese Höhle hinein und neue Bilder tauchten aus dem Unbewussten auf, so entstand ein kleines Traumzeitbuch mit Malereien. Mit der Zeit wurde mir klar dass ich mich während dieser beider "Traumzeiten" tatsächlich in einem Mythos befand, nämlich in der Traumzeit. Ich werde in Kürze einige dieser Malereien auf diesem Blog veröffentlichen.
hukwa

Sonntag, 9. November 2014

Aktive Imagination und Immerwiederkehrende

Einmal am Tag betreibe ich aktive Imagination. So entstanden die Begegnungen mit den "Immerwiederkehrenden" und die Zeichnungen und Malereien die ich über sie anfertigte. Diese Bilder haben für mich etwas Golemhaftes, so als hätte ich versucht ihnen Leben einzuhauchen. Seltsam an ihnen ist dass sie nur im Winter "Wiederkehren". Wahrscheinlicher aber ist das die Imagination im Winter stärker ist. Man könnte sagen in dem ich sie zeichnete nahm mein wachendes Ich mit dem Unbewussten Verbindung auf. Es entstand also ein Kontakt, das Ergebnis waren die "Immerwiederkehrenden".
hukwa

Mittwoch, 30. Mai 2012

Immerwiederkehrende und andere seltsame Gestalten aus meinem hermetischen Universum

Zwischen Wachsein und Schlaf, zwischen Traum und Welt leben die Gestalten die ich in meinen hermetischen Geschichten und Dichtungen beschreibe. Wie die "Immerwiederkehrenden" sind sie Teil von mir selbst und führen dennoch eine eigene Existenz. Ihre psychische Existenz bewahrt mich davor der Seinsvergessenheit zu verfallen. Sie sind nicht erdichtet sondern es handelt sich um Wesen die sich im Laufe vieler Jahre ätherisch verdichteten. Nicht Sehbare die durch die Poesie sehbar werden und Persönlichkeit bekommen. Im Traumschlaf der Nächte und im Tagtraum der Tage existieren diese hermetischen Persönlichkeiten. Sie wollen beschrieben, bemalt und zu Skulpturen gehauen werden. Sie wollen Leben eingehaucht bekommen wie ein Golem. Sie sind farbig und nicht schwarz - weiß wie der Rest der Menschheit. Ihre Geschichten entspringen einer poetischen Magie. In der hermetischen Sprache ist es ähnlich wie mit mathematischen Formeln, sie sind eine Welt für sich und die hermetische Sprache ist eine "Selbstsprache", eine Sprache mit magischem Inhalt.
hukwa

Samstag, 3. Dezember 2011

Über gemalte Träume

Seit einiger Zeit habe ich mit einem neuen Malprozess angefangen. Meine Malperioden habe ich vorwiegend im Winter und im Hochsommer. Ich benötige in der dunklen Jahreszeit die Beschäftigung mit der Farbe. Malerei und Dichtung gehen bei mir meistens nebeneinander einher. Bei den Winterbildern handelt es sich in der Regel um "gemalte Träume". In den Wintermonaten beschäftige ich mich sehr mit meinen Träumen. So entstand schließlich in den letzten Jahren die große Reihe der "Immerwiederkehrenden". Eine Reihe von fast 200 Ölgemälden. Mit den Trauminhalten der "Immerwiederkehrenden" habe ich mich auch in dichterischer Technik auseinander gesetzt. Am Morgen, gleich nach dem Erwachen notiere ich meine Träume und Traumfetzen in ein Traumtagebuch. Diese Notizen nutze ich während des Malaktes und analysiere so während der Arbeit am Bild nochmals meine Träume. Schließlich sind diese Botschaften und Visionen. Für mich persönlich sind sie auch Mitteilungen aus der Anderswelt. Träume sorgen dafür dass wir dem Diktat des Unbewussten nicht ganz anheim fallen, sind also eine Art Katalysator.
hukwa

Sonntag, 31. Juli 2011

Art - ex libris

Nur an einem Kunstprojekt zu arbeiten wäre mir zu Eindimensional. Ich arbeite in der Regel an zwei oder mehreren Projekten. Neben der Arbeit "das dritte Leben der Bäume" habe ich nun damit angefangen alte Bücher künstlerisch zu bearbeiten. Auch ihnen ein "drittes Leben" einzuhauchen. Ich nenne dieses Projekt Art - ex libris! Ich weiß noch nicht was alles daraus entstehen wird, auf jeden Fall ist es eine Arbeit an die ich mit großer Freude herangehe, hinein fließen viele Elemente meines jahrelangen künstlerischen Schaffens. So spielen hier neben Erinnerungen die "Immerwiederkehrenden" eine wichtige Rolle ohne diese ist mein Gesamtkunstwerk überhaupt nicht nachvollziebar, sie sind sozusagen das Fundament meiner Kunst. Sie sind der "golemhafte Aspekt" in meinen Werken. Das erste Gemälde das ich vor langer Zeit bewusst zum Verkauf gemalt habe war eine "Immerwiederkehrende". Die alten Bücher die ich in dem Projekt Art - ex libris bearbeite sind vorwiegend sehr alte Bücher so etwa ab 1899 und stellen so an für sich schon einen Wert dar. Es sind auch alles Bücher zu denen ich in meinem Leben einen Bezug hatte.
hukwa

Mittwoch, 26. Januar 2011

Die weiße Frau im Trippstadter Schlosspark

Nachts da wandelt sie im Parke
Der das Schloss einhüllt in tiefes Schweigen
Wenn des Vollmonds weißer Schleier
Und die silbernen Sterne steigen.

Unter diesem Sterngeflimmer
Aus den Bäumen dringt kein Schimmer
Wandern ihre Träume mit
Aus grenzenloser nächtlicher Weite.

Irgendwer folgt ihr im Schatten
Zart und sanft auf Schritt und Tritt
Und dann gehn sie ohne Eile
In das Träumerreich zurück.
hukwa