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Mittwoch, 8. Oktober 2025

Nachtlektüre mit E.T.A.Hoffmann

 Ein stiller Wert im Alter 
erblüht 
im Sicherinnern. 
hukwa 
Gestern Abend als Bettlektüre E.T.A. Hoffmann gelesen. Es sind phantastische Nachtstücke die er schrieb. Der Hang zum Wunderbaren, die Aufhebung der Realität in der Phantasie,die unstillbare Neugier nach okkulten Phänomenen machen das Werk Hoffmanns so interessant. Er entführt den Leser in eine doppelte Wirklichkeit des Daseins. Das Einwirken des Wunderbaren in die Alltäglichkeit begeistert mich in seinen Erzählungen immer wieder. 
hukwa

Montag, 6. Oktober 2025

Algernon Blackwood

 Fallendes Herbstlaub 
erinnert 
an die Kindheit. 
hukwa 
                         Algernon Blackwood 
gestern Abend die Erzählung "Die Weiden" von Algernon Blackwood gelesen. Sein literarisches Hauptanliegen, Prozesse der Bewusstseinswerdung anzuregen bestimmt ganz seine mystische Erzählweise. Fast in allen seinen Erzählungen stellt er die Natur einer negativen Zivilisation gegenüber. es sind vor allem die okkulten Naturgeschichten, die Blackwoods phantastisches Genie ausmachen. Die Weiden sind dafür ein gutes Beispiel. 
hukwa

Sonntag, 5. Oktober 2025

Vollmond und Sheridan Le Fanu

 Der Vollmond versteckt sich 
Nebel steigen auf 
wie Träume. 
hukwa 
 
Sheridan Le Fanu  
In der Nacht Sturmwind und starker Regen am Himmel leuchtete der Vollmond, ideal für Phantastische Literatur zu lesen. Sheridan Le Fanu (1814-187) mit Poe und Hoffmann dürfte Fanu der wichtigste Erzähler des Phantastischen im 19.Jahrhundert gewesen sein. Sein "Geschöpf Carmilla" wurde die bekannteste weibliche Vampirin. Sein "Maler Schalken" ist ein Meisterwerk phantastischer Erzählweise. In vielen seiner kürzeren Erzählungen spürt man eine frühe Verwandtschaft zu den Werken von Franz Kafka. Seine Meisterschaft aber entwickelte er in seinen Gespenster und Gruselgeschichten. Wer Phantastische Literatur liest für den ist Sheridan Le Faun ein Lesegenuss. 
hukwa

Freitag, 13. Dezember 2024

George Sand und die Ahnengeister

 In ihrer Autobiographie Geschichte meines Lebens schrieb George Sand ausführlich über das Leben ihrer Vorfahren. Erst im achten Kapitel des zweiten Teils, beginnt sie über sich selbst zu schreiben. Sie zählt in ihrem Buch eine regelrechte Ahnengalerie auf. Meiner Meinung nach sollte man so seine Biographie schreiben. Wir sind auf mystische Art mit unseren Vorfahren verbunden. Vielleicht schauen uns diese Ahnengeister bei unserem Tun und Wirken zu? Ähnlich wie es Nathaniel Hawthorne in eingen seiner Bücher beschrieb. George Sand schrieb in einem Brief: Die Toten,dass sind wir,soviel ist gewiß. Es gibt ein geheimnisvolles Band, das bewirkt,dass unser Leben sich aus dem ihren nährt. 
hukwa

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Theophile Gautier

Theophile Gautier schrieb meines erachtens die erste, wirklich gute Vampirgeschichte der Literatur, sie erschien 1836 und betont stark den erotischen Aspekt. "Avatar", eine weitere Erzählung von Gautier, stellt den Seelentausch als Motiv dar. Es scheint das traurige Schicksal großer Dichtungen zu sein, das man sie Heute nicht mehr gelesen werden. Gautier schrieb einmal: "...ist es nicht eine großartige Idee, die einen Künstler sehr wohl reizen kann, sich von der eigenen Zeit abzuschließen, und über Jahrhunderte hinweg eine versunkene Kultur, eine verschwundene Welt zu rekonstruieren?" 
hukwa 

Mittwoch, 11. Dezember 2024

Nathaniel Hawthorne

 Ich bevorzuge Romane und Erzählungen in denen das Übersinnliche auch eine Rolle spielt und nicht als Fremdkörper empfunden wird. Dies gefällt mir am Werk von Nathaniel Hawthorne. Der in Salem, der Stadt der Hexenverfolgung geborene Schriftsteller, dessen Vorfahren an der berüchtigten Hexenjagd beteiligt waren, zählt neben E.A. Poe zu den bedeutendsten Erzählern Amerikas. Sein Werk das auf einer Schuld und Sühne Idee beruht ist stark durchwachsen vom Okkulten und Phantastischen. Werke wie "Der Marmorfaun", "Das Haus mit den sieben Giebeln" oder "Der Garten des Bösen", gehören zum Anspruchvollsten was Amerika an phantastischer Literatur zu bieten hat. 
hukwa

Dienstag, 10. Dezember 2024

Beim Lesen der "Gabe an die Unterwelt"

 Gestern Abend Marcel Schwob gelesen, "Die Vampire", eine meiner liebsten Vampirgeschichten. Sie findet sich in dem wunderbar geschriebenen Auswahlband "Gabe an die Unterwelt", worin auch die "22 Imaginäre Lebensläufe2 enthalten sind. Die lyrischen Evokationen des französischen Schriftstellers, der eigentlich reiner Dichter war kann man immer wieder lesen, wie gute Gedichte.
hukwa

Montag, 9. Dezember 2024

Vor 130 Jahren

 Heute vor 130 jahren starb Robert louis Stevenson. Seine 44. Lebensjahre waren geprägt von Unrast und Abenteuerlust- und das, obwohl er fast die Hälfte dieses Lebens im "Bettdeckenland", wie er es nannte verbracht hat, im Krankenbett. Seine phantastische Erzählungen stehen gleichbedeutend neben "Frankenstein" und "Dracula" und die "Schatzinsel" neben "Tom Sawyer" und "Robinson Crusoe." 
hukwa

Freitag, 22. November 2024

Wie Gedichte entstehen

 Mallarme empfand die Worte und Sätze seiner Dichtungen als unsichtbare, flatternde Flügelschläge die aus seinem Unbewussten aufkeimten. Sie waren ihm Be-kundungen eines rätselhaft-geheimnisvollen Ursprünglichen von dem er zeitlebens beherrscht und bedrängt wurde. Sie drängten ihn förmlich zur Niederschrift- sie wollten gebannt sein. Worte die aus einem traumähnlichen Zwielicht aus ihm emporstiegen. 
hukwa

Dienstag, 19. November 2024

Die Ahnengeister der George Sand

 "Die Toten" hatte George Sand einst an ihren Freund und Verleger Pierre Hetzel geschrieben, "das sind wir, so viel ist gewiß. Es gibt ein geheimnisvolles Band, das bewirkt, dass unser Leben sich aus dem ihren nährt". In der "Geschichte meines Lebens" ging George Sand ausführlich auf  das Leben ihrer Ahnen ein. Erst im achten Kapitel des zweiten Teils, stellt sie ihre eigene Geburt dar. 
Ich bin der Meinung das man genau so Biographien schreiben sollte. Denn die Ahnen und Vorfahren von jedem Menschen leben in ihm weiter. Denn "wenn ich schreibe spüre ich förmlich, wie mir meine Ahnen über die Schulter schauen", schrieb Nathaniel Hawthorne. 
hukwa

Montag, 4. April 2022

Goethe in einem Gespräch

"Meine Werke haben von tausend verschiedenen Personen Nahrung gezogen. Unwissende und Weise, geistvolle Männer und Dummköpfe, die Kindheit, das Alter, das Greisenalter, alle kamen und boten mir ihre Gedanken, Fähigkeiten, ihre Hoffnung, ihre Art, zu sein, an. Ich hatte oft geerntet, wo andere gesät hatten, mein Werk ist das eines Sammelwesens und es trägt den Namen Goethe". 
Goethe im Gespräch mit Soret. 
hukwa 

Samstag, 3. Februar 2018

Vom Anfang der Dichtung - Sapppho

Mit Sappho begannn die eigentliche Lyrik in der Dichtkunst. Homer schrieb Epen über Helden und Götter. Hesiod dichtete schon über alltägliches. Für Sappho zählte das Ich. Sie lebte ungefähr 612 v. Chr. auf der griechischen Insel Lesbos.
Für den Dichter der sich mit Sappho beschäftigt wird diese Dichterin interessant weil er in die Anfänge der Lyrik einkehrt, in das noch archaische Denken des alten Griechenlands. Ein neues Bewusstsein keimte in dieser Zeit im Menschen auf. Es war die Gebuirt des Ich in der Kunst und somit auch im Alltag. Von dieser Zeit an ließ man neben den Göttern und Helden auch den Menschen als "Ich" sprechen.
hukwa 

Die einen sagen: eine Truppe von Reitern,
andere wieder; Fussvolk oder eine Flotte von Schiffen
sei auf der dunklen Erde das Schönste - ich aber sage:
das, was ein jeder lieb hat.
Sappho

Dienstag, 30. Januar 2018

Sucht und Flucht des Dylan Thomas

Gestern den Tag über Dylan Thomas gelesen. Ich lese gern diese etwas dunkle Poesie durch die dennoch immer ein frischer Wind zu wehen scheint. Dylans Gedichte sind unrealistisch und wirklichkeitsfremd doch voller Symbolik mit der nötigen Portion Phantasie, wie Gedichte eben sein sollen oder - wie Poesie sein soll- Dylan ist Poet. Seine Verse entspringen ganz der Eigenwelt dieses Dichters. Was hat Dichtung schließlich mit der uns umgebenden Realität zu tun? Gute Poesie ist letztendlich immer eine Flucht vor dieser Realität ist sie doch ein Hinabtauchen in tiefere Gefilde des Seins und genau das hat Dylan Thomas praktiziert. Als Dichter und Mensch war er immer auf der Flucht vor sich selbst und vor dem Whisky, denn er aber überall fand, doch gerade diese Flucht und Sucht waren die Samenkörner seiner Poesie.
hukwa

Freitag, 19. Mai 2017

Das Imperium der Schundliteratur

Was die Menschen heute lesen ist fast vorwiegend Schundliteratur, jedenfalls aus meiner Sichtweise. Dann liest man in einem Zeitungsartikel "es wurde noch nie soviel gelesen wie heute". Für den "Schund" gibt es eine riesige Industrie, eine Verdummungsindustrie! Würden die Menschen ein wenig mehr kritische Literatur lesen, würden sie die Welt auch ein wenig anders sehen und ein wenig mehr Mitdenken. Das Imperium der Schundliteratur gestaltet schließlich auch unsere Gesellschaft mit. 
hukwa

Montag, 9. Januar 2017

Kohärenz im Werk

Die Ver-Bindungen sind mir in meinem Werk sehr wichtig. Zwischen all den Arbeiten, den unterschiedlichen literarischen und bildnerischen herrscht eine von mir angestrebte Kohärenz. Ein Werk hat für mich nur einen Wert wenn es biographisch gefärbt ist.
hukwa

Samstag, 15. Oktober 2016

Proust- ein Magier der Poesie

Gestern Proust und Theodor Storm gelesen. Oft erscheint mir Proust in seiner "Suche nach der verlorenen Zeit", als hätte er sich ganz in der Zeit verloren, dies ist das Wunderbare an ihm. Er war ein großer Künstler der ein Werk hinterlassen hat das für jede neue Generation immer wieder aktuell ist. Er war einfach ein Magier der Poesie.
Von Storm lese ich immer wieder einmal eine seiner Novellen. Storms Leben war ein Streben nach Harmonie. Er war eine sehr bürgerliche Persönlichkeit. Lesenswert ist er immer noch.
Die Zeitgenössischen Schriftsteller langweilen mich. Ich brauche einen Proust, Balzac oder E.A.Poe um mich in einem Buch verlieren zu können.
hukwa