LandArt - Schriftstellerei - Malerei - Philosophie - Lyrik und Gedichte
Samstag, 24. Mai 2025
Verwandtschaft
Montag, 19. Mai 2025
Unverhüllt
Donnerstag, 18. Juli 2024
Es denkt in mir oder „schläft ein Lied in allen Dingen“
Es ist die Zeit kurz vor dem Einschlafen. Schon vor dem ersten Augenblick des Schlafs, von dem Moment an, indem die Gedanken sich derationalisieren, die Tageseindrücke verschwinden und die Gedankenkontrolle des Intellekts sich verflüchtigt beginnt ES in mir zu denken. Was wohl nichts anderes ist als dass nun das sogenannte Unbewusste in mir denkt.
Es ist wohl so wie Gregory Bateson und einige andere behauptet haben, dass der Intellekt nur ein Subsystem des größeren Systems ist, das wir Geist nennen. Bateson meinte: „Der individuelle Geist ist allgegenwärtig, aber nicht nur im Körper. Er wohnt auch den Kommunikationswegen und Botschaften außerhalb des Körpers inne, denn es gibt einen umfassenderen GEIST, von dem der individuelle Geist nur ein Teilsystem ist. Dieser umfassendere GEIST, von dem der individuelle Geist nur ein Teilsystem ist ist vergleichbar mit Gott und ist vielleicht das, dass manche Menschen als Gott bezeichnen, aber er ist dennoch dem umfassend verwobenen sozialen System und der planetaren Ökologie immanent“.
| Foto©hukwa |
Hier ist natürlich kein Gott im normalen Sinne des begriffs gemeint, eher ein Gott im Sinne Spinozas: Gott ist gleich Natur! Als Ursache des Seins der Welt betrachtet Spinoza ein Wesen, das in sich ruht und doch sein Sein entäußert (unbeweglicher Beweger), nicht weil es dieser es will, sondern- weil es nicht anders kann. Vielleicht ist es jenes „schläft ein Lied in allen Dingen“, der Romantiker?
Auch in der „Ethik“ des Spinozas zeigt sich das Urbild eines umfassenden Systems, das als Natur bezeichnet wird.
„Es gibt keine bestimmte Grenze, jenseits dessen Geist zu Materie wird“, so der Philosoph peter koestenbaum, der „Raum der Begegnung ist eher wie ein langsam dichter werdender Nebel“. Er meinte damit einfach dass es kein für sich existierendes Objekt gibt, jedes Objekt ist mit anderen objekten durch einen uns unbekannten Bewusstseinsstrom verbunden. Alles steht mit Allem in Verbindung. „Pantha rei“, sagte Heraklit: alles fließt! Wir wissen nicht wie die Verbindung zwischen Bewussten und Unbewussten vor sich geht. Wir wissen nur das diese verbindung in uns vorhanden ist. Eine verbindung die zum Großteil auf nichtempirische weise funktioniert. Dieses „Wissen um das Nichtwissen“ wussten schon die tiefsten Denker des Abendlandes- die Vorsokratiker! Sie wussten wohl das es ein intuitives ahnen gibt, etwas das Platon in späterer zeit als Anamnesis bezeichnete.
©hukwa
Freitag, 29. September 2023
Anteil
Freitag, 22. September 2023
Destruktive Wirkungen
Donnerstag, 21. September 2023
Kopien von Kopien
Mittwoch, 13. September 2023
Natur verstehen
Montag, 11. September 2023
Konsumsucht
Montag, 13. März 2023
Grenzen
Montag, 22. August 2022
Klimakatastrophensonne
Montag, 15. August 2022
Das falsche Wort
Samstag, 13. August 2022
Eine fragwürdig gewordene Vernunft
Freitag, 22. Juli 2022
Klimawechsel
Dienstag, 18. Mai 2021
Keine Windräder im Pfälzerwald
Donnerstag, 8. April 2021
WIR haben keine Chancen also - nutzen wir sie
Montag, 12. Oktober 2020
Anfang der Gezeiten
Dienstag, 4. August 2020
Ökologie der Wegböschung (Leserbrief)
| Foto©UteKW |
Es ist wichtig, dass die Rheinpfalz auf die ökologischen Aufgaben unserer Wegböschungen aufmerksam macht und darauf hinweist, dass diese Biotope wichtige Funktionen im Gesamthaushalt der Natur haben. Sind sie doch zusätzlich auch sogenannte Trittsteinbiotope, also Flächen die eine Verbindung zu größeren Biotopen darstellen. Diese Refugien sind somit lebenswichtig für viele Tierarten wie z.B. Wanderfalter, Lurche und Reptilien. Daneben sind diese Wegränder oft letzte Reservate für seltene und bedrohte Pflanzenarten. Daher sind solche Landstreifen unbedingt zu erhalten. Die Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen sollten von den Gemeinden mit den jeweiligen Naturschutzverbänden und Naturschutzbeauftragten abgesprochen werden. Das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz stellt für die Erhaltung dieser letzten „Naturrelikte“ den Gemeinden Fördermittel zur Verfügung.
Es sollte uns allen ein
Anliegen sein die Natur in der Region in der wir leben zu schützen.
So hat die Gemeinde Trippstadt in diesem Jahr zum ersten Mal einige
Wiesen als Schmetterlings- und Bienenweide ausgewiesen. Eine solche
Aktion kommt auch den Vögeln, Lurchen und Reptilien sowie einigen
Säugetieren zugute. 80% unserer heimischen Pflanzen werden von
Wildbienen bestäubt, dies ist wichtig für die Stabilität des
gesamten Ökosystems. Denn wenn irgendwo auch nur eine gefährdete
Art einen kleinen „Überschuß“ an Nachkommen aufgrund des
Schutzes von Wegrändern und Böschungen zustande bringt, besteht
eine realistische Möglichkeit, dass anderswo sich ein neuer Bestand
gründet. Das Klagen über den Artenschwund nützt nichts wenn keine
Maßnahmen folgen.
hukwa
Samstag, 18. Juli 2020
Waldwiese
| Foto©UteKW |
hukwa
Samstag, 4. Juli 2020
Von Tagfaltern und Nachtfaltern
| Foto©UteKW |
Der bereits ausgeweitete Artenschutz muss durch intensiven Biotopschutz erweitert werden. Hierzu dient die Kartierung bedeutsamer Biotope und schließlich deren Unterschutzstellung. Nur so können wir einem Großteil unserer Tages- und Nachtfalter ein Überleben sichern. Dabei ist nicht nur an Naturwaldzellen gedacht (Kaisermantel, Waldbrettspiel, Feuerfalter, Kupferglucke)- sondern auch an Feucht- und Moorbiotope (Dukatenfalter, Kleiner Ampferfeuerfalter), an typische, unbehandelte Ackerraine und Feldgehölze (Segelfalter, Schlehenzipfelfalter, Zimtbär, Kleines Nachtpfauenauge), sowie auch an Weg und Waldränder mit Brennesselbeständen (Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen) und "Blumenwieseninseln" (Schwalbenschwanz, Aurorafalter, Schachbrett).
Das bedeutenste Schmetterlingsparadies können unsere Gärten sein. Mit einer Wildblumeninsel und einigen Brennesselhorsten lassen sich die schönsten Falter anlocken. Der Raumbedarf der Arten ist nicht groß und so können Gärten ein dichtes Netzwerk von Biotopen bilden.
hukwa
Montag, 22. Juni 2020
Ein Sanctuarium in Trippstadt
| Fotos©Hans Wagner |
Ungewollt ist in Trippstadt ein Sanctuarium entstanden, ähnlich denen wie sie der Land art Künstler herman de vries seit vielen Jahren errichtet. Ein Schutzraum für die Natur, der sich ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann, da er umzäunt ist. In der Mitte befindet sich ein kleiner Teich, der von Libellen, Amphibien und Insekten besucht wird. Wenn man diesen kleinen Bereich sich selbst überlässt entsteht ein wunderbarer Schutzraum für seltene Pflanzen und Tiere. Das ganze Jahr über kann man hier die Abläufe und den Wandel der Natur beobachten.
hukwa