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Donnerstag, 19. März 2026

Wirkliche Politik

 Es gibt nur eine Politik 
und die heißt Menschlichkeit 
sich zum Menschen zu bekennen 
sich als Mensch fühlen 
als Mensch handeln 
das ist die wahre Politik. 
hukwa

Donnerstag, 17. Februar 2022

Zahltag

 Das Licht dieses frühen Morgens 
vermischt sich mit der dunklen Flut 
der nächtlichen Psyche 
unvergängliche Erinnerungen  
der Tag ist oft der Preis 
der nächtlichen Träume. 
hukwa

Samstag, 22. Januar 2022

Wintermächte

 Beschwörung der Tage 
Tagtraum der Nächte 
Schlaftraum der Tage 
Wintermächte. 
hukwa

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Einsame Erinnerung

Mit den Jahren 
werden die Erinnerungen 
immer jünger 
schlagen aus wie kleine Bäume 
die aus dem abgesägten Stamm 
einer alten Buche sprießen 
sie sind das Salz unserer 
persönlichen Geschichte 
die Würze des Daseins 
widerspiegelt sich 
in der mystischen Glut 
des Mondes 
heute Nacht. 
hukwa 

Dienstag, 28. Dezember 2021

Morgen

In den Nächten 
erscheinen die Gedanken 
wie die Jahresringe eines Baumes 
die Erinnerungen von 
Jahrzehnten 
lagern im Stundenglas der Zeit 
Denken und Schreiben 
Meditation und Vision 
im Labyrinth der weltlichen Zeit 
ein Gefühl am Morgen 
vielleicht ähnlich dem 
wenn die Raupe zum Schmetterling erwacht. 
hukwa 

Dienstag, 19. Januar 2021

Nebelgesichter

 Die große Fichte 
wirft ihre Schatten 
in die weiße Landschaft 
Nebelgesichter 
im Schnee 
Sonnenspiegel 
der Flug der Krähe 
über den Feldern 
als ginge ein 
Riß durch die Zeit. 
hukwa

Mittwoch, 6. Januar 2021

WaldWinterNacht

Schlafender Wald 
in eiskalter Nacht 
Dtunde die mich umfängt 
in winterlicher Pracht 
einsam beleuchtet von Orions Schild 
Winternacht im Wald. 
hukwa 

Samstag, 19. Dezember 2020

Geborgen

 Geborgen 
im harten Fels 
die Zeit 
darinnen 
der Weltinnenraum 
Weltgedächtnis 
wie der Kristall im Stein 
leuchtend 
der Weltgeist 
verborgen 
den Vielen. 
hukwa

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Zwischenraum

Auch an diesem Morgen 
ist die Welt vereist 
Raureif und Kälte 
im Garten und Gesellschaft 
jenseits des Molochs der Großstadt 
Zwischenraum 
Weltinnenraum  
hier 
kommen
Vergangenheit und Gegenwart 
zusammen. 
hukwa

Freitag, 25. September 2020

Welt hinter der Welt

Mit den Jahren 
wächst die Bibliothek 
ich bewege mich hinein 
laufe durch ein Labyrinth 
der Sätze und Wörter 
doch sie ist mehr 
Schutzmauer gegen das Profane 
das flackernde Licht 
das durch die Fenster dringt 
die Zweisamkeit mit den Büchern 
eine Welt 
hinter der Welt. 
hukwa 

Donnerstag, 16. April 2020

Dämmerlicht der Zeit

Früh am Tage
trinken wir
die schwarze galle der Zeit
wir haben zu lange gewartet
die Büchse der Pandora ist geöffnet
und über der eiternden Wunde
wurde das Pflaster entfernt
hinein in die Wälder
zu Vogellied
und grünem Blätterdach
laufe ich
jetzt
im Dämmerlicht der zeit.
hukwa

Donnerstag, 13. Februar 2020

Kunstvernetzung

Die Kunst
Vernetzung des Lebens
schwarz und reglos
das innere Billd
ihm
Leben schenken
durch die Schlingen der Farben
überlege nicht
fang an
denke
an das Gelübde dass du der Kunst gegeben hast.
hukwa

Samstag, 8. Februar 2020

Mondhelles Licht

Mondhelles
Licht der Nacht 
inneres Wachstum
das Gedicht
ein Wolkenschaf
sich lösend aus einem Verbund
das Gedicht
immer unterwegs.
hukwa

Montag, 3. Februar 2020

Auch an diesem Morgen

Das erste geschriebene Wort am frühen Morgen
der erste Strich ins Zeichenbuch
Zeichen so alt wie die Zeit
hinein gesetzt in eine Welt
die sich unbedingt zerstören will
ein Blick in die Zeitung
zeigt Nachrichten über korrupte Politiker
jeden Morgen die gleiche Stagnation
kein Wandel der Welt
nur turpokapitalistische Lethargie
auch an diesem Morgen
male ich mich aus der Welt hinaus.
hukwa

Dienstag, 24. September 2019

Das Fremde der Heimat

Man lebt hier wie in der Höhle des Löwen
sucht die Innere Heimat und flüchtet vor der äusseren Fremde
im Stundenglas der Eigenzeit
vergehen die Tage wie rieselnder Sand
Hier wo die Depressionen durch die Strassen laufen
wird es sinnlos die Tage zu zählen
sie verelenden in den Lügen der Nächte
wo der Traumgott geweihte Geldscheine verschenkt
wo keine weißen Hostien vom Himmel fallen
sondern es nur graue Asche regnet
wo man am Morgen nach dem Aufwachen
wieder einmal erkennen muss
das in diesem Ort täglich die Zukunft von der Vergangenheit eingeholt wird
hier wo die Sprache
nur das Schmerzgeflüster einer torkelnden Masse ist
die mit ihrem Hau-den-Lukas-Gejohle
und ihrem Stürmergetöse
auf das Wochenende wartet
um Rechte Walzer zu Tanzen
hier
wo Geschichtsverlust
eine Epidemie ist.
hukwa

Freitag, 20. September 2019

Im synthetischen Wald

Die Masse schläft den Opiumschlaf
die Wenigen die dass Geheimnis fassen
werden von den Jägern gejagt
nicht kreatürlich ist dieser Schlaf
hypnotisch ist er
je nach Bedarf
im undurchdringlichen synthetischen Wald
der Atmosphäre
wird die Welt
zum ausgetrockneten Herbarium.
hukwa

Mittwoch, 17. August 2016

Pochendes Herz des Sommers

Im August verabschiedet sich leise das pochende Herz des Sommers. Die Stoppelscholle der Felder verkünden und verklären noch einmal denn Sommer. Mit dieser Jahreszeit muss man sich meditativ auseinandersetzen, ihrem Rat lauschen, die Farbenpracht in sich aufnehmen. Aus den Bäumen ertönt das Gurren der Tauben. Bläulinge tanzen auf der Wiese, haben Alpträume von Raureif und Eis. Wie alte Schrift in den Himmel geschrieben erscheinen Wolkenfetzen. Im Garten die Astern leuchten wie Sterne.
hukwa

Dienstag, 20. Oktober 2015

Jetzt ist die Zeit gekommen

Jetzt ist die Zeit gekommen wieder jeden Tag ein Gedicht zu schreiben
für einen Moment
hebt sich der Vorhang
im hellen Licht der Vergänglichkeiten
steht noch das alte Haus
durch die Räume geht das Kind
seinen Schattten suchend
denn es sich erträumte
als eine Welt
in der du heute noch nicht angekommen bist.
hukwa

Montag, 19. Oktober 2015

Die Lügenhelle Traumata eines Traums

Es irren Wahn und Kälte
durch das erfrorene Haus
kein wärmendes Herz
erwartet dich in der Ferne
du spürst in deinem eigenen Haus
das Fremde
es spricht zu dir
in der lügenhellen Traumata eines Traumes
man hat dir deine Zeit gestohlen
und damit auch dein Sein
suche nicht nach milder Zärtlichkeit
das Leben ist
ein verlogener Traum.
hukwa

Mittwoch, 21. Januar 2015

ER der einem URALTEN BAUM entstieg

In dieser Nacht da der Mond kaum merkbar im Abnehmen begriffen ist und ich von meinem Bett aus Richtung Fenster starre beschließe ich für diese Nacht aus der Wirklichkeit meiner Realität auszuwandern und ohne Rücksicht auf das empirisch Wirkliche mich tief hinein in meine SCHICHTUNGEN zu bewegen und einen BUND mit der NACHT einzugehen ist sie doch die Fürsprecherin der ERINNERUNGEN: Und nun erscheint im
FENSTER ein SPIEGELBILD mir wohlbekannt aus alter ZEIT und schenkt mir den
SCHLAF:
In dieser NACHT da der MOND
kaum merklich im Abnehmen ist stieg ER herab aus der
KRONE eines URALTEN BAUMES
unter der eine NYMPHE im weichen Moose schlief ER wusste sehr gut um die
VERGÄNGLICHKEIT der Tage daher zog ER weiter zu den ewig dunklen Waldseen
an dessen UFER sich die Waldgeister versammelt hatten um zu sprechen über die
FINSTEREN Wünsche unbekannter HERKUNFT
ER wusste das die GEISTER ENTFLOHENE GEDANKEN sind die sich selbständig gemacht haben und nun in der Welt umher irrten verlassen von ihrem GEIST waren sie einzig nur kaltes INTELLEKTUELL die sich Suhlen in den ABWÄSSERN und der KANALISATION einer GESELLSCHAFT die der POESIE den KAMPF angesagt hat.
Doch ER der einem URALTEN BAUM entstieg meißelte seine WORTE in harten STEIN:
Tiefer Fall lautloser Schrei schwebt dahin im TAGTRAUMSCHREIN
kein FLUCHTPUNKT mehr in den VERGIFTETEN PARADIESEN
mit letzter Kraft vorm ABGRUND stehen
kein zurückdenken kein Vorwärts gehen VERSCHOLLEN im NICHTS
ein ICH das keinen Halt mehr hat
kein MORGEN mehr der neu entzückt kein SCHUTZWALL mehr der schützt
Keine HEILIGKEIT die SINN ersetzt
und als er diese Worte in harten Stein gemeißelt hatte wusste ER das ER in ZUKUNFT nur noch in einer versiegelten SPRACHE sprechen und schreiben würde so stieg er wieder hinauf auf seinen URALTEN BAUM versteckte sich in dessen KRONE und ritzte in das grüne FLEISCH des Baumes ein weiteres GEDICHT:
entsiegele nicht die SPRACHE der POESIE sie ist ein MYSTERIUM in ihr VERBORGEN
deine ÄNGSTE
deine FREUDEN
deine DÄMONEN
in ihr VERSIEGELT
das KLEID der POESIE
das SYMBOL
deines LEBENS

Und der Wald versank in GRABESFINSTERNIS den auch der WALD wusste um die VERGÄNGLICHKEIT der Tage und die NYMPHE im weichen MOOS nahm ihren SCHLAF wieder auf und die ENTFLOHENEN GEDANKEN faulten in der DUNKELHEIT des WALDES wie morsche Pilze dahin aber die POESIE ERLEUCHTETE von nun an die
DUNKELHEIT DES WALDES.

hukwa