Posts mit dem Label Gedicht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedicht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 23. September 2020

Sonnenuntergang

 Sonnenuntergang 
die Wolken so rot 
als wären sie mit Blut gefüllt 
Menschen in Massen 
wie Seifenblasen 
kurz vor dem Zerplatzen. 
hukwa

Donnerstag, 11. Januar 2018

Auferstanden
aus den Wirren
einer Traum durchtränkten Nacht
will der Morgen uns versöhnen
mit dem Schattenland der Nacht.

In der frühen Morgenstunde
scheinst du uns in roter Pracht
und in diesem verklärten Scheine
eine neue Welt erwacht.
hukwa

Donnerstag, 31. März 2016

Gläsernes Meer

Ich laufe entlang der
Schmerzstrasse
hin
zu jenem
gläsernen Meer
das nur in meinen Träumen existiert
in der Hoffnung
die Welt wird mir etwas zurückschenken.
hukwa

Montag, 15. Februar 2016

Es kommen die Jahre

Es kommen die Jahre mal
kurz auf einen Besuch vorbei
Jahre der Erinnerungen
und einige schauen ins Haus herein
ich sitze am Schreibtisch
geh auch mal rüber zur Staffelei
lasst die Vergangenheit
endlich die Zukunft einholen
damit wir uns auf ein
Neues Morgen vorbereiten können.
hukwa

Samstag, 26. Dezember 2015

Schatten der Vergangenheit

Die bunten Blätter des Herbstes
künden davon
das im Schweigen eine Hoffnung liegt
und das über dem Abgrund
noch die Vögel fliegen
das welke Laub der Buchen
erzählt die alte Geschichte einer Herbstliebe
du hörst nicht mehr die Stimme
und was neben dir mitgeht
ist nur der Schatten der Vergangenheit.
hukwa

Montag, 9. November 2015

Herbstkind

Verlier nicht deine Seele im Herbst
die Winde würden sie forttragen
und bleiben würde ein kalter Winter
es tröstet dich der Blätterfall
die Einsamkeit des Herbstes
ist die Mutter der Schwermut
sie spiegelt sich in seinem diamantenen Sternen
schau tief hinein in den nächtlichen Himmel
und wenn der Sternenstaub auf dich rieselt
spürst du es deutlich
du bist ein Herbstkind.
hukwa

Dienstag, 6. Oktober 2015

Am Anfang

Am Anfang war das Wort
und dieses war Gott
und es wirkte und schaffte
versuchte sich in Güte und Kraft
und wenn mein Herz je ein Wort pries
dann jenes Zauberwort
das Poesie hieß.
hukwa

Dienstag, 11. August 2015

An die Morgensonne

Auferstanden aus den Wirren
einer Traum durchtränkten Nacht
will der Morgen uns versöhnen
mit dem Schattenland der Nacht.

In der frühen Morgenstunde
Scheinst du uns in roter Pracht
und in deinem verklärten Scheine
eine andere Welt erwacht.
hukwa

Dienstag, 3. März 2015

Betäubung und Vergessen

Geburt ist nur
Betäubung und Vergessen
wer kann in diesen Zeiten
seine Seele noch ermessen 
und ist der Geist
auch nackt und bloß
Erinnerung umgibt ihn wie ein Hort
es naht der Traum
schenkt uns Erinnerungen
schenkt uns Vision und ahnendes Vertrauen
es ist die Welt
in ihrem materiellen Scheine
die Grenzen zieht und
Kerkermauern um uns richtet
so das wir denken
die Heimat sei so fern
dennoch ist sie es
die in uns leuchtet
wie ein Stern.
hukwa

Dienstag, 10. Februar 2015

Alle Dinge haben ihre Vergangenheit

In der Nacht
das Licht des Vollmonds
ruht auf der Fensterbank
gibt den alten Dingen
ihren wahren Schein
Schatten von Schatten
erzählen ihre Geschichte
Erinnerungen um Erinnerungen
tauchen auf im Licht des Mondes
tanzende Schatten
legen sich auf die Eisblumen am Fenster
jagen die Gedanken
in die
Vergangenheit
der
Dinge.
hukwa

Dienstag, 2. Dezember 2014

Zeitreisender

Es ist keine Reise ins Nichts
es ist eine Reise ins Licht
wenn Geschichte beginnt zu leben
wenn in dunkler Nacht
der Tag zu mir spricht
aus vergangenen Zeiten
dann entsteht das wirkliche Licht.
hukwa

Sonntag, 14. September 2014

Ummantelte Sehnsucht

Ummantele deine Sehnsucht
vor den Häschern
Lass selbst Kunst und Schönheit
wenn sie festhält dich
wirst du fallen
trau nie deiner Zeit
Unsteter
Zielloser
behalt dein Schwanenkleid
Gefieder
das sich sehnt
nach einem anderen Land.
hukwa

Mittwoch, 13. August 2014

Zeitreisender

Ich meide die Enge
ich fliehe vor der Menge
und suche die Weite
das Traumland der Heiden
dort in der Antike
fühl ich mich geborgen
ich bin ein Kelte
ein Grieche
ein Etrusker
auf keinen Fall
ein moderner Cherusker.
hukwa

Freitag, 4. April 2014

Wo purpur rote Rosen blühen

Ich kann sie nicht mehr sehen
die Lüge auf eurem Antlitz
darum muss ich fliehen
ins Innerste
wo
purpur rote Rosen blühen
dort wo ganz unbeirrt
von keiner Lüge geblendet
meine brennende Seele sich wendet
dort wo der Geist
geprägt hin auf sein Ziel
ins Unerschlossene dringen will
und ohne Leidenschaft und Qual
tret ich heraus aus längst beschlossenem Spiel
den Lügen abgekehrt
die euer Antlitz ziert
erschau ich nur ein einzig Ziel
das Innerste
wo purpur rote Rosen blühen.
hukwa

Samstag, 22. Februar 2014

Geborgenheit der Nacht

Oft stehe ich des Nachts
im dunklen Zimmer am Fenster
lausche dem Rauschen der Linden
höre was die Erlen sich erzählen
seh wie die Weiden sich neigen
in dunkler Nacht
schaut weise die Birke mich an
ins Dustere bringt sie Helle
der Nacht schenkt sie Geborgenheit.
hukwa

Mittwoch, 29. Januar 2014

Uralter Hauch der Ewigkeit

Von weitem schon hör ich es rauschen
was einstmals auf dem Berg geschah
wo Trümmer im Dickicht verborgen
aus alter Zeit ich sah.

Hier hatten Kelten ihren Hain
und Römer strömten hier zum Berg
hier oben werd ich selbst Geschichte
hier kehr ich ein.

So oft ich komm um hier zu lauschen
dem Ruf aus der Vergangenheit
es rauscht mir zu aus den Eichbäumen
Uralter Hauch der Ewigkeit.
hukwa

Freitag, 29. November 2013

Sinnend vor einem alten Grabstein stehend

Das Stundenglas der Zeit rinnt weiter
Gras wuchert an den Grabesrändern
Deckt längst vermoderte Gebeine zu
Kaum noch erkennbar die Schrift
Die Steine schweigen in Grabesruh
Dennoch der ganze Platz hier spricht
Einst trug man Stein um Stein hier an
Die unter ihnen liegen
Wer denkt daran
Hier herrscht kein Lärm
Nur tiefes Schweigen
Wer hier verweilt
Erkennt des
Novembermächte.
hukwa

Dienstag, 26. November 2013

Die alte Glut

Zusammen getragen haben wir
die alte Glut
die unser Leben bis heute erwärmt
sie soll uns helfen jene Worte zu finden
die wir bisher noch nicht ausgesprochen haben.
hukwa

Freitag, 22. November 2013

Auf dem Weg zu mir selbst

Auch an diesem Morgen
begebe ich mich wieder
auf eine Expedition
durchbreche das Labyrinth meiner Bibliothek
befreie mich aus den Monologen der Kreise
suche den Dialog der freien Assoziation
und stoße schreibend auf die Grenzen
meines Ichs
entfessele die unbewussten Ströme
der Gefühle und Symbole
die darauf warten
entziffert zu werden
und wieder
bin ich meiner eigenen Schrift auf der Spur.
hukwa